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Friday, 7 Nov 2008
Großbritannien schockiert die Märkte, während Europa enttäuscht
Die Bank of England überraschte die Märkte gestern mit einer deutlich starken Leitzinssenkung, während die Europäische Zentralbank ihren Leitzins entsprechend den Erwartungen herabsetzte. Die niedrigeren Zinsen reduzieren Kredite für Verbraucher sowie Unternehmen und kurbeln die Wirtschaft möglicherweise an.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2845 | 1.5790 | 98.40 | 1.1835 | 0.6750 | 0.8210 |
| 1.2825 | 1.5770 | 98.20 | 1.1815 | 0.6730 | 0.8190 | |
| 1.2795 | 1.5740 | 97.90 | 1.1785 | 0.6700 | 0.8160 | |
| Support | 1.2735 | 1.5680 | 97.30 | 1.1725 | 0.6640 | 0.8100 |
| 1.2705 | 1.5650 | 97.00 | 1.1695 | 0.6610 | 0.8070 | |
| 1.2685 | 1.5630 | 96.80 | 1.1675 | 0.6590 | 0.8050 |
Wirtschafts News
USD - Dollar klettert angesichts Leitzinssenkungen
Die Märkte wurden gestern von den Leitzinssenkungen in Europa bestimmt. Sowohl die Bank of England (BoE) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) setzten ihren Leitzins herab. Die BoE reduzierte ihren Zinssatz drastisch um 150 Basispunkte und lag dabei um 100 Basispunkte über den Erwartungen. Die Zentralbanken wollen damit eine Verbesserung der Konjunkturdaten sowie ein Nachlassen des Inflationsdrucks erreichen.
Infolgedessen hat GBP/USD große Verluste in Höhe von 150 Pips zu verzeichnen und notierte bei einem Tagestief von 1,5500. Gegen den EUR erzielte der Dollar deutliche Gewinne, verschlechterte jedoch seinen Wert zum JPY. Seitdem die Märkte die neue Unterstützung für USD/JPY neu abschätzen, konnte sich der JPY stetig verbessern.
Die ungewöhnlich hohe Leitzinssenkung der BoE war eine eindeutige Botschaft an die Märkte, dass Großbritanniens Wirtschaft stärker getroffen sei als bislang vermutet. Eine steigende Arbeitslosenquote und nachlassende Verbraucherausgaben drosseln die Wirtschaftsaktivität des Landes. Mit der deutlichen Leitzinssenkung verliert der GBP jedoch als Investition für Anleger an Attraktivität.
Dem neuesten Bericht des Internationalen Währungsfonds zum globalen Wirtschaftswachstum zufolge verschlechtern sich die Wachstumsaussichten für die US-amerikanische Wirtschaft, der bereits im kommenden Jahr eine Rezession drohen könnte. Die Wirtschaftsleistung des Landes sei im dritten Quartal deutlich gesunken. Bemühungen von Unternehmen, durch die Kürzung ihrer Gehaltsabrechnungen die eigene Geschäftstätigkeit zu steigern, hatten wenig Erfolg. Insgesamt wurde die Wirtschaftsleistung bei 1,1% Jahresrate im dritten Quartal ausgegeben, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum zweiten Quartal bei 3,6% ergibt.
Heute richten sich alle Augen auf den Bericht zu den Veränderungen der US-Arbeitsmarktdaten im Oktober (exklusive Agrar). Hier wird ein Rückgang von 200.000 Arbeitsplätzen erwartet. Im Monat September lagen die Zahlen bei -159.000 Plätzen. Der anstehende Arbeitsmarktbericht könnte den anfänglichen Marktoptimismus, der sich nach dem Wahlsieg von Barack Obama zum US-Präsidenten eingestellt hatte, auflösen. Kaum ein anderer Bericht erfährt mehr Aufmerksamkeit. Die neuen Daten könnten den Dollar möglicherweise bis auf die 1,2900-Marke bringen.
EUR - Deutliche Leitzinssenkung drückt EUR
In den vergangenen drei Wochen ergaben sich für den EUR hohe Kursschwankungen. Auch der gestrigen Hadelstag bildete dabei keine Ausnahme. Mit der Absicht, die lahmende Wirtschaft in Europa anzukurbeln, setzte die EZB ihren Leitzins gestern um einen halben Prozentpunkt auf 3,25% herab. Demzufolge gab der EUR seinen Währungsgegnern gegenüber stark nach. Anleger sprachen von einem "enttäuschenden" Zug der EZB, die nach der überraschend deutlichen Zinssenkung der Bank of England mehr erwartet hatten.
Gestern notierte der EUR zu Handelsschluss bei einem Verlust von 115 Pips zum USD bei 1,2758 Punkten und blieb unverändert zum GBP.
Weiterhin steht die europäische Währung auf dem Prüfstand, nachdem EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gestern in einer Pressekonferenz erklärte, dass, trotz nachlassendem Inflationsdruck, weitere Senkungen des Leitzinses nicht auszuschließen seien. Eine Serie enttäuschender Wirtschaftsdaten, die aus einer sich derzeit verschlechternden europäischen Wirtschaft resultiert, verlangt geradezu nach einer drastischeren Leitzinssenkung im den kommenden Monaten.
An dieser Stelle zweifeln Experten an den Fähigkeiten, der EZB eine Antwort auf die globale Finanzkrise zu finden. Die überraschend deutliche Leitzinssenkung in Großbritannien erweckt den Anschein, dass sich die EoB aktiver als die EZB im Kampf zur Stärkung ihrer Wirtschaft einsetzt. Der EUR musste gestern hohe Verluste verzeichnen. Experten erklären die jüngste Maßnahme der EZB dafür verantwortlich. Im Vergleich zu den anderen Zentralbanken reagiert die EZB verhältnismäßig langsam auf die aktuellen Entwicklungen der globalen Wirtschaftskrise.
JPY - JPY-Aufwärtstrend setzt sich fort
Im Laufe des gestrigen Tages durchlebte Japans Währung einen zinsbullischen Handel und konnte gegenüber ihren Wärungskontahenten überraschend an Boden gewinnen. Dabei stellte der JPY die einzige Währung dar, die, trotz plötzlichem Sturz der japanischen Aktienmärkte, den Aufwärtstendenzen des USD Einhalt gebieten konnte. Japans Aktienmärkte erlitten jüngst bedeutende Verluste, insbesondere in Bezug auf die vom Export abhängige Automobilindustrie. Der gestärkte JPY hatte die Nachfrage an japanischen Waren gesenkt, da Verbraucher Zugriff auf kostengünstigere Güter anderenorts haben.
Der USD/JPY verlor gestern 19 Pips und schloss bei 97,57. Die einzige Veröffentlichung am gestrigen Handelstag war die der Leitindikatoren, die wie erwartet bei 89,3%, verglichen mit dem Monat September bei 91,4%, ausgegeben wurden. Dieser Index ist ein deutliches Anzeichen für die zukünftige Tendenz der Wirtschaft Japans.
Heute bleibt die asiatische Nation vom Wirtschaftskalender abwesend. Der JPY-Kurs wird somit von den Tendenzen der Kurspaare bestimmt. Allem Anschein nach erwartet USD und EUR heute ein recht volatiler Börsengang. JPY-Anleger sollten ihr Augenmerk auf Nachrichten aus den USA und Europa richten. Besonders wichtig dabei ist der US-Arbeitsmakrtbericht.
Rohöl - Ölpreise kurz vor Unterschreitung der $60-Marke
Rohöl hatte gestern kurzfristig die $60-Marke angetestet, bevor die Preise wieder nach oben kletterten und schließlich bei $61,41 schlossen. Zum Wochenende könnte der Ölpreise jedoch bis unter vorgenannte Marke rutschen. Sowohl ein nachlassender Bedarf als auch enttäuschende Wirtschaftsdaten verstärkten in dieser Woche zusätzlich den Preisrückgang. Die Prognosen für die heutigen Zahlen des US-Arbeitsmarktbericht sind negativ, was den aktuellen Trend der Ölpreise möglicherweise antreiben wird.
Im Moment hat die OPEC weitere Fördereinschränkungen in naher Zukunft ausgeschlossen, jedoch habe Lybiens Regierung Berichten zufolge inzwischen die Möglichkeit eines vorgezogenen nächsten Treffens signalisiert.
Seit dem Rekordhoch im Monat Juli, haben sich die Ölpreise infolge der anhaltenden Finanzkrise bis auf die Hälfte reduziert. Ein Ende ist derzeit nicht abzusehen. Anleger sollten aufmerksam beobachten, ob der Ölpreis die $60-Unterstützung heute tatsächlich durchbrechen wird.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Signale aus und wird nun um die 1,2750-Marke gehandelt. Auf der Stunden-Chart ist so gut wie keine Bewegung zu erkennen. Anleger sollten deutlichere Signale abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
GBP/USD
Dieses Paar wird auf der Tages-Chart nach wie vor in einer weit rückläufigen Spanne gehandelt. Auf lange Sicht könnte diese Tendenz weiteres Potenzial in sich tragen. Auf der Stunden-Chart ist ein starkes rückläufiges Cross des Slow Statistic zu sehen. Auch die 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend, deren RSI auf eine Fortsetzung der Abwärtstendenz hinweist. Hier könnte es richtig sein, sich auf die Verkaufsseite zu schlagen.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.
USD/CHF
Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich USD/CHF um die 115,00-Marke. Offentsichtlich konnte ein Durchbruch zinsbullischer Art über der Handelsspanne nicht bestätigt werden. Vorerst setzen sich die Kursschwankungen voraussichtlich fort. Hier könnte es richtig sein, kurzfristig zu verkaufen.
Die Wild-Card
Gold
Auf der Tages-Chart ist deutlich zu beobachten, dass der Goldpreis seinen Abwärtstrend fortsetzt. Die Unze Gold wird aktuell bei $730 gehandelt. Auf der 4-Stunden-Chart wird ein zunehmend zinsbullisches Momentum deutlich. Auch die Tages-Chart bestätigt diese Tendenz. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine günstige Handelsgelegenheit bieten, bei diesem stark lokalen Aufwärtstrend einzusteigen, um hohe Gewinne zu erzielen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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