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Thursday, 7 Jul 2011
Inflationäre Bedenken beeinflussen die Risikobereitschaft
In Erwartung einer Leitzinsentscheidung am heutigen Tag scheinen viele Investoren es Leid zu sein Risiken einzugehen. Sollte die EZB, wie erwartet, den Leitzinssatz heute anheben, besteht die Möglichkeit, dass der EUR einen kräftigen Abschwung verzeichnen wird, während Investoren die Daten mit Chinas Anpassung vergleichen, was darauf hinausläuft, dass das Thema Inflation mehr und mehr zu Besorgnis führt und die Risikofrage in den Hintergrund tritt.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4700 | 1.6440 | 83.00 | 0.8950 | 1.1010 | 0.9150 |
| 1.4540 | 1.6270 | 82.25 | 0.8745 | 1.0890 | 0.9075 | |
| 1.4440 | 1.6110 | 81.25 | 0.8525 | 1.0770 | 0.8950 | |
| Support | 1.4300 | 1.5930 | 80.35 | 0.8380 | 1.0660 | 0.8830 |
| 1.4140 | 1.5750 | 79.50 | 0.8275 | 1.0570 | 0.8720 | |
| 1.3970 | 1.5650 | 76.11 | 1.0380 | 0.8630 |
Wirtschafts News
USD - USD steigt weiter an während Chinas Leitzinsanhebung die Risikobereitschaft beeinflussen
Die Nachricht über Chinas Leitzinsanhebung versetzte etliche Händler in eine gegen Risiko gewandte Stimmung, was den Kurs des USD steigen ließ, wohingegen riskantere Währungen wie der EUR am gestrigen Nachmittag und Abend Kurseinbrüche verzeichneten. Bedenken hinsichtlich des weltweiten Wirtschaftswachstums treten immer mehr in den Vordergrund, wobei die dritte chinesische Leitzinsanhebung in diesem Jahr von vielen als ein Zeichen dafür gewertet wird, dass Inflation unter Kontrolle zu bekommen bei den Chinesen ganz oben auf der Tagesordnung steht.
Der US Dollar verzeichnete gestern einen Anstieg, als Händler nach Chinas kämpferischer geldmarktpolitischer Angleichung anfingen nach Zuflucht zu suchen. Die EUR/USD-Paarung bewegte sich gestern in Richtung 1,4270, wohingegen die GBP/USD-Paarung knapp unter den Wert von 1,60 sank. Der gestrige Rückgang bei einem Indikator für den US Fertigungssektor trug ebenfalls zur risikoscheuen Einschätzung der meisten Investoren bei. Sollte sich dieser enttäuschende Trend am Freitag mit den Daten des Arbeitsmarktberichts (NFP) fortsetzen, könnte es gut sein, dass der Dollar weitere Kursgewinne zu seinen Währungsrivalen verzeichnen wird, auch da Händler das Risiko scheuen.
Vor der Veröffentlichung der allzeit dringlichen Arbeitsmarktdaten (NFP) am Freitag werden heute schon eine Reihe wichtiger Wirtschaftspublikationen für gesteigerte Markt-Volatilität sorgen. Am wichtigsten dürfte dabei der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung auf dem privaten Sektor sein. Falls die heutigen Daten enttäuschende Aussichten eröffnen werden, besteht die Möglichkeit, dass noch mehr Investitionen in die Sicherheit des Dollar erfolgen werden, was den Kurs des Dollar steigen lassen wird.
EUR - Wird die EZB heute den Leitzinssatz anheben?
Die jüngste Herabsetzung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Rating-Agentur Moody's Investor Services sowie das allgemeine Unbehagen nach der Leitzinsanhebung in China, die weiteres Wirtschaftswachstum unterdrücken könnte, sorgten dafür, dass der Euro (EUR) in den vergangenen Tagen rückläufig handelte. Die inflationären Bedenken nehmen immer mehr zu, was auch in Chinas geldmarktpolitischen Angleichungen zum Ausdruck kommt, und der Druck könnte ausreichend genug sein, um eine Leitzinsanhebung durch die Europäische Zentralbank (EZB) später am heutigen Tag zu rechtfertigen.
Als der EZB-Rat das letzte Mal zusammentraf um den Leitzinssatz zu diskutieren wurde ein leicht kämpferisches Statement veröffentlicht, was Händler als einen Hinweis darauf deuteten, dass der Leitzinssatz nach der nächsten Ratssitzung angehoben werde. Folglich erwarten viele heute eine Anhebung um 50 Basispunkte. Sollte die EZB den Leitzinssatz heute tatsächlich anheben, besteht die Möglichkeit, dass der EUR einen kräftigen Abschwung verzeichnen wird, während Investoren die Daten mit Chinas Anpassung vergleichen, was darauf hinausläuft, dass das Thema Inflation mehr und mehr zu Besorgnis führt und die Risikofrage in den Hintergrund tritt.
Die Bekanntgabe des Leitzinssatzes für die Eurozone erfolgt 45 Minuten nach einer ähnlichen Bekanntgabe der Bank of England (BOE) über ihre Geldmarktpolitik. Es wird allerdings nicht erwartet, dass England seinen Leitzinssatz vor Anfang 2012 anheben werde, jedoch könnten Hinweise auf Angleichungen bei den Asset Purchase Facility zu Verlagerungen bei großen Investment Portfolios führen. Das heutige Marktgeschehen dürfte recht volatil ausfallen, und Händler sollten bei ihren Investment-Aktivitäten auf der Hut sein.
AUD - Bekanntgabe der australischen Beschäftigungssektor-Daten stehen bevor
Der australische Dollar (AUD) handelte gestern stark rückläufig zu den meisten anderen Währungen, nachdem die chinesische Leitzinsanhebung viele Händler dazu veranlasste sich wieder weniger riskanten Anlagen zuzuwenden.
Die gestrigen Nachrichten, die schwachen Grundlagendaten vom Montag und die negativen Berichte vom Dienstag schwächten den Kurs des AUD. Von der Bekanntgabe der australischen Beschäftigungssektor-Daten erwarten viele, dass sich Australien nunmehr mit seinen Wirtschaftswachstumsaussichten auseinander setzen wird. Die nachlassenden Rohstoffpreise drücken auf das Wirtschaftswachstum und der kometenhafte Anstieg des AUD wirkte sich auf die australischen Exporte aus. Der Abschwung sieht auf den ersten Blick trübe aus, doch die galoppierende Inflation die durch den Anstieg des AUD ausgelöst wurde, dürfte letztlich auf die Wachstumsprognosen für die australische Wirtschaft einwirken. Die rückläufige Bewegung könnte sich als positiv für die australische Konjunktur erweisen, während das Land mit dem Unbill eines ungewöhnlich extremen Winters kämpft.
Rohöl - Nach einer technischen Verlagerung erholt sich der Rohölpreis
Der Rohölpreis fand am Mittwoch Unterstützung nahe dem Wert von $ 94 pro Barrel, während sich die Stimmung zugunsten eines schwachen globalen Industriewachstums und eines möglichen Aufschwungs bei der Nachfrage nach dem schwarzen Gold neigt. Die gestrigen Wirtschaftsdaten aus USA und China ließen viele Investoren wieder Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da die meisten Berichte überraschenderweise auf ein Nachlassen beim Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und den Verbraucherausgaben hinwiesen. Außerdem waren die Werte für das Verbrauchervertrauen in den wichtigsten westlichen Volkswirtschaften in den vergangenen Tagen alles andere als ermutigend.
Während Investoren nach Sicherheit strebten stieg der Preis für Rohöl, der die ganze Woche über rückläufig war, auf ein Wochen-Hoch von $ 96,15 pro Barrel. Ein plötzlicher Anstieg beim Dollarkurs aufgrund der Risikovermeidenden Stimmungslage in dieser Woche führte dazu, dass sich viele Investoren von ihren physischen Anlagewerten trennten. Diese Bewegung war jedoch nicht vorhersehbar, da Händler aufgrund der chinesischen Leitzinsanhebung annahmen, dass sich die Rohölnachfrage bis in den Herbst hinein tatsächlich erhöhen werde. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl die Woche über weiter halten, könnte es sein, dass der Rohölpreis in den kommenden Tagen leicht fallen wird.
Technische News
EUR/USD
Das zinsbullische Muster auf dem Wochen-Chart verheißt nichts Gutes für weitere Kursrückgänge dieser Paarung. Zusammen mit dem Anstieg des Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Tages-Chart spricht allerdings vieles dafür, dass es zu zusätzlichen Kursgewinnen bei der EUR/USD-Paarung kommen wird. Der erste Widerstandswert der Paarung findet sich bei 1,4700 vom Juni-Hoch, wohingegen bei einem Anstieg darüber hinaus die Paarung beim Mai-Hoch von 1,4940 unter Verkaufsdruck geraten könnte. Sollte die Paarung nicht in der Lage sein den oberen Grenzwert des Dreiecks-Konsolidierungsmusters bei 1,4515 zu überschreiten, könnte die EUR/USD-Paarung Unterstützung bei 1,4440 finden und beim unteren Schenkel des Dreiecks, dessen Wert bei 1,4130 liegt.
GBP/USD
Das Monats-Chart zeigt einen möglichen Abschwung beim Pfund Sterling. Ein rückläufiger Stochastic deutet auf weitere Kursverluste bei dieser Paarung hin. Händler sollten darauf achten, ob die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5650 absinkt, einem Wert, der langfristige Unterstützung bietet. Der 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt liegt nahe diesem Wert, allerdings ist viel wichtiger, dass dieser Wert auch der fallenden Trendlinie von den Hochs 2007/2008 entspricht und das Pfund Sterling in diesem Bereich einen technischen Aufschwung erfahren könnte. Diesem Wert kommt weitere Bedeutung zu, da er mit den Tiefs von Oktober 2010 auf dem Tages-Chart übereinstimmt. Andererseits findet sich Widerstand bei 1,6150, dem Spitzenwert des derzeitigen Konsolidierungsmusters, sowie der vorigen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6280.
USD/JPY
Auf dem Tages-Chart hat sich ein Dreiecks-Konsolidierungsmuster gebildet, dessen Schenkel aus dem Mai-Hoch und dem Juni-Tief bestehen. Dem langfristigen Trend nach zu urteilen dürfte die USD/JPY-Paarung nach unten durchbrechen, wo sich Unterstützung bei 80,25 findet. Bei einem Durchbruch hier wird sich die Paarung sehr wahrscheinlich bei den Werten von 79,70 und 79,55 versuchen. Allerdings könnte es auch zu einer Aufwärtsbewegung kommen, und ein Durchbruch über dem ursprünglichen Widerstandswert von 81,10 könnte 81,75 zum Ziel haben.
USD/CHF
Nachdem ein Basiswert von 0,8300 gebildet wurde versuchte sich die Paarung an seiner fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch, welches bei 0,8535 liegt, nicht weit vom Widerstandswert von 0,8550. Weiterer Widerstand erwartet die Paarung beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Bei einem Durchbruch hier könnte die Paarung sich in Richtung des Tiefs von Mitte Mai bei 0,8750 entwickeln.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Rohölpreis zeigte einen Anstieg von einem sinkenden Keilmuster, welches sich auf dem Tages-Chart offenbarte. Eingedenk der maßvollen Bewegung von den Chart-Mustern und dem derzeitigen Widerstandswert könnte eine mögliche Zielsetzung im Bereich von $ 104,50 - $ 105,50 liegen, dem Hoch von Mitte Mai und dem Tief von Mitte April. Unterstützung findet sich bei der fallenden Keil-Linie, die heute knapp unter dem Wert von $ 94 pro Barrel liegt. Forex-Händler die den ursprünglichen Ausbruch verpassten sollten sich in Geduld fassen und auf einen Rückzug zur Keil-Linie mit Preisanstieg warten, was bei Keil-Chart-Mustern oftmals der Fall ist. forex
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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