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Friday, 28 Nov 2008
Hohe Marktvolatilität zu Beginn der Weihnachtssaison
Der Tag nach dem Feiertag Thanksgiving ist in den USA bekannt als der Black Friday und markiert gleichzeit den Beginn der Weihnachtseinkaufssaison. Dieser Tag gilt als der geschäftsträchtigste für den Einzelhandel. Viele Arbeitnehmer nehmen frei, um ihre Feiertagsvorkehrungen zu treffen. Als Ergebnis dessen könnten sich heute hohe Kursschwankungen und ein erhöhtes Handelsvolumen ergeben. Kurzfristig gesehen, stellt sich eventuell weltweit ein Aufschwung für die Wirtschaft ein, da die Verbraucher ihr Geld vermehrt ausgeben.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2989 | 1.5471 | 95.76 | 1.2030 | 0.6617 | 0.8430 |
| 1.2952 | 1.5455 | 95.60 | 1.2015 | 0.6609 | 0.8410 | |
| 1.2937 | 1.5443 | 95.48 | 1.1999 | 0.6594 | 0.8397 | |
| Support | 1.2905 | 1.5414 | 95.08 | 1.1972 | 0.6565 | 0.8365 |
| 1.2882 | 1.5385 | 94.80 | 1.1950 | 0.6540 | 0.8340 | |
| 1.2860 | 1.5360 | 94.69 | 1.1938 | 0.6522 | 0.8323 |
Wirtschafts News
USD - Black Friday könnte USD-Volatilität steigern
Während des gestrigen US-Feiertages Thanksgiving konnte nur wenig Bewegung des USD gegenüber dem EUR und JPY beobachtet werden. Die Marktvolatilität war auf ein Minimum begrenzt. Während des frühen Morgenhandels rutschte der Dollar zum JPY auf 94,95 ab, während er zum EUR bis auf 1,2966 kletterte. Das Anlegervertrauen ist nach wie vor, angesichts der sich verschlechternden konjunkturellen Begebenheiten, erschüttert. Bis Handelsschluss konnte die US-amerikanische Währung jedoch gegenüber den Hauptwährungen wieder Boden gutmachen.
Jüngst hat es den Anschein, als dass der USD, trotz schlechter Wirtschaftsdaten, der Nutznießer der Risikoaversion ist. Der Dollar bleibt auch während der Finanzkrise eine sichere Anlage. Mittlerweile gibt jedoch das Ausmaß an Finanzspritzen, mit deren Hilfe die US-Regierung ihrer Rezession entegegenwirken will, Anlass zur Sorge um die US-amerikanische Währung. Anleger orientieren sich vermehrt in Richtung japanischer Yen, der derzeit als zusätzliche "Sicherheit" betrachtet wird.
Heute, am Balck Friday, dem Beginn der Weihnachtssaison für den Einzelhandel, werden nur wenige Indikatoren aus der US-Wirtschaft veröffentlicht. Wichtiges Ereignis ist allerdings das Treffen zwischen dem designierten US- Präsident Barack Obama und dem früheren Notenbankchef Paul Volcker, die gemeinsam ein neues Team an Wirtschaftsberatern aufstellen wollen, um der bedrohlichen Lage der US-Wirtschaft Einhalt zu gebieten.
Anleger sollten dieses Treffen aufmerksam verfolgen. Darüber hinaus sind auch die neuesten Entwicklungen aus der Eurozone und Asien nicht aus den Augen zu verlieren. Jegliche Daten aus diesen Regionen bestimmen heute die Tendenzen des USD. Insgesamt können sich USD-Anleger auf hohe Kurssschwankungen gefasst machen.
EUR - Verbraucherstimmung für die Euro-Zone auf tiefstem Stand seit 1993
Der EUR konnte seinen Wert seit Bekanntgabe des 200 Milliarden schweren Konjunkturprogramms der Europäischen Komission zur Ankurbelung der Wirtschaft kaum steigern. Anfänglich machte der EUR Boden gegenüber dem US-Dollar gut, nachdem sich ein Anstieg an den europäischen Aktienmärkten ergab. Enttäuschende Wirtschaftsdaten leiteten jedoch sogleich eine Trendwende für die 15-Nationen-Währung ein.
Der Gesamtindex zur Wirtschafts- und Verbraucherstimmung für die Eurozone notierte im November bei 74,9. Die Prognose lag bei 78,0. Dieser neue Tiefstand seit August 1993 spiegelt den Pessimismus im Sektor Industrie und Dienstleistung wider, während sich die Konjunkturschwäche in Europa unvermindert fortsetzt.
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im November saisonbereinigt um 10.000 auf 2,98 Millionen zurückgegangen. Dies ist die niedrigste Angabe seit dem Jahr 1992. Die Bundesanstalt für Arbeit wanrte jedoch davor, dass auch der Arbeitsmarkt bereits in naher Zukunft die Auswirkungen der Rezession zu spüren bekommen wird.
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Jean-Claude Trichet lehnte es gestern ab, sich zum Thema Leitzinssenkung zu äußern, nachdem er am Mittwoch bekannt gegeben hatte, dass die EZB eine Reduzierung der Zinssätze in Betracht zieht, sollte sich der konjunkturelle Druck verstärken. Viele Experten erwarten eine Zinssenkung von 50 Basispunkten auf 2,75% am 4. Dezember. Einige rechnen sogar mit einer deutlicheren Maßnahmen.
Die heute veröffentlichten Wirtschaftsnachrichten aus der Eurozone werden nur wenig Einfluss auf die Märkte nehmen. Auch wenn die Indikatoren in den vergangenen Wochen etwas an Bedeutung verloren haben, tragen sie dennoch ihren Beitrag zur Bestimmung des Verbrauchervertrauens bei. Insbesondere könnten sich enttäuschende Zahlen negativ auswirken.
JPY - Japans Rezession schlimmer als erwartet?
Auch für den JPY ergaben sich gestern nur leichte Kursbewegungen. Aus den USA wurden, aufgrund des Feiertages Thanksgiving, keine Wirtschaftsindikatoren ausgegeben und auch die Eurozone veröffentlichte nur wenige Daten. Dementsprechend blieb es an den Märkten ruhig und der JPY wurde nach wie vor bei 95,00 zum USD und 123,00 zum EUR gehandelt.
Jüngste Zahlen aus Japan deuten darauf hin, dass die zweitgrößte Wirtschaftsnation sich mittlerweile immer deutlicher in Richtung Rezession bewegt. Berichten zufolge verschlechtern sich die Produktionszahlen in einem schnelleren Tempo als von Experten erwartet. Die japanischen Verbraucher halten sich in ihren Ausgaben stark zurück. Die Marktteilnehmer gehen bereits davon aus, dass die Rezession in Japan stärker ausfallen und länger anhalten könnte als bisher angenommen.
Rohöl - Auch im Dezember Ölpreis weiterhin auf dem Abwärtstrend
Das Barrel Rohöl wurde gestern um die $53,00 gehandelt. Am Donnerstag standen unter anderem die Öllagerdaten für die vergangene Woche im Fokus. Die Lagerbestände für Rohöl stiegen unerwartet deutlich und verstärkten die Sorge um einen anhaltend nachlassenden Verbrauch. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass sich die Ölpreise nach dem für morgen anberaumten Treffen der OPEC etwas erholen. Die Organisation Erdöl exportierender Länder, OPEC, wird entscheiden, ob weitere Einschränkungen der Fördermengen durchgeführt werden.
Einige Mitgliedsstaaten, wie z. B. Venezuela, sprechen sich für eine zusätzliche Drosselung von 1 Million Barrel täglich aus. Mit dieser Maßnahmen soll der Ölpreis wieder normalisiert werden. Russland, größte Öl produzierende Nation, die nicht der OPEC angehört, produziert ca. 11% der weltweiten Fördermenge und will künftig auch ihre Zusammenarbeit mit der Opec ausbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei dem Ölkartell bereits übermittelt worden, sagte Russlands Vizepremierminister.
Analysten gehen davon aus, dass der Ölpreis, in Anbetracht der geplanten Förderdrosselung, auch im Monat Dezember nicht von seinem Abwärtstrend abzubringen sein wird.
Technische News
EUR/USD
Etliche Versuche das Widerstandslevel von 1.3000 zu durchbrechen sind fehlgeschlagen. Das Paar konsolidiert sich mittlerweile um 1,2650. Die Stunden-Chart gibt derweilen gemischte Signale aus, während der Slow Stochastic auf Tages-Chart deutet auf einen bevorstehenden Abwärtstrend hin. Wir empfehlen: Warten Sie heute deutlichere Signale ab.
GBP/USD
Der zinsbullische Trend, der bislang auf der 4-Stunden-Chart zu beobachten war, scheint beendet. Ein wichtiger Durchbruch der 1,5600-Widerstandsmarke konnte nicht erreicht werden. Auf der Tages-Chart ist eine Konsolidierung um die1,5430-Marke zu erkennen - jedoch ohne deutliche Ausrichtung. Die Stunden-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Anleger sollten auch hier auf deutlichere Anzeichen warten, bevor sie diesem Markt beitreten.
USD/JPY
Auf der Tages-Chart konsolidiert sich dieses Paar um die 95,00-Marke. Auch hier ist eine deutliche Tendenz nicht zu erkennen. Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus und auf der Tages-Chart schwankt das Paar überwiegend im neutralen Bereich. Anleger sollten weitere Entwicklungen vorerst beobachten, bevor sie eine Entscheidung treffen.
USD/CHF
Nachdem eine gemäßigte Abwärtskorrigierung stattgefunden hat, setzt sich die Bildung einer deutlich zinsbullischen Handelsspanne auf der 4-Stunden-Chart ohne Unterbrechung fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt eine Double-Top-Formation mit positiver Neigung und bestätigt ein Fortbestehen des Aufwärtstrends. Kaufen könnte hierbei eine gute Entscheidung für heute sein.
Die Wild-Card
Gold
Auf der Tages-Chart zeichnet sich ein bevorstehender Abwärtstrend ab. Der Slow Stochastic hat aktuell die 80-Marke durchbrochen. Auch die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart verengen sich, was darauf hindeutet, dass eine starke Preisbewegung bevorsteht. Forex -Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und anschließend dem Markt bei eindeutigeren Signalen beitreten.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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