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Tuesday, 1 Nov 2011

Intervention beim Yen versetzt zwar einen Schlag, kann aber kein K.O. setzen

Nach einem längeren Zeitraum von Maßhalteappellen hat sich das japanische Finanzministerium (MOF) dazu durchgerungen durch Verkäufe von schätzungsweise ¥ 7 Bio. den Yen zu schwächen. Angesichts der Marktpositionierung dürfte der Zeitpunkt für diese Maßnahme so gewählt worden sein, als die Aufmerksamkeit an den Märkten am geringsten war. Allerdings konnte das MOF damit keinen K.O.-Schlag setzen, da der angerichtete technische Schaden bestenfalls als geringfügig einzuschätzen ist.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznoupdowndownupno
Wochentendenzdowndowndownupnoup
Resistance1.44501.661580.200.91600.8880
1.42501.645079.900.90801.10100.8830
1.40501.618079.700.89001.07600.8670
Support1.36501.596077.850.85501.05000.8560
1.35651.585077.500.84501.03200.8530
1.31451.527075.560.82401.02500.8355

Wirtschafts News

USD - An einem Tag der Risikovermeidung besteht Nachfrage nach dem USD

Zum Abschluss des Monats Oktober, in dem es zu erheblichen Kursanstiegen bei riskanteren Anlagen kam, steigt die Nachfrage nach dem USD. $ 89 Mrd. dieser Nachfrage kamen vom MOF, und zunehmende Kritik an der europäischen Übereinkunft führte zu Beginn der Woche zu Risikovermeidung an den Märkten. Der Insolvenzantrag von MF Global .dürfte einen gewissen Anteil am Tagesgeschehen gehabt haben, da die Maklerfirma eine große Rolle an den Märkten bei Festeinkommen und Derivaten, einschließlich europäischen Anleihen, gespielt hat.

Mit einem unerwarteten Anstieg der italienischen Arbeitslosenquote und den enttäuschenden deutschen Einzelhandelsumsätzen, die im September um 0,14% gesunken waren, entsprachen die europäischen Daten heute nicht den Erwartungen. Das traf auch auf den Chicago PMI zu, der von 60,4 auf 58,4 absackte. Erwartet worden war ein sehr viel geringerer Rückgang auf nur 59,2. Erfreulicher hingegen zeigte sich das kanadische Bruttoinlandsprodukt, das im August mit 0,3% stärker als die allgemein vorhergesagten 0,2% angestiegen war. In dieser Woche erwarten uns eine ganze Reihe wichtiger Ereignisse, darunter die Treffen dreier Zentralbanken (Australische Zentralbank, US Notenbank und EZB) sowie die wichtigen Wirtschaftsdaten aus Großbritannien (Bruttoinlandsprodukt für das 3. Quartal) und den USA (Arbeitsmarktbericht).

Die EUR/USD-Paarung ist von seinem Hoch vom Donnerstag abgesunken und versucht sich kurzzeitig am Unterstützungswert von 1,3980. Bei einem Durchbruch hier könnte die Paarung mit 1,3910 weitere 70 Pips zum Hoch vom 17. Oktober verlieren. Vor der morgigen Datenschwemme aus Großbritannien zeigt sich das Paar jedoch gestärkt. Widerstand findet sich bei 1,6150, dem Hoch der vergangenen Woche und dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, gefolgt vom nächsten Haupt-Widerstandswert von 1,6450, dem Hoch von Ende August.

JPY - Intervention beim Yen versetzt zwar einen Schlag, kann aber kein K.O. setzen

Mit ihrem jüngsten Vorstoß auf die Devisenmärkte hat das MOF die Märkte total überrascht. Noch am Donnerstag und Freitag kursierten Gerüchte hinsichtlich einer Intervention, doch schlauerweise wartete das MOF bis der Zeitpunkt verstrichen war, um dann beim asiatischen Börsengang zu Beginn dieser Woche Yen-Verkäufe von schätzungsweise ¥ 7 Bio. beziehungsweise $ 89 Mrd. zu tätigen.

Die Märkte schienen auf diese neuerliche Intervention nicht vorbereitet, da noch vergangene Woche der CFTC Commitment of Traders Bericht auswies, dass Spekulanten die größten Kauf-Positionen für den JPY in fast zwei Jahren hielten. Gleichwohl die reinen Zahlen dieser Maßnahme überwältigend scheinen, war doch der technische Schaden auf den Charts minimal. Die USD/JPY-Paarung stieg bis auf 79,50 bevor japanische Exporteure begannen noch attraktivere Kurse anzubieten. So gelang es der Paarung nicht ihre 4-Jahres-Abwärtstrendlinie vom Juni 2007 zu überwinden, und sie fiel rasch auf den Unterstützungswert von 77,80. Darunter findet sich Unterstützung bei 77,50 sowie bei 76,10, dem unteren Grenzwert des August/September Konsolidierungsmusters.

Es dürfte interessant sein zu erfahren, wie die Reaktion der G20 Staaten auf die japanische Regierungsentscheidung die Stärke des JPY erneut zu beschneiden ausfallen wird. Wird die japanische Entscheidung auf Kritik stoßen oder wird man ihr, angesichts der Wahrscheinlichkeit eines japanischen Investments in den EFSF mit einem Lächeln begegnen?

AUD - Australische Zentralbank könnte Leitzinssatz senken

Heute wird die australische Zentralbank (RBA) ihre Leitzinsentscheidung bekannt geben, wobei die meisten Analysten eine Senkung um 25 Basispunkte auf 4,50% erwarten. Ein Rückgang bei der Inflationsrate dürfte der RBA zwar mehr Spielraum bei der Leitzinssenkung einräumen, doch wird man das aufgrund des jüngsten Aufwärtsknicks bei den globalen Wirtschaftsdaten (US Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal, chinesischer Einkaufsmanagerindex) noch einmal überdenken, weil auch die australischen Leitzinsprognosen sich vor einem Monat alles andere als sicher erwiesen, als das weltweite Investitionsklima noch erheblich nebulöser war.

Nichtsdestotrotz erwies sich der AUD im Oktober recht erfolgreich, und die AUD/USD-Paarung stieg um 9,5%, übereinstimmend mit anderen riskanten Anlagewerten. Bei einem Durchbruch des Oktober-Hochs von 1,0750 werden Händler nach dem Allzeithoch vom Juli bei 1,1080 Ausschau halten. Unterstützung findet sich bei 1,0320, dem Tief vom 26. Oktober.

Gold -

Der Goldpreis fiel als der USD nach der Intervention durch das japanische Finanzministerium Kursgewinne verzeichnen konnte. Allerdings könnte der Goldpreis wieder ansteigen, sollte die US Notenbank diese Woche ihre Absicht bekunden ihr Aufkaufprogramm für Staatsanleihen wieder aufzustocken (QE3).

Beim asiatischen Börsengang handelte Gold auf dem niedrigen Stand von $ 1.704 pro Feinunze, hat aber inzwischen seine Verluste wieder wettgemacht. Seit dem kräftigen dreitägigen Preiseinbruch beim Goldpreis Ende August bildet der Bereich von $ 1.710 - $ 1.695 die vorrangige Preisspanne. Bei einer Bewegung darüber hinaus könnte der Goldpreis bis auf $ 1.772 pro Feinunze ansteigen, der 61% Rückführung nach dem Zusammenbruch des Goldpreises im Monat September.

Technische News

EUR/USD

Ein eindrucksvoller Aufschwung im Oktober brachte die EUR/USD-Paarung bis zu 1,4250, der 61% Rückführung der Mai-Oktober-Bewegung. Jedoch verheißt die Unfähigkeit der Paarung diesen technischen Schlüsselwert zu übersteigen in nächster Zeit nichts Gutes für den EUR. Die Unfähigkeit der Paarung über die zuvor durchbrochene Trendlinie von den Juni 2010 und Januar 2011 Tiefs anzusteigen ist ebenfalls bemerkenswert. Ein sinkender Slow Stochastic auf dem Tages- und Wochen-Chart deutet zudem auf Rückläufigkeit bei der EUR/USD-Paarung hin. Unterstützung findet sich bei 1,3915, dem Hoch vom 17. Oktober, gefolgt von 1,3650, dem Tief vom 18. Oktober und dem Gesamt-Oktober-Tief von 1,3145. Der 61% Rückführungswert dient als erster Widerstand mit möglichen zusätzlichen Verkäufen bei 1,4450, der Trendlinie von den Mai- und Juli-Hochs.

GBP/USD

Der Paarung ist es nicht gelungen über den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt anzusteigen, und sie stoppte kurz vor dem 61% Fibonacci Rückführungswert der April-Oktober-Bewegung von 1,6150, der als erster Widerstand dienen sollte. Bei einer Bewegung darüber hinaus könnte sich Widerstand bei 1,6450 vom August-Hoch finden, obwohl sich beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart ein rückläufiger Cross gebildet hat, der sich auch beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zu zeigen beginnt. Folglich könnte sich bei einer Abwärtsbewegung Unterstützung beim Wert von 1,5890, dem Tief vom 26. Oktober finden, sowie bei 1,5630, dem Tief vom 18. Oktober.

USD/JPY

Eine weitere Intervention hat die USD/JPY-Paarung um 400 Pips bzw. um 5,29% angehoben. Allerdings konnte dieser kräftige Anstieg nicht die fallende Trendlinie vom Hoch in 2007, das diese Woche bei 79,70 liegt, durchbrechen. Da der langfristige Abwärtstrend noch intakt ist könnte eine Abwärtsbewegung erneut die Allzeit-Tiefs von 77,85 vom September-Hoch testen, sowie den Unterstützungswert von 77,50 vom Hoch in Mitte Oktober. Sollten sich die Interventionen seitens des japanischen Finanzministeriums fortsetzen, könnten sich Angebote bei 80,20 finden, was der Spitzenwert nach der letzten Intervention im August war.

USD/CHF

Der Schweizer Franken hat seinen Abwärtstrend zum USD wieder aufgenommen, nachdem er bis auf 0,8550 gesunken war, einem Wert, der zuvor sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand diente. Bei einem Aufschwung hier könnte sich Widerstand bei 0,8900, dem Oktober-Spitzenwert finden. Sollte sich der Abwärtstrend vom Oktober in den November fortsetzen könnte sich nach einem Durchbruch des Werts von 0,8550 ein neuer Widerstand beim August-Hoch von 0,8240 finden.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Die heutige Intervention seitens des japanischen Finanzministeriums ließ die Paarung um 4,1% anschnellen, jedoch gelang es der EUR/JPY-Paarung nicht zwei wichtige technische Barrieren zu durchbrechen: das August-Hoch von 111,90 und den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung bei 112,70. Forex-Händler sollten beachten, dass es so aussieht, als würde der langfristige Abwärtstrend anhalten. Unterstützung findet sich bei der zuvor durchbrochenen Trendlinie der April- und Juli-Hochs, die bei 109,80 liegt, gefolgt vom Hoch der vergangenen Woche bei 108,10.

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 16:46 GMT
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05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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