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Dienstag, 12 Aug 2008

Heftiger Rückgang der Rohölpreise entfacht weiteren zinsbullischen USD-Trend

Gestern zog der USD gegenüber all seinen Hauptwährungskontrahenten an. Der EUR/USD fiel um mehr als 150 Pips unter die 1,4900-Marke. Der Dollar unterlief ähnlichen Handel gegenüber dem GBP sowie dem CHF.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdownup
Wochentendenzdowndownupupdowndown
Widerstandskraft1.49831.9167111.141.09780.88710.7902
1.49531.9137110.841.09480.88410.7872
1.49231.9107110.541.09180.88110.7842
Support1.48431.9027109.841.08380.87310.7762
1.48131.8997109.541.08080.87010.7732
1.47831.8967109.241.07780.86710.7702

Wirtschafts News

USD - Steht eine rückläufige Korrigierung bevor?

Gestern zog der USD gegenüber all seinen Hauptwährungskontrahenten an. Der EUR/USD fiel um mehr als 150 Pips unter die 1,4900-Marke. Der Dollar unterlief ähnlichen Handel gegenüber dem GBP sowie dem CHF.


Die Rallye des USD brachte das EUR/USD-Paar auf einen Monatstief von 5,5, nachdem es die 1,4900-Marke durchbrochen hatte. Einer der eindeutigsten Gründe für den starken Abwärtstrend, war das Fortbestehen der fallenden Rohölpreise. Das Barrel Sweet Crude wurde am gestrigen Tag unter $113 gehandelt. Noch in der Vorwoche lag der Preis bei $116 pro Barrel. Diese Bewegung treibt den Dollar immer weiter an. Darüber hinaus hat die stete Verbesserung des US-Konjunkturausblicks der letzten Monate großen Einfluss auf den jüngsten Anstieg des USD.


Für heute stellt den wichtigsten wirtschaftlichen Indikator aus den USA die Handelsbilanz dar. Experten erwarten, dass das US-Defizit sich von $-59,8 Mrd. im Monat Mai auf $-61,8 Mrd. in Juni steigern wird. Des Weiteren steht der Economic Optimism Index des Investor's Business Daily an. Dieser Index basiert auf einer Befragung von ca. 900 Verbrauchern nach dem Zufallsprinzip, die dabei den Grad der wirtschaftlichen Lage, inklusive Konjunkturausblick, persönlicher finanzieller Perspektive sowie Vertrauen in die staatliche Wirtschaftspolitik, bewerten. Dieser Index soll voraussichtlich eine verbesserte US-Verbrauchermeinung widerspiegeln. Da die zinsbullische USD-Fahrt sich nunmehr fast drei Wochen ununterbrochen fortsetzt, scheint eine minimale Korrigierung unvermeidlich. Diese könnte durch negative Zahlen, begleitet von einem Stopp in Hinsicht auf den Ölpreisrutsch ausgelöst werden. Anleger sollten ihr Augenmerk unbedingt auf die heutige Handelsbilanz richten. Sollte diese schlechter als prognostiziert ausfallen, könnte sich die vorgenannte Korrigierung bereits einstellen.

EUR - Schwacher EUR unterstützt weiterhin USD-Anstieg

Im gestrigen Handel hatte der EUR eher gemischte Ergebnisse gegen die meisten seiner Währungsgegner zu verzeichnen. Gegenüber dem USD unterlief der EUR einen starken Abwärtstrend. Auch mit den Kreuzkursen GBP und JPY ergaben sich große Kursschwankungen.


Momentan scheinen so einige Faktoren für den Absturz des EUR gegen den USD verantwortlich zu zeichnen. Die gestrigen, monatlich veröffentlichten Industrieproduktionszahlen aus Frankreich setzten die Reihe ungünstiger Eurozone-Daten fort. Dieser Indikator fiel um 0,4% im Monat Juni, nachdem er bereits um 2,9% im Mai zurück gegangen war. Die Ungewissheit der konjunkturellen Eurozonen-Perspektive drückt den EUR weiterhin runter. Ein zusätzlicher Meilenstein des EUR-Abwärtstrends stellte die kürzlich gehaltene Ansprache des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet dar. In dieser erklärte Trichet, dass das Wirtschaftswachstum im dritten Jahresquartal allen Voraussichten nach besonders schwach sein werde. Neben der düsteren Lage des EUR, sinken die Rohölpreise mittlerweile täglich, was den USD stärkt, jedoch den EUR schwächt.


Auch wenn es danach aussieht, dass der USD in Kürze eine leichte Korrigierung erfahren wird, kann ein Fortbestehen negativer Daten aus der Eurozone auf lange Sicht den USD nur weiter puschen. In den nächsten Tagen sollten Anleger insbesondere am Donnerstag achtsam sein. Dann wird sowohl das vorläufige deutsche Bruttoinlandsprodukt als auch der europäische Verbraucherpreisindex veröffentlicht. Diese beiden führenden Indizes werden einen maßgebenden Ausblick auf die europäische Wirtschaftszone und deren zukünftige Entwicklungen werfen.

JPY - BIP-Zahlen stehen auf dem Wirtschaftskalender

Gestern stellten sich für den JPY Kursschwankungen gegenüber den meisten seiner Hauptwährungsgegner ein. Der JPY begann den Handel begleitet von rückläufigen Anzeichen, konnte jedoch im Tagesverlauf wieder an Boden gewinnen und sich bis auf seine vorherige Marke zurück bringen.


Japan veröffentlichte am gestrigen Handelstag zwei finanztechnische Indikatoren. Die jährlichen Machine Tool Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen) nahmen um 8,9% ab, was einen stärkeren Rückgang als den des Vorjahres darstellte. Der Corporate Goods Price Index (CGPI) wiederum stieg im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 7,1%, was den größten Anstieg dieses Indexes seit Januar 1981 darstellte.


Heute ist für Japan ein Tag wichtiger Datenveröffentlichungen aus der japanischen Wirtschaft. Die Indizes zum vorläufigen Bruttoinlandsprodukt werden erwartet. Diese Indikatoren sind maßgebend für die Inflationsrate und sollen laut Experten zurückgehen. Ein solches Ergebnis könnte die japanischen Bankenchefs zum einen davon abbringen, die Zinsrate zu erhöhen und außerdem den JPY weiter schwächen. Anleger sollten ihre Positionen festlegen, bevor die vorgenannten Indizes ausgegeben werden. So könnten eventuell von einer starken Preisbewegung profitieren werden, die voraussichtlich eintreten wird.

Rohöl - Der Markt richtet sich nach Chinas Nachfrage

Die Ölpreise erreichten einen Tiefstand der letzten drei Monate, als sie am Montag kurz unter die $113-Marke pro Barrel fielen. Dabei dehnte der USD seine Erholungsphase weiter aus und verstärkte Anzeichen, dass Chinas Energienachfrage zurückgehen könnte, schlugen ebenfalls auf. Zu einem früheren Handel schwankten die Ölpreise stark, während Anleger den Russisch-Georgischen-Konflikt beobachteten und eine Unterbrechung der Energieversorgung aus der Region befürchteten. Doch diese wich einer Beschleunigung der USD-Erholung sowie einer Konzentration auf den China-Bericht, der ausgab, dass der Rohölimport des Landes, verglichen mit dem Vorjahr, um 7% gesunken war.


Noch vor ein paar Wochen beobachteten Börsenfachleute, wie die Rohölpreise bis über die $140-Marke pro Barrel hochschnellten. Viele sagten voraus, dass das Rohöl in Kürze sogar die $200-Marke erreichen würde. Diese Meinungen haben sich jedoch längst an die gegebene Situation täglich fallender Rohölpreise angepasst

Technische News

EUR/USD

Nach einem heftigen Sturz innerhalb des gestrigen Handelstages, wodurch das Paar 150 Pips verlor, scheinen sich EUR/USD nun um die 1,4880-Marke zu konsolidieren. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart weist eine negative Neigung auf, die darauf hindeutet, dass eine mögliche Fortsetzung dieses Abwärtstrends besteht. Sollte das Paar die 1,4800-Marke durchbrechen, könnte eine weitere rückläufige Tendenz erwartet werden.

GBP/USD

Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass für dieses Paar weiterhin Potential besteht, neue Tiefen zu erreichen. Insbesondere nachdem das Paar vor vier Tagen die 1,9300-Schlüsselmarke durchbrochen hatte. Sowohl RSI als auch Momentum sind negativ und geben aus, dass dieses Paar seine derzeitige Tendenz fortsetzen wird. Dennoch verdeutlichen die Tages-Charts, dass sich das Paar bereits stark im "überkauften" Bereich befindet. Daher könnte es günstig sein, die Short-Positionen neu festzulegen.

USD/JPY

Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines steten Aufwärtstrends, der noch keine Anzeichen von Schwäche vernehmen lässt. RSI und Momentum der Tages-Chart sind noch positiv geneigt, was darauf hinweist, dass noch so einiges Potential für den Aufwärtstrend besteht. Auch die 4-Stunden-Chart befindet sich in einer zinsbullischen Anordnung. Es scheint, als ob das Paar wieder die 111,00-Marke anstrebt. Für heute könnte hierbei die richtige Strategie lauten: kurzfristig zu kaufen.

USD/CHF

Auch dieses Paar setzt seinen unaufhaltsamen und zinsbullischen Trend fort. Dabei wird über jedes Widerstandslevel hinweg gesehen - es gibt keine Anzeichen eines Stopps. Alle Oszillatoren sind äußerst zinsbullisch, dieser Trend scheint das Potential zu haben, sich sogar auf der Tages-Chart durchzusetzen. Hier könnte es richtig sein, zu kaufen.

Die Wild-Card

Rohöl

Auf der Tages-Chart bildet sich eine eindeutig rückläufig gerichtete Handelsspanne heraus, während alle Oszillatoren der 4-Stunden- sowie der Tages-Charts diese Tendenz bestätigen. Nach einem gescheiterten Versuch, die obere Grenze dieser Spanne zu durchbrechen, erlangt der Rohstoff Öl sein rückläufiges Momentum wieder. Somit bietet sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit, sich einen Trend zu Nutze zu machen, dessen nächster Richtpreis bei $112 liegen könnte.

Aktuelle Zeit: 01/08 12:27 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0812:00GBP+Official Bank Rate2.00%1.50%1.50% 5
13:30USD+Unemployment Claims 492K545K-5
15:00CAD+Ivey PMI40.237.5-4
15:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3

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JapanJapanJPY0.10%
EuropeEuropeEUR2.50%
SwitzerlandSwitzerlandCHF0.50%
GBGreat BritainGBP1.50%
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AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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