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Dienstag, 2 Sep 2008
ISM-Einkaufsmangerindex, verarbeitendes Gewerbe, wird heute veröffentlicht
Gestern konnte der USD einen zinsbullischen Handel gegenüber den meisten seiner Währungsgegner verzeichnen. Dabei machte sich der Dollar den Rückgang der Rohölpreise, die ein Viermonatstief erreichten sowie leichte Abwärtstendenzen der Währungskontrahenten zu Nutze.
Mit dem Blick auf die heutigen Veröffentlichungen aus den USA stehen gleich drei Indikatoren um 2:00 GMT an. Bedeutendster Index darunter der ISM Manufacturing PMI (ISM-Einkaufsmangerindex des verarbeitenden Gewerbes).
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4648 | 1.7978 | 108.93 | 1.1133 | 0.8536 | 0.8218 |
| 1.4621 | 1.7954 | 108.67 | 1.1106 | 0.8511 | 0.8195 | |
| 1.4594 | 1.7927 | 108.41 | 1.1082 | 0.8483 | 0.8169 | |
| Support | 1.4526 | 1.7851 | 107.75 | 1.1005 | 0.8409 | 0.8412 |
| 1.4503 | 1.7823 | 107.49 | 1.0978 | 0.8382 | 0.8377 | |
| 1.4480 | 1.7798 | 107.24 | 1.0951 | 0.8356 | 0.8351 |
Wirtschafts News
USD - USD zieht nach Labor Day Feiertag wieder an
Gestern konnte der USD einen zinsbullischen Handel gegenüber den meisten seiner Währungsgegner verzeichnen. Dabei machte sich der Dollar den Rückgang der Rohölpreise, die ein Viermonatstief erreichten sowie leichte Abwärtstendenzen der Währungskontrahenten zu Nutze. Gegen den EUR erreichte der USD ein Rekordhoch der letzten sechs Monate. Das Paar wurde unter 1,46 gehandelt. Der größte Wertzuwachs war jedoch gegen den GBP zu beobachten. USD/GBP notierten unter 1,79.
Aufgrund des Labor Day Feiertages und der daher geschlossenen Aktienmärkte wurden am gestrigen Handelstag keine Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht. Dennoch verhielt sich der USD äußerst schwankend. US-Notenbank-Gouverneur Randall Kroszner bemerkte in seiner gestrigen Ansprache, dass die Auswirkungen der US-Immobilienmärkte mit ihren finanziellen Problemen auf die konjunkturellen Schwächen anderer Nationen zeigten, in wie weit die Weltmärkte miteinander verflochten seien. Ferner machte er deutlich, dass die Theorie von einer vom Rest der Welt unabhängigen US-Wirtschaft unzutreffend sei. Weitere Ursache für die Kursschwankungen des USD war der heftige Sturz der Rohölpreise, der bei über $4 lag und sich als Reaktion auf den Hurrikan "Gustav" einstellte, der das US-amerikanische Festland leichter traf als erwartet. Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, erklärte, dass ungefähr ein fünftel der Öl- und Erdgas-Produktion bereits zum Wochenende wieder anlaufen könnten. Bislang hielten sich die Schäden der Ölkonzerne in Grenzen.
Richten wir unseren Blick auf die heutigen Veröffentlichungen aus den USA: Hier werden gleich drei Indikatoren um 2:00 GMT erwartet. Bedeutendster Index darunter, der ISM Manufacturing PMI (ISM-Einkaufsmangerindex, verarbeitendes Gewerbe). Der PMI-Index ist ein Diffusions-Index, ein Stimmungsindikator, der auf der landesweiten Befragung von Einkaufsmanagern aus verschiedenen Bereichen des verarbeitenden Gewerbes basiert. Voraussichtlich wird dieser Indikator leicht zurückgehen, wie auch der zweite heute anstehende Index, die ISM Manufacturing Preise. Als dritter Indikator für heute sollen die Construction Spending (Ausgaben im Baugewerbe) erwartungsgemäß, verglichen mit dem Vormonat, geringfügig ansteigen. Insgesamt sollten Anleger Hurrikan "Gustav" weiterhin im Auge behalten sowie die Ergebnisse der drei anstehenden Indizes aufmerksam verfolgen, da diese den Dollar-Kurs voraussichtlich weiterhin ins Schwanken bringen könnten.
EUR - EUR/GBP erreicht Rekordhoch
Nach der einflussreichen Veröffentlichung der deutschen Einzelhandelsumsätze am gestrigen Morgen, die sogleich einen EUR-Abwärtstrend einführte, verblieb es zum weiteren Tagesverlauf eher ruhig. Insgesamt wurden am gestrigen Handelstag zwei Indikatoren veröffentlicht. Zum einen, wie bereits erwähnt, die deutschen Einzelhandelsumsätze, die weit unter den Erwartungen lagen und den EUR empfindlich trafen. Dennoch schienen andere Währungen gestern geschwächter als der EUR zu sein. GBP und CHF verhielten sich äußert rückläufig, so dass der EUR diesen Währungen gegenüber Aufwärtstendenzen verzeichnen konnte. Dabei wurde das EUR/GBP-Paar bei einem Rekordhoch auf mittlerem 0,81-Level gehandelt. Gegenüber dem USD verlor der EUR an Boden. Dies war sowohl auf die schlecht ausgefallenen EUR-Daten als auch auf Hurrikan "Gustav" zurückzuführen, der die USA schwächer traf als erwartet und somit dem USD Aufschwung brachte. Wieder einmal scheint es, als würde der EUR sich ähnlich dem Trend der Rohölpreise in Bezug auf den USD verhalten: Während die Rohölpreise gestern fielen, ging auch der EUR zurück, und dass sogar bis auf unter 1,46.
Heute sollte es hinsichtlich des EUR-Handels ziemlich ruhig bleiben, da nur ein Indikator aus der Eurozone auf der Wirtschaftagenda steht. Der monatliche PPI (Erzeugerpreisindex), der die durchschnittlichen Veränderungen der Verkaufspreise heimischer Hersteller für ihre Produktion misst soll, laut Experten, verglichen mit dem Vormonat verstärkt ansteigen und einen neuen Aufwärtstrend des EUR einleiten. Allzu große Kursschwankungen werden sich heute auf den Märkten voraussichtlich nicht ergeben. Anleger sollten ihr Augenmerk auf den EUR richten, der einen starken Handel erleben könnte.
JPY - JPY-Zukunft weiter ungewiss, nach überraschendem Rücktritt von Ministerpräsident Fukuda
Für den JPY ergaben sich gestern gemischte Ergebnisse. Trotz Anstieg des USD/JPY-Paares, der dem JPY leichte Abwärtstendenzen brachte, erfuhr der JPY gute Impulse gegen die übrigen Währungsgegner. Dabei verhielt sich der Yen wie auch alle anderen Währungen: Dem USD konnte gestern keine Währung standhalten, während vom Abwärtstrend des GBP jede profitierte. Die Kursschwankungen von GBP/JPY brachten das Paar bis unter die 194-Marke. Zu später Stunde wurde die Monetary Base-Rate veröffentlicht, die zwar nach wie vor negativ, jedoch besser als im Jahr zuvor ausfiel. Der JPY verhält sich wiederum ähnlich dem USD: Der Preisfall des Rohöls brachte der Export orientierten japanischen Wirtschaft neuen Aufschwung.
Da der JPY heute vom Wirtschaftskalender abwesend ist, sollten Anleger darauf achten, dass die Tendenzen der japanischen Währung hauptsächlich von ihren Währungsgegnern bestimmt werden. Masaaki Shirakawa, Präsident der Bank of Japan, wird jedoch eine Rede an der Nagoya Universität in Nagoya halten. Shirakawas Ansprache könnte als einziges nationales Ereignis JPY-Kursschwankungen verursachen.
Rohöl - Bedrohung aus dem Meer
Der Hurrikan "Gustav" verdeutlichte wieder einmal, dass eine Bedrohung der US-Energiesicherheit ihre Ursache nicht ausschließlich außer Landes haben muss. Ein Viertel der US-Rohölproduktion spielt sich am Golf von Mexiko ab. Die der Küste vorgelagerten Rohölkonzerne stützen die inländische Produktionsmenge, sind durch ihre Positionierung jedoch den Launen des Meeres ausgesetzt.
Hurrikan "Gustav" hatte sich im Verlauf des gestrigen Tages überraschenderweise stark abgeschwächt und somit wenig Schaden in New Orleans und Umgebung verursacht. Die Rohölpreise schwankten demnach zum Ende des gestrigen Handels um $111 pro Barrel und heute bei $ 108. Zuvor ergaben sich leichte Unterbrechungen der Ölversorgung, da einige Konzerne ihren Betrieb eingestellt und ihre Arbeiter evakuiert hatten. Insgesamt waren ca. 2,4 Mio. Barrel Raffinierungskapazität nicht ausgelastet, grob gerechnet 15% der US-Gesamtproduktion.
Nachdem "Gustav" inzwischen zum Tropensturm degradiert wurde, sind die Augen der Anleger bereits auf neue Entwicklungen in der Region gerichtet, die sich momentan „zusammenbrauen“.
Technische News
EUR/USD
Mit dem Durchbruch der 1,4560-Marke hat dieses Paar seinen Abwärtstrend wieder vollständig aufgenommen. Momentan bewegen sich alle Oszillatoren in rückläufigen Bereichen. Ein weiterer Handelstag voller Abwärtstendenzen steht bevor. Verkaufen könnte für heute die richtige Entscheidung sein.
GBP/USD
Dieses Paar gibt weiterhin einheitlich rückläufige Signale aus und wird mittlerweile um die 1,7930-Marke gehandelt. Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass der aktuelle Preis bis unter den niedrigen Bereich der Bollinger Bands gefallen ist. Dies könnte bedeuten, dass das Paar ein weiteres Mal stürzt. Auch hier könnte Verkaufen die richtige Strategie sein.
USD/JPY
Nachdem der Kurs dieses Paares bereits mehrere Tage infolge gefallen war, scheint ein Tiefstand bei 107,61 erreicht zu sein. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind aufwärts gerichtet, so dass sich eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar einstellen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute für dieses Paar eine gute Strategie sein.
USD/CHF
Das Paar schwankt nach wie vor innerhalb eines begrenzten Preisniveaus und konnte bislang keinen bedeutenden Durchbruch erzielen. Dennoch verdichten sich die Bollinger Bands auf der Tages-Chart, was darauf hindeutet, dass sich eine heftige Preisbewegung ergeben könnte. Anleger sollten diesen Durchbruch abwarten, um anschließend dem Markt beizutreten.
Die Wild-Card
Gold
Die zinsbullische Korrigierung dieses Rohstoffs scheint mittlerweile begrenzt zu sein. Vielmehr deutet ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der Tages-Chart darauf hin, dass die Goldpreise wieder einmal fallen könnten. Hier bietet sich Forex -Anlegern eine exzellente Handelsgelegenheit, sich dem Trend zu einem sehr frühen Stadium anzuschließen.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 13:30 | USD | Unemployment Claims | 491K | 545K | 467K | ![]() | |
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | 39.1 | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() | |
| 12:00 | CAD | Employment Change | -70.6K | -21.0K | - | ![]() | ||
| 12:00 | CAD | Unemployment Rate | 6.3% | 6.5% | - | ![]() |



Unemployment Claims 


















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