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Thursday, 10 Nov 2011
Italienische Staatsanleihen wirken sich dämpfend auf die Risikobereitschaft aus
Die Anhebung der Gewinn-Anforderung für italienische Staatsanleihen durch LCH Clearnet war der Auslöser für den gestrigen Kursrückgang des EUR, was viele Banken dazu zwang zusätzliches Kapital aufzunehmen oder sich von ihren Positionen zu trennen. Die meisten wählten letzteres und drückten so die Rendite für italienische 10-Jahres BTPs auf über 7%, einen neuen EWU Rekord. Die Preise italienischer Staatsanleihen ließen den EUR einbrechen und endeten eine Periode der Konsolidierung, die sich seit Anfang vergangener Woche an den Devisenmärkten gezeigt hatte.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3860 | 1.6450 | 80.20 | 1.0065 | 1.1010 | 0.8830 |
| 1.3730 | 1.6165 | 79.50 | 0.9775 | 1.0760 | 0.8655 | |
| 1.3607 | 1.5975 | 78.25 | 0.9318 | 1.0450 | 0.8550 | |
| Support | 1.3500 | 1.5850 | 77.50 | 0.9080 | 1.0115 | 0.8360 |
| 1.3145 | 1.5685 | 75.56 | 0.8880 | 0.9925 | 0.8280 | |
| 1.2870 | 1.5270 | 0.8565 | 0.9860 | 0.8170 |
Wirtschafts News
EUR - Italienische 10-Jahres Staatsanleihen bringen 7% Rendite
Nach der Ankündigung von Berlusconis möglichem Rücktritt erhielt der EUR einen leichten Anschub, wenngleich auch die Kursgewinne beim EUR Währungsspekulanten die Gelegenheit bot zu attraktiveren Kursen einzusteigen. Sorgen über die politische Situation in Italien haben die Risikobereitschaft nicht gerade unterstützt, und die europäischen Börsen hatten Einbrüche von im Schnitt mehr als 2% zu verzeichnen. Der mögliche Rücktritt Berlusconis kaschiert ein wenig die Tatsache, dass in Italien dringend finanztechnische und wirtschaftliche Reformen durchzuführen sind, was sich allerdings angesichts der politischen Situation als äußerst schwierig erweist.
Händler ließen den EUR-Kurs durch die Bank sinken und endeten so eine Periode der Konsolidierung der Haupt-Währungspaarungen. Der Haupt-Widerstandswert ist nach wie vor das Hoch vom Dienstag bei 1,3850. Ein entscheidender Durchbruch unter den Wert von 1,3600 könnte bei der EUR/USD-Paarung zu einem weiteren Rückgang bis zu 1,3525 führen.
Parallelen zwischen dem gestrigen Kollaps der Werte italienischer Staatsanleihen und dem Rückgang des Goldpreises Ende August sind nicht zu übersehen. Beide heftigen Preisbewegungen folgten einer Anhebung der Gewinn-Anforderung. Im August erhöhte die Shanghai Gold Exchange ihre Gewinn-Anforderung um 26% und kurz darauf folgte die CME mit 22%. Gestern erhöhte LCH Clearnet seine Gewinn-Anforderung um mehr als 11%. Forex-Händler sollten sich bewusst sein, dass solche Ereignisse einen Ausverkauf bei Anlagewerten auslösen können, da Händler ihre Fremdkapitalaufnahme reduzieren werden.
GBP - Nach einem enttäuschenden Handelsdefizitergebnis tagt die BoE
Überschattet von der europäischen Schuldenkrise und einem verheerenden britischen Handelsdefizitergebnis hat die Bank of England für heute ein Treffen anberaumt. Die Daten des Handelsdefizits für den Monat September stiegen auf den höchsten Stand mit nur leichtem Anstieg bei den Exporten und erheblichen Zunahmen bei den Importen. Der rückläufige Tonfall des Berichts findet noch Verstärkung durch die Tatsache, dass das August-Defizit nach oben revidiert wurde. Das gleicht das überragend positive Ergebnis vom August wieder aus, das einen kräftigen Anstieg bei den Exporten ausgewiesen hatte. Die Daten sind insofern besorgniserregend da die Eurozone der größte Exportmarkt Großbritanniens ist und es so aussieht, als würde diese in eine leichte Rezession abrutschen.
Die BoE wird zwar tagen, allerdings wird nicht erwartet, dass sie den Leitzinssatz angleichen wird. Es wird auch nicht angenommen, dass die BoE die Aufkäufe von Staatsanleihen zur Stützung der britischen Wirtschaft erhöhen wird. Die Inflationsrate bewegt sich weiterhin über der 5% Marke, obwohl die Markterwartungen langsam zurückgehen, da steigende Preise keine steigenden Löhne bewirkten.
Die EUR/GBP-Paarung ist unter die vom Juni 2010 langzeitig ansteigende Trendlinie abgesunken. Bei einem Absinken unter den Wert von 0,8550 kann von zunehmender Rückläufigkeit ausgegangen werden. Mangelnde Unterstützung auf den Charts ist offensichtlich, und die EUR/GBP-Paarung könnte gegebenenfalls bis auf das Tief von 2011 von 0,8280 absinken.
SEK - Die Riksbank belässt den Leitzinssatz unverändert
Das Protokoll des letzten geldmarktpolitischen Treffens weist aus, dass der Vorstand der schwedischen Zentralbank beschlossen hat den derzeitigen Leitzinssatz von 2% bis mindestens nächstes Jahr aufrechtzuerhalten.
Der schwedische Leitzinssatz liegt momentan bei 2%, und die Riksbank sagt, dass sie aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten in den USA und Europa eine Anhebung des Leitzinssatze bis 2012 aussetzen werde. Angesichts des niedrigen Wertes des Verbrauchervertrauens wird die schwedische Wirtschaft wahrscheinlich nur in sehr moderatem Maße wachsen, was die Notwendigkeit für eine Leitzinsanhebung reduziert. Ein Vorstandsmitglied favorisierte eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte.
Der Verbraucherpreisindex entsprach mit 3,2% den Prognosen. Die Riksbank erwartet, dass die Inflationsrate bis 2014 bis 2,6% zurückgehen und der Repo-Zinssatz bis Ende 2014 auf 3,5% ansteigen wird.
Die schwedische Krone reagierte zunächst positiv auf die Bekanntgaben, doch die USD/SEK-Paarung sank am Dienstag auf ein Tief von 6,5215 und stieg dann wieder an als der USD aufgrund der italienischen Schuldenlage einen Anstieg verzeichnete. Widerstand für die USD/SEK-Paarung findet sich beim November-Hoch von 6,6665, gefolgt von 6,7177, dem Hoch vom 18. Oktober.
Rohöl - Rohölpreis sinkt analog zur Risikobereitschaft
Der gestrige Rückgang der Risikobereitschaft trug dazu bei, dass sich auch der Preisanstieg beim Rohöl, der seit Anfang Oktober stattfindet, verlangsamte. Nachdem er bis auf ein Tief von $ 75 pro Barrel gesunken war hat der Rohölpreis in knapp über einem Monat um rund $ 20 zugelegt. In jüngster Zeit ist der Ölpreis noch besonders gestiegen, als offensichtlich wurde, dass der Iran laut UN Atomaufsichtsbehörde dabei sei eigene Atomwaffen zu entwickeln. Nach der Veröffentlichung des UN Berichts gab es aus Teheran die üblichen Kriegsdrohungen, was sich normalerweise positiv auf den Rohölpreis auswirkte. Sollte die Unsicherheit an den Finanzmärkten nachlassen könnte sich der Rohölpreis sich am psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel versuchen.
Technische News
EUR/USD
Nachdem das Paar wieder zu seiner langfristigen Trendlinie vom Juni-Tief zurückfand war die EUR/USD-Paarung nicht in der Lage über die alte Trendlinie anzusteigen, die sich in einen Widerstandswert gewandelt hat. Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart weist abwärts und deutet auf einen weiteren Rückgang bei der Paarung hin. Erste Unterstützung findet sich bei 1,3600, dem Tief der vergangenen Woche, und bei einem Durchbruch hier könnte sich die Paarung am Oktober-Tief von 1,3145 versuchen. Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3980, gefolgt vom Oktober-Hoch von 1,4250.
GBP/USD
Die GBP/USD-Paarung zeigt sich weiterhin lebhaft und bildet eine Basis beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,5860, obwohl sich beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich ein rückläufiger Cross bildet. Ein Durchbruch unterhalb des Wochen-Tiefs der vergangenen Woche bei 1,5875 könnte sich bis zum Tief vom 18. Oktober von 1,5630 ausdehnen, einem Wert, der nahe der 61% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung vom Oktober liegt. Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140, gefolgt von 1,6530, der von den April- und August-Hochs abfallenden Trendlinie.
USD/JPY
Die Intervention seitens des MOF, als die USD/JPY-Paarung auf einem neuen Rekordtief stand, stellte sicher, dass die Wochen- und Monats-Kerzenformation eine Aufwärtsrichtung einnahm. Allerdings zeigte die Unfähigkeit der Paarung die von den Hochs in 2007 und 2010 abfallende Trendlinie zu durchbrechen, dass der langfristige Abwärtstrend immer noch intakt ist. Erste Unterstützung findet sich bei 77,80 vom September-Hoch, gefolgt von 77,50. Widerstand findet sich bei 79,50.
USD/CHF
Innerhalb der nächsten Tage wird sich wahrscheinlich ein zinsbullischer Cross beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt oberhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bilden. Erster Widerstand findet sich bei 0,9080, dem Hoch vom 20. Oktober, gefolgt vom Oktober-Hoch von 0,9310. Unterstützung findet sich bei 0,8760, dem Tief vom Donnerstag/Freitag, gefolgt vom Oktober-Tief von 0,8565.
Die Wild-Card
EUR/JPY
Wie viele andere EUR-Paarungen fiel auch die EUR/JPY-Paarung unter ihren jüngsten Konsolidierungswert zurück. Forex-Händler sollten das Oktober-Tief von 104,75 im Auge behalten. Ein Durchbruch hier öffnet die Tür zum September-Tief von 100,75. Widerstand findet sich wieder bei der zuvor durchbrochenen Unterstützungslinie der Konsolidierung bei 106,70. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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