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Friday, 9 Jan 2009

Händler erwarten gespannt Obamas Plan zum Ansporn der US-Wirtschaft

Nach der Rede Barack Obamas spät am gestrigen Handelstag erholte sich der Kurs des Dollar leicht im Vergleich zu einigen seiner Währungspartner. Händler sollten auf unerwartete Erholung des Dollar vor dem 20. Januar achten, da Obamas Plan zum Ansporn der US-Wirtschaft als ein großes Plus angesehen und auch der Kursentwicklung des Dollar mit Optimismus entgegen gesehen wird.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnodowndownupno
Wochentendenzdownupdownupnodown
Resistance1.37801.531592.351.10800.71500.9055
1.37401.527591.951.10400.71300.9035
1.37001.523591.551.10000.71100.9015
Support1.36201.515590.751.09200.70700.8970
1.35801.510590.351.08800.70500.8950
1.35401.506589.951.08400.70300.8930

Wirtschafts News

USD - Dollar fällt im Vergleich zum EUR und JPY

Die US-Währung setzt ihre Talfahrt im Vergleich zum EUR fort und verliert fast 200 Pips bis zum Stand von 1,3798. Auch gegenüber vielen anderen Währungen verliert der Dollar und Investoren sorgen sich weiterhin über die Schwere der US Rezession.

Der Kurs des Dollar im Vergleich zum EUR fiel insbesondere nachdem am Donnerstag ein Bericht veröffentlicht wurde, wonach in der letzten Dezemberwoche die US-Arbeitslosenzahlen den höchsten Stand seit 26 Jahren erreicht hatten. Jedoch fiel in der ersten Januarwoche die Zahl derer die Arbeitslosengeld beantragten um 24.000 auf 467.000 im Vergleich zu den von Wirtschaftswissenschaftlern erwarteten 540.000

Derzeit weisen einige Spezialisten darauf hin, dass die Rezession schwerer und länger anhaltend sein wird als ursprünglich angenommen. Neueste Daten über Erstansprüche weisen auf die Vernichtung von Arbeitsplätzen hin, und der Stand der dauernden Ansprüche zeigt, wie schwer es für Arbeitsuchende ist eine neue Anstellung zu finden.

Mit anderen Worten - der Niedergang des US-Immobilienmarkts sowie die schwere Finanzkrise haben die Wirtschaft gezwungen eine riesige Zahl von Arbeitsplätzen in einem sehr weiten Spektrum streichen zu müssen, was darauf schließen lässt, dass wir es mit einer der größten Arbeitsmarktverschlechterung seit der großen Depression in den 30-er Jahren zu tun haben.

Händler sollten sich heute sehr genau den APD-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) sowie den Arbeitsmarktbericht ansehen, die beide um 13:30 MGZ veröffentlicht werden. Nach Ansicht von Regierungsberatern wird erwartet, dass der NFP-Bericht für Dezember ca. 500.000 weniger Arbeitsstellen in der US-Wirtschaft aufweist und dass die Arbeitslosenquote um 0,2% gegenüber 6,3% im Vormonat ansteigen wird. Das Ergebnis der Veröffentlichung dieser wichtigen Daten könnte möglicherweise den Kurs des Währungspaars EUR/USD später am Tag auf über 1,400 steigen lassen.

EUR - EUR setzt Erholung gegenüber dem Dollar fort, fällt jedoch im Vergleich zum JPY

Nach schweren Verlusten von mehr als 300 Pips zum Wochenbeginn setzte der EUR seinen Aufwärtstrend im Vergleich zum USD während des gestrigen Handels fort. Trotz schlechter Wirtschaftdaten aus der Eurozone war die 16-Nationen-Währung in der Lage die pessimistischen Vorhersagen Lügen zu strafen und erholte sich im Vergleich zum USD, der von noch niederschmetternden Wirtschaftdaten unter Druck geriet - den US-Arbeitsmarktzahlen. Resultierend legte der EUR im Vergl4eich zum USD um mehr als 200 Pips zu, fiel jedoch leicht gegenüber dem JPY aufgrund von Aktienmarktaktivitäten.

Der deutsche Konjunkturbericht zeigte, dass im November Produktionsaufträge augrund sinkender Nachfrage im In- und Ausland, stärker als erwartet, um 6% zurückgingen. Eine weitere wirtschaftliche Veröffentlichung weist für November ein Rekordtief der Auftragslage in der Automobilindustrie auf, und auch andere Hauptstützen der Wirtschaft mussten Einbußen hinnehmen.

Um dem Schlimmen noch eins drauf zu setzen haben drei der führenden Wirtschaftwissenschaftsinstitute der Eurozone ihre Vorhersagen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2008 auf einen Schrumpfwert von 0,6%, gegenüber einer einstelligen Voraussage im Oktober, revidieren müssen. Gleichzeitig änderten sie ihre Vorhersage für das erste Quartal dieses Jahres von +0,1% auf -0,4%.

Für heute erwarten wir wieder eine Anzahl von Wirtschaftveröffentlichungen in der Eurozone. Besondere Aufmerksamkeit sollte den deutschen Einzelhandelsumsätzen (um 7:00 MGZ) und der deutschen Industrieproduktion (um 11:00 MGZ) zuteil werden. Händler sollten auch die Arbeitsmarktzahlen der USA im Auge behalten, da eine Änderung des USD Kurs direkten Einfluss auf den EUR hat.

JPY - Yen weist Spitzenwerte im Vergleich zu USD und EUR auf

Nach dem mächtigen Aufwärtsschwung zu Beginn der Woche setzt der JPY seinen Aufschwung im Vergleich zu den meisten seiner Währungsrivalen fort. Die japanische Währung legte gegenüber dem Dollar zu und erreichte, dank der trüben Wirtschaftsdaten aus den USA, den Wert von $91,00. Auf der Carry Trade Welle reitend nahm der Yen dem EUR fast 200 Pips ab.

Für heute werden aus Japan keine neuen Wirtschaftdaten erwartet. Der Kurs des JPY wird vorrangig durch die Entwicklungen seiner Haupt-Währungspartner beeinflusst. Es wird erwartet, dass USD und EUR heute einen volatilen Handel vor sich haben, und gleiches gilt für ihre Crosses mit dem JPY. Händler sollten den Nachrichten aus USA und Europa mit großer Aufmerksamkeit begegnen, da diese die entscheidenden Faktoren für die Bewegung des JPY darstellen können, insbesondere die US-Arbeitsmarktzahlen.

Rohöl - Rohölpreise weiter auf Talfahrt da Gaza-Konflikt und Gasstreit weiter andauern

Nach schwerem Einbruch zur Mitte des gestrigen Handelstages erholte sich der Rohölpreis gegen Ende wieder. Grund für den Einbruch waren wachsende Sorgen über die Verschlechterung auf dem US-Arbeitsmarkt. Dieses führte dazu, dass der Rohölpreis um über $2 auf $40,50 fiel. Die spätere Preiserholung, nur knapp 30 Pips niedriger, führte letztlich zu einem Preis von $42,37, als sich der anhaltenden Gaza-Konflikt und der russisch-ukrainische Gasstreit wieder ins Gedächtnis der Investoren brachte.

Nach einem Hoch zu Beginn der Woche bewegt sich der Rohölpreis auf Talfahrt. Am Dienstag noch lag er bei $50. Nach der Bekanntgabe der US-Rohölreserven am Mittwoch, mit einer Zunahme von 6,7 Mio. Barrel gegenüber Vorwoche und um ein vielfaches höher als die vorausgesagten 0,5 Mio. Barrel, stürzte der Preis um über $6 ab. Im Nachhinein betrachtet war der Absturz des Ölpreises nur folgerichtig.

Momentan sind die Hauptfaktoren dass der Rohölpreis unter $40 pro Barrel fällt der Gaza-Konflikt und der russisch-ukrainische Gasstreit. Sobald diese Konflikte geklärt sind dürfte der Rohölpreis ziemlich dramatisch abstürzen.

Technische News

EUR/USD

Das enge Range Trading setzt sich ohne erkennbare Richtung fort. Nachdem gestrigen andauernden Auf und Ab scheint sich diese Paarung nunmehr bei etwa 1,3680 zu konsolidieren und die Volatilität nimmt ab. Indikatoren vermitteln unterschiedliche Signale, jedoch gibt es noch eine Menge positiven Momentums. Händler sollten klarere Signale auf den Stunden-Charts abwarten bevor sie in den Handel eintreten.

GBP/USD

Diese Paarung wird immer noch im zinsbullischen Bereich gehandelt, nur ist die endgültige Richtung derzeit unklar. In keinerlei Richtung ist ein maßgeblicher Durchbruch zu sehen, jedoch liegt ein aufstrebender Hinweis in Form eines Crosses auf dem Stunden-Chart Slow Stochastic vor. Das Stunden-Chart Bollinger Band lässt erkennen, dass ein solcher Durchbruch bevor steht. Hier ist es heute eventuell von Vorteil bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY

Wie aus den Tages-Charts ersichtlich setzt diese Paarung sein gleichmäßiges Abwärts-Momentum fort. Auf dem 4-Stunden-Chart jedoch formiert sich ein zinsbullischer Cross auf dem Slow Stochastic Oszillator, was auf eine mögliche Aufwärtskorrektur hindeutet. Bei besonders eng gesetzten Stopps zu verkaufen mag für heute eine gute Entscheidung sein.

USD/CHF

Nach einer leichten Aufwärtskorrektur gestern hat diese Paarung wieder ihren allgemeinen Abwärtstrend fortgesetzt. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich um die 40-Grenze, was darauf schließen lässt, dass der Abwärtstrend immer noch Momentum hat. Zu verkaufen scheint hier angesagt.

Die Wild-Card

EUR/CAD

Diese Paarung versucht seine intensive Abwärtsbewegung zu korrigieren und handelt derzeit um 1,6190. Der starke Abwärtstrend ist augenscheinlich und zeigt sich auch im 4-Stunden-Chart Slow Stochastic. Dieses bietet
Forex -Händlern ein sehr gutes Potential eine Short-Position einzugehen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:18 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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