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Freitag, 10 Okt 2008
Heute: G7-Gipfel zur Finanzkrise
Beherrschendes Thema beim heutigen Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrieländer ist die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft weltweit. Offensichtlich waren die jüngst ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichend, um der bestehenden Krise ein Ende zu setzen. Folglich fordert die Marktsituation von den Zentralbanken weltweit eine weitere Senkung der Zinsraten. Somit sind das Thema Leitzinssenkung sowie weitere mögliche Lösungen die Hauptpunkte beim G7-Treffen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.3644 | 1.6994 | 99.94 | 1.1267 | 0.6718 | 0.8094 |
| 1.3617 | 1.6967 | 99.71 | 1.1238 | 0.6692 | 0.8068 | |
| 1.3595 | 1.6941 | 99.46 | 1.1211 | 0.6669 | 0.8041 | |
| Support | 1.3518 | 1.6896 | 98.88 | 1.1164 | 0.6602 | 0.7988 |
| 1.3496 | 1.6871 | 98.58 | 1.1133 | 0.6577 | 0.7961 | |
| 1.3469 | 1.6847 | 98.33 | 1.1108 | 0.6551 | 0.7932 |
Wirtschafts News
USD - Leitzinssenkung stärkt US-Währung
Nachdem der USD in den letzten drei Tagen in seinem Wert gefallen ist, konnte er gestern erstmals wieder eine Steigerung verzeichnen und notierte zu Handelsschluss bei $1,3558. Dieses Entwicklung könnte auf die stetig steigenden kurzfristigen Zinssätze der globalen Geldmärkte zurückzuführen sein, die sich trotz Bemühungen vieler Zentralbanken in dieser Woche, die bestehenden Spannungen durch die aktuelle Finanzkrise abzubauen, einstellte. Die Sorge, dass weitere Banken in Zahlungsunfähigkeit geraten könnten bleibt weiterhin bestehen. Infolgedessen beginnen viele Banken Bargelder zu horten, insbesondere USD, was wiederum die Interbankkredite einschränkt. Die sich daraus ergebende Anlegernachfrage für USD trieb somit den Wert der amerikanischen Währung gegenüber den Hauptwährungen in die Höhe.
Darüber hinaus ergab sich der Aufwärtstrend des USD aus Spekulationen, dass das heutige Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der Gruppe der Sieben (G7) der abgestimmten Leitzinssenkung am Mittwoch mutigen Schrittes folgen wird, um den Kreditfluss auf den globalen Märkten freizugeben. Die Märkte sehen dem Treffen der G7 sowie einem erweiterten Treffen der G20-Nationen am Wochenende entgegen und hoffen auf einen koordinierten Ansatz zur Bekämpfung der weltweiten Finanzkrise. Möglicherweise wird dieses Treffen das Vertrauen in die Märkte stärken. Anleger vermuten, dass die G7 einen weiteren großen Schritt in Richtung Sicherstellung von Interbankkrediten unternehmen werden.
Offensichtlich waren die jüngst ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichend, um die Kurve in der bestehenden Situation zu kriegen. Folglich fordert die Marktsituation von den Zentralbanken weltweit eine weitere Senkung der Zinsraten, nachdem die US-Notenbank, die EZB und die Zentralbanken der Länder Kanada, England, China, Schweden und der Schweiz ihren Leitzins am Mittwoch simultan herabgesetzt hatten. Seitdem der Dollar sein rückläufiges Handelsmuster während des heutigen frühen Handels brechen konnte, sagen Experten ein Fortbestehen dieses Aufwärtstrends über das Wochenende voraus. Weitere Zinssenkungen würden diese Tendenz unterstützen. Solange das Treffen der G7 keine plötzliche Wertsteigerung der übrigen Hauptwährungen auslöst, wird der USD also seinen zinsbullischen Lauf fortsetzen.
EUR - Bis zu zwei Jahre verdaut die Eurozone ihre Leitzinssenkung
Die europäischen Banken sind stärker fremdfinanziert als ihre US-amerkanischen Gegenspieler. Die Vorstellung einer europäischen Rezession wurde bislang nicht eingepreist. Der Wert des EUR gegenüber dem USD spiegelt bereits die Erwartungshaltung wider, dass sich die Abweichungen der Referenzzinssätze der US-Notenbank und der EZB in Zukunft schmälern werden. Auch die gemeinsame Senkung der Zinsraten konnte dies nicht ändern. Die EZB hatte ihren Leitzins gestern um ein halbes Prozent auf 3,75% gesenkt, während die US-Notenbank ihrerseits die US-Zinsrate um ein halbes Prozent auf 1,5% herabsetzte. Beide Maßnahmen sollen das Vertrauen in die Märkte stärken und das Volumen der Interbankkredite erhöhen.
Sollte die EZB ihre "Overnight Borrowing Rate" ebenfalls reduzieren, könnte dies den EUR gegenüber dem USD begünstigen. Eine unabhängige Zinssenkung der Europäischen Zentralbank könnte dem EUR außerdem einen Wertzuwachs einbringen, da dies verdeutlichen würde, dass die EZB Eigeninitiative bei wirtschaftlichen sowie finanziellen Problemen ergreifen kann. In den vergangenen Monaten verhielt sich die EZB um einiges zurückhaltender in der Problembehandlung der aktuellen Finanzkrise als die US-Notenbank. Seitdem sich die konjunkturelle Situation auch in Europa verschlechtert, war der EUR stetig gegenüber dem USD gefallen. Die jüngste Maßnahme der EZB war jedoch eine wirkungsvolle Senkung des Leitzinses, was den Banken Zuversicht brachte, sich auf die EZB verlassen zu können, Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken und das Vertrauen in die Märkte zu stärken.
Dennoch dürfte die Eurozone langsamer auf die Leitzinssenkung reagieren als Nationen wie die USA. Aufgrund ihrer vielfältigen und dezentralen Struktur, könnte die Eurozone bis zu zwei Jahre benötigen, die Zinsänderung zu verarbeiten. Mittlerweile denkt die EZB bereits über die Auswirkungen einer beeinträchtigten Arbeitsweise während der Übergangsphase nach, obgleich es nach wie vor zu früh für jegliche Schlussfolgerungen ist. Sollte der G7-Gipfel heute keine positiven Bezugszahlen für die Zukunft der europäischen Wirtschaft erbringen, könnte der EUR weiterhin an Boden gegenüber seinen Währungsgegnern verlieren.
JPY - In Zeiten finanzieller Turbulenzen bleibt japanische Währung sicher
Der Yen steuert auf seinen größten Zuwachs innerhalb einer Woche gegenüber dem Dollar zu. Mutmaßungen zufolge könnte eine Schlappe an den globalen Aktienmärkten Anleger dazu veranlassen, Aktien gewinnbringender Vermögenswerte, die durch JPY finanziert sind, einzuschränken. Der Yen stieg bis auf 98,86 pro Dollar und nimmt Kurs auf einen Zuwachs von 6,8% in dieser Woche. Allem Anschein nach besteht der Markttrend darin, den Yen zu verkaufen, während die Kreditkrise sich vom Finanzsektor auf weitere Unternehmen erweitert. Währungshändler könnten nicht mehr Risiko auf sich nehmen. Die japanische Währung wird ihren Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzen, da die fortbestehende Volatilität der Märkte mittlerweile in Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum übergeht.
Trotz der gemeinsamen Senkung der Zinsraten bleibt die Befürchtung einer globalen Rezession bestehen. Die gemeinsame Aktion der Zentralbanken ist in den Augen der Experten nicht ausreichen und verspätet. Anleger zweifeln außerdem am Erfolg des heutigen G7-Treffens, die Wirtschaftskrise schlussendlich abzuwenden. Demzufolge wurde Japans Währung jüngst zur Zufluchtstätte in der sich verschlechternden Finanzkrise. Der Yen verzeichnet in Zeiten finanzieller Turbulenzen einen starken Wertzuwachs, während Anleger ihre Carry Trades auflösen und den weniger gewinnbringenden Yen dazu benutzen, in ertragreichere Währungen anzulegen. Sollten sich auf dem G7-Gipfel keine positiven Ergebnisse für die weltweite Wirtschaft ergeben, wird der JPY seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen.
Rohöl - Rohölpreise auf tiefstem Stand seit vergangenem Oktober
Seit einem Jahr lag der Rohölpreis pro Barrel nicht so tief wie zu seinem momentanen Stand. Im vergangenen Jahr begann das Rohöl seinen bedeutenden Aufwärtstrend bei $82 pro Barrel und beendete diesen im Juli dieses Jahres bei $147 pro Barrel. Derzeit befinden sich die Rohölpreise umgekehrt auf einem heftigen Abwärtstrend, der laut Experten erst beendet sein wird, wenn die $50-Marke erreicht ist.
Mutmaßungen haben letztlich eine große Rolle im Spot-Trading eingenommen. Anleger sind in Sorge, dass durch die erwartete Drosselung der Ölförderungen seitens der OPEC im November die Rohölpreise vorzeitig steigen werden. Ein solcher Preisanstieg ist nicht zwangsläufig die Absicht der OPEC. Vielmehr wird eine Stabilisierung der Preise beabsichtigt, da Preisturbulenzen, wie im vergangenen Jahr zu beobachten, untragbare sowie potentielle Schäden für die Rohölnachfrage bedeuten. Ein plötzlicher Preisanstieg löst darüber hinaus eine verstärkte Suche Brennstoffalternativen aus, was wiederum eine weitere Wertminderung der Rohölpreise verursacht. Außerdem lässt ein gestärkter Dollar die Rohölpreise sinken. Laut Experten werden diese ihren Abwärtstrend vorerst beibehalten.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar unterlag in den vergangenen Tagen Kursschwankungen und wird mittlerweile um die 1,3620-Marke gehandelt. Derzeit verengen sich die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart, was bedeuten könnte, dass eine starke Entwicklung bevorsteht. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind abwärts gerichtet, so dass die nächste Bewegung ein Abwärtstrend sein könnte. Anleger sollten einen Durchbruch abwarten und anschließend dem Markt beitreten.
GBP/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends und ist in den letzten vier Tagen um über 400 Pips gefallen. Da der aktuelle Kurs bis unter die untere Grenze der Bollinger Bands gefallen ist, könnten sich weitere Abwärtstendenzen ergeben. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.
USD/JPY
Auf der Tages-Chart lässt sich eine eindeutig rückläufige Handelsspanne erkennen, in deren Mitte sich dieses Paar mittlerweile bewegt. Das rückläufige Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht, dass eine Abwärtskorrigierung bevorstehen könnte. Hier könnte verkaufen die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Nachdem dieses Paar die 1,1485-Marke erreicht hat, ist es kontinuierlich gefallen und wird mittlerweile um die 1,1185-Marke gehandelt. Momentan sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet. Voraussichtlich wird der Abwärtstrend anhalten. Für heute könnte es richtig sein, zu verkaufen.
Die Wild-Card
Silber
Nachdem dieser Rohstoff von $10,80 auf $12,20 pro Unze gestiegen ist, befindet sich Silber auf dem Abwärtstrend und wird mittlerweile bei $11,80 gehandelt. Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass eine Abwärtskorrigierung stattfinden könnte. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, in einen äußerst gefragten Trend einzusteigen.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 12:00 | GBP | Official Bank Rate | 2.00% | 1.50% | 1.50% | ![]() | |
| 13:30 | USD | Unemployment Claims | 492K | 545K | - | ![]() | ||
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | - | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() |



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