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Monday, 22 Aug 2011

Heute steht die Bekanntgabe deutscher und französischer Blitzdaten bevor

Die heutigen Wirtschaftspublikationen werden sehr Euro-lastig sein. Beim frühen Handel kann wahrscheinlich mit erhöhter Liquidität gerechnet werden, da die Veröffentlichung etlicher Wirtschaftsdaten in rasch nacheinander erfolgen wird. Am wichtigsten dürften dabei die Bekanntgaben der französischen und deutschen Blitzdaten für den Dienstleistungs- und Fertigungssektor sein.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndowndownno
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.675081.800.82201.10800.9080
1.45401.661580.200.81501.08000.8890
1.45151.655078.500.80151.06000.8830
Support1.42801.636576.250.78001.03150.8670
1.41901.61100.75500.99250.8610
1.39101.60000.70650.97000.8530

Wirtschafts News

USD - Im Vorfeld einer geschäftigen Handelswoche wird erwartet, dass der Kurs des US Dollar steigen wird

Der US Dollar (USD) dürfte am Montagmorgen leichte Aufwärtstendenz aufweisen, falls sich der Abschwung an den weltweiten Aktienmärkten fortsetzt. Obwohl der Wert von US Krediten herabgesetzt worden war, bietet sich Investoren kaum eine andere Wahl als in US Staatsanleihen zu investieren. Der Abschwung an den Aktienmärkten in der vergangenen Woche unterstützte die Stärke der US Wirtschaft - ihren Status als traditionelles Wertedepot.

Obwohl Analysten die Herabsetzung des Kredit-Ratings im Großen und Ganzen als negativ für den USD erachten, wurde einem kräftigen Abschwung durch Käufe von Staatsanleihen durch europäische Investoren Einhalt geboten. Ähnliche Rückgänge und Herabsetzungen von Kredit-Ratings für etliche europäische Randstaaten ließen den USD und Gold als geschätzte Safe-Hafen-Anlagen umso attraktiver erscheinen.

In dieser Woche werden sich die US Wirtschaftspublikationen vorrangig mit Immobiliendaten, dem Bruttoinlandsprodukt und Fertigungsdaten befassen. Die heutigen Wirtschaftspublikationen werden jedoch sehr Euro-lastig sein. Beim frühen Handel kann wahrscheinlich mit erhöhter Liquidität gerechnet werden, da die Veröffentlichung etlicher Wirtschaftsdaten rasch nacheinander erfolgen wird. Die erhöhte Liquidität wird wohl aus Frankreich und Deutschland kommen, allerdings wird auch Kanada mit seinen Berichten zu den Einzelhandelsumsätzen zu den heutigen Marktbewegungen beitragen. Händler sollten heute insbesondere den Wirtschaftsdaten der Eurozone große Aufmerksamkeit schenken.

EUR - EUR verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse, während sich die Randstaaten mit Schuldensorgen herumschlagen

Nach pessimistischen Berichten über die Schuldensorgen innerhalb der Eurozone verzeichnete der Euro (EUR) heute Morgen unterschiedliche Ergebnisse. In den frühen Stunden des heutigen Montags handelte der Euro zum US Dollar (USD) leicht rückläufig, da der Dollar auch zu all seinen Währungsrivalen Aufwärtstendenz aufwies. Der Euro konnte jedoch nicht von den Gewinnen profitieren, die anderweitig verzeichnet wurden, da seine strukturelle Schwäche seine weltweiten Kurse minderten.

Händler suchen nach Wegen, wie sie die erneute Risikovermeidung gegen die fortgesetzte Unsicherheit an den Weltmärkten abwägen können. Die momentan leicht pessimistische Stimmung gegen Investitionen in den US Dollar aufgrund der Herabsetzung der US Bonität durch S&P, lässt viele Investoren höchst vorsichtig reagieren. Die umkämpfte Eurozone, die sich inmitten der Spannungen in seinen Randstaaten gegen Rückläufigkeit an den Märkten erwehren muss, scheint an den Finanzmärkten an Boden zu verlieren, während Safe-Hafen-Anlagen wie der Schweizer Franken (CHF) und der japanische Yen (JPY) Gewinne verzeichnen, obwohl Interventionen seitens der Zentralbank in Japan die Kursgewinne des JPY aufheben dürften.

Die Stimmung in der Eurozone ist ins Negative umgeschlagen, weshalb viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler in dieser Woche Richtung Sicherheit orientieren werden. Weitere negative Nachrichten aus den Haupt-Weltwirtschaften dürften den EUR Kurs weiter nach unten drücken, während Investoren das Risiko meiden. Da heute etliche Wirtschaftspublikationen veröffentlicht werden, erwarten viele Händler, dass die wichtigen Daten für Bewegung an den Märkten sorgen.

JPY - JPY mit Aufwärtstendenz da Spekulanten eine Intervention seitens der BOJ erwarten

Der japanische Yen (JPY) handelte heute Morgen zu den meisten anderen Währungen leicht im Plus, da sein Status als internationaler Safe-Hafen seinen Kurs weiterhin nach oben drückt. Da er an die internationale Risikostimmungslage gebunden ist verzeichnete der Yen einen länger anhaltenden Aufwärtsknick, als Umschichtungen weg von höhere Erträge erzielenden Anlagen in den Vordergrund rückten. Der JPY profitierte in jüngster Zeit von mehreren längeren Zeiträumen unterschiedlicher Umschichtungen von riskanteren Anlagewerten.

Allerdings führten die jüngsten Bewegungen beim JPY zu Besorgnis, da viele Spekulanten eine neuerliche Runde von Interventionen seitens der Bank of Japan (BOJ) erwarten. Ein stärker werdender Yen bringt Vorteile für die Kaufkraft der Insel-Wirtschaft mit sich, obwohl deren Abhängigkeit von Exporten einen starken Yen für langfristiges Wachstum innerhalb Japans derzeitigem Finanz-Modell unvorteilhaft scheinen lässt.

Gold - Goldpreis steigt am Montagmorgen an

Inmitten der nachlassenden Stärke des US Dollar, der Währung in welcher solche Anlagen bewertet werden, fand der Goldpreis in der vergangenen Woche Unterstützung. Gold handelte seit Juni mit leichten Preisbewegungen, jedoch hatten Händler mit heftigerem Aufflammen des Preises gerechnet, aufgrund der erheblichen Zunahme bei der Risikovermeidung wegen steigender Spannungen in den Randstaaten der Eurozone und der jüngsten Herabsetzung des US Kredit-Ratings durch die Rating-Agentur S&P's.

Während Investoren nach Sicherheit streben, hätte der Goldpreis, der unterschiedliche Ergebnisse verzeichnete eigentlich ansteigen sollen, allerdings drückten vergangene Woche Verkäufe bei den Warentermingeschäften den Preis für Edelmetalle. Jedoch ist anzunehmen, dass der plötzliche Anstieg beim Dollarkurs wegen der unsicheren Stimmungslage in dieser Woche dazu beitragen wird, die Stimmung zugunsten des Goldes zu verbessern. Sollte sich die Risikostimmungslage in dieser Woche in unterschiedliche Richtungen entwickeln, könnte dieses Edelmetall weiterhin ebensolchen Preisschwankungen unterliegen.

Technische News

EUR/USD

Die Bewegung in Richtung 1,4500 stieß auf bereitwillige Angebote, wobei die fallende Widerstandslinie vom Mai-Hoch die Paarung seit Ende Juli in einer relativ begrenzten Spanne von 500 Pips handeln ließ. Dieses Szenario könnte sich diese Woche ändern, so die Paarung den unteren Wert eines Dreiecks erreicht, welches unterhalb der Juli- und August-Tiefs von 1,4190 verläuft. Eine Bewegung unter diese Handelsspanne ist eher wahrscheinlich, da sich der Slow Stochastic sowohl auf dem Tages- als auch auf dem Monats-Chart rückläufig zeigt. Ein Durchbruch hier könnte die steigende Trendlinie vom Mai 2010 testen und dürfte langfristige technische Auswirkungen mit sich bringen. Andererseits findet sich erster Widerstand bei 1,4515, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von 1,4700.

GBP/USD

Nachdem es der Paarung nicht gelungen war unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt zu sinken verzeichnete sie einen eindrucksvollen Anstieg bis auf den Wert von 1,66. Allerdings deuten drei fehlgeschlagene Versuche über dem Wert von 1,6540 den Handel zu beschließen auf eine Schwäche beim Pfund Sterling hin. Außerdem bewegt sich die Paarung beim Slow Stochastic auf dem Tages-, Wochen- und Monats-Chart im überverkauften Bereich. Ein erster Abschwung könnte Unterstützung beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6370 finden, gefolgt von 1,6110, dem Tief vom 11. August. Eine Bewegung darunter könnte sich am Juli-Tief von 1,5780 versuchen. Sollte das Momentum weiterhin aufwärts weisen findet sich erster Widerstand bei 1,6580 mit der sehr wahrscheinlichen Zielsetzung des April-Hochs bei 1,6750.

USD/JPY

Vergangene Woche bewegte sich diese Paarung kurzfristig unter das März-Tief und den Wert von 76 Yen, allerdings wurde zügig auf den Dollar gesetzt, und bei der Tages-Kerze bildete sich ein Doji. Oftmals ist für ein Anzeichen einer bevorstehenden Umkehr ein Doji allein nicht genug um das technische Bild zu ändern. Allerdings besteht nach wie vor eine Abwärtstendenz, wobei ein Börsenschluss unter dem Wert von 76 ein Zeichen für weiteren Rückgang dieser Paarung sein dürfte. Mangelnde Unterstützung auf den langfristigen Charts gestaltet es schwierig eine Zielvorgabe zu prognostizieren, allerdings zeichnet sich die große runde Zahl von 70 Yen ab. Sollte das Doji-Muster standhalten und eine Umkehr erfolgen, bieten sich der Paarung eine ganze Reihe von Verkaufsmöglichkeiten, wobei sich die wahrscheinlichsten Einstiegswerte bei 78,50, 79,50 und 80,20 finden.

USD/CHF

Eine Erholung dieser Paarung ließ sie bis auf 0,8015 ansteigen, knapp über den 50% Rückführungswert der Mai-August-Bewegung. Es sieht so aus, als dürfte noch weiterer Bewegungsspielraum bestehen, da der Slow Stochastic auf dem Wochen- und Monats-Charts aufwärts weisen. Zusätzlicher Widerstand findet sich bei der fallenden Trendlinie des Februar-Hochs von 0,8150. Ein Durchbruch hier könnte die 61% Fibonacci Rückführung von 0,8220 zum Ziel haben. Allerdings sollten Händler bedenken, dass der langfristige Trend abwärts weist und sich Unterstützung bei 0,7800 findet, gefolgt von 0,7550.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Eine jüngste Konsolidierung bei dieser Paarung hat ein fallendes Keil-Muster gebildet. Basierend auf dem Chart-Muster besteht eine steigende Tendenz. Erster Widerstand findet sich zwischen 111,00-15 wobei eine Bewegung darüber hinaus den Wert von 114,15 zum Ziel hat, der Trendlinie von dem April-Hoch die mit dem Post-Interventions-Hoch übereinstimmt. Forex-Händler sollten einen Schutz-Stopp bei 110,15 innerhalb des Keil-Musters setzen, um sich bei einer Gewinn-Verlust-Quote von ungefähr 3:1 gegen einen falschen Ausbruch abzusichern. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 16:31 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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