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Thursday, 23 Oct 2008
Hilft die sich anbahnende Rezession womöglich einigen Währungen?
Ungefähr ein Monat ist vergangen, seitdem die Lehman Brothers Inc. ihren Konkursantrag gestellt hat und der Dollar scheint sich mittlerweile erholt zu haben. Gegen den EUR konnte die amerikanische Währung seither annähernd 1,600 Punkte gewinnen. Der Abwärtstrend der europäischen Währung wiederum ist, unabhängig von positiven oder negativen Wirtschaftsindikatoren, nicht abzuwenden. Der Trend des JPY ist eher untypisch. Anleger bezeichnen dessen Entwicklung als "ungewöhnllich" und "antizyklisch". Eine globale Rezession bedeutet im Grunde, dass jedes größeres Wirtschaftssystem Schwierigkeiten entgegensieht. Dennoch verzeichnen einige Währungen Zugewinne in Rekordhöhe. Wie kommt diese Entwicklung zustande?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2900 | 1.6380 | 98.95 | 1.1760 | 0.6800 | 0.7945 |
| 1.2880 | 1.6360 | 98.75 | 1.1740 | 0.6780 | 0.7925 | |
| 1.2850 | 1.6330 | 98.45 | 1.1710 | 0.6750 | 0.7895 | |
| Support | 1.2790 | 1.6270 | 97.85 | 1.1650 | 0.6690 | 0.7835 |
| 1.2760 | 1.6240 | 97.55 | 1.1620 | 0.6660 | 0.7805 | |
| 1.2740 | 1.6220 | 97.35 | 1.1600 | 0.6640 | 0.7785 |
Wirtschafts News
USD - Arbeitslosenerstanträge auf der Agenda
Der Dollar setzte seinen Aufwärtstrend gestern fort und konnte sowohl gegen EUR als auch GBP an Boden gewinnen. Allem Anschein nach ist der USD derzeit die einzige Währung, auf die sich Anleger verlassen können und die dauerhaft Profit abwirft. Im gestrigen Handelsverlauf erzielte die US-Währung ein 4-Jahreshoch gegen den GBP. Das Paar fiel bis auf die 1,6150-Marke. Gegen den EUR erreichte der USD nahezu ein 2-Jahreshoch. Dieses Paar wurde um die 1,2730 gehandelt.
Obwohl gestern keine bedeutenden Indikatoren aus der US-Wirtschaft veröffentlicht wurden, setzte der USD seinen zinsbullischen Trend gegen die Hauptwährungen, den JPY ausgenommen, fort. Für diese phänomenale Tendenz gibt es derzeit keine gültige Erklärung. Wie jedoch den momentanen Entwicklungen zu entnehmen ist, scheint der USD in Zeiten einer globalen Finanzkrise für Anleger attraktiver denn je, während die Immobilienbranche als risikoreiche Anlage bewertet wird und die globalen Aktienmärkte täglich bedauernswertere Nachrichten veröffentlichen.
Zur Verdeutlichung: Am 15. September hatte die Lehman Brothers Inc. ihren Konkursantrag gestellt. Dieser Tag wird von manchen Experten als Beginn der globalen Wirtschaftsturbulenzen angesehen. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Paar EUR/USD um die 1,4300-Marke gehandelt. Heute, ca. einem Monat später, scheint 1,2700 die tägliche Unterstützungsmarke zu sein. Hier ergibt sich ein Unterschied von grob 1.600 Punkten.
Heute wird der US-Wirtschaftskalender wieder ins Rampenlicht gerückt, da die US-Arbeitslosenerstanträge um 12:30 GMT veröffentlicht werden. Sollte die US-Wirtschaft tatsächlich auf eine Rezession zusteuern, wird dieser führende Indikator die Entwicklung bestätigen. In einer erkrankten Wirtschaft wird die Reduzierung von Kosten angestrebt und zukünftige Verluste gefürchtet. Sollte sich die Prognose von 470.000 Erstanträgen als richtig erweisen, könnte sich für den USD tatsächlich eine Abwärtskorrigierung gegen die Hauptwährungen einstellen. Anderenfalls wird der Dollar seinen Aufwärtstrend voraussichtlich fortsetzten, um zinsbullisches Neuland zu erobern.
EUR - EUR fällt auf 5-Jahrestief gegen JPY
Falls Sie gestern auf EUR-Verkäufe gesetzt haben, sollten Sie sich für das Kurspaar EUR/GBP entschieden haben. Ansonsten werden Sie von Ihrer EUR-Long-Position vermutlich weniger begeistert sein. Der EUR setzte seine Verluste gegen einen Großteil der Hauptwährungen fort. Dabei konnten zwei Höhepunkte beobachtet werden: Gegen den USD fiel der EUR auf ein neues Rekordtief seit November 2006. Des Weiteren erreichte der EUR ein zusätzliches Rekordtief gegen den JPY seit Januar 2003. Das Kurspaar EUR/JPY testete gestern die 124,00-Marke und komplettierte seinen Sturz von 1.400 Punkten seit Wochenbeginn.
Noch vor einigen Monaten, als das Kurspaar EUR/USD um die 1.5000 gehandelt wurde, erklärte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet in einer Rede, dass der EUR nach wie vor überbewertet sei und sein "normaler" Kurs gegen den Dollar bei 1.2500 läge. Während diese Aussage zu diesem Zeitpunkt weit hergeholt schien, befinden wir uns heute nur 250 Punkte von dieser Marke entfernt.
Es wird deutlich, dass, trotz überwiegend negativer US-Wirtschaftsindikatoren, Anleger die Eurozone als das schwächere Glied innerhalb der Weltwirtschaft betrachten. Die jüngste Prognose für die Eurozone, veröffentlicht durch den Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), warnt vor dem Scheitern europäischer Banken und erwartet eine Erholung der Wirtschaft nicht vor Ende 2009.
Heute werden einige wichtige Wirtschaftszahlen aus der Eurozone veröffentlicht. Experten sagen eher düstere Daten voraus. Die Tendenz ist dabei schlechthin rückläufig. Überraschend positive Zahlen könnten den EUR-Abwärtstrend zumindest aufhalten. Anleger sollten außerdem die Aktienmärkte innerhalb Europas im Auge behalten, da sich diese in den vergangenen Wochen als richtungsweisend bewiesen haben.
JPY - Derzeitige Entwicklungen des Yen als "abnormal" beschrieben
Der JPY bleibt auch in dieser Woche die durchaus gewinnbringendste Investition. In nur vier Tagen gewann der JPY über 700 Punkte gegen den USD sowie 1.400 gegen den EUR. Gegen den GBP schloss die japanische Währung sogar bei erstaunlichen 1.800 Punkten. Der JPY befindet sich derzeit auf einem unaufhaltsamen und intensiven zinsbullischen Trend. Dabei sind das nahezu 5-Jahresrekordhoch gegenüber den EUR und das 8-Jahresrekordhoch gegen den GBP auf verschiedene Ursachen zurückzuführen.
Das Unglaubliche dabei ist, dass auch die japanischen Aktienmärkte bedeutende Verluste melden und der Konjunkturausblick für Japan nicht besonders positiv ist. Dennoch steigert sich Japans Währung weiterhin in ihrem Wert und konnte als einzige den zinsbullischen Trend des USD übertreffen.
Für heute werden keine wichtigen Wirtschaftsdaten aus Japan erwartet und der JPY scheint in seinem Aufwärtstrend nach wie vor unaufhaltsam. Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass in der Regel unregelmäßige Entwicklungen durch weniger logische Gründe ausgesteuert werden. Daher könnte sich jederzeit ein Umkehrtrend bzw. mindestens eine Korrigierung ergeben.
Rohöl - Verschiedene Faktoren führen in Kombination zum Sturz der Rohölpreise
Die Rohölpreise fielen gestern erneut. Das Barrel wird mittlerweile bei $66,20 gehandelt. Dies ist ein neues Rekordtief innerhalb der letzten zwei Jahre.
Dafür zeichnen mindestens drei Einflussfaktoren verantwortlich. Zum einen gilt der bekannte Vergleich nach wie vor: je stärker der Dollar, desto tiefer liegen die Rohölpreise. Darüber hinaus wirkt sich die anhaltende Sorge um eine globale Rezession negativ auf die Rohölnachfrage aus. Dritte Ursache bilden die gestern veröffentlichten US-Rohöllagerbestände, die bessere Ergebnisse als erwartet lieferten. Das erhöhte Angebot bedeutete weiteren Antrieb für den aktuellen Abwärtstrend.
Momentan scheinen die Rohölpreise zu fallen, solange der USD seinen Aufwärtstrend fortsetzt. Anleger sollten die Entwicklungen des USD unbedingt aufmerksam verfolgen, um die Tendenzen der Rohölpreise einschätzen zu können.
Technische News
EUR/USD
Der USD-Aufwärtstrend nimmt seinen Einfluss auch auf dieses Kurspaar. Allem Anschein nach, bewegt sich das Paar EUR/USD bei seinem Abwärtsmomentum auf die1.2600-Marke zu. Auf der Stunden-Chart sind rückläufige Signale nach wie vor deutlich zu erkennen. Dennoch scheint das Paar alle technischen Aspekte zu ignorieren. Die richtige Entscheidung für heute könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart ist nach wie vor eine rückläufige Anordnung zu erkennen, das Momentum ist jedoch bereits tief. Auf der 4-Stunden-Chart kann eine leicht rückläufige Anordnung beobachtet werden, jedoch ohne jegliche Ausrichtung. Die Bollinger Bands verdichten sich und weisen auf einen bevorstehenden Durchbruch hin. Anleger sollten diesen abwarten und erst anschließend einsteigen.
USD/JPY
Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend in vollem Umfang fort und hat die 97,60-Marke inzwischen durchbrochen. Auf der Tages-Chart lässt sich erkennen, dass der aktuelle Preis bis unter den unteren Bereich der Bollinger Bands gefallen ist. Dies könnte wiederum bedeuten, dass der Abwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Verkaufen könnte heute eine gute Strategie sein.
USD/CHF
Diese Paar hat das äußerst starke Widerstandslevel von 1.1650 durchbrochen und erweitert seinen Aufwärtstrend. Ein Aufwärtsmomentum des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutet darauf hin, dass das Paar seinen zinsbullischen Trend fortsetzt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich heute als richtig erweisen.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Rohölpreise fallen weiterhin. Das Barrel Light Crude wird derzeit bei $67 gehandelt. Dennoch geben alle Oszillatoren der Tages-Chart mittlerweile zinsbullische Signale aus. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Rohstoff Rohöl einen Aufwärtstrend einschlägt. In diesem Fall könnte sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, bei einem äußerst beliebten Trend einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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