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Freitag, 12 Sep 2008
Heutige Wirtschaftsindikatoren lösen voraussichtlich hohe Volatilität aus
Anleger aufgepasst! Heute wird ein äußerst wichtiger Handelstag voller ausschlaggebender Wirtschaftsdatenveröffentlichungen. Sowohl aus den USA als auch aus der Eurozone werden eine ganze Reihe ausschlaggebender Indizes erwartet, die ohne Zweifel den heutigen Märkten hohe Kursschwankungen bringen werden.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4095 | 1.7670 | 108.00 | 1.1440 | 0.8110 | 0.8035 |
| 1.4075 | 1.7650 | 107.80 | 1.1420 | 0.8090 | 0.8015 | |
| 1.4035 | 1.7620 | 107.50 | 1.1390 | 0.8060 | 0.7985 | |
| Support | 1.3975 | 1.7560 | 106.90 | 1.1330 | 0.8000 | 0.7925 |
| 1.3945 | 1.7530 | 106.60 | 1.1300 | 0.7970 | 0.7895 | |
| 1.3925 | 1.7510 | 106.40 | 1.1280 | 0.7950 | 0.7875 |
Wirtschafts News
USD - US-Einzelhandelsumsätze und Verbrauchervertrauen auf der Agenda
Gegenüber den meisten Währungsgegnern hatte der USD gestern Kursschwankungen zu verzeichnen. Zu Beginn des Tages ergaben sich für die US-amerikanische Währung Aufwärtstendenzen, so dass EUR/USD zum ersten Mal in diesem Jahr unter die 1,39-Marke fielen. Im weiteren Tagesverlauf kehrte sich der Trend jedoch um, so dass sich das Paar wieder bis auf 1,40 steigern konnte.
Der Wertzuwachs des USD zu Beginn des Handels war überwiegend auf negativ ausgefallene Wirtschaftsdaten aus der Eurozone zurückzuführen. Die schlechten Eurozonen-Zahlen reichten aus, ein Fortdauern des derzeitigen USD-Aufwärtstrend zu garantieren. Erst als eine Reihe enttäuschender Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft bekannt gegeben wurden, stockte der zinsbullische Dollar-Trend und ein Umschwung setzte ein. Maßgeblich dabei war die US-Handelsbilanz für den Monat Juli, die weit unter den Erwartungen lag. Das US-Handelsdefizit stieg auf $62,2 Mrd. und erreichte dabei ein Rekordhoch seit März 2007. Darüber hinaus ernüchterten auch die Arbeitslosenzahlen die Anleger. Anstatt des erwarteten Rückgangs von 4.000 Anträgen, verringerte sich diese Rate nur leicht. 444.500 Erstanträge wurden gestellt. Das Arbeitsministerium berichtete darüber hinaus, dass die Anzahl der Menschen, die dauerhaft Arbeitslosenunterstützung bezieht, aktuell bis auf 3,525 Millionen gestiegen sei. Dies ist der höchste Stand seit Oktober 2003.
Für heute werden so einige Wirtschaftsindikatoren aus den USA erwartet, die einen großen Teil zur Volatilität der Märkte beitragen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei um 12:30 GMT. Zu dieser Stunde werden einige bedeutsame Indizes veröffentlicht werden. Als wichtigster Indikator dabei gilt heute der monatliche Bericht zu den US-Einzehandelumsätzen. Laut Experten soll dieser, im Vergleich zum Vormonat, um 0,2% steigen. Zur selben Zeit werden außerdem die Kernrate der Einzelhandelsumsätze sowie der Erzeugerpreisindex (PPI) ausgegeben. Auch diese Indikatoren werden laut Prognosen zurückgehen. Sollten sich die Voraussagen bestätigen, werden sich auf den heutigen Märkten, angesichts der zu erwartenden gemischten Ergebnisse, voraussichtlich hohe Kursschwankungen einstellen. Hier könnte sich Anlegern eine gute Handelsgelegenheit bieten, vom volatilen Börsengang zu profitieren, noch bevor sich die Märkte wieder stabilisieren und an den aktuellen USD-Aufwärtstrend anknüpfen.
EUR - EZB-Chef Trichet deutet eine mögliche Erhöhung der Eurozonen-Zinsätze an
Auch für den EUR und die EUR-Kurspaare ergaben sich gestern hohe Kursschwankungen. Zu Handelsbeginn verzeichnete der EUR lediglich Abwärtstendenzen, konnte sich jedoch im weiteren Tagesverlauf wieder erholen.
Dieser vorläufige Abwärtstrend war das Ergebnis schlecht ausgefallener Indikatoren aus Deutschland und Frankreich, die gestern zum frühen Morgen veröffentlicht wurden. Dabei fiel der deutsche Großhandelpreisindex um 1,8% im Monat August und lag somit weit unter dem erwarteten Rückgang von 0,3%. Später verschlechterten sich Frankreichs Nonfarm Payrolls (Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft) um 0,2% im zweiten Quartal des Jahres. Eindeutig ist, dass solange die stärksten Nationen der Eurozone weiterhin Zeichen eines Konjunkturabschwungs ausgeben, wird der EUR weiterhin an Wert verlieren, insbesondere gegenüber dem USD und dem JPY, die gerade in den letzten zwei Monaten stark vom schwachen EUR profitierten. Trotz eines heftigen EUR-Sturzes bis nahezu auf ein Zweijahrestief gegen den JPY, erholte sich der EUR nach der zinsbullisch geprägten Rede von EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet schnell. Trichet erklärte, dass die EZB ihr Hauptaugenmerk nach wie vor auf die Bekämpfung der Inflation richte. Dabei schloss Trichet eine Erhöhung der Zinssätze für die Eurozone nicht aus. Des Weiteren schwächte gestern eine Reihe enttäuschender US-Wirtschaftsdaten den USD, was dem EUR kurzfristig etwas stärken könnte.
Um 09:00 GMT stehen heute die Zahlen der Industrieproduktion auf dem europäischen Wirtschaftskalender. Experten sagen einen Rückgang von 0,2%, verglichen mit den Vormonatszahlen, voraus. Ein solches Ergebnis wird wahrscheinlich von einem Abwärtstrend des EUR widergespiegelt werden. EUR-Anleger sollten die äußerst wichtigen US-Indikatoren nicht aus den Augen verlieren, da diese heute voraussichtlich den größten Einfluss auf die Märkte nehmen werden.
JPY - JPY erreicht Zweijahreshoch gegenüber einigen Kurspaaren
Bei einer schwankenden Risikobereitschaft der Märkte erzielte der JPY im gestrigen Handel gemischte Ergebnisse. Der Handel begann mit Aufwärtstendenzen für die japanische Währung. Nach der ersten Tageshälfte hatte der JPY über 100 Punkte gegen USD, EUR, GBP sowie CHF gewonnen. Gegen NZD und AUD erreichte der Yen nahezu ein neues Rekordhoch innerhalb der letzten zwei Jahre. Da die landeseigenen Wirtschaftsveröffentlichungen Japans Währung wenig beeinflussten, war es lediglich eine Frage der Zeit bis sich das Marktverhalten ändern würde und der JPY seinen zuvor erreichten Wertzuwachs bis Handelschluss wieder einbüßte. Der Umschwung der Marktstimmung ergab sich insbesondere, nachdem die Investmentbank Lehman Brothers verkündete, dass die Suche nach Investoren, aufgrund der hohen Verluste ihres Börsenwertes, immer schwieriger sei. Bereits seit Jahresbeginn schreibt die US-Bank Milliardenverluste. Mithilfe der US-Regierung befindet sich der US-Investment-Gigant auf Investoren-Suche. Angesichts dieser Entwicklung wird sich voraussichtlich ein Umschwung in Richtung risikoreicher Handel einstellen. Wie zuvor erwähnt, wirkten die gestern veröffentlichten japanischen Indikatoren wenig auf den Kurswert des Yen ein. Sowohl das quartalsbezogene BIP als auch der jährliche BIP-Preisindex stiegen im Vergleich zum Vormonat und trotz negativer Prognosen leicht an. Der revidierte Final-BIP des zweiten Quartals verzeichnete, im Gegensatz zum erwarteten Rückgang von -0,9%, einen Anstieg um 0,2% während der BIP-Preisindex leicht über den Prognosen lag.
Im frühen japanischen Morgenhandel veröffentlichte Japan heute seine revidierten monatlichen Industrieproduktionszahlen, die einen Zuwachst von 1,3% seit dem vergangenen Monat verdeutlichen. Wie erwartet, war auf den Märkten jedoch kaum eine Reaktion auf dieses Ergebnis zu spüren. JPY-Anleger sollten heute die globalen Nachrichten im Auge behalten, um die Tendenzen des JYP richtig einschätzen zu können.
Rohöl - Allen Widrigkeiten zum Trotz setzt das Rohöl seinen Preisfall fort
Während sich Hurrikan "Ike" der texanischen Küste nähert, schließen die Ölkonzerne ihre Produktionsstätten mit Eiltempo. Die meisten Texaner befinden sich auf den Highways und brauchen die Benzinbestände an den Tankstellen auf ihrem Weg, der sich nähernden Verwüstung zu entkommen, auf. Trotzdem setzen die Rohölpreise ihren Fall weiter fort. In der Vergangenheit stiegen die Ölpreise bei drohender Sturmgefahr, da sich in der Regel das Marktangebot an Rohöl reduzierte, denn die betroffenen Einwohner legen sich für gewöhnlich, in Erwartung einer Unterversorgung, Vorräte an. Aktuell kann jedoch das genaue Gegenteil zu dieser Entwicklung beobachtet werden. Trotz nachlassendem Angebot, bedingt durch Produktionseinschränkungen und Tropensturm, rutschen die Ölpreise immer weiter in den Keller und erreichten am gestrigen Handelstag einen Tiefstand von $100,10 pro Barrel.
Wie kommt diese Entwicklung zustande? Da eine Ursache hier nicht ausreicht, ist der Preissturz das Ergebnis mehrerer sich gegenseitig beeinflussender Faktoren. Zum einen ging die Nachfrage an teueren Energiequellen im Laufe der letzten Monate stark zurück. Nachdem die Rohölpreise im vergangenen Juli ihr absolutes Rekordhoch erreicht hatten, ergab sich eine Umorientierung seitens der Verbraucher.
Einen weiteren Grund stellt die lahmende globale Wirtschaft dar. Da der Wert der Währungen während dieser Phase des Konjunkturabschwungs sinkt, wird es immer schwieriger Energiekosten zu begleichen, so dass die einzelnen Nationen weniger Rohöl kaufen.
Dritte und letzte Ursache sind die spekulationsbedingten Auswirkungen. Während die US-Wirtschaft immer weiter in eine Krise fiel, wurde der Wert von Rohstoffen wie Gold und Öl als Sicherheitsnetz gesteigert. Dadurch schnellten die Preise in die Höhe. Nachdem sich USD erholt und die Wirtschaft wieder stabilisiert, fallen die Rohstoffe auf ihr normales Preisniveau zurück, so dass die Anleger sämtliche Anteile verkaufen, was die Preise wiederum auf neue Tiefstände bringt.
Anleger sollten die aktuellen Entwicklungen der Rohölnachfrage aufmerksam beobachten, die über neue Preistendenzen entscheiden könnten. Sobald sich die Marktnachfrage korrigiert, wird die Versorgung wieder zur Informationsquelle für die Preise werden.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar hat mittlerweile die Fibonacci-Schlüsselmarke von 1,4000 durchbrochen, was an einem vollen Balken unterhalb des Levels auf der 4-Stunden-Chart bestätigt wird. Die negative Neigung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart verstärkt die Tendenz, dass das Momentum sich recht rückläufig verhält. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
GBP/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends, der nach wie vor ein starkes Momentum ausweist und auf lange Sicht weiteres Potenzial in sich trägt. Kurzfristig gesehen, deutet das zinsbullische Kreuz auf der Stunden-Chart darauf hin, das sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor der Abwärtstrends wieder aufgenommen wird. Bei Höchstständen zu kaufen, könnte heute richtig sein.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen. Inzwischen scheinen sich jedoch Abwärtstendenzen einzustellen. Slow Stochastic und RSI auf der Tages-Chart zeigen, dass sich ein Antesten der 106,00 schon bald ergeben könnte. Eine gute Strategie könnte lauten: dem Markt nach Durchbruch des Levels beizutreten.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart ist deutlich zu erkennen, dass sich dieses Paar nach wie vor in einer zinsbullischen Anordnung befindet. Der RSI bewegt sich allerdings bereits im "überkauftem" Bereich. Im Gegensatz dazu weisen sowohl der Slow Stochastic der Stunden- als auch der 4-Stunden-Chart ein rückläufiges Kreuz aus. Allem Anschein nach, könnten sich hier als nächstes Abwärtstendenzen einstellen. In diesem Fall sollten Anleger erst nach einem Durchbruch einsteigen.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Abwärtstrend dieses Rohstoffs scheint noch immer von Bedeutung zu sein und Potential in sich zu tragen. Dies wird ganz deutlich erkennbar auf der 4-Stunden-Chart, da sowohl Slow Stochastic als auch RSI abwärts gerichtet sind. Forex -Anlegern könnte sich hierbei eine exzellente Handelsgelegenheit bieten, sich diesem Abwärtstrend zu einem sehr frühen Zeitpunkt und bei äußerst günstigem Einstiegspreis anzuschließen.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 13:30 | USD | Unemployment Claims | 492K | 545K | 467K | ![]() | |
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | - | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() | |
| 12:00 | CAD | Employment Change | -70.6K | -21.0K | - | ![]() | ||
| 12:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.3% | 6.5% | - | ![]() |



Unemployment Claims 


















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