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Monday, 23 Feb 2009

Hohe Kursschwankungen setzen sich zweite Woche in Folge fort

Beim Handel in der vergangenen Woche unterlag der Kurs der EUR/USD-Paarung sehr viel größeren Schwankungen als gewöhnlich, mit Abstürzen bis auf einen Stützwert und dann wieder dramatischen Anstiegen. Inmitten angespannter Marktbedingungen könnten Händler von der sich andauernden Stärke dieser Paarung profitieren, die sich bis Mitte der Woche fortsetzen dürfte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.29501.456793.391.15850.65330.8925
1.29371.454293.261.15500.65170.8908
1.29151.452693.121.15370.64940.8896
Support1.28721.448692.771.15100.64600.8870
1.28561.447092.551.14790.64490.8858
1.28351.445392.291.14650.64220.8844

Wirtschafts News

USD - Gemischte Signale aus der US-Wirtschaft beeinflussen den USD

Vergangene Woche war eine außerordentlich volatile Handelswoche für den US-Dollar. Anfänglich verlor der USD im Vergleich zu den meisten Währungen, kurz von Wochenende jedoch erholte er sich auf der ganzen Front und erreichte die ursprünglichen Werte, verglichen mit seinen Haupt-Währungspartnern.

Ein Grund für dieses irritierende Verhalten könnte in den widersprüchlichen Wirtschaftspublikationen der vergangenen Woche liegen. So geben der Immobiliensektor und die Beschäftigungssituation nicht den kleinsten Hinweis darauf, dass sich die Wirtschaft stabilisieren würde. Der Indikator für Baugenehmigungen fiel auf lediglich 520.000 neu erteilte Genehmigungen im Januar, und der Indikator für Baubeginne zeigte, dass im Januar bei nur 470.000 Häusern mit dem Bau begonnen wurde. Um den Ernst dieser Zahlen zu verdeutlichen, im Juni 2008 wurden beispielsweise 1.090.000 neue Baugenehmigungen erteilt und bei 1.070.000 neuen Häusern wurde mit dem Bau begonnen. Des Weiteren zeigten die neuesten wöchentlichen Arbeitsmarktdaten, dass weitere 600.000 Personen zum ersten Mal Arbeitslosenunterstützung beantragten. Andererseits scheint es jedoch, als würden sich Preise für Waren und Dienstleistungen in den USA stabilisieren. Der Erzeugerpreisindex verzeichnete ein überraschend positives Ergebnis, was sich im 0,8% Preisanstieg im Januar widerspiegelte, und der Verbraucherpreisindex stieg ebenfalls um nur 0,3%. Die Tatsache, dass Hersteller für ihre Waren mehr berechnen und dass Verbraucher auch bereit sind mehr zu bezahlen ist ein sehr gutes Anzeichen dafür, dass die Wirtschaft auf dem Weg ist zu gesunden. Jedoch beweist ein guter Monat allein noch lange nichts, und nur die kommenden Monate werden zeigen, ob die Regierung Obama in der Lage sein wird der Finanzkrise nachhaltig zu begegnen.

Für diese Woche wird die wichtigste Wirtschaftsnachricht am Freitag, mit der Bekanntgabe des vorläufigen Bruttoinlandsprodukts für Dezember, erwartet. Analysten sehen einen ziemlich beunruhigenden Wert vorher und gehen von einem Rückgang um 5.4% aus. Ein solches Ergebnis könnte der Handelswoche einen recht düsteren letzten Handelstag bescheren. Bis dahin dürften der Wohnungsmarkt-Indikator und die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen eine führende Rolle bei den Veröffentlichungen dieser Woche spielen. Sie sollten diese Daten auf das genaueste im Auge behalten, um in dieser Woche den größtmöglichen Gewinn zu erzielen.

EUR - EUR/USD-Kurs nähert sich einem wichtigen Test-Wert

Die europäische Währung durchlief letzte Woche einen recht sprunghaften Handel. Zu Wochenbeginn zeigte sich der EUR verglichen zu allen Haupt-Währungen im Aufwind, jedoch wurde das meiste davon durch eine Anzahl negativer Publikationen wieder zunichte gemacht. Letzte Nacht hingegen verzeichnete der EUR im Vergleich zum USD einen heftigen Anstieg, und der EUR/USD-Kurs testet derzeit den Wert von 1,30.

Die vergangene Woche begann mit einer äußerst überraschenden Bekanntgabe. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland fielen nur um 5,8 Punkte, statt der erwarteten 26,5. Zwar ist der Wert immer noch im negativen Bereich, aber doch erheblich besser als angenommen, und demzufolge zündete er einen starken Aufwärtstrend für den EUR. Zum Wochenende hingegen wurden für den französischen und deutschen Markt allerdings schon wieder beunruhigende Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Der französische Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes (PMI) fiel auf den niedriger als erwarteten Wert von 35,4. Der deutsche Dienstleistungs-PMI fiel auf 41,6 statt der erwarteten 45,0.

Für diese Woche dürfte die wichtigste Publikation für die Eurozone der deutsche Geschäftsklimabericht sein, der vom Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlicht wird. Dieser Indikator, für den ein Wert von 83,2 erwartet wird, hat traditionell einen starken Einfluss auf dem Markt. Dieser Wert liegt jedoch erheblich unter den Werten, die noch vor wenigen Monaten erzielt wurden und die immer über der 100-Marke lagen. Ein solches Ergebnis dürfte wahrscheinlich den derzeitigen rückläufigen Trend des EUR unterstützen.

Andere Daten auf die in dieser Woche geachtet werden sollten sind der vorläufige deutsche Verbraucherpreisindex, die deutschen Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit, sowie die europäische Kernrate des Verbraucherpreisindexes. Für alle Daten werden recht positive Ergebnisse erwartet, was sehr wohl einen Aufwärtstrend für den EUR noch vor Ablauf der Woche bedeuten könnte.

JPY - Auf lange Sicht gesehen könnte den Yen weiter an Wert verlieren

Vergangene Woche setzte der Yen seine Talfahrt im Vergleich zu den Haupt-Währungen fort. Den größten Rückgang verzeichnete er zum EUR, aber auch zum Dollar und GBP verhielt er sich rückläufig.

Letzte Woche gab es eine Anzahl wichtiger Wirtschaftsdaten aus Japan. Das japanische Bruttoinlandsprodukt fiel um 3,3%, das dritte aufeinander folgende Quartal mit negativem Wirtschaftswachstum. Dieses ist der wichtigste Maßstab für wirtschaftliche Aktivität, und solange er fortfährt mit negativen Zahlen aufzuwarten, solange wird der JPY vermutlich an Wert verlieren. Wie erwartet beließ die Bank of Japan ihren Leitzinssatz bei 0,1% - dem niedrigsten Wert für Leitzinsen in der westlichen Welt. Es scheint als würden die führenden Köpfe Japans alles nur denkbare unternehmen, um zu verhindern, dass der JPY an Stärke gewinnt. Händler sollten gegebenenfalls in Erwägung ziehen auf lange Sicht gesehen eine Short-Position beim JPY einzugehen.

Zwischenzeitlich wird für Dienstagnacht die japanische Handelsbilanz mit einem Wert von -49 Billionen erwartet. Die japanische Wirtschaft ist zu einem großen Teil von ihren Exporten abhängig, uns ein solches Ergebnis wäre wahrlich niederschmetternd. Sollte die Zahl tatsächlich so zutreffen, dürfte das für den Yen einen weiteren Abschwung bedeuten. Weitere wichtige Publikationen auf die Händler ihr Augenmerk legen sollten sind die für Dienstagnacht vorgesehenen Veröffentlichungen der japanischen Einzelhandelsumsätze und der Tokioter Kernrate des Verbraucherpreisindexes.

Rohöl - Aktienmärkte scheinen Rohölpreis zu diktieren

Rohöl wird weiter um die $40 pro Barrel gehandelt. Es scheint, als hätten Investoren ihre Anlagen in Rohöl in Wechselbeziehung mit den führenden weltweiten Aktienmärkten gestellt. Solange die führenden Wirtschaften besorgniserregende Nachrichten verbreiten, die den Aktienmärkten schaden, solange wird Rohöl auf seinem niedrigen Preis verweilen.

Hinzu kommt, dass Vorhersagen für den Rohölbedarf dieses Jahres aufgrund der sich verstärkenden weltweiten Rezession wieder und wieder nach unten revidiert werden und Gerüchte einer weiteren Produktionsdrosselung durch die OPEC wieder mal die Runde machen.

Diese Woche sollten Händler sehr genau auf die Daten führender Aktienmärkte achten, da sie in jüngster Zeit nachweislich den Rohölpreis diktiert haben.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar bewegt sich inmitten eines sehr starken Aufwärtstrends und hat soeben den Wert von 1,2900 erreicht. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen sich beim Wert von 1,2940 zu versuchen, scheint das Paar nun nach einem anderen psychologischen Grenzwert zu suchen. Sollte ein Durchbruch erfolgen, wird das Paar sehr wahrscheinlich eine weitere Aufwärtskorrektur erfahren.

GBP/USD

Das Paar legte seit dem Wochenende um fast 150 Pips zu und handelt derzeit um den Wert von 1,4600. Das zinsbullische Momentum entstand am unteren Ende der Bollinger Bands, was bedeutet, dass für diesen Trend noch weiterer Spielraum besteht. Zu kaufen scheint für heute eine gute Wahl zu sein.

USD/JPY

Das 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich das zinsbullische Momentum dieses Paares umgekehrt hat und nun ein rückläufiges geworden ist. Das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart verstärkt den Abwärtstrend dieser Paarung, welche einem Zielkurs von 92,49 entgegenstrebt.

USD/CHF

Seit diese Paarung mit über 1,1850 seinen Spitzenwert erreicht hat zeigt sie ausnahmslos rückläufiges Momentum. Da alle Oszillatoren auf dem Stunden-Chart rückläufige Signale verbreiten, dürfte ein Durchbrechen des 1,1400 Wertes wahrscheinlich eine weitere Abwärtsbewegung mit einem Zielkurs von 1,1300 bewirken.

Die Wild-Card

Gold

Gold befindet sich inmitten einer sehr starken Aufwärtsbewegung, da die Indikatoren auf dem Tages- und dem 4-Stunden-Chart aufwärts deuten. Der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart weist ebenfalls auf ein zinsbullisches Momentum hin. Zusätzlich bildet sich auf dem Tages-Chart ein sehr stark ausgeprägter zinsbullischer Channel, was die Annahme der Aufwärtstendenz unterstützt. Hier könnte sich Forex -Händlern eine hervorragende Gelegenheit bieten sich einem sehr viel versprechenden Aufwärtstrend anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:38 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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