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Thursday, 21 Jul 2011

Heute gibt es neben vielen Wirtschaftsnachrichten auch die Stellungnahme der US Notenbank zum Dodd-Frank-Akt

Das heutige Marktgeschehen dürfte sich höchst volatil gestalten, und Händler sollten auf der Hut sein, wenn sie sich heute in die Investment-Landschaft begeben. Die Wirtschaftsnachrichten mit den größten Auswirkungen kommen heute aus den USA und Europa mit der Veröffentlichung einer Reihe von Berichten zu Fertigung, Dienstleistungen, Arbeitslosenansprüchen, Wohnungsmarkt und Erdgas-Lagerbeständen. Außerdem wird der US Notenbankchef Ben Bernanke eine Stellungnahme zum Dodd-Frank-Akt abgeben, der die Finanzmärkte in den USA reguliert.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.46901.655081.450.87551.10100.9150
1.44751.635080.550.85501.08900.9075
1.43001.621079.550.84501.07900.8860
Support1.38351.600078.450.82751.05000.8700
1.37501.578076.110.80801.03900.8660
1.34101.56501.02700.8640

Wirtschafts News

USD - USD Aufschwung hält inne da Risikofreudigkeit steigt

Der US Dollar (USD) vollzog diese Woche eine plötzliche Kehrtwende. Die EUR/USD-Paarung bewegte sich gestern rückläufig bis 1,4270, während die GBP/USD-Paarung gerade eben so den Kurs von 1,61 notieren konnte. Daten aus der amerikanischen Wirtschaft waren größtenteils bullisch, was dazu beigetragen haben kann die Risikofreudigkeit unter Investoren anzufachen, wodurch zusätzliches Kapital vom Dollar abgezogen würde.

Die Möglichkeit der Verabschiedung eines Defizitabbauplans, der von einer Parteiübergreifenden Gruppe, die sich „Gang of Six“ nennt, vorgeschlagen wurde, kurbelte ebenfalls den Marktoptimismus dieser Woche an. Die für heute vorhergesagte Volatilität an den Märkten könnte diesem Momentum zusätzliches Gewicht verleihen, da im Laufe des Tages eine ganze Reihe von Berichten aus Europa und den USA veröffentlicht werden. Am wichtigsten dürften dabei die US Berichte zu Arbeitslosigkeit, Fertigung, Wohnungsmarkt und Erdgas- Lagerbeständen sein.

US Notenbankchef Ben Bernanke wird eine Stellungnahme über die Auswirkungen des Dodd-Frank-Akts abgeben, der verabschiedet worden war um die Finanzmärkte in den USA zu regulieren. Sollten die heutigen Nachrichten eine Fortsetzung der positiven Aussichten dieser Woche erahnen lassen, besteht die Möglichkeit, dass mehr Kapital in Richtung höhere Erträge erzielender Anlagewerte wie dem EUR fließen wird, was in den nächsten Tagen zu einer Schwächung des USD führen könnte.

EUR - Bekanntgabe der vorläufigen Fertigungs- und Dienstleistungsdaten steht bevor

Der Euro (EUR) handelte in den vergangenen Tagen mit Aufwärtstendenz, da sich vermehrte Risikobereitschaft unter Investoren breit machte. Sich ausbreitender Optimismus führte dazu, dass Investoren anfingen mehr Risikofreudigkeit an den Tag zu legen und sie ihre Einschätzungen für zusätzliches Wirtschaftswachstum in diesem Jahr revidierten, was gestern dazu beitrug den Druck vom EUR zu nehmen. Auslöser hierfür waren die solide Ertragslage einiger großer Firmen, wie auch die positive Entwicklung auf den US amerikanischen und kanadischen Wohnungsmärkten.

Diese Nachrichten wirkten sich positiv auf die Risikobereitschaft aus, was auch von den diversen Daten der amerikanischen Wirtschaft, die später am Tag vor der Stellungnahme Bernankes veröffentlicht werden, erhofft wird. Der EUR stieg zum gestrigen Börsenschluss leicht über 1,4260 zum USD, mühte sich aber zu seinen regionalen Währungspartnern, insbesondere dem britischen Pfund Sterling (GBP), weiterhin kräftig ab. Mit der heutigen Bekanntgabe der vorläufigen Fertigungs- und Dienstleistungsdaten dürften Devisenhändler ausreichende Information erhalten, die ihnen für ihre Einschätzungen der Konjunkturentwicklung für den Monat Juli noch fehlten.

Das heutige Marktgeschehen dürfte sich höchst volatil gestalten, und Händler sollten auf der Hut sein, wenn sie sich heute in die Investment-Landschaft begeben. Die Wirtschaftsnachrichten mit den größten Auswirkungen kommen heute aus den USA und Europa mit der Veröffentlichung einer Reihe von Berichten zu Fertigung, Dienstleistungen, Arbeitslosenansprüchen, Wohnungsmarkt und Erdgas-Lagerbeständen. Außerdem dürfte die Rede des US Notenbankchefs Ben Bernanke einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Devisenkurse haben, da er über die Gesetzgebung sprechen wird die die Finanzmärkte in den USA reguliert.

JPY - Japanischer Yen verzeichnete unterschiedliche Ergebnisse während Händler die Risikolage abschätzten

Nach der Bekanntgabe der wenig überraschenden Daten seitens der Bank of Japan (BOJ) handelte der japanische Yen (JPY) gestern mit größtenteils neutralen Ergebnissen zu den meisten anderen Währungen. Wie diese Woche berichtet wurde fiel das regionale Wirtschaftswachstum im pazifischen Raum nur leicht besser aus als prognostiziert, in etlichen Fällen sogar schlechter. Der australische Dollar (AUD) verzeichnete über die vergangenen zwei Wochen einen Abschwung, nachdem verschiedene Berichte offen legten, dass ein Konjunktureinbruch im Gange sei. Allerdings konnte der AUD in den letzten beiden Tagen einige seiner Verluste wieder wettmachen.

Die Nachrichten dieser Woche haben sich bislang stärkend auf die höhere Erträge erzielenden pazifischen Währungen, wie den neuseeländischen und australischen Dollar, ausgewirkt. Angefacht wurde das durch Verbesserungen bei den Grundlagendaten der weltweit führenden Volkswirtschaften, sowie einer allgemein gesteigerten Risikobereitschaft unter Investoren. Nach der heute Morgen erfolgten Veröffentlichung der Daten der japanischen Handelsbilanz erwarten nun viele man werde sich endlich mit den Konjunkturaussichten für Japan auseinandersetzen. Während der JPY aufgrund externer Faktoren die seinen Kurs beeinträchtigen, hauptsächlich wiedererstarkte Risikofreudigkeit, Kursverluste hinnehmen muss, sieht es so aus, als würden Händler heute auf weitere Nachrichten warten um die Richtung der weltweiten Risikostimmungslage besser einschätzen zu können. Der JPY könnte sogar Kursgewinne verzeichnen, sollten die heutigen Berichte schlechter als prognostiziert ausfallen.

Rohöl - Da Händler einen vorsichtigen Konjunkturaufschwung vorhersehen bewegte sich der Rohölpreis leicht nach oben

Der Rohölpreis fand am Mittwoch Unterstützung nahe $ 97 pro Barrel, da man von einem vorsichtigen weltweiten Konjunkturaufschwung ausging, einhergehend mit einer möglichen Steigerung der Nachfrage für das schwarze Gold. Die Wirtschaftsdaten dieser Woche aus den USA und China bewirkten, dass sich viele Investoren wieder riskanteren Anlagen zuwandten, da die meisten Berichte ein überraschendes Abflachen der weltweiten Industrieproduktion und bei den Verbraucherausgaben andeuteten.

Während Investoren sich nach höhere Erträge erzielenden Anlagen umsahen, sprang der Preis für Rohöl, der die ganze Woche über heftig schwankte, auf ein Wochen-Hoch von $ 98,84 pro Barrel. Die plötzliche Flaute bei den Dollarkursen, aufgrund der Ertragsberichte und der Wohnungsmarktdaten, trug zum Preisanstieg beim Rohöl bei. Sollte diese Stimmungslage weiter anhalten, könnte der Rohstoffpreis bis zum Wochenende möglicherweise weitere Gewinne verzeichnen und sogar die $ 100 pro Barrel erzielen.

Technische News

EUR/USD

Nach einem geringeren Einstieg als vergangene Woche bewegte sich diese Paarung unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, wobei der nachfolgende Aufschwung der EUR/USD-Paarung Widerstand bei seinem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet, einem früheren Wert, den die Paarung in den Monaten April bis Juli erfolglos versuchte zu unterschreiten. Obschon der Aufschwung zwar kräftig war signalisierte die Unfähigkeit der Paarung sich über den 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt hinauszubewegen Schwäche bei diesem Paar. Erste Unterstützung findet sich beim Tief der vergangenen Woche von 1,3870, gefolgt von der steigenden Trendlinie von Tief im Juni 2010, welches bei 1,3750 liegt. Ein Durchbruch hier ist von Wichtigkeit, da er den langfristigen Aufwärtstrend für den Euro beeinträchtigen würde und den 50% Rückführungswert von 1,3410 herausstellt. Andererseits stellt das Hoch der vergangenen Woche von 1,4290 den ersten Widerstand dar, gefolgt von der sinkenden Widerstandslinie von den Hochs im Mai und Juli bei 1,4490.

GBP/USD

Der Kurs der GBP/USD-Paarung brach zusammen, nur um dann Unterstützung beim 38% Rückführungswert der Mai-April-Bewegung von 1,5780 zu finden, während der Aufschwung von der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt wurde. Positive Abweichung findet sich auf dem RSI-14, da der Kurs ein neues Tief verzeichnet, der RSI jedoch nicht. Das deutet auf eine mögliche Warnung für ein rückläufiges Pfund Sterling hin. Widerstand findet sich bei 1,6230 von der fallenden Trendlinie vom April-Hoch hin. Oberhalb dieses Werts kommt die vorige durchbrochene Trendlinie der Mai-April-Bewegung von 1,6330 ins Spiel. Andererseits würde ein Durchbruch des Werts von 1,5780 auf eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends hinweisen und den Wert von 1,5650 zum Ziel haben, der im Oktober und Dezember vergangenen Jahres sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand diente.

USD/JPY

Der Abwärtstrend der USD/JPY-Paarung legte vergangene Woche mit Heftigkeit zu, als die Paarung den Wert von 80 Yen nach unten durchbrach und Unterstützung beim Wert vom 5. Mai bei 79,55 fand. Dieser Wert hat sich jetzt in einen Widerstandswert gewandelt, was bei zuvor durchbrochenen Unterstützungswerten oftmals der Fall ist. Jetzt stehen nur noch das Tief der vergangenen Woche von 78,46 und der untere Grenzwert des langfristigen Keil-Musters vom September 2004 bei 77,60 einem Rekordtief von 76,11 im Weg.

USD/CHF

Der Schweizer Franken hat sich ausschließlich in eine Richtung entwickelt. Die Paarung unternahm einen halbherzigen Versuch oberhalb seines 50-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen und bewegte sich kräftig abwärts bis zu einem neuen Rekordtief von 0,8082, was als erster Unterstützungswert dient. Bei einer Bewegung darüber hinaus findet sich Widerstand bei 0,8275, der fallenden Trendlinie des Februar-Hochs das bei 0,8450 und 0,8550 liegt.

Die Wild-Card

Rohöl

Das jüngste Überlastungsmuster auf dem Tages-Chart für Rohölpreise hat eine Dreiecks-Chart-Formation gebildet. Widerstand vom Konsolidierungsmuster findet sich bei $ 99, gefolgt von $ 100 und $ 104,40 pro Barrel. Forex-Händler sollten bedenken, dass bei einem Durchbruch des Unterstützungswerts von $ 95 als nächstes das Juni-Tief von $ 89,60 pro Barrel getestet wird. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 16:30 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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