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Montag, 14 Jul 2008

Hohe Volatilität für den USD in dieser Woche

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownnoupupdown
Wochentendenzupdownnodowndownup
Widerstandskraft1.60051.9960107.401.02800.97800.8100
1.59751.9930107.101.02500.97500.8070
1.59451.9900106.801.02200.97200.8040
Support1.58651.9820106.101.01400.96500.7060
1.58351.9790105.801.01100.96200.7030
1.58051.9760105.501.00800.95900.7000

Wirtschafts News

USD -

Während der vergangenen Woche durchlief der Kurs des Dollars einen recht volatilen Handel und endete mit scharf fallender Tendenz.


Die letzte Woche begann für den USD unter widrigen Umständen, da der Pending Home Sales Index (ausstehende Hausverkäufe) im Mai um 4,7% fiel. In der Folge trugen eine Reihe positiver Wirtschaftsdaten jedoch zur Volatilität des Dollar bei. Die US Arbeitslosenansprüche fielen von 404.000 auf 346.000. Die US Handelsbilanz verzeichnete einen 1,2%igen Abfall von -60,5 Mrd. auf -59,8 Mrd. Das vorläufige Verbraucher Sentiment der Universität von Michigan stieg im Juni ein wenig an, und zwar von 56,4 auf 56,6 Anfang Juli, und beendete damit einen 5-monatigen stetigen Abfall. Am Freitag jedoch führten die schlechten Nachrichten bezüglich der Stabilität der zwei US-Hypotheken-Riesen Freddie Mac und Fannie Mae zu scharf fallender Tendenz für den US-Dollar. Zu diesen Sorgen kam auch noch die Weigerung der US-Notenbank bis dato den Leitzins zu erhöhen, was die fallende Kurstendenz zusätzlich unterstützte.


Diese Woche wird uns wieder viele finanzielle Indikatoren bringen, über die Forex-Händler auf gar keinen Fall hinwegsehen sollten. Am Dienstag werden der Absatz des US-Einzelhandels, Kern-Einzelhandelsverkäufe und der Erzeugerpreisindex veröffentlicht, und von allen wird erwartet, dass sich beunruhigende Daten für die US-Wirtschaft zeigen werden. Am Mittwoch ist ein weiteres Datenbündel fällig. Vom US-Verbraucherindex wird erwartet, dass er auf dem gegenwärtigen Stand bleiben wird, wohingegen der Bericht des TIC Net Long-Term Transactions Index wahrscheinlich einen steilen Abrutsch hinnehmen muss. Diese Woche haben Händler die ausgezeichnete Gelegenheit, erhebliche Gewinne verzeichnen zu können, da es so aussieht, als würde es zu einer außerordentlich interessanten Woche für den US-Dollar kommen.

EUR -

Während der vergangenen Woche verzeichnete der Kurs des EUR steigende Tendenz gegenüber den meisten seinen Haupt-Währungsrivalen, mit Kursanstiegen im Vergleich zum USD, dem JPY und dem GBP.


Diese Zunahmen des EUR geschahen obwohl letzte Woche so gut wie keine, den Markt bewegenden Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone veröffentlicht wurden. Die einzigen wichtigen finanziellen Indikatoren waren die Zahlen für französische Industrieproduktionen, die im Mai gegenüber April um 2,6% fielen, sowie ein Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) am Dienstag. In dem Bericht steht, dass die Währung der Euro-Zone großer Nachfrage von Öl produzierenden Ländern unterliegt, was zu einem weiteren Anstieg der Inflation führt. Demzufolge hält der EZB-Rat mittelfristig Preisstabilität für seine vorrangige Zielstellung. Laut EZB ist das gegenwärtige Level des europäischen Leitzinses von 4,25% durchaus dazu geeignet, dieses mittelfristig gesetzte Ziel der Preisstabilität zu erreichen.


Für diese Woche sehen wir am Dienstag den Veröffentlichungen der europäischen und der deutschen ZEW Konjunkturerwartungen entgegen. Für beide werden die Zahlen wohl negativ ausfallen. Für Mittwoch wird vorausgesagt, dass der Verbraucherpreis-Index unverändert bleibt, während für Freitag der deutsche Herstellerpreis-Index mit einem leichten Abfall von 1,0% auf 0,7% vorausgesagt wird.
Falls sich die Erwartungen der Analysten aus den Daten für diese Woche bestätigen, müsste der Kurs des EUR, insbesondere gegenüber dem USD, abfallen. Dieses eröffnet Händlern bei zeitgerechtem Markteinstieg die großartige Gelegenheit davon zu profitieren.

JPY -

Während der vergangenen Woche durchlief der Kurs des JPY einen recht volatilen Handel mit dem USD und dem GBP. Im Vergleich zum EUR nahm die japanischen Währung ebenfalls ab.


Der Kurs des JPY wurde hauptsächlich durch seine Währungspartner beeinflusst, da nur wenige finanzielle Indikatoren, den japanischen Markt betreffend, in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden. Zu Beginn letzter Woche sagte der Präsident der Bank of Japan (BoJ), Shirakawa, in einer Rede, dass das japanische Wirtschaftswachstum sich als Auswirkung auf die hohen Energie- und Rohstoffpreise abschwächt, und dass dieser Trend sich bereits vor einiger Zeit abgezeichnet hatte. Später in der Woche half ein extrem positives Ergebnis der Core Machinery Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen) dem JPY wieder ein wenig auf die Beine. Der Index stieg im Mai um 10,4%, weit über den erwarteten 1,1%. Wäre jedoch der US-Dollar am Freitag nicht so heftig gefallen, hätte der JPY die letzte Woche mit überwiegend fallender Tendenz geschlossen.


Vorausschauend auf diese Woche wird der japanische Zinssatz von der Overnight Call Rate bestimmt werden. Die Overnight Call Rate hat in Japan den Stellenwert, den in Europa der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank einnimmt. Der Bekanntgabe folgt der Monatsbericht der BoJ. Japans Leitzinssatz wird voraussichtlich bei 0,5% bleiben, eine Änderung hier dürfte zu großem Aufruhr auf dem Markt führen. Für später in der Woche wird der Tertiary Industry Activity Index mit 0,0% Zuwachs erwartet, nachdem er im vergangenen Monat ein positives Ergebnis zeigte. Am Donnerstagabend findet die währungspolitische Konferenz der BoJ statt, deren Ergebnis ebenfalls zur Volatilität des JPY beitragen dürfte. Da eine weitere Verschlechterung des JPY vorausgesagt wird, sollten Händler den wirtschaftlichen Kalender aufmerksam verfolgen und analysieren, bevor sie in den Markt einsteigen.

Rohöl -

Die Aktienmärkte könnten einen starken Rückgang der Rohölpreise erleben, falls dieser Rohstoff die psychologische Marke von $150 pro Barrel auf der New Yorker Handelsbörse berühren sollte. Letzten Freitag hatte das Rohöl eine Rekordhöhe von $147,9 pro Barrel erreicht. Seit dem 9. Juli schnellten die Preise um über $10 pro Barrel empor.
Der Iran hatte damit gedroht, Öllieferungen über die Straße von Hormus, eine Meerenge, durch die 40% der weltweiten Ölproduktion transportiert wird, zu untersagen, falls Israel einen Angriff auf das vermutete Atomwaffenprogramm des Irans ausüben sollte.
Derweil plant eine brasilianische Ölarbeitergewerkschaft, fünf Tage in Streik zu treten.
Die Ölpreise stiegen auch infolge eines geschwächten Dollars, der den Anreiz auf Rohstoffe als Sicherungsgeschäft zur rückläufigen US-Währung erhöhte. Der Dollar fiel gegenüber dem Euro auf ein Rekordtief, nachdem sich die Sorge einstellte, dass die US-Regierung die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac eventuell übernehmen müsse.

Technische News

EUR/USD

Das starke zinsbullische Momentum flaut langsam ab und dieses Paar konsolidiert sich bei 1.5900. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt ein bestehendes Kreuz mit Tendenz fallend, was darauf hindeutet, dass eine sich korrigierende Bewegung bevorsteht. Eine gute Entscheidung für heute könnte lauten: Mit eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD

Auf der Stunden-Chart stabilisiert sich dieses Paar um 1.9800. Der RSI schwankt dabei um die 50er Marke, ohne Anzeichen auf einen Durchbruch. Auf der Tages-Chart wird das Paar weiterhin innerhalb einer ziemlich breiten Spanne gehandelt. Dennoch verdichten sich die Bollinger Bands und weisen auf einen möglichen bevorstehenden Durchbruch außerhalb des Bereiches hin. Mittlerweile ist es wahrscheinlich empfehlenswert, sich von diesem Handelspaar fern zu halten bis sich ein starkes und deutliches Signal abzeichnet.

USD/JPY

Für dieses Paar ist auf der Stunden-Chart, nach einem heftigen Sturz bis auf die 105.63-Marke, ein einzeln auftretendes zinsbullisches Momentum zu erkennen. Die Tages-Chart ist nach wie vor rückläufig. Laut dieser Anzeichen, wäre es ratsam, bei Höchstständen zu verkaufen, wenn die sich mäßig korrigierende Bewegung beendet ist.

USD/CHF

Der moderate Preisabfall innerhalb der rückläufigen Handelsspanne dieses Paares setzt sich fort und konnte immer noch nicht durchbrochen werden. Die Tages-Chart zeigt eine stark abfallendes Kreuz und auch die 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend mit einem Slow Stochastic, der ebenso auf die Weiterführung dieser Abwärtsbewegung hindeutet. Die nächste Messstelle könnte um 1.0135 entstehen. Die bevorzugte Strategie könnte hier Verkaufen lauten.

Die Wild-Card

Silver

Der heftige zinsbullische Trend hält weiter an: Alle technischen Indikatoren der Tages- sowie 4-Stunden-Charts verdeutlichen, dass die Bewegungsrichtung aufwärtsgerichtet und das Momentum hoch ist. Hier bietet sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit, sich an einem zusätzlichen Momentum, das diesem Rohstoff noch immer vorbehalten ist, zu erfreuen.

Aktuelle Zeit: 01/08 13:03 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0812:00GBP+Official Bank Rate2.00%1.50%1.50% 5
13:30USD+Unemployment Claims 492K545K-5
15:00CAD+Ivey PMI40.237.5-4
15:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3

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USAUSAUSD0.25%
JapanJapanJPY0.10%
EuropeEuropeEUR2.50%
SwitzerlandSwitzerlandCHF0.50%
GBGreat BritainGBP1.50%
CanadaCanadaCAD1.50%
AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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