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Wednesday, 5 May 2010
Griechenland-Schuldenberg strapaziert EUR stark
Analysten weisen nach wie vor auf die offensichtlichen Zweifel vieler Investoren an der EU-Rettungsaktion für Griechenland hin, die sich inzwischen die Frage stellen, ob das in die Krise geratene Mitgliedsland überhaupt vor einer möglichen Staatspleite bewahrt werden kann. Während sich die Konjunkturlage angesichts Staatsverschuldungen und steigender Arbeitslosigkeit im Euroraum zuspitzt, verbreitet sich Unsicherheit an den Finanzmärkten, die eine Jagd nach Sicherheitsanlagen zur Folge hat. Nutznießer Nummer eins der neuesten Risikoaversion ist abermalig der USD, der seinen zinsbullischen Trend voraussichtlich bis zum Wochenende fortsetzen wird.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3025 | 1.5213 | 95.51 | 1.1142 | 0.9163 | 0.8934 |
| 1.3006 | 1.5192 | 95.30 | 1.1121 | 0.9142 | 0.8916 | |
| 1.2975 | 1.5160 | 94.99 | 1.1090 | 0.9112 | 0.8887 | |
| Support | 1.2917 | 1.5101 | 94.43 | 1.1030 | 0.9054 | 0.8825 |
| 1.2885 | 1.5072 | 94.12 | 1.1001 | 0.9025 | 0.8794 | |
| 1.2863 | 1.5051 | 93.89 | 1.0083 | 0.9003 | 0.8776 |
Wirtschafts News
USD - EUR/USD zum ersten Mal seit April 2009 unter $1,30 gehandelt
Die heftigen Kurssprünge des USD, die im Laufe des gesamten Handelstages anhielten, überraschten gestern zweifelsohne Forex-Händler, die in US-Dollar investieren. Analysten erklären diese Preisentwicklung anhand einer deutlich gestiegen Risikoscheu, die die Märkte bereits seit Wochenbeginn bestimmt.
Zum Kanadischen Dollar kletterte der USD am Dienstag erneut über Paritätskurs und notiert aktuell bei 1,0250. Einen schweren Rückschlag hingegen erlitt der EUR gestern. EUR/USD stürzte zum ersten Mal seit April 2009 bis unter die Marke von 1,3000. Das Cross handelt momentan um 1,2950.
Analysten weisen nach wie vor auf die offensichtlichen Zweifel vieler Investoren an der EU-Rettungsaktion für Griechenland hin, die sich die Frage stellen, ob das in die Krise geratene Mitgliedsland überhaupt vor einer möglichen Staatspleite bewahrt werden kann. Während sich die Konjunkturlage angesichts Staatsverschuldungen und steigender Arbeitslosigkeit im Euroraum zuspitzt, verbreitet sich Unsicherheit an den Finanzmärkten, die eine Jagd nach Sicherheitsanlagen zur Folge hat. Nutznießer Nummer eins der neuesten Risikoaversion ist abermalig der USD, der seinen zinsbullischen Trend voraussichtlich bis zum Wochenende fortsetzen wird.
Eine Folge der Finanzkrise ist die Verschiebung der globalen Währungsverhältnisse am Devisenmarkt, während positive US-Konjunkturdaten wiederholt Verkaufsdruck auf den Dollar ausüben, anstelle diesen zu stützen, so die Marktteilnehmer.
Händler verweisen auf die Unsicherheit der Investoren in Bezug auf übrige Anlagen als Ursache für die jüngste Dollar-Stärke. Optimismus versprechende Indikatoren signalisieren Wachstum, das die Anleger wiederum dazu veranlasst, ihre Safe-Havens wie die US-Währung abzustoßen, um auf Aktien oder risikoreiche Anlagen zu setzen.
EUR - Griechenland-Not: Schwere Last - EUR auf Jahrestief gegen USD
Die nicht ablassenden Sorgen um die griechische Staatsverschuldung fordern mittlerweile ihren Tribut von der 16-Nationen-Währung. Am Dienstag verbuchte der EUR deutliche Kursverluste gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Mit einem Preisrutsch zum USD bis unter 1,30 erstmalig seit einem Jahr sowie einer Abwertung gegen das Pfund Sterling bis auf 0,8550 zum ersten Mal seit vergangenem August, zeigte sich die Gemeinschaftswährung gestern recht mitgenommen.
Ein sich verstärkender Pessimismus bestimmt derzeit die Stimmung der Investoren gegenüber dem EUR. Selbst die geplante Rettung der Griechen konnte das Anleger-Sentiment bislang nicht aufhellen. Händler befürchten, dass sogar die milliardenschweren Hilfen eine Ausbreitung der Staatsverschuldung in weiteren finanzschwachen Mitgliedsländern der Eurozone nicht verhindern können.
Dazu zählen die Staaten Irland, Italien sowie Spanien. In Spanien hat die Arbeitslosenrate mittlerweile die 20%-Marke erreicht. Einer Statistik zufolge liegt die Arbeitslosigkeit bei der Altergruppe zwischen 21 und 45 Jahren sogar nahe 40%. Die Stärke der deutschen Wirtschaft kann die Entwicklungen im restlichen Euroraum nicht ausgleichen und reicht offenbar nicht aus, um neues Vertrauen in die Konjunkturlage Europas zu wecken.
Da die Eurozone heute dem Wirtschaftskalender überwiegend fern bleibt, ist nicht davon auszugehen, dass sich für den EUR angesichts des Ausbleibens dringend benötigter, positiv geprägter Konjunkturdaten größere Kurskorrekturen ergeben. EUR-Anleger sollten jedoch die Fundamentaldaten aus den USA gut im Auge behalten. Optimismus versprechende Ergebnisse könnten Händler erneut dazu veranlassen, ihre Safe-Havens abzustoßen und in risikoreiche Anlagen zu investieren.
JPY - USD/JPY bei Monatsrekordhoch
Der US-Dollar wertete am gestrigen Dienstag deutlich gegen den japanischen Yen auf. Beide Währungen gelten als Safe-Haven-Anlagen in Zeiten von Marktunsicherheit. Der JPY machte wiederum gegen andere primäre Gegenwährungen an Boden gut. Dieser Trend könnte sich zunächst fortsetzen, sollten die Marktkonditionen unverändert bleiben.
Der Preisabfall des JPY zum USD drückte das Cross USD/JPY auf ein monatliches Rekordhoch um 94,71. Leichter Verkaufsdruck für den Yen setzte bei diesem Niveau schließlich ein, so dass ein Großteil der Indikatoren bereits auf eine bevorstehende Kurskorrektur nach unten deutet, die sich womöglich noch heute vollzieht. US-Konjunkturdaten bleiben jedoch die treibende Kraft der Markttendenzen im Devisenhandel am Mittwoch.
Rohöl - Ölpreis fällt über $4 pro Barrel
Angesichts der gestrigen Preissprünge des USD, waren die Rohöl-Kursverluste im Grunde keine Überraschung für die Marktteilnehmer. Spot-Rohöl rutschte im Laufe des Handelstages um über $4,00 pro Barrel ab und notierte zu Markteröffnung heute Morgen bei $82,50. Darüber hinaus haben schwache Aktienmärkte die Ölpreise am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Ob die derzeit ungewöhnlich hohe Nachfrage aus den USA, dem Nahen Osten sowie Asien die Preise heute stützen und diese wieder über die Marke von $86 drücken kann, bleibt abzuwarten.
Der Dämpfer zum jüngsten Aufwärtstrend steigert die Chancen auf eine längst überfällige Kurskorrektur nach unten. Händler berichten, dass sich zum starken Aufwärtstrend des USD kaum entsprechender Verkaufsdruck für Rohstoffanlagen bislang einstellte, wie sonst üblich. Im Gegenteil - Gold beispielsweise wertete jüngst erneut auf und demonstrierte einen entgegen gesetzten Trend zur gewohnten Korrelation zwischen Dollar-Stärke und Rohstoff-Schwäche. Bleibt die Risikobereitschaft am Markt weiterhin gering, ist davon auszugehen, dass die Abwärtstendenzen für Rohstoffpreise vorerst anhalten werden.
Technische News
EUR/USD
Ein Großteil der technischen Indikatoren geben EUR/USD aktuell im „überverkauften“ Bereich aus. Der Relative Strength Index (RSI) der Tages-Chart befindet sich weit unterhalb der unteren Unterstützungslinie. Auch die Kursbewegungen auf der 8-Stunden-Chart vollziehen sich deutlich unterhalb den unteren Bollinger Bands. Auf steigende Kurse zu setzen, könnte heute eine gute Strategie sein.
GBP/USD
Die Bollinger Bands der Tages-Chart zeigen, dass GBP/USD mittlerweile in den „überverkauften“ Bereich gedreht hat. Entsprechend ist eine Kurskorrektur nach oben wahrscheinlich. Der Relative Strength Index (RSI) der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Tendenz. Händler könnten hier bei engen Stopps kaufen. Dieses Währungspaar kehrt seinen Trend womöglich in Kürze um.
USD/JPY
Laut Bollinger Bands auf der Tages-Chart nähert sich USD/JPY dem „überkauften“ Bereich. Möglicherweise findet noch heute eine Kurskorrektur nach unten statt. Entsprechend geben die übrigen technischen Indikatoren das Paar im neutralen Bereich aus. Bei diesem Paar könnte es heute von Vorteil sein, eine abwartende Haltung einzunehmen.
USD/CHF
Praktisch jeder verfügbare technische Indikator zeigt USD/CHF weit im „überkauften“ Bereich an. Bei den technischen Indikatoren handelt es sich um die Bollinger Bands der 4-Stunden-Chart, den Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart sowie den Relative Strength Index (RSI) der Tages-Chart. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Währungspaar, angesichts einer sich ankündigenden Kurskorrektur nach unten, die richtige Entscheidung für heute sein.
Die Wild-Card
Platin
Mit dem Abwärtskreuzen der unteren Unterstützungslinie auf der 4-Stunden-Chart signalisiert der Slow Stochastic eine sich ankündigende Kurskorrektur nach oben. Dieser Trend wird von den Bollinger Bands auf der Tages-Chart bestätigt. Die Preisbewegungen unterhalb des unteren Bands sind ein typisches Zeichen für eine Aufwärtsbewegung innerhalb des nächsten Zeitfensters. Forex -Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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