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Wednesday, 1 Jun 2011

Griechenland kann evtl. Umschuldung vermeiden; EUR Händler begeistert

Im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen schnitt der Euro in letzter Zeit am besten ab, während Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten Griechenlands, seine Schuldenkrise zu bewältigen, richteten. Spekulanten haben sogar darauf gesetzt, dass Griechenland das möglicherweise ohne Umschuldung erreichen könne, was dem Euro Aufschwung verlieh, ungeachtet seines ansonsten schwachen Abschneidens im vergangenen Monat.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupnodownnoup
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.46561.671883.440.86781.09180.8898
1.45101.659482.380.85971.08030.8810
1.44531.651981.940.85681.07360.8779
Support1.43071.639680.890.84871.06220.8692
1.42201.634780.270.84361.05750.8634
1.40751.622479.210.83551.04600.8546

Wirtschafts News

USD - US Dollar notiert unterschiedliche Kursgewinne


Gestern konnte der US Dollar seinem Abschwung zu den meisten Währungen Einhalt gebieten und verzeichnete unterschiedliche Kursgewinne zum britischen Pfund Sterling, dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken. Positive Nachrichten hinsichtlich der Schuldenlage Griechenlands trugen dazu bei, dass sich der EUR zum wiedererstarkenden USD behaupten konnte, während die Unterschiede bei den Grundlagendaten zwischen den beiden Regionen weiter fortbestehen.

Die Nachricht, dass Griechenland evtl. keiner Umschuldung bedarf, ließ die EUR/USD-Paarung am Dienstag auf das 3-Wochen-Hoch von 1,4415 ansteigen. Die GBP/USD-Paarung fiel von seinem 4-Wochen-Hoch von 1,6553 auf den gegenwärtigen Kurs von knapp unter 1,6470.

Die Hinwendung zu riskanteren Anlagewerten wird in einer Vielzahl von Analysen erwartet, die für die frühen Sommermonate eine merkliche Wachstumsbelebung für Europa und Nordamerika prognostizierten, was sich zunächst in solchen Investitionsverlagerungen bemerkbar macht. Allerdings wird das von einigen Experten, aufgrund der schwachen Grundlagendaten aus den USA und anderen führenden Volkswirtschaften, mit Skepsis betrachtet.

Heute wird aus den USA eine ganze Reihe von wichtigen Wirtschaftspublikationen erwartet. Die bedeutsamste dürfte dabei wohl der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) sein, der um 13:15 MGZ veröffentlicht wird. Die Daten dieses Berichts sind, besser als alle anderen, ein verlässlicher Messwert der Aufschluss auf den bevorstehenden NFP Arbeitsmarktbericht am Freitag gibt

EUR - EUR mit Kursgewinnen während Griechenland sich möglicherweise aus der Schusslinie hält

Im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen schnitt der Euro in letzter Zeit am besten ab, während Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten Griechenlands, seine Schuldenkrise zu bewältigen, richteten. Spekulanten haben sogar darauf gesetzt, dass Griechenland das möglicherweise ohne Umschuldung erreichen könne, was dem Euro Aufschwung verlieh, ungeachtet seines ansonsten schwachen Abschneidens im vergangenen Monat.

Die EUR/USD-Paarung stieg gestern auf ein 3-Wochen-Hoch von 1,4415, fiel beim frühen Börsengang heute Morgen allerdings leicht zurück. Die Möglichkeit einer technischen Deckelung die nahe 1,4450 ausgelöst werden könnte, dürfte den Kurs dieser Paarung später am Tage sinken lassen, doch halten Analysten weitere Kursgewinne des Euro für möglich, sollte die derzeitige Risikostimmungslage anhalten. Pessimisten deuten das Ansteigen schwacher Grundlagendaten in den meisten Haupt-Volkswirtschaften jedoch als ein Zeichen dafür, dass die Risikofreudigkeit nicht zunehmen werde.

Am heutigen Mittwoch dürfte der Euro zum Dollar zwar noch weiter ansteigen, allerdings nähert sich der technische Verkaufswert rasch. Reger Handel in den pazifischen Volkswirtschaften hat in den frühen Morgenstunden viel Staub aufgewirbelt, allerdings fühlen sich viele Händler nach wie vor von höhere Erträge erzielenden Anlagewerten angezogen. Europa wird allerdings auf dem heutigen Wirtschaftskalender kaum vertreten sein, so dass das Hauptinteresse auf den Beschäftigungs- und Fertigungsberichten aus den USA liegen dürfte.

JPY - Kurs des japanischen Yen sinkt, da Moody's mit Herabsetzung des japanischen Kredit-Ratings droht

Der japanische Yen verzeichnete gestern einen heftigen Einbruch als bekannt wurde, dass die Rating-Agentur Moody's Investor Services die japanische Wirtschaft einer Überprüfung unterzieht, die zur Folge haben könnte, dass Japans Kredit-Rating herabgesetzt wird. Nachdem sie in dieser Woche schon bis auf 80,80 gesunken war, scheint sich die USD/JPY-Paarung wieder aufwärts zu bewegen und stieg schon über 81,30.

In ihrem Bemühen herauszufinden in welche Richtung sich die Wirtschaft in dieser Woche voller Wirtschaftspublikationen wohl entwickeln wird, wägen Yen-Händler die Risikostimmungslage ab. In Erwartung des Arbeitsmarktberichts (NFP) am Freitag lässt sich munter über die Verlagerungen spekulieren, die derzeit an den Märkten stattfinden. Die Daten der vergangenen Woche verliehen der japanischen Währung einen temporären Aufwärtsschub, doch haben die gestrigen Bekanntgaben von Moody's das wieder zunichte gemacht.

Rohöl - Neue Wachstumsprognosen lassen Rohölpreis auf über $ 103 pro Barrel ansteigen

Der Rohölpreis stieg auf über $ 103 pro Barrel, nachdem Investoren die jüngste Abwärtskorrektur als einen natürlichen Prozess betrachteten den Ölpreis entsprechend dem Angebot zu gestalten. Die Bewegung zwischen $ 96 und $ 102 pro Barrel war charakteristisch für eine Marktkorrigierende Stimmung um Spekulationen mehr im Einklang mit den Gesetzen für Angebot und Nachfrage zu halten. Der gestrige Rohölpreisanstieg war allerdings darauf zurückzuführen, dass laut neuesten Prognosen der Organisation Erdölproduzierender Staaten (OPEC) der Verbrauch in der zweiten Jahreshälfte 2011 ansteigen wird.

Der seit Montag erwartete Entscheidungszeitpunkt scheint nunmehr eingetreten zu sein, jedoch wird der jüngste Preisanstieg jetzt von technischen Kräften einer Prüfung unterzogen. Ob Ölhändler sich allerdings dazu durchringen werden den Rohölpreis über den derzeitigen Stand von $ 103,06 ansteigen zu lassen ist abhängig von den Fertigungs- und Industriewachstumsdaten der wichtigsten globalen Volkswirtschaften. Da der Beschäftigungslage beim Wirtschaftswachstum ebenfalls eine nicht unerhebliche Rolle zukommt, werden Ölhändler die Arbeitsmarktdaten der USA in dieser Woche mit besonderem Interesse betrachten, um ihren überarbeiteten Plan für den Anstieg beim Rohölpreis zu verifizieren.

Technische News

EUR/USD

Der gestrige erhebliche Kursanstieg dieser Paarung über den 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt darf als zinsbullisches Signal betrachtet werden. Der Momentum -14 Indikator zeigt, dass das kurzzeitige Momentum aufwärts zeigt, da die Paarung über sein Zwei-Wochen-Konsolidierungsmuster angestiegen ist. Widerstand findet sich bei 1,4490, gefolgt vom Mai-Hoch von 1,4940. Erste Unterstützung findet sich bei 1,4340, gefolgt von 1,4205 und dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4035.

GBP/USD

Diese Paarung erhielt einen kräftigen Aufschwung zu einem Wert der mit der steigenden Trendlinie von dem Mai-Tief von 2010 übereinstimmt. So ist das Momentum wieder zugunsten des Pfund Sterling zurück geschwungen, und der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart deutet auf weitere Aufwärtsbewegung hin. Widerstand findet sich bei 1,6520, gefolgt vom April-Hoch von 1,6750. Ein Durchbruch hier könnte das August-Hoch von 2008 von 1,7040 zum Ziel haben. Andererseits findet sich Unterstützung bei 1,6330 und 1,6000, gefolgt von der Trendlinie bei 1,6120. Unterhalb dieser Trendlinie kommt das März-Tief von 1,5935 ins Spiel.

USD/JPY

Der Aufschwung des Yen konnte weder den Widerstandswert von 82,25 noch den 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt durchbrechen, bevor die Paarung sich wieder abwärts richtete und unter der steigenden Trendlinie des Mai-Tiefs schloss. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet auf weitere Abwärtsbewegung bei dieser Paarung hin. Folglich sollten Händler Verkäufe bei der USD/JPY-Paarung in Erwägung ziehen, mit erster Unterstützung bei 80,70 und bei 80,35, gefolgt vom Mai-Tief von 79,50. Ein Durchbruch hier könnte ein Pre-Interventions-Tief von 76,10 aufzeigen. Bei einer Bewegung darüber könnte die Paarung ersten Widerstand bei der vorherigen Trendlinie von 81,95 finden, gefolgt von 82,25 und Rückführungszielen der April-Mai-Bewegungen von 82,50 und 83,25.

USD/CHF

Fast lehrbuchmäßig stieg die USD/CHF-Paarung bis auf 0,8890, einem Wert der mit der Trendlinie vom Februar-Hoch übereinstimmt, nur um dann auf Widerstand zu stoßen und abzusinken und die Woche bei einem neuen Allzeit-Tief von 0,8464 zu beschließen. Dieser Wert könnte als erste Unterstützung für die USD/CHF-Paarung dienen, gefolgt von 0,8400. Eine Rückführung zur fallenden Trendlinie könnte Händlern bessere Werte mit einem Stopp über den Widerstandswerten von 0,8890 und 0,8945 eröffnen.

Die Wild-Card

AUD/USD

Nach einem dreieckigen Konsolidierungsmuster von seinem Mai-Hoch durchbrach die AUD/USD-Paarung die obere Konsolidierungslinie, nur um kurz darauf wieder zu sinken und dann wieder anzusteigen. Hierbei handelt es sich um ein charakteristisches Verhalten bei Dreiecksmustern und forex -Händler sollten in Erwägung ziehen bei der AUD/USD-Paarung eine Kaufposition einzunehmen. Allerdings sollte innerhalb des Dreiecks ein Schutz-Stopp nahe dem Wert von 1,0600 mit einem Ziel nahe 1,1000 gesetzt werden.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:12 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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