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Wednesday, 28 Jan 2009

Haupt-Währungen stabilisieren sich kurz vor US Leitzins-Entscheidung

Wenn man sich die Kursentwicklungen der vergangenen Woche noch mal vor Augen führt kann man zu der Ansicht kommen, dass die meisten Währungspaare sich stabilisieren. Kurz vor einem wichtigen Marktereignis ist es besonders schwer die Richtung der Haupt-Währungspaarungen vorherzusagen, so dass Investoren sich zunehmend auf Spekulationen einlassen. Was heute den Markt beeinflussen dürfte ist die Entscheidung der US-Notenbank betreffend den Leitzins. Es könnte durchaus sein, dass die USA die erste Weltwirtschaftsmacht sind die ihren Leitzins auf 0% senken. Ergo dürfte es heute ein äußerst volatiler Tag für die meisten USD Crosse werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdownnoupdown
Wochentendenzupupupdownupdown
Resistance1.33051.430989.741.14280.67350.9327
1.32881.429289.531.14150.67200.9311
1.32601.427889.351.14000.66940.9295
Support1.32291.426089.001.13730.66730.9267
1.32181.424688.841.13590.66520.9254
1.32021.423288.601.13330.66410.9233

Wirtschafts News

USD - Wird der US-Leitzins heute bei Null landen?

Während des gestrigen Handels blieb der Kurs des US-Dollar fast unverändert im Vergleich zu den meisten seiner Währungspartner. Während Händler darauf warteten, dass seitens der US-Notenbank neue Maßnahmen zum Auftauen des eingefrorenen Kreditmarktes bekannt gegeben werden, begann der USD sich zu stabilisieren und schloss den gestrigen Handel mit 1,3262 verglichen zum EUR und mit 1,4255 zum Pfund Sterling.

Die maßgeblichsten Wirtschaftsdaten die gestern in den USA veröffentlicht wurden war der Index des Verbrauchervertrauens. Die Auswirkungen der Finanzkrise der vergangenen Monate schlagen sich ganz offensichtlich auch auf das Verbrauchervertrauen nieder. In der Einschätzung gegenwärtiger Bedingungen haben Verbraucher die Arbeitsmarkt- und Geschäftsbedingungen als weniger günstig eingestuft. Präsident Obama bemüht sich um Unterstützung für eine zügige Verabschiedung seines Konjunkturpakets, welches Arbeitsplätze schaffen, Steuern senken und die Infrastruktur ankurbeln soll.

In der Vorausschau sind die Verbraucher außerordentlich pessimistisch. Ein erheblich größerer Anteil von ihnen glaubt, dass sich die Geschäfts- und Arbeitsmarktbedingungen verschlechtern werden. Investoren jedoch schoben die Befürchtungen, die sie wegen der weltweiten Rezession haben könnten, zur Seite, selbst nachdem das Verbrauchervertrauen im Januar auf einen historischen Tiefststand gefallen war.

Für heute wird für die US-Wirtschaft die Veröffentlichung einiger Indikatoren erwartet, die Einfluss auf den Kurs des USD und seiner Paarungen und Crosse haben dürften. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Entscheidung der US-Notenbank bezüglich des Leitzinses. Händler sollten dieser Zahl große Bedeutung beimessen, da sie in direkter Korrelation zum Kurs des US-Dollar steht. Wird der Zinssatz gesenkt, wird durch die Zunahme der im Umlauf befindlichen USD der Dollar geschwächt. Wird der Zinssatz angehoben passiert genau das Gegenteil, und Dollar werden der Wirtschaft entzogen um Inflation einzudämmen und den Wert des USD zu stützen.

EUR - Euro-Kurs pendelt sich ein aufgrund unerwartetem Zuversichts-Hochs

Während er seinen jüngsten Abwärtstrend fortsetzte verzeichnete der Kurs des EUR gestern nur geringfügige Änderungen im Vergleich zu den anderen Währungen. Generell scheint es, als würden, verglichen mit einer durchschnittlichen Woche, in dieser Woche nur relativ wenige maßgebliche Wirtschaftsdaten seitens der Eurozone veröffentlicht. Trotz der Tatsache, dass die meisten wichtigen wirtschaftlichen Indikatoren etwas besser ausfielen als erwartet, insbesondere der deutsche Ifo Geschäftsklima-Bericht, sank der Kurs des EUR weiterhin aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche und Rezession. Im Vergleich zum USD schloss der EUR gestern um die 1,3260 und verlor auch zum GBP an Boden bei 0,9302.

Der deutsche Unternehmens-Stimmungs-Index verzeichnete in Januar zum ersten Mal seit acht Monaten einen Anstieg, was die Annahme zulässt, dass Leitzinssenkungen und Milliarden Euro steuerlicher Anreize die Hoffnung auf eine Erholung für Europas größte Wirtschaftsmacht ankurbelt. Zudem ist ein verbessertes Geschäftsklima in Deutschland ein nicht zu unterschätzender Faktor für den Kurs des Euro.

Für heute dürfte die wichtigste wirtschaftliche Bekanntgabe in der Eurozone die Veröffentlichung des GfK-Konsumklimaindexes sein, der für 7:00 MGZ erwartet wird. Sollte der Wert über den vorhergesagten 2% liegen, dürfte eine Aufwärtskorrektur des Euro-Kurses eintreten. Andererseits, sollte der Wert gleich oder niedriger als vorhergesagt sein, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich der Kurs des EUR im Vergleich zu seinen Haupt-Währungsrivalen rückläufig verhalten wird. Händler sollten auch der Entscheidung der US-Notenbank betreffend einer Leitzinssenkung, die für 19:15 MGZ erwartet wird, gesteigerte Aufmerksamkeit schenken.

JPY - Kursentwicklung des JPY neuerdings relativ flach verlaufend

Verglichen mit den anderen Haupt-Währungen schloss der Yen den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Zum EUR und USD blieb der JPY weitgehend unverändert und schloss bei 118,30 beziehungsweise bei 89,30. Auch im Vergleich zum GBP erwies sich der JPY rückläufig, stieg um etwa 100 Pips und schloss bei 126,80.

Der niedrige japanische Leitzinssatz trug dazu bei den Kurs des JPY niedriger als andere Währungen zu halten, da Händler den Yen zur Finanzierung von höhere Erträge abwerfenden Anlagen verwendeten. Da jedoch weltweit die Leitzinssätze in den Keller gehen hat der Wert dieser Carry Trades abgenommen, und Händler haben sich ihrer entledigt im Austausch für mehr Safe-Hafen-Investments.

Der einzige Indikator, der heute veröffentlicht wird, ist der Bericht über die japanischen Einzelhandelsumsätze. Analysten sagen voraus, dass die Zahlen niedriger als die Vorwerte ausfallen werden. Dieser Indikator verursacht gemeinhin leichte Volatilität. Die Zügel für die Bewegungen am Markt werden heute jedoch vom USD in Händen gehalten. Händler täten gut daran die Entwicklungsrichtung des Dollar im Auge zu behalten, da diese für gewöhnlich großen Einfluss auf den Kurs der anderen Währungen hat.

Rohöl - Wieder ein Tag fallender Rohölpreise

Der Rohölpreis fiel um mehr als $4 pro Barrel, dem größten Rückgang in drei Wochen. Das geschah vor dem Hintergrund, dass in den USA das Verbrauchervertrauen schwindet und Immobilienpreise purzeln, alles Anzeichen dafür, dass sich die Rezession im größten Öl-verbrauchenden Land der Welt noch verstärkt. Der Ölpreis fiel gestern um etwa 9,5% nachdem bekannt wurde, dass das Verbrauchervertrauen im Januar auf einen historischen Tiefstwert gefallen ist, Immobilienwerte abstürzten und Arbeitslosigkeit weiter zunimmt.

Händler sollten ein Auge auf die Haupt- US-Wirtschaftsindikatoren halten, einschließlich dem Regierungsbericht über die Rohölbestände, dessen Veröffentlichung für heute vorgesehen ist. Zudem haben die Befürchtungen, dass das schwache internationale wirtschaftliche Wachstum den Rohölbedarf weiter reduzieren wird einen dämpfenden Einfluss auf den Ölpreis. Falls die weltweiten wirtschaftlichen Bedingungen sich weiter so hartnäckig verschlechtern dürfte der Rohölpreis auch weiterhin im Abstieg begriffen sein.

Technische News

EUR/USD

Im Vergleich zu der heftigen Volatilität der vergangenen Woche erscheint diese Woche geradezu zahm. Nach dem sanften Aufwärtstrend dieser Paarung bewegt sich der RSI auf dem 4-Stunden-Chart im überkauften Bereich, was auf eine baldige Abwärtskorrektur hindeuten könnte. Das bevorstehende rückläufige Cross auf dem Slow Stochastic des Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte für heute eine kluge Wahl sein.

GBP/USD

Es scheint sich ein rückläufiges Cross auf dem Slow Stochastic des Stunden-Chart zu bilden, was anzeigt, dass diese Paarung Abwärtsdruck unterliegt. Der RSI des 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich der Preis im überkauften Bereich bewegt, und die Momentum Oszillatoren des Wochen-Chart deuten abwärts. Zu verkaufe könnte für heute die richtige Wahl sein.

USD/JPY

Diese Paarung handelt fortgesetzt in einem ziemlich weitgesetztem stabilen Bereich, jedoch ohne klare Richtungsangabe. Der RSI auf jeglichem Chart zeigt, dass sich der Kurs im neutralen Bereich bewegt, und auf den Bollinger Bands auf allen Charts bewegt er sich ebenfalls nahe der Mittellinie. Jedoch ist auf den Momentum Oszillatoren des Wochen-Chart immer noch ein steiler Abwärtsdruck zu erkennen. Händlern wird geraten klarere Anzeichen auf den Stunden-Level abzuwarten, bevor sie in den Handel einsteigen.

USD/CHF

Auf dem RSI des 4-Stunden-Chart scheint sich der Kurs dieser Paarung im überkauften Bereich zu bewegen, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hindeutet. Die Aufwärtsbewegung auf den Momentum Oszillatoren des Wochen-Chart unterstützen ebenfalls diese Annahme. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte für heute die richtige Wahl sein.

Die Wild-Card

Rohöl

Auf dem RSI des Stunden-Chart scheint sich der Preis dieser Ware im überkauften Bereich zu bewegen, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hindeutet. Das jüngste zinsbullische Cross auf dem Slow Stochastic des 4-Stunden-Chart unterstützt diese Annahme während die Momentum Oszillatoren des Wochen-Chart weiterhin einen Aufwärtsdruck aufweisen. Nach dem gestrigen Preissturz scheint diese Ware für eine Aufwärtskorrektur bereit zu sein. Forex -Händler könnten aus dieser bevorstehenden Aufwärtsbewegung Nutzen ziehen, indem sie zum gegenwärtigen Preis Kauf-Positionen eingehen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:24 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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