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Thursday, 12 Aug 2010
Investoren wollen Safe-Haven Dollar und Yen
USD und JPY sind wieder als sicherer Währungshafen beliebt. Angesichts der jüngsten Sorgen um die weltweite Wirtschaftslage, vorwiegend ausgelöst von enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA, China und Großbritannien, trübt sich die Stimmung an den Märkten spürbar ein.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2979 | 1.5769 | 86.05 | 1.0672 | 0.9042 | 0.8282 |
| 1.2947 | 1.5736 | 85.72 | 1.0640 | 0.9011 | 0.8259 | |
| 1.2915 | 1.5705 | 85.40 | 1.0605 | 0.8980 | 0.8236 | |
| Support | 1.2852 | 1.5642 | 84.78 | 1.0543 | 0.8928 | 0.8190 |
| 1.2819 | 1.5611 | 84.47 | 1.0511 | 0.8898 | 0.8169 | |
| 1.2787 | 1.5580 | 84.15 | 1.0480 | 0.8869 | 0.8141 |
Wirtschafts News
USD - USD legt angesichts sich verschlechternder Konjunkturstimmung zu
Der USD wertete am Mittwoch angesichts der schlechten globalen Marktstimmung gegen übrige Hauptwährungen, mit Ausnahme des Japanischen Yen, auf. Während Aktienkurse und höher verzinste Währungen Federn lassen mussten, brachte das derzeit fehlende Anlegervertrauen der Safen-Hafen-Währung USD Auftrieb. Am Dienstag hatte die US-Notenbank Federal Reserve im Hinblick auf die sich abkühlende Wirtschaftsaktivität in den USA ihre negativen konjunkturellen Aussichten bekräftigt und somit Sorgen um die globale Konjunktur hervorgerufen.
Am Mittwoch gab die US-Regierung bekannt, dass das Handelsdefizit im Juni im Vergleich zum Vormonat um 18,8% auf $49,9 Mrd. drastisch angestiegen ist und damit den höchsten Stand seit 20 Monaten erreicht. Dabei sanken die Exporte um 1,3% auf $150,5 Mrd. Dollar, während die Importe um 3% auf $200,3 Mrd. zunahmen. China hat zwar gegenüber den USA einen beträchtlichen Überschuss in der Handelsbilanz, jedoch konnte ein geringfügiger Rückgang von 0,4% bei den Juli-Zahlen zum chinesischen Einzelhandelsumsatz beobachtet werden. Der Umsatz im Einzelhandel gilt als einer der wichtigsten Maßstäbe für die Konsumausgaben.
Ein wichtiger Indikator am heutigen Donnerstag sind die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-amerikanischen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Händler aufgepasst, liegt das Ergebnis unter den Erwartungen der Experten, könnte sich die aktuell negative Marktstimmung intensivieren und dem Dollar weiter Auftrieb bringen.
EUR - EUR auf 2-Wochentief gegen USD
Der EUR wertete gestern um 2,3% gegen den USD ab und rutschte dabei bis unter die Marke von $1,29. Dies war der größte Kursrückgang innerhalb eines Tages seit Dezember 2008, so Händler. Auch Großbritanniens Pfund Sterling gab zum USD kräftig nach, nachdem die Bank von England die Aussichten für die Wirtschaft im Land als „äußerst unsicher“ beurteilte und ihre Wachstumsprognose nach unten revidierte. Zum ersten Mal in diesem Monat fiel das Pfund Sterling unter die Marke von $1,57. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien im Monat Juli den sechsten Monat in Folge gesunken. Während im vergangenen Monat rund 4.000 Jobsuchende weniger gezählt wurden, hatten Experten allerdings mit einem Rückgang um mehr als 16.000 gerechnet.
Zu später Handelsstunde am Mittwoch notierte der EUR bei $1,2882 von zuvor $1.3187 am Dienstag sowie bei Y109,45 von zuvor Y112,58. Großbritanniens Pfund Sterling handelte bei $1,5650 von zuvor $1,5886.
Wichtiger Indikator aus dem Euroraum heute: Industrieproduktion (Juni), Eurozone, ausgegeben von Eurostat um 11:00 Uhr. Sollte das Ergebnis enttäuschen, könnte dies zusätzlichen Verkaufsdruck für EUR/USD auslösen.
JPY - Flucht in den sicheren Währungshafen stützt Yen
Der Japanische Yen handelte gestern nahe einem neuen 15-monatigen Hoch gegen den USD. Die Nachfrage nach Währungen aus Staaten mit niedrigen Leitzinsen, kam dem Yen zugute. Händler suchen nach niedrigeren Zinsen als Ausdruck eines geringen Risikos auf ihrer Flucht in den sicheren Währungshafen.
Der JPY wertete gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Zuvor gab die US-Regierung am Mittwoch bekannt, dass das Handelsdefizit in den USA im Monat Juni im Vergleich zum Vormonat drastisch angestiegen ist. Auch die Konjunkturerholung im Euroraum steht laut Berechnungen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des EU-Statistikamts Eurostat weiterhin auf wackligen Beinen. Am anderen Ende des Globus gaben Rohstoff gebundene Währungen wie Australischer und Neuseeländischer Dollar ebenfalls nach.
Der Yen kletterte heute Morgen bis auf 109,32 pro EUR. Noch gestern notierte die Währung des Inselstaats im New Yorker Handel bei 109,74, nachdem das Tageshoch mit 109,24, dem höchsten Stand seit dem 6. Juli, ausgegeben wurde. Darüber hinaus handelte der JPY bei 85,05 pro USD, von zuvor 85,32. Zwischenzeitlich erreichte der Yen die Marke von 84,73, höchstes Niveau seit dem 5. Juli 1995.
Rohöl - Rohöl rutscht ab und notiert unter $78 pro Barrel
Bereits heute Morgen setzten die Ölpreise ihre Verluste der vergangenen Tage fort. Im asiatischen Handel am Donnerstag kostete ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im September $77,45 und somit $0,57 weniger als zu Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging um $0,77 auf $76,87 zurück.
Händler verweisen sowohl auf den in den vergangenen Tagen kräftig gestiegenen USD, als auch die trübe Stimmung am Markt, ausgelöst von anhaltend enttäuschenden US-Konjunkturdaten, als Beweggrund für die Talfahrt der Preise für Öl. Trotz Rückgang der US-Rohöllagerbestände, drückt der siebte Anstieg in Folge bei Benzin auf die Stimmung der Marktteilnehmer. Da sich die Reisesaison in den Staaten ihrem Ende nähert, hatten Volkswirte mit einem Rückgang der Lagervorräte gerechnet.
Zusätzlich belasteten gestern negative Konjunkturperspektiven und fallende Aktienmärkte sowie besonders schwache Konjunkturdaten aus Japan und China die Ölmärkte.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten einer Kurskorrektur südwärts und erreichte gestern die Marke von 1,2830, ein neues 3-Wochentief. Aktuell verdeutlicht das Abwärtskreuzen des MACD auf der Tages-Chart, dass sich die abwärts gerichteten Bewegungen für EUR/USD heute fortsetzen könnten. Auf fallende Kurse zu setzen, ist hier womöglich die richtige Entscheidung.
GBP/USD
Auf der Stunden-Chart hat sich eine eindeutig rückläufige Handelsspanne herausgebildet, in deren Mitte sich GBP/USD bewegt. RSI und Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart geben zinsbullische Signale aus, so dass künftige Aufwärtstendenzen nicht unwahrscheinlich sind. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.
USD/JPY
Für dieses Paar behält das rückläufige Momentum, das vor 4 Monaten einsetzte, seine Gültigkeit. USD/JPY fiel gestern bis auf 84,92 zurück. Der Abwärtstrend wird sich auch heute voraussichtlich fortsetzen. Der nächste Richtpreis könnte bei 84,20 liegen.
USD/CHF
Dieses Paar legte im gestrigen Handelsverlauf um rund 150 Punkte zu und kletterte bis zur Marke von 1,0624. Gegenwärtig ist der Relative Strength Index (RSI) der 4-Stunden-Chart bis unter die 70-Linie gefallen, was ein Hinweis auf eine Kurskorrektur nach unten sein könnte. USD/CHF erreicht womöglich schon bald die 1,0500-Marke.
Die Wild-Card
Platin
Auch am gestrigen Mittwoch verzeichnete Platin erneute Kursverluste. Aktuell handelt der Rohstoff um die Marke von 1508,00. MACD und RSI sind abwärts gerichtet. Allem Anschein nach trägt der Abwärtstrend weiteres Potenzial in sich. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei einem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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