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Thursday, 5 May 2011
Händler warten heute gespannt auf die europäischen Leitzinsentscheidungen
Die heutigen Bekanntgaben der Kurzzeitzinssätze für Europa und Großbritannien werden bei der Marktbewertung sehr wahrscheinlich tonangebend sein, und Händler sind gut beraten auch auf die begleitenden geldmarktpolitischen Statements zu achten. Aufgrund der Leitzinsunterschiede zeigt der Dollar weiterhin Schwäche, jedoch könnten friedfertige Statements aus Europa heute einen Teil dieser Lücke schließen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4960 | 1.6620 | 81.40 | 0.8700 | 1.0840 | 0.9090 |
| 1.4940 | 1.6600 | 81.15 | 0.8670 | 1.0810 | 0.9070 | |
| 1.4910 | 1.6570 | 80.80 | 0.8635 | 1.0780 | 0.9040 | |
| Support | 1.4840 | 1.6480 | 80.00 | 0.8550 | 1.0700 | 0.8960 |
| 1.4810 | 1.6450 | 79.70 | 0.8520 | 1.0670 | 0.8930 | |
| 1.4785 | 1.6420 | 79.50 | 0.8500 | 1.0650 | .08900 |
Wirtschafts News
USD - Enttäuschende Wirtschaftsdaten lassen US Dollar auf niedrigsten Kurs seit 3 Jahren sinken
Der US Dollar verzeichnete gestern rückläufige Ergebnisse, als Händler sich nach einer Reihe negativer Daten, die die Schwäche des Dollar zu seinen Haupt-Währungsrivalen unterstrichen, vom Dollar abwandten. Zunächst sank der USD zu den Safe-Hafen-Währungen Schweizer Franken und japanischer Yen, während Aktien und Rohstoffe, in Erwartung eines Aufschwungs, relativ schwach handelten.
Nach der Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP), der aufzeigte, dass es mit der Beschäftigungslage nur sehr schleppend aufwärts geht, verlor der USD das meiste seiner jüngsten Kursgewinne zum EUR. In Erwartung der Arbeitsmarktdaten am Freitag scheinen Händler ihren Optimismus, hinsichtlich der Unterstützung für den Dollar, verloren zu haben. Aus der US Wirtschaft wurden auch enttäuschende Fertigungsdaten bekannt, die die allgemeine Schwäche der weltweiten Industrie widerspiegelten.
Das Thema des amerikanischen Leitzinssatzes ist in jüngster Zeit in Wirtschaftsanalysen allgegenwärtig. Viele Spekulanten sind der Ansicht, dass der Dollar von der neuerlichen Hinwendung zur Sicherheit nicht betroffen ist, obwohl das in unsicheren Zeiten für gewöhnlich der Fall ist. Die heutigen Bekanntgaben der Kurzzeitzinssätze für Europa und Großbritannien werden bei der Marktbewertung sehr wahrscheinlich tonangebend sein, und Händler sind gut beraten auch auf die begleitenden geldmarktpolitischen Statements zu achten. Aufgrund der Leitzinsunterschiede zeigt der Dollar weiterhin Schwäche, jedoch könnten friedfertige Statements aus Europa heute einen Teil dieser Lücke schließen.
EUR - Das Kraftpaket EUR kämpft gegen schwache Wirtschaftsdaten
Ungeachtet der Bekanntgabe der Rettungsschirmmaßnahmen für Portugal durch die Europäische Union und den Internationalen Währungsfond (IWF) verzeichnete der Euro gestern Kursgewinne zu seinen Währungsrivalen. Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten Wirtschaftsdaten veranlassten viele Händler sich von den riskanteren Anlagen abzuwenden, doch kämpfte der EUR erfolgreich dagegen an und scheint auch die heutigen Bekanntgaben der Zinssätze für die Eurozone und Großbritannien überstehen zu können.
Der Abschwung dürfte sich jedoch als kurzlebig erweisen, da sich Investoren, in Erwartung von Vergeltungsmaßnahmen seitens Al-Kaida nach dem Tod Osama bin Ladens am Wochenende, vorübergehend wieder Safe-Hafen-Anlagen zuwenden. Der Rettungsschirm für Portugal ist wie geplant gespannt worden und dürfte keine dauerhafte Auswirkung auf den Euro haben. Der Aufschwung des EUR ist eine Fortsetzung der jüngsten positiven Stimmung für die EUR/USD-Paarung, doch könnten friedfertige Statements seitens der EZB heute manche der jüngsten Kursgewinne zunichte machen.
Heute sieht es allerdings so aus, als könne der Euro weitere Gewinne verzeichnen, da Händler ihren Fokus auf die Wirtschaftspublikationen aus der Region legen. Die wichtigsten Bekanntgaben sind heute die Entscheidung für den Zinssatz der Eurozone um 12:45 MGZ, kurz nachdem zuvor um 12:00 MGZ die gleichartige Entscheidung der Bank of England (BOE) erfolgt. Das diesbezügliche Statement von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird für 13:30 MGZ erwartet. Man geht davon aus, dass in beiden Fällen der Zinssatz unverändert belassen wird, doch könnten friedfertige Äußerungen, wie sie Trichet vor ein paar Wochen machte, den Kurs des Euro in den nächsten Tagen negativ beeinflussen.
JPY - Yen an den Märkten nicht vertreten; profitiert von Hinwendung zur Sicherheit
Der JPY verzeichnet seit gestern größtenteils positive Ergebnisse, da Investoren unter den weltweiten Reaktionen auf den Tod Osama bin Ladens ihren Fokus auf andere Dinge richteten. Nachdem sie am Montag bis auf 82,75 angestiegen war, fiel die USD/JPY-Paarung bis Dienstagabend auf das Tages-Tief von 81,00, doch bis dato verhält sich die Paarung zwischen diesen beiden Werten relativ stabil mit nur leichten Einbrüchen zugunsten des Yen.
Da Japan heute den „Children Day“ innerhalb der Feierlichkeiten der „Golden Week“ begeht, dürfte es um die Liquidität der Region etwas schwach bestellt sein. Der JPY könnte von dieser Abwesenheit profitieren, da sich weltweite Händler Richtung Europa und auch Safe-Hafen orientieren. Da heute der JPY an den Märkten nicht vertreten sein wird, was heißt, dass Händler ihren Fokus auf andere Dinge richten, könnte das zu unterschiedlichen Ergebnissen beim Yen führen. Jedoch trägt die jüngste Hinwendung zu Safe-Hafen-Anlagen, in Erwartung von internationalen Vergeltungsmaßnahmen seitens Al-Kaida auf den Tod Osama bin Ladens, dazu bei den Kurs des JPY ansteigen zu lassen, was sich auch für den Rest der Woche fortsetzen dürfte.
Rohöl - Der Rohölpreis sinkt weiter; ist der Preis von $ 107 schon in Sicht?
Der Rohölpreis schloss am Mittwoch im Minus, da Händler anfingen auf bevorstehende Vergeltungsmaßnahmen seitens Al-Kaida auf den Tod Osama bin Ladens zu spekulieren. Folglich kam es zu einem geringfügigen Einbruch bei den Aktienpreisen, sowie bei Rohstoffen wie Öl, Silber, Gold und einer Reihe weiterer Edelmetalle. Am meisten profitierten von diesen Verlagerungen gestern der Schweizer Franken und der Japanische Yen.
Die jüngsten Ereignisse gestalteten die Spekulationen hinsichtlich des Ölpreises sehr viel schwieriger. Der Kursrückgang des US Dollar hätte eigentlich den Ölpreis ansteigen lassen sollen, jedoch befindet sich der Preis für diesen Rohstoff nun schon den zweiten Tag in Folge im freien Fall. Die Zunahme bei den US Rohöllagerbeständen, wie gestern berichtet, könnte zum Preisrückgang beigetragen haben, da steigende Lagerbestände gemeinhin immer auf den Preis drücken. Für den Rest der Woche scheint der Rohölpreis weiter rückläufig zu sein, und ein Preis von $ 107 pro Barrel ist schon in Sicht.
Technische News
EUR/USD
In den vergangenen Tagen bewegte sich die EUR/USD-Paarung in einer begrenzten Handelsspanne zwischen 1,4750 und 1,4950. Da sich derzeit beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart ein rückläufiger Cross bildet, sieht es so aus, als würde sich das Paar wieder in Richtung 1,4750 bewegen.
GBP/USD
Nachdem es zu Wochenbeginn um rund 300 Pips gesunken war hat sich diese Paarung nahe dem Wert von 1,6500 stabilisiert. Da außerdem der RSI auf dem 4-Stunden-Chart die 30-Linie überschritten hat und weiterhin aufwärts weist, scheint es als würde heute eine Aufwärtsbewegung einsetzen, die die jüngsten Verluste wieder wettmachen könnten. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen dürfte sich heute als richtige Vorgehensweise erweisen.
USD/JPY
Die USD/JPY-Paarung befindet sich weiter im freien Fall und handelt derzeit nahe dem Wert von 80,40. Da zudem alle Oszillatoren auf dem Tages-Chart rückläufige Signale vermitteln, sieht es so aus, als würde sich dieser Abwärtstrend heute, möglicherweise bis zum Wert von 79,00 fortsetzen
USD/CHF
Auf dem Tages-Chart hat sich ein sehr ausgeprägter rückläufiger Channel gebildet, in dessen Mitte sich diese Paarung derzeit bewegt. Nichtsdestotrotz hat sich beim Slow Stochastic auf dem Tages- und 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross gebildet, was den Schluss zulässt, dass eine Aufwärtskorrektur bevorstehen könnte. Zu kaufen könnte heute die richtige Wahl sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Rohölpreis sank in den vergangenen Tagen um rund 650 Pips und handelt derzeit um die $ 109 pro Barrel. Da jedoch der MACD und der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart zinsbullische Signale vermitteln und auch der RSI auf dem 4-Stunden-Chart aufwärts deutet, scheint es, als könne der Rohölpreis heute anfangen seine Verluste wieder wettzumachen. Hier könnte sich Forex-Händlern die gute Gelegenheit bieten, von dieser Aufwärtskorrektur von Anfang an zu profitieren. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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