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Wednesday, 10 Dec 2008

Heute bleibt es ruhig um den US-Dollar

Für heute erwarten die Marktteilnehmer wenig USD-Volatilität, da nur einige Wirtschaftsnachrichten aus den USA veröffentlicht werden. Auf der Agenda stehen: Rohöllagerbestände, Handelsbilanz und Lagerbestände Großhandel. Jeder dieser Indikatoren wird erwartungsgemäß ansteigen, jedoch wenig Einfluss auf den USD nehmen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnonoupnono
Wochentendenzupupnodownupup
Resistance1.30301.486093.401.21300.66800.8825
1.29951.483093.151.21000.66500.8800
1.29651.480092.901.20800.66250.8780
Support1.29001.475092.351.20200.65700.8720
1.28701.472092.101.20000.65450.8700
1.28501.470091.851.19750.65200.8675

Wirtschafts News

USD - US-Dollar bei wenig Bewegung gegenüber den Kurspaaren erwartet

Erneut verzeichnete der US-Dollar gestern Verluste gegenüber den Hauptwährungen. Diese Entwicklung ergab sich trotz der Ergebnisse der Hausverkäufe aus Bestand des Monats Oktober, die besser als erwartet (-0,7%) ausgefallen waren. Anleger konnten beobachten, wie der USD zum EUR fiel und zu Handelsende bei 1,2930 notierte. Auch zum japanischen Yen und zum britischen Pfund Sterling war ein leichter Wertverlust zu erkennen.

Die jüngste Zusage des neu erwählten US-Präsidenten Obama, die US-amerikanische Wirtschaft zu retten, verstärkte die Hoffnung der Anleger auf ein aggressiveres Einschreiten der Regierung. Diese Entscheidung traf zusammen mit einer Reihe enttäuschender Wirtschaftsindikatoren der vergangenen Wochen und einer aktuellen Gewinnwarnung von US-amerikanischen Großunternehmen, die derzeit die Anlegerstimmung dämpfen. Einige Experten sind der Meinung, dass der gestrige Abwärtstrend des USD auf die Sorge der Marktteilnehmer zurückzuführen ist, nach der die US-Wirtschaft letzten Endes vergleichsweise stärker getroffen sein könnte, als andere Industrienationen.

Heute werden Anleger voraussichtlich weniger USD-Volatilität als am vergangenen Handelstag beobachten können, da nur einige Daten aus den USA erwartet werden. Die Ergebnisse der Rohöllagerbestände beispielsweise beeinflussen den Trend des USD derzeit eher wenig.

EUR - EUR gewinnt angesichts Deutscher Konjunkturerwartungen

Gestern verzeichnete der EUR einen zinsbullischen Börsengang und konnte Boden gegenüber den Hauptwährungen gewinnen. Zum USD legte der EUR 100 Punkte zu und schloss zum Ende des Tages bei 1,2945.

Wichtigste Veröffentlichung gestern war Deutschlands ZEW-Bericht zu den Konjunkturerwartungen, der die Voraussagen der Analysten übertraf. Infolgedessen verzeichnete der EUR einen deutlichen Wertzuwachs. Die deutschen Konjunkturerwartungen stiegen leicht auf -45,2 Punkte im Monat Dezember an. Bei ihrer Vormessung im November lag das Ergebnis bei -53,5. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sich die Sorge um eine langanhaltende Rezession für 2009 in Deutschland unter den Marktteilnehmern etwas gemindert hat.
Außerhalb der Eurozone hatte auch Großbritannien erneut negative Wirtschaftsdaten zu verzeichnen. Der Produktionsstand der Industrie gab ein enttäuschendes Ergebnis aus. Darüber hinaus ist die Nachfrage an Exportgütern aus Großbritannien gesunken. Angesichts der negativen Wirtschaftsdaten hatte die Bank of England (BoE) in den vergangenen Wochen bereits in Erwägung gezogen, sich dem EUR anzuschließen. Weitere Nationen wie Island, Bulgarien sowie andere osteuropäische Staaten streben ebenfalls den EUR als ihre Landeswährung an und zählen diesen wieder zu den leistungsstarken und “sicheren” Währungskontrahenten des USD.

Auch den EUR erwartet heute voraussichtlich nur leichte Marktvolatilität, da keine bedeutenden Wirtschaftsindikatoren veröffentlicht werden. Anleger sollten frühzeitig eine Selling Position im Vorfeld des für morgen erwarteten Libor Indicator der Schweizerischen Nationalbank eingehen. Die Marktteilnehmer erwarten eine Leitzinssenkung von 1,00% auf 0,50%, was dem CHF den niedrigsten Zinssatz innerhalb der Europäischen Union einbringen würde.

JPY - Yen bei gemischte Ergebnisse gegenüber den Hauptwährungen

Japan ist seit dem dritten Quartal dieses Jahres tiefer in die Rezession gesunken und zieht Berichten zufolge, ein neues Rettungspaket von $216 Milliarden in Erwägung, um den Konjunkturabschwung des eigenen Landes zu bekämpfen. Dies sei die Antwort auf die gestrige Bekanntgabe des japanischen Elektronikkonzerns Sony, der die Streichung von 8.000 Arbeitsplätzen im Rahmen einer Neustrukturierung beabsichtigt, um insgesamt $1,1 Milliarden Kosten einzusparen. Ebenso berichtet die Citigroup, dass in Japan 1.000 Arbeitsplätze abgeschafft werden sollen. Anleger sind abgeschreckt, in Japan zu investieren, was der Nachfrage nach JPY langfristig abtun könnte.

Als Ergebnis der negativ ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus Japan, schloss der JPY den gestrigen Handelstag bei deutlichen Verlusten gegenüber einigen Hauptwährungen. Das Kurspaar EUR/JPY wird somit aktuell bei 119,85 gehandelt. Auch gegenüber dem CHF verlor der japanischen Yen an Boden. Dieses Paar schloss bei 76,80.

Heute erwarten Experten den JPY bei leichten Abwärtstendenzen, während japanische Investoren kurzfristige Gewinne am japanischen Aktienmarkt erzielen können. Die Aktienmärkte sollen angesichts des gestern verkündeten Rettungsplans für die Automobilindustrie steigen. Demnach sollten sich JPY-Anleger auch auf andere Währungen wie USD und EUR konzentrieren und Wirtschaftsdaten aus den Industrienationen im Auge behalten.

Rohöl - OPEC-Treffen bringt Trendwende für Ölpreis

Gestern fiel der Ölpreis wieder leicht und notierte zu Handelsschluss bei $43,30 pro Barrel. Dieser Preisrutsch fand statt, nachdem das US-Energieministerium seine Prognose veröffentlichte, dass die globale Nachfrage seit 1983 erstmals sinken könnte.

Der aktuelle Abwärtstrend des Ölpreises wird Hauptthema des für den 17. Dezember angesetzte Treffen der Organisation erdölexportierende Länder (OPEC) sein, die in Algerien zusammenfinden werden. Die Mitgliedsstaaten sollen sich angeblich auf eine Reduzierung ihrer Förermengen um 2 bis 2,5 Millionen Barrel pro Tag einigen. Laut Prognose rechnet man mit einem täglichen Bedarf von 85,75 Millionen Barrel pro Tag bis Ende 2008, was einen Rückgang von 50.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum Jahre 2007 darstellt. Experten gehen davon aus, dass sich der Ölpreis bis zum Ende des Monats zwischen $40 - $50 pro Barrel halten wird.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar hat allem Anschein nach seinen Aufwärtstrend in vollem Umfang wieder aufgenommen und testet mittlerweile die 1,3000-Marke. Sollte hier ein Durchbruch stattfinden, werden sich voraussichtlich erneute Aufwärtstendenzen einstellen bei einem neuen Richtpreis von 1,3100. Heute könnte es richtig sein, zu kaufen.

GBP/USD

Dieses Kurspaar befindet sich inmitten eines deutlichen Abwärtstrends und fiel in den letzten Tagen um fast 100 Punkte. Aktuell verengen sich die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart, was darauf hindeutet, dass ein starker Trend einsetzen könnte. Das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass der Abwärtstrend anhalten könnte.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt weiterhin starken Kursschwankungen. Ein eindeutiger Durchbruch der Handelsspanne konnte bislang nicht erzielt werden. Derzeit wird USD/JPY um 92,90 gehandelt. Jedoch deutet ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart an, dass sich aktuell ein zinsbullisches Momentum bildet. Eine gute Strategie für heute könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF

Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, die Marke bei 1,2100 zu durchbrechen, war dieses Kurspaar schlussendlich erfolgreich. Dennoch verliert der jüngste Aufwärtstrend bereits sein Potenzial, so dass das Paar wieder bis unter 1,2050 gefallen ist. Sollte sich ein erneuter Druchbruch der 1,2120-Marke ergeben, könnte dies als Zeichen für einen weiteren zinsbullischen Trend gedeutet werden. Anleger sollten diesen Durchbruch abwarten und anschließend einsteigen.

Die Wild-Card

EUR/GBP

Der jüngste Aufwärtstrend, der sich gestern ergeben hat, lässt kein Ende erkennen. Alle Oszillatoren sowohl der Stunden-, der 4-Stunden- als auch der Tages-Chart sind aufwärts gerichtet. Das Momentum verstärkt sich fortwährend. Hier bietet sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit, sich einem starkenTrend anzuschließen, der großes Potenzial in sich trägt.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:29 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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