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Friday, 26 Aug 2011
Jackson Hole Symposium sorgt für volatile Schwankungen
Während sich die Woche dem Ende neigt wird erwartet, dass das Statement des US Notenbankpräsidenten Ben Bernanke beim Jackson Hole Symposium am Wochenende für Unruhe an den Devisenmärkten sorgen wird. Man nimmt an, dass ein Update der dritten Runde der geldmarktpolitischen Erleichterungen bekannt gegeben wird.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4700 | 1.6750 | 81.80 | 0.8220 | 1.1080 | 0.9080 |
| 1.4540 | 1.6615 | 80.20 | 0.8150 | 1.0800 | 0.8890 | |
| 1.4490 | 1.6430 | 78.50 | 0.8015 | 1.0600 | 0.8830 | |
| Support | 1.4325 | 1.6260 | 75.94 | 0.7800 | 1.0315 | 0.8670 |
| 1.4240 | 1.6110 | 0.7550 | 0.9925 | 0.8610 | ||
| 1.3930 | 1.6000 | 0.7065 | 0.9700 | 0.8530 |
Wirtschafts News
USD - Im Vorfeld zum Jackson Hole Symposium verzeichnet US Dollar Kursgewinne
Der US Dollar handelte gestern leicht im Plus, als Händler begannen den jüngsten Einbruch bei den Aktienkursen neu zu bewerten und in Erwartung des Statements des US Notenbankpräsidenten Ben Bernanke beim Jackson Hole Symposium am Wochenende. Die EUR/USD-Paarung fand gestern Widerstand nahe 1,4500 und fiel beim späten Handel bis auf 1,4400 zurück. Ähnliche Bewegungen verzeichnete der Dollar auch zu den meisten anderen Währungen.
Die gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeichneten ein schwaches Bild des weltweiten Wirtschaftswachstums. Die wöchentlichen Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in den USA stiegen geringer an als prognostiziert und erreichten 417.000 in der vergangenen Woche. Ein Bericht über das Wohnungswesen zeigte eine Flaute beim Anstieg von Hypothekendarlehen, und die Daten des Konjunkturberichts des Fed-Distriktes Richmond fielen unter das Ergebnis des vergangenen Monats. Bislang wirkten sich diese Nachrichten nur positiv auf die Kurse des USD aus, da Händler das Risiko meiden.
Da am heutigen Freitag relativ viele Wirtschaftspublikationen erwartet werden, können Händler sich auf nicht unerhebliche Währungsbewegungen einstellen, die durch typische Wochenend-Liquidität ausgelöst werden. Unter den verschiedenen Wirtschaftsberichten die heute aus Australien, Großbritannien, Japan, den USA und der Eurozone veröffentlicht werden ist keiner, der besonders im Fokus steht. Die US Wirtschaft wird mit Berichten zum Bruttoinlandsprodukt, zum Verbrauchervertrauen und dem Statement von Ben Bernanke sehr stark im Mittelpunkt des Interesses stehen.
EUR - Abschwung am weltweiten Aktienmarkt drückt auf EUR Kurs
Angesichts der veröffentlichten Daten, die auf wirtschaftlichen Stillstand in Deutschland hindeuteten, handelte der Euro gestern im Minus. Die glanzlose Vorstellung der weltweiten Aktien führte ebenfalls dazu, dass sich viele Investoren vom EUR abwandten, obwohl dieser durchaus das Potential für Kursgewinne hat, sollte mehr Investment aus den USA in den Euro fließen.
Da die Wachstumsunterschiede zwischen den USA und Europa sich in dieser Woche wieder deutlich zeigten, scheinen höhere Erträge erzielende Anlagewerte wie das GBP und der EUR als Verlierer dazustehen, da viele Investoren das Risiko meiden. Während sich die Woche dem Ende neigt führt die zunehmende Risikovermeidung dazu, dass viele Investoren bevorzugt in niedrigere Erträge erzielende Währungen wie den USD und den CHF investieren, wenngleich Investitionen in US Staatsanleihen der jüngsten Herabsetzung der US Bonität durch S&P zu widersprechen scheinen. Nichtsdestotrotz steigt der Dollarkurs wieder einmal an.
Am heutigen Freitag wird der Euro wohl eine Bewertung seines jüngsten Kursrückgangs zu den anderen Haupt-Währungen erfahren, wobei er weitere leichte Abwärtstendenz aufweist. Allerdings werden aus der Eurozone heute nur wenige Wirtschaftsberichte erwartet. Händler sollten ihre Aufmerksamkeit auf die Berichte aus den USA und Großbritannien richten, da diese von nicht unerheblicher Bedeutung sein dürften.
JPY - JPY verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse während Investoren noch die Intervention der BOJ verkraften
Der japanische Yen (JPY) handelte in dieser Woche zu den meisten anderen Währungen mit unterschiedlichen Ergebnissen, nachdem Nachrichten bewirkten, dass viele Händler sich wieder Safe-Hafen-Anlagen zuwandten und die Bank of Japan (BOJ) wieder einmal an den Devisenmärkten intervenierte. Der Yen hat sich in den vergangenen Monaten als Top-Performer erwiesen, wenn man bedenkt, dass Händler in Zeiten intensiver Risikobereitschaft auf japanische Carry Trades und in Zeiten der Risikovermeidung auf den JPY setzen, was diese Währung, angesichts des verhängnisvollen Gerede über die Schuldenlage, äußerst reizvoll erscheinen lässt.
Der JPY verzeichnete gestern Kursverluste, als die $ 100 Mrd. Intervention der BOJ, die dem kometenhaften Anstieg des Yen Einhalt gebieten soll, anfing sich auf den Kurs der japanischen Währung auszuwirken. Der Hinwendung zu riskanteren Währungen wurde durch um sich greifenden Pessimismus Einhalt geboten, was dazu führte, dass ein Großteil der gestrigen Handels-Liquidität in traditionelle Wertedepots floss. So dürften Händler noch vor Wochenschluss einen weiteren Aufwärtsknick beim JPY erwarten, obwohl die Stimmung durch den Druck, der durch die Intervention der BOJ ausgelöst wurde, beeinträchtigt ist.
Rohöl - Der Rohölpreis hält sich nahe dem Wert von $ 86 pro Barrel
Der Rohölpreis blieb gestern fast unverändert und hielt sich beim späten Handel nahe dem Unterstützungswert von $ 86 pro Barrel. Die Wachstumsunterschiede zwischen den USA und Europa sind in dieser Woche wieder in den Mittelpunkt des Interesses geraten, während die Produktions- und Dienstleistungsdaten für Europa zunehmende Schwächen aufwiesen. Das führte dazu, dass etliche Großinvestoren und Analysten eine Umschichtung vom EUR und anderen riskanten Anlagen hin zu der Sicherheit des USD und des JPY in Erwägung zogen, und das trotz der latent zunehmenden Schwäche der amerikanischen Wirtschaft aufgrund der kürzlich erfolgten Herabsetzung des US Kredit-Ratings.
Während Investoren also nach Sicherheit strebten, blieb der Rohölpreis, der sich die ganze Woche über stabil gehalten hatte, weiterhin nahe $ 86,50 pro Barrel. Ein Anstieg bei den Dollarkursen aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage führte dazu, dass sich viele Investoren zögerlich von Anlagen wie Gold und Silber abwandten. Offenbar war auch Rohöl von dieser Stimmung betroffen. Der Rohölpreis scheint einen Entscheidungspunkt erreicht zu haben, auf den es schon die ganze Woche über hinausgelaufen ist, da eine starke rückläufige Stimmung um sich greift, wenngleich sich der Druck aufbaut den Preis stabil zu halten.
Technische News
EUR/USD
Die Bewegung in Richtung 1,4500 stieß auf bereitwillige Angebote, wobei die fallende Widerstandslinie vom Mai-Hoch die Paarung seit Ende Juli in einer relativ begrenzten Spanne von 500 Pips handeln ließ. Dieses Szenario könnte sich diese Woche ändern, so die Paarung den unteren Wert eines Dreiecks erreicht, welches unterhalb der Juli- und August-Tiefs von 1,4190 verläuft. Eine Bewegung unter diese Handelsspanne ist eher wahrscheinlich, da sich der Slow Stochastic sowohl auf dem Tages- als auch auf dem Monats-Chart rückläufig zeigt. Ein Durchbruch hier könnte die steigende Trendlinie vom Mai 2010 testen und dürfte langfristige technische Auswirkungen mit sich bringen. Andererseits findet sich erster Widerstand bei 1,4515, dem Hoch der vergangenen Woche, gefolgt von 1,4700.
GBP/USD
Nachdem es der Paarung nicht gelungen war unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt zu sinken verzeichnete sie einen eindrucksvollen Anstieg bis auf den Wert von 1,66. Allerdings deuten drei fehlgeschlagene Versuche über dem Wert von 1,6540 den Handel zu beschließen auf eine Schwäche beim Pfund Sterling hin. Außerdem bewegt sich die Paarung beim Slow Stochastic auf dem Tages-, Wochen- und Monats-Chart im überverkauften Bereich. Ein erster Abschwung könnte Unterstützung beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6370 finden, gefolgt von 1,6110, dem Tief vom 11. August. Eine Bewegung darunter könnte sich am Juli-Tief von 1,5780 versuchen. Sollte das Momentum weiterhin aufwärts weisen findet sich erster Widerstand bei 1,6580 mit der sehr wahrscheinlichen Zielsetzung des April-Hochs bei 1,6750.
USD/JPY
Vergangene Woche bewegte sich diese Paarung kurzfristig unter das März-Tief und den Wert von 76 Yen, allerdings wurde zügig auf den Dollar gesetzt, und bei der Tages-Kerze bildete sich ein Doji. Oftmals ist für ein Anzeichen einer bevorstehenden Umkehr ein Doji allein nicht genug um das technische Bild zu ändern. Allerdings besteht nach wie vor eine Abwärtstendenz, wobei ein Börsenschluss unter dem Wert von 76 ein Zeichen für weiteren Rückgang dieser Paarung sein dürfte. Mangelnde Unterstützung auf den langfristigen Charts gestaltet es schwierig eine Zielvorgabe zu prognostizieren, allerdings zeichnet sich die große runde Zahl von 70 Yen ab. Sollte das Doji-Muster standhalten und eine Umkehr erfolgen, bieten sich der Paarung eine ganze Reihe von Verkaufsmöglichkeiten, wobei sich die wahrscheinlichsten Einstiegswerte bei 78,50, 79,50 und 80,20 finden.
USD/CHF
Eine Erholung dieser Paarung ließ sie bis auf 0,8015 ansteigen, knapp über den 50% Rückführungswert der Mai-August-Bewegung. Es sieht so aus, als dürfte noch weiterer Bewegungsspielraum bestehen, da der Slow Stochastic auf dem Wochen- und Monats-Charts aufwärts weisen. Zusätzlicher Widerstand findet sich bei der fallenden Trendlinie des Februar-Hochs von 0,8150. Ein Durchbruch hier könnte die 61% Fibonacci Rückführung von 0,8220 zum Ziel haben. Allerdings sollten Händler bedenken, dass der langfristige Trend abwärts weist und sich Unterstützung bei 0,7800 findet, gefolgt von 0,7550.
Die Wild-Card
GBP/JPY
Die Paarung findet weiterhin Widerstand beim Wert der vom April-Hoch abfallenden langfristigen Trendlinie, der heute bei 126,75 liegt. Forex-Händler sollten beachten, dass bei einem Durchbruch des Unterstützungswerts von 125,50 das August-Tief von 123,25 getestet werden könnte. Andererseits findet sich Widerstand bei der Trendlinie, gefolgt von 127,30 und dem August-Spitzenwert von 130,80. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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