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Tuesday, 10 May 2011

Herabsetzung von Griechenlands Kredit-Rating bringt EUR/USD auf tiefsten Stand seit 3 Wochen

Die gestrige Herabsetzung von Griechenlands Kredit-Rating von B auf BB- durch die Rating-Agentur Standard & Poor's setzte die Gemeinschaftswährung der Eurozone erheblich unter Druck. Der Euro fiel zu seinem Haupt-Währungsrivalen, dem US Dollar, gestern auf den niedrigsten Stand seit nahezu drei Wochen. Für heute sieht es so aus, als könne sich diese Bewegung konsolidieren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnodowndownnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.44051.647081.200.88251.0840115.80
1.43851.645081.000.88051.0820115.60
1.43551.642080.700.87751.0790115.30
Support1.42951.636080.100.87151.0730114.70
1.42651.633079.800.86951.0700114.40
1.42451.631079.600.86751.0680114.20

Wirtschafts News

USD - USD verzeichnet Kursgewinne zum EUR

Nachdem die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) ihr Kredit-Rating für Griechenland gestern von B auf BB- herabsetzte und auch Moody's damit drohte ihr Rating für Athen um mehrere Grad zu senken, verzeichnete der US Dollar einen leichten Kursanstieg zum Euro. Als Folge der Herabsetzung zogen sich Devisenhändler in der Eurozone von ihren Kauf-Positionen für den EUR zurück und wandten sich sichereren Währungen, wie dem US Dollar zu.

Die USA waren gestern merkwürdigerweise auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten, doch dürften sie heute wieder mit mehreren Berichten vertreten sein. So blieb der Kurs des Dollar gestern relativ stabil, da er nicht von irgendwelchen Berichten in eine bestimmte Richtung gedrückt wurde.

Die EUR/USD-Paarung verharrte mit 1,4250 nahe ihrem tiefsten Stand seit drei Wochen und bewegte sich beim gestrigen Börsengang nur recht schwach. Die USD/JPY-Paarung verzeichnete jedoch leichte Rückläufigkeit, da Händler anscheinend die japanische Währung der amerikanischen vorzogen.

Heute werden, wie schon gesagt, die USA wieder auf dem Wirtschaftskalender mit mehreren Publikationen vertreten sein, obwohl diese von relativ geringer Bedeutung sind. Als erstes wird um 13:30 MGZ vom Amt für Arbeitsstatistik der monatliche Bericht über die prozentualen Veränderungen beim Preis importierter Güter gegenüber heimischen bekannt gegeben.

Außerdem wird um 15:00 MGZ der IBD/TIPP Index über Konjunkturoptimismus veröffentlicht, der Devisenhändlern einen Ausblick auf das erwartete Wirtschaftswachstum der USA vermitteln könnte. Dem USD dürfte heute ein gedämpfter Handel bevorstehen, und es wird davon ausgegangen, dass die derzeitigen Kurse relativ stabil bleiben werden.

EUR - Die Rating-Herabsetzung für Griechenland verhindert Anstieg des EUR

Die gestrige Herabsetzung von Griechenlands Kredit-Rating von B auf BB- durch die Rating-Agentur Standard & Poor's setzte die Gemeinschaftswährung der Eurozone erheblich unter Druck. Der Euro fiel zu seinem Haupt-Währungsrivalen, dem US Dollar, gestern auf den niedrigsten Stand seit nahezu drei Wochen. Für heute sieht es so aus, als könne sich diese Bewegung konsolidieren.

Laut einem Bericht von Reuters wird sich der Einfluss auf den EUR durch die Herabsetzung von Griechenlands Kredit-Rating langfristig gesehen auf die gesamte Eurozone auswirken. Die Herabsetzung rückt Griechenlands Kreditwürdigkeit einen Schritt näher an Ramschstatus und gipfelte darin, dass auch Moody's damit drohte ihr Rating für Griechenland um mehrere Grad zu senken. Das dürfte die Forderungen anderer Schuldenbehafteter Nationen nach günstigeren Bedingungen verstärken. Die Befürchtungen hierüber veranlassten viele Investoren sich vom EUR abzuwenden, trotz des gestern bekannt gegebenen deutschen Handelsbilanzüberschusses.

Heute werden sowohl Frankreich als auch Italien ihre Berichte über die Industrieproduktion vorlegen. Sollten die Daten genauso negativ sein, wie das bei den entsprechenden Berichten anderer Euro-Nationen in den vergangenen drei Wochen der Fall war, könnte sich für die Eurozone ein weiterer Abschwung ihrer Währung ergeben. In der Schweiz wird später am Tage durch das Wirtschaftsministerium ein wichtiger Bericht über das Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Devisenhändler sollten sich in dieser Woche auf einen weiteren Kursrückgang beim Euro einstellen, solange die Sorgen über die griechische Schuldenlage anhalten.

JPY - USD/JPY nähert sich der Interventionsschwelle der BOJ

Der JPY konnte seit Freitag größtenteils positive Ergebnisse verzeichnen, da Investoren ihren Fokus mehr auf die Nachrichten aus Europa richteten. Nach den Auf und Nieder der vergangenen Woche scheint der japanische Yen heute Kursgewinne verzeichnen zu können, da Investoren sich größtenteils von riskanteren Anlagen abwenden. Nach der gestrigen Herabsetzung von Griechenlands Kredit-Rating durch S&P's trug auch der niedrige japanische Leitzinssatz dazu bei viele Investoren in die Sicherheit des Yen zu locken. Dieses Verhalten wurde auch von den Gerüchten über Griechenlands Austritt aus der Eurozone verstärkt.

Obwohl Japan heute größtenteils vom Wirtschaftskalender abwesend sein wird, scheinen Händler nichtsdestotrotz einen weiteren Anstieg beim JPY zu erwarten, was jedoch nicht in den japanischen Marktgrundlagen begründet ist. Die jüngste Hinwendung zur Sicherheit hat dem JPY zwar geholfen, doch fragen sich eine ganze Reihe von Analysten und Händlern wann die Bank of Japan (BOJ) wohl in den Devisenmarkt eingreifen wird. Die USD/JPY-Paarung nähert sich rasch dem Interventionswert von 80,00. Was jenseits dieses Werts geschieht bleibt abzuwarten, doch sind viele der Ansicht, dass sich die BOJ auf Dauer keinen starken Yen leisten kann und folglich irgendwann in den kommenden Tagen wird eingreifen müssen.

Rohöl - Rohölpreis wieder im Anstieg

Der Rohölpreis erholte sich gestern wieder und schloss an der New Yorker Handelsbörse knapp unter $ 102 pro Barrel. Der Rohölpreis hatte in der vergangenen Woche einen heftigen Einbruch zu verzeichnen, nachdem der US Dollar zu seinem Haupt-Währungsrivalen, dem Euro, kräftig angestiegen war. Dem Preis pro Barrel Rohöl wurde der Boden unter den Füßen weggezogen und er fiel zum Wochenschluss bis auf $ 94 pro Barrel. Der heutige Preisanstieg dürfte jedoch darauf hindeuten, dass der Preis wieder bis auf den Durchschnittswert der vergangenen Woche ansteigen könnte.

Der Kurs des US Dollar zum Euro war in den letzten Tagen bei um die 1,4250 relativ stabil geblieben, wohingegen der Rohölpreis einen kräftigen Anstieg verzeichnete. Händler waren von steigendem Ölverbrauch ausgegangen, da in der nördlichen Hemisphäre die Urlaubszeit mit steigendem Benzinverbrauch einsetzt. Sollte der Rohölpreis seine Aufwärtstendenz fortsetzen, dürften Händler auf korrigierenden Widerstand nahe dem psychologisch wichtigen Wert von $ 104 stoßen. Der stärker werdende USD könnte allerdings den Preis wieder unter $ 100 pro Barrel sinken lassen, falls sich aufgrund der heutigen wirtschaftlichen Ereignisse nicht eine andere Richtung ergibt.

Technische News

EUR/USD

Diese Paarung verzeichnete in den vergangenen Tagen erhebliche Rückläufigkeit. Die technischen Daten zeigen jedoch, dass sich dieser Trend jederzeit umkehren könnte. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass eine zinsbullische Umkehr bevorsteht. Ein heute stattfindender Aufwärtstrend wird auch vom RSI auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute auszahlen.

GBP/USD

Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart vermittelt unterschiedliche Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bildet sich jedoch ein neuerlicher zinsbullischer Cross, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur einsetzen dürfte. Zu kaufen dürfte sich als kluge Entscheidung erweisen.

USD/JPY

Beim RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich der Kurs dieser Paarung im überverkauften Bereich, was darauf hinweist, dass eine Aufwärtskorrektur bevorsteht. Diese Aufwärtsrichtung wird auch vom Slow Stochastic auf dem 2-Stunden-Chart bestätigt. Wenn die obere Grenze der Handelsspanne erreicht ist könnte sich bei eng gesetzten Stopps zu kaufen als bevorzugte Vorgehensweise herausstellen.

USD/CHF

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis stieg gestern erheblich an und erreichte seinen höchsten Stand bei $ 1.513,66 pro Feinunze. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtstrend an Kraft verliert und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Händlern die gute Gelegenheit bieten sich dem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:26 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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