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Monday, 2 Nov 2009

In dieser Woche steht die Bekanntgabe neuer Leitzinssätze für die USA, UK und die Eurozone an

Nachdem sich der Dollar in der zurückliegenden Woche erholte dürfte uns diese Woche große Volatilität bevorstehen. In den USA, der Eurozone und Großbritannien wird die Bekanntgabe der neuen Leitzinssätze erwartet. Außerdem wird am Freitag der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung im Oktober veröffentlicht. Alles in allem dürften wir mit heftigen Fluktuationen rechnen, die jede Menge Gelegenheit zur Gewinnmitnahme bieten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenzupupnodowndowndown
Resistance1.49251.660590.851.03000.91500.9070
1.48601.656590.601.02800.91350.9025
1.48201.650090.401.02500.90930.8993
Support1.47151.640089.651.02000.90100.8935
1.46751.635089.401.01600.89430.8910
1.46451.631088.901.01350.88650.8845

Wirtschafts News

USD - Eine Woche wichtiger Wirtschaftsdaten steht bevor

In der zurückliegenden Woche gelang es dem Dollar sich im Vergleich zu den meisten anderen Haupt-Währungen zu erholen. Der Dollar stieg um 300 Pips zum Euro, und die EUR/USD-Paarung handelt um den Wert von 1,47. Verglichen zum japanischen Yen schwächelt der Dollar jedoch weiterhin.

Die Erholung des Dollar dürfte hauptsächlich psychologische Gründe haben, da die veröffentlichten Daten der vergangenen Woche einen Anstieg eigentlich nicht rechtfertigten. Es scheint, als hätte der Markt auf die Tatsache, dass die EUR/USD-Paarung fast den 1,50 Wert erreichte, einem äußerst schwachen Kurs für den Dollar, mit einem zinsbullischem Trend korrigierend eingegriffen.
Die Daten der letzten Woche zeigen hauptsächlich, dass sich die US-Wirtschaft nach wie vor auf dem Wege der Erholung befindet. Der Immobiliensektor, die Hauptursache für die Rezession, ist noch weit davon entfernt die Werte zu erreichen, die vor dem Beginn der Krise zugrunde lagen. Die Arbeitsmarktsituation verschlechtert sich auch weiterhin, und jede Woche kommen neue Arbeitslose hinzu.

Nichtsdestotrotz birgt die bevorstehende Woche das Potential Chaos auf den Märkten zu verursachen, da für die US-Wirtschaft eine ganze Anzahl äußerst wichtiger Wirtschaftspublikationen erwartet werden. Die Hauptdaten auf die Händler ihr Augenmerk legen sollten sind der neue Leitzinssatz der US-Notenbank und der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung. Analysten erwarten, dass die US-Notenbank den Zinssatz bei dem Tiefstand von 0,25% belassen wird. Sollte sich die Notenbank jedoch überraschenderweise doch zu einer Anhebung entschließen, wird das den Kurs des Dollar ankurbeln. Der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung misst die Veränderung in der Anzahl der im Oktober beschäftigten, mit Ausnahme des Landwirtschaftssektors. Experten sagen voraus, dass sich die Zahl der neu hinzugekommenen Arbeitslosen im Oktober auf nur 173.000 beläuft, was den niedrigsten Wert seit 14 Monaten darstellt. Auch das trägt das Potential einer Ankurbelung des Dollar in sich.

EUR - Bekanntgabe des neuen europäischen Leitzinssatzes für diese Woche erwartet

Während des letztwöchigen Handels fiel der Euro im Vergleich zu allen Haupt-Währungen. Zum Dollar verlor der Euro 300 Pips, zum britischen Pfund Sterling ebenfalls 300 Pips und über 6000 Pips zum Yen.

Zwei Hauptgründe führten in der vergangenen Woche zum Rückgang des Euro. Zum einen konnten die Wirtschaftsdaten für die Eurozone nicht die Erwartungen der Analysten erfüllen. Der deutsche Konsumklima-Index, ein führender Indikator für Verbraucher-Ausgaben, verfehlte mit 4,0 die Erwartungen von 4,5 und verzeichnete zum ersten Mal seit 14 Monaten einen Rückgang. Die deutschen Einzelhandelsumsätze fielen im September um 0,5%, was zeigt, dass die deutsche Wirtschaft immer noch nicht voll gesundet ist. Wenn man bedenkt, dass die deutsche Wirtschaft die stärkste und wichtigste der Eurozone ist, ist es nicht verwunderlich, dass sich diese negativen Daten schwächend auf den Euro auswirkten. Der zweite Grund für den Abwärtstrend des Euro scheint in der Erholung des Dollar zu liegen. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass der Dollar sich weiterhin stärken und der Euro sich entsprechend schwächen wird.

In der vor uns liegenden Woche dürfte die wichtigste Wirtschaftsnachricht am Donnerstag die Bekanntgabe des europäischen Leitzinssatzes sein. Dieser steht derzeit bei 1,00%, und Experten erwarten, dass sich daran nichts ändert. Sollte uns die Europäische Zentralbank jedoch überraschen und den Zinssatz anheben, dürfte das den rückläufigen Trend des Euro umkehren und den Kurs des Euro wieder anheben. Händler sollten auch die Bekanntgabe des neuen britischen Leitzinssatzes, die ebenfalls am Donnerstag stattfindet, beachten.

JPY - Yen zeigt Stärke im Vergleich zu den Haupt-Währungen

Während der vergangenen Woche verzeichnete der Yen eine außergewöhnliche Aufwärtsphase. Der Yen stieg um über 600 Pips im Vergleich zum Euro und über 500 Pips zum britischen Pfund Sterling. Sogar zum sich erholenden Dollar verzeichnete den Yen einen ansteigenden Trend, und die Die USD/JPY-Paarung fiel auf den Wert von 89,20.

Die zinsbullische Korrektur des Yen scheint die direkte Folge auf die positiven Daten aus der japanischen Wirtschaft zu sein. Die japanische Arbeitslosenquote fiel mit 5,3% auf den niedrigsten Stand seit 4 Monaten. Die japanische Industrieproduktion stieg im September um 1,4% und übertraf dabei die Erwartungen, die bei 1,1% lagen. Das bedeutet, dass der Inflationsbereinigte Wert der Produktionsleistung im September um 1,4% höher lag als im August. Der Yen legte an Stärke zu, obwohl die Bank of Japan (BOJ) den japanischen Leitzinssatz bei 0,1% beließ, dem niedrigsten Wert in der industrialisierten Welt.

In der kommenden Woche werden eine ganze Anzahl interessanter Publikationen aus der japanischen Wirtschaft erwartet. Händler sollten ihr Hauptaugenmerk auf zwei Hauptereignisse legen: der Ansprache des BOJ-Präsidenten Shirawaka am Mittwoch und "Minutes" des Monetary Policy Meeting. Bei diesen Ereignissen wird die BOJ voraussichtlich ihre Pläne für die japanische Wirtschaft darlegen, was sehr wahrscheinlich den Kurs des Yen beeinflussen wird.

Rohöl - Bedenken hinsichtlich langsamerer wirtschaftlicher Erholung lassen Rohölpreis sinken

Rohöl erlebte vergangene Woche einen äußerst volatilen Handel. Der Rohölpreis bewegte sich zwischen $77 und $82 pro Barrel mit heftigen Höhen und Tiefen. Schlussendlich verlor Rohöl einen kleinen Teil seines Werts und handelt derzeit bei $77 pro Barrel.

Der Rohölpreis fiel aufgrund von Bedenken, dass die wirtschaftliche Gesundung länger dauern werde als erwartet und demzufolge die Energienachfrage leiden könnte. Die negativen Publikationen der vergangenen Woche, insbesondere die über die amerikanische und deutsche Wirtschaft, haben der Zuversicht für eine zügige weltweite wirtschaftliche Erholung einen Dämpfer verpasst. Zudem hat der stärker werdende Dollar zum Abwärtstrend bei Rohölpreis beigetragen. Rohöl, so wie andere Rohstoffe wie beispielsweise Gold, wird in Dollar gehandelt. Steigt der Kurs des Dollar neigt der Rohölpreis zum Rückgang und umgekehrt.

In der vor uns liegenden Woche dürften die Wirtschaftsdaten aus den USA und der Eurozone den Rohölpreis wahrscheinlich am meisten beeinflussen. Den wichtigsten Veröffentlichungen denen Händler ihre Aufmerksamkeit schenken sollten sind die Bekanntgaben der Leitzinssätze in den USA, der Eurozone und Großbritannien und natürlich der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung. Eine unerwartete Wendung in einer dieser Publikationen könnte einen sofortigen Einfluss auf den Rohölpreis haben.

Technische News

EUR/USD

Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart scheint sich ein zinsbullisches Cross zu bilden, was darauf hindeutet, dass in naher Zukunft eine Aufwärtskorrektur zu erwarten ist. Jedoch bewegen sich fast alle anderen Oszillatoren im neutralen Bereich, womit diese Paarung weniger volatil sein dürfte als erartet. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen dürfte sich heute als richtige Strategie erweisen.

GBP/USD

Nachdem sie bei 1,66 ihren Höchstwert erreicht hat, scheint es als hätte die Paarung hier das Ende ihrer zinsbullischer Korrektur erreicht. Jetzt zeigt ein rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart dass sich der allgemeine Abwärtstrend fortsetzen könnte. Zu verkaufen scheint für heute die richtige Wahl zu sein.

USD/JPY

Das typische Range-Trading auf dem 4-Stunden-Chart setzt sich fort. Sowohl RSI als auch Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart bewegen sich im neutralen Bereich. Dem gegenüber zeigt das Tages-Chart ein moderates rückläufiges Momentum mit abnehmender Stärke. Forex-Händler sollten hier klarere Signale abwarten bevor sie in den Handel bei dieser Paarung einsteigen.

USD/CHF

Die ausgeprägte rückläufige Formation auf dem Stunden-Chart setzt sich fort, da die Paarung sich derzeit im unteren Grenzbereich bewegt. Zusätzlich weisen alle Oszillatoren auf dem Tages-Chart abwärts, was darauf hindeutet, dass sich die Abwärtsbewegung fortsetzen dürfte. Zu verkaufen dürfte sich heute als die richtige Strategie erweisen.

Die Wild-Card

GBP/AUD

Auf dem 4-Stunden-Chart zeigt sich nach wie vor eine rückläufige Konfiguration, was darauf schließen lässt, dass das Momentum immer noch abwärts zeigt. Der RSI bewegt sich um den Wert von 50, was die Annahme zulässt, dass noch entsprechender Spielraum besteht. Im kürzeren Zeitfenster zeigt sich beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart eine kleine zinsbullische Korrektur, bevor die rückläufige Bewegung wieder einsetzt. Forex -Händler können ihre Gewinne maximieren indem sie bei Höchstständen verkaufen und sich den derzeitigen rückläufigen Trend zunutze machen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:44 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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