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Thursday, 18 Nov 2010

Irlands Kreditkrise weiterhin im Mittelpunkt des Marktgeschehens

Anlass zu etwas Optimismus an den Finanzmärkten heute früh: Am Morgen machten sich Vertreter des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie der Regierung Irlands auf den Weg nach Dublin, um im weiteren Tagesverlauf mit den Verhandlungen zu Hilfen für Irland aus dem EU-Rettungsschirm zu beginnen. Bis zum Ende der Handelswoche wird der Krisenkandidat Irland die Tendenzen an den Finanz- und Devisenmärkten bestimmen. Händler sollten jegliche Nachrichten zu diesem Thema gut im Auge behalten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupupupdownup
Wochentendenzdownupdowndownupno
Resistance1.37281.609184.281.01111.00020.8574
1.36231.599783.761.00170.98930.8535
1.35751.595183.470.99660.98440.8520
Support1.34701.585682.950.98720.97360.8481
1.34121.580782.730.98290.96760.8458
1.33061.571382.210.97350.95670.8419

Wirtschafts News

USD - Enttäuschende Konjunkturdaten drückt USD-Kurs

Zum ersten Mal in 3 Tagen wertete der US-Dollar gestern ab, nachdem positive Konjunkturdaten und die Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve weitere $600 Mrd. in die Märkte zu pumpen, den USD-Kurs seit der vergangenen Woche gestützt hatten.

Die US-Währung gab am Mittwoch gegen 13 der 16 meist gehandelten Währungen nach. Zuvor hatte das Ergebnis zu den US-Verbraucherpreisen im Oktober enttäuscht. Im Vergleich zum Vormonat stieg das Preisniveau um 0,2%, während Experten einen Zuwachs um 0,3% prognostiziert hatten. Die Daten erinnerten die Marktteilnehmer an die Notewendigkeit der Ausweitung des Ankaufprogramms für Anleihen der Fed. Auch ist die Zahl der US-Baubeginne im Oktober mit 519.000 unter den Erwartungen der Analysten geblieben. Der Beginn neuer Bauvorhaben ging somit um 11,7% zurück. Hier hatten Volkswirte hingegen 590.000 Fälle erwartet.

Der USD gab im New Yorker Handel gegen den EUR nach, der bei $1,3529 nach zuvor $1,3489 am Dienstag handelte. In der Spitze hatte der Euro zum Dollar im Tagesverlauf die Marke von $1,3448, den höchsten Stand seit dem 28. September markiert. Aktuell handelt das entsprechende Währungspaar um die Marke von 1,3590. Zum Japanischen Yen blieb der Dollar größtenteils unverändert und notiert hier aktuell um 83,28.

Möglicherweise setzen sich die Abwärtstendenzen des USD auch heute fort. Um 14:30 Uhr stehen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) zur Veröffentlichung aus. Die Prognosen belaufen sich auf einen Anstieg um 7.000 auf 443.000 Anträge. Darüber hinaus sollten Händler den um 16:00 Uhr erwarteten Philadelphia-Fed-Index (November) nicht aus den Augen verlieren.

EUR - EUR erholt von 7-Wochentief

Der Euro konnte sich am Mittwoch von seinem zuvor markierten 7-Wochentief gegenüber dem USD erholten. Die Märkte reagierten auf zuvor veröffentlichte Konjunkturdaten aus den USA, die die Erwartungen der Experten enttäuschten und die Notwendigkeit des geplanten Ankaufprogramms für Anleihen durch die US-Notenbank bestätigten. Leichter Optimismus in Bezug auf die Irland-Krise kommt schließlich auf und kann der europäischen Gemeinschaftswährung etwas Unterstützung verleihen: Im heutigen Tagesverlauf treffen sich Vertreter des IWF, der EZB sowie der irischen Regierung in Dublin, um mit den Verhandlungen zu Hilfen für Irland aus dem EU-Rettungsschirm zu beginnen.

Nach sachten Erholungstendenzen handelte der Euro am Mittwochnachmittag weiterhin nahe des 7-Wochentiefs gegenüber dem USD und pendelt nun um die Marke von $1,35. Zwischenzeitlich rutschte die Einheitswährung bis auf $1,3446, den tiefsten Stand seit sieben Wochen, ab.

Im asiatischen Handel heute Morgen notierte der EUR bei $1,3590 von $1,3529 gestern Abend in New York. Gleichzeitig erholte sich der Euro gegenüber dem Yen auf 112,95 nach zuvor 112,55.

Durch die Schuldenkrise im Euroraum bleibt die Währung der 16 Nationen weiter unter Druck. Händler sollten jegliche Nachrichten zu diesem Thema aufmerksam verfolgen.

JPY - Yen stabil trotz schwächerem USD

Auch der Yen blieb am gestrigen Mittwoch nahezu unverändert gegen den US-Dollar. Aktuell handelt Japans Währung hier innerhalb einer Spanne zwischen 83,00 und 83,50. Die anhaltende Unsicherheit um die Zukunft Irlands einerseits und das bevorstehende Ankaufprogramm von Staatsanleihen der Fed machen den JPY momentan wieder zu einer verhältnismäßig „sicheren“ Anlage.

Des Weiteren werteten der Australische und der Neuseeländische Dollar am Mittwoch leicht auf. Neuseelands Dollar handelt aktuell um 3% höher bei $0,7741 von zuvor $0,7703 in New York. Zum Yen notierte der NZD bei 64,33 Yen nach 64,10 Yen. Der Australische Dollar kletterte bis auf $0,9840 von zuvor $0,9797 und 81,85 Yen nach 81,49 Yen am Vortag.

Rohöl - Ölpreise fallen aufgrund Nachfragesorgen

Die Ölpreise verzeichneten kräftige Kursverluste und fielen am gestrigen Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit einem Monat. Zuvor meldete das US-Energieministerium erneut stark gefallene Ölvorräte in den USA. Nach Angaben des Department of Energy (DoE) wurde ein deutlicher Rückgang der Ölbestände von über 10 Mio. Barrel gemessen. Damit fielen die Lagerbestände die dritte Woche in Folge drastisch. Vorübergehendes Aufatmen dann heute Morgen: Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete im asiatischen Handel $81,44 und damit $1 mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent verteuerte sich um $0,95 auf $84,23.

Händler verwiesen auf den leicht schwächeren US-Dollar sowie die, wenn auch geringfügig, nachlassenden Sorgen über die Schuldenkrise in der Eurozone aufgrund der Aussicht auf ein Rettungspaket für Irland.

Technische News

EUR/USD

Für dieses Paar werden heute unterschiedliche Signale deutlich. Der Slow Stochastic kreuzt auf der Stunden-Chart aufwärts und über das obere Bollinger Band. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich auf den überverkauften Bereich zu. Der MACD der 8-Stunden-Chart kreuzt wiederum aufwärts. Bei EUR/USD klare Signale abzuwarten, könnte heute von Vorteil sein.

GBP/USD

Der RSI hat in den überverkauften Bereich auf der 8-Stunden-Chart gedreht. Der Slow Stochastic derselben Chart kreuzt aufwärts. Darüber hinaus ist deutlich zu erkennen, dass auch der MACD der 4-Stunden-Chart in Kürze aufwärts kreuzen wird. Hier könnte es sich heute auszahlen, auf steigende Kurse zu setzen.

USD/JPY

Für USD/JPY könnten sich heute Kurskorrekturen nach unten ergeben. Der RSI bewegt sich im überkauften Bereich auf der 8-Stunden- und Tages-Chart, während der Slow Stochastic abwärts kreuzt. Verkaufen könnte heute die richtige Strategie sein.

USD/CHF

Bei USD/CHF erwarten wir für heute Abwärtstendenzen. Hinweise darauf geben das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 8-Stunden- und Tages-Chart sowie der RSI der 8-Stunden-Chart, der im überkauften Bereich schwankt. Auf fallende Kurse zu setzen, könnte bei USD/CHF eine gute Wahl heute sein.

Die Wild-Card

Rohöl

Nach den kräftigen Kursverlusten am Vortag scheinen sich die Ölpreise leicht zu erholen. Auf der 8-Stunden- und Tages-Chart ist das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic ganz deutlich zu erkennen. Gleiches gilt für den MACD der 2-Stunden-Chart. Auf der 4- und 8-Stunden-Chart hat sich der RSI mittlerweile im überverkauften Bereich eingefunden. Forex -Anleger könnten hier auf steigende Kurse setzen, um heute aus den aktuellen Rohöl-Tendenzen Profit zu schlagen.

Aktuelle Zeit: 05/25 16:53 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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