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Tuesday, 23 Nov 2010

Irlands Kreditkrise belastet EUR weiterhin

Anhaltende Sorgen um die finanzielle Stabilität der Eurozone und die Konsequenzen der aktuellen Kreditkrise in Irland, die das Wachstum im Euroraum bremst, setzten der Einheitswährung zum Wochenstart erneut zu. Seit über einer Woche sorgt die Ungewissheit im Fall Irland-Rettung für starke Verunsicherung am Markt. Händler befürchten eine Ausweitung der Krise in Europa. Möglicherweise benötigen Schuldensünder wie Portugal und Spanien ebenfalls Hilfspakete, um vor einem Staatsbankrott gerettet zu werden. Darüber hinaus fordert in Irland die Koalitionspartei, die Grünen, Neuwahlen. Marktbeobachter haben Bedenken, eine neue Regierung könnte die Verhandlungen um die finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union und den Internationalen Währungsfonds erschweren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownnodowndowndown
Wochentendenzdowndownupupnoup
Resistance1.36551.601084.200.99800.99250.8600
1.36351.599084.000.99600.99050.8580
1.36051.596083.700.99300.98750.8550
Support1.35451.590083.100.98700.98150.8490
1.35151.587082.900.98400.97850.8460
1.34951.585082.700.98200.97650.8440

Wirtschafts News

USD - Dollar steigt - Investoren befürchten, dass Spanien und Portugal Irlands Beispiel folgen

Am Montag wertete der Dollar leicht gegen den Euro auf und setzte diese Tendenz bis in den frühen asiatischen Handel heute Morgen fort. Der Marktfokus liegt in diesen Handelstagen nach wie vor auf der Kreditkrise in der Eurozone. Händler befürchten eine Ausweitung dieser innerhalb Europas.

Zunächst fiel der Kurs des Dollar, nachdem Irland zum Wochenstart einen Hilfsantrag an die EU-Kommission und den Internationalen Währungsfond stellte. Analysten erwarten, dass Irland rund €80-€90 Mrd. Euro des EU-Rettungsschirms benötigen wird, um die Banken im Land zu stützen. EUR/USD bewegte sich in der Folge um die Marke von $1,3800. Doch, mit Nachlassen der ersten Euphorie, belasten die anhaltenden Sorgen um die finanzielle Stabilität der Eurozone und die Konsequenzen der aktuellen irischen Kreditkrise die europäische Gemeinschaftswährung. EUR/USD bewegte sich im weiteren Handelsverlauf um $1,3600. Im Overnight-Geschäft fiel das beliebte Währungspaar bis auf die Marke von $1,3545 und notiert aktuell bei $1,3570.

Des Weiteren ließ die in der letzten Woche starke Nachfrage nach Gold nach. Händler verwiesen auf den etwas stärkeren USD als Ursache für die Dollar-Bewegungen. Dennoch stiegen die Goldpreise erneut. Im gestrigen New Yorker Handel kletterte der oft gehandelte Rohstoff $5,50, bzw. um 0,4% gen Norden. Der Comex Schlusskurs lag bei $1.357,80. Silber verteuerte sich um 28,2 US-Cent, bzw. 1% auf $27,461 pro Feinunze. Im Laufe der letzten drei Handelstage machte das Edelmetall rund 7,7% gut.

Heute stehen vor dem kommenden Thanksgiving-Wochenende so einige wichtige Konjunkturindikatoren auf der US-Agenda, darunter: 14:30 Uhr BIP 3. Quartal (2. Veröffentlichung) sowie 20:00 Uhr Treffen des Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC). BIP-Daten, die über den Erwartungen der Experten liegen, könnten EUR/USD wieder in Richtung $1,3500-Marke drücken und Gold auf $1355 verhelfen.

EUR - EUR fällt unter $1,3600 trotz anfänglicher Aufwärtstendenzen

Am Montag verzeichnete der Euro Kursverluste gegen den Dollar und konnte die zunächst verbuchten Kursgewinne nach dem Hilfsantrag Irlands nicht behaupten. Als größte Befürchtung am Markt gilt eine Ausweitung der Krise im Euroraum auf Mitgliedsstaaten wie Portugal und Spanien. Die irische Regierung hatte am Sonntag Hilfe aus dem Europäischen Finanzstabilisierungsfonds (EFSF) beantragt.

Zusätzlich belastend wirkt die Forderung der irischen Koalitionspartei, die Grünen, nach Neuwahlen. Marktbeobachter haben Bedenken, eine neue Regierung könnte die Verhandlungen um die finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union und den Internationalen Währungsfonds erschweren. Der EUR sackte in der Folge bis unter die Marke von $1,3600 ab, nachdem die Gemeinschaftswährung zu Handelsbeginn bis auf $1,3800 geklettert war. Zum JPY rutschte der Euro um mehr als 150 Punkte auf aktuell 113,00.

Rohstoffanlagen wie Gold und Silber profitieren derzeit von der Unsicherheit am Markt, die sich aus Irlands Staatsverschuldung ergibt. Diese treibt Investoren in Alternativanlagen wie Edelmetalle. Gold kletterte am Montag in der Spitze bis auf $1367.

Auch aus der Eurozone wird heute eine Reihe von wichtigen Konjunkturdaten erwartet: Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe in Deutschland, Frankreich und der Gesamt-Eurozone um 9:00, 9:30 und 10:00 Uhr. Gute Ergebnisse könnten der europäischen Einheitswährung dringend benötigte positive Impulse bescheren.

JPY - JPY-Gewinne gegenüber EUR und GBP

USD/JPY handelt auch zu Beginn dieser Woche innerhalb einer Spanne zwischen 83,00 und 83,60. Der Japanische Yen konnte sich jedoch zumindest gegenüber Euro und Pfund Sterling behaupten und machte hier gestern jeweils rund 150 Punkte gut. In Zeiten finanzieller Turbulenzen und Unsicherheiten am Markt bleibt der Status der japanischen Währung als verhältnismäßig „sichere“ Anlage intakt.

Aufgrund des japanischen Feiertages „Dankestag der Arbeit und Erntedankfest“ bleiben die Börsen in Japan heute geschlossen. Händler sollten ihr Augenmerk auf Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone sowie auf weitere Entwicklungen in Bezug auf Irlands Rettung vor dem Staatsbankrott richten. Diese Faktoren werden heute den größten Einfluss auf den JPY nehmen.

Rohöl - Rohöl unter $82 pro Barrel

Auch am Dienstagmorgen setzen die Ölpreise ihre jüngste Talfahrt fort. Im asiatischen Handel kostete ein Fass US-WTI zur Lieferung im Januar $81,05 und damit $0,69 weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent ging um $0,77 auf $83,19 zurück. Im gestrigen Tagesverlauf erreichte Rohöl in der Spitze die $82,10-Marke.

Nach anfänglichen Höhernotierungen, die am Montag nach der Stellung des Hilfsantrags Irlands einsetzten, ebbten im weiteren Handelsverlauf wieder ab. Neuer Anlass zur Sorge bietet die jüngste Regierungskrise in Irland, nach der die Grüne Partei Neuwahlen anstrebt.

Trotz sich reduzierender Ölvorräte in den USA versetzt die aktuelle Irlandkrise der Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung im Euroraum einen herben Schlag, was wiederum den derzeit anhaltenden Rückgang der Rohölnachfrage aufrecht erhält. Händler sollten die nächsten Entwicklungen im Euroraum aufmerksam verfolgen. Bleibt es bei der hohen Marktunsicherheit, könnten die Ölpreise weiter in Richtung $80 pro Barrel fallen.

Technische News

EUR/USD

Bei diesem Paar sind leichte Aufwärtsbewegungen zu erwarten. Hinweise darauf gibt das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart sowie der RSI der Stunden- und 2-Stunden-Chart, der hier bereits im überverkauften Bereich schwankt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, ist bei EUR/USD möglicherweise die richtige Wahl für heute.

GBP/USD

Während GBP/USD gegenwärtig Kursschwankungen unterliegt und sich ein Großteil der Indikatoren dieses Paares im neutralen Bereich eingefunden hat, könnten sich im weiteren Tagesverlauf Kurskorrekturen nach oben ergeben. Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart ist ein Zeichen dafür. Hier könnte es sich heute auszahlen, auf steigende Kurse zu setzen.

USD/JPY

USD/JPY schwankt aktuell zwischen 83,10 und 83,60. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich in neutralen Bereichen. Auf deutlichere Signale zu warten, könnte hier die richtige Entscheidung sein.

USD/CHF

Auch USD/CHF scheint sich aus seiner aktuell gültigen Handelsspanne nicht heraus zu bewegen. Die meisten Indikatoren befinden sich mittlerweile in neutralen Bereichen. Die Abwärtsausrichtung des Momentum-Indikators scheint jedoch zunächst weiteres Potenzial in sich zu tragen und der Tages- und Wochen-RSI haben in den überkauften Bereich gedreht. Bei USD/CHF heute auf fallende Kurse zu setzen, könnte eine gute Taktik sein.

Die Wild-Card

GBP/CHF

Auf der 2- und 4-Stunden-Chart hat sich der RSI mittlerweile im überverkauften Bereich eingefunden. Außerdem ist das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart nicht zu übersehen, während die Doji-Candlestick-Formation auf derselben Chart auf eine mögliche Trendwende hinweist. Forex -Anleger könnten bei GBP/CHF heute auf steigende Kurse setzen, um größtmögliche Gewinne zu erzielen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:52 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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