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Wednesday, 16 Mar 2011

Japanische AKW-Krise verursacht gestiegene Risikovermeidung, was den Dollar-Kurs ankurbelt

Der US Dollar konnte einige der Kursverluste zu den meisten Haupt-Währungen, die er in den vergangenen Tagen zu verzeichnen hatte, ausgleichen, als neue Daten belegten, dass die weltweite Konjunkturerholung länger auf sich warten lässt, als ursprünglich erwartet. Das führte zu einem Rückgang der Risikofreudigkeit an den Märkten und Investoren wandten sich sicheren Anlagewerten, wie dem Dollar und dem japanischen Yen, zu.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndowndownupup
Wochentendenzupnodowndowndownup
Resistance1.40551.614581.700.92501.00150.8780
1.40351.612581.500.92300.99950.8760
1.40051.609581.200.92000.99650.8730
Support1.39451.603580.600.91400.99050.8670
1.39151.600580.300.91100.98750.8640
1.38951.598580.100.90900.98550.8620

Wirtschafts News

USD - Abnehmende Risikofreudigkeit ein Segen für USD Händler

Der US Dollar erholte sich im Laufe der vergangenen Woche zu den meisten anderen Haupt-Währungen. Er legte zum Euro und zum britischen Pfund Sterling um rund 300 Pips zu, wobei das Gros der Kursgewinne zum Euro in den letzten 24 Stunden erfolgte.

Der Kursrückgang des Dollar in der vergangenen Woche war auf diverse enttäuschende Wirtschaftspublikationen aus den USA zurückzuführen. Der Bericht über die Handelsbilanz, die die Differenz zwischen importierten und exportierten Waren und Dienstleistungen darstellt, wies auf, dass sich das US Handelsdefizit im Februar auf $ 46,3 Mrd. erweitert hatte, gegenüber den sehr viel geringeren Erwartungen von $ 41,4 Mrd.

Der wöchentliche US Arbeitsmarktbericht zeigte auch, dass in der zurückliegenden Woche 397.000 Arbeitnehmer zum ersten Mal Arbeitslosenunterstützung beantragten, weit mehr als die ursprüngliche Zahl von 375.000. Damit setzten sich die negativen Arbeitsmarktdaten fort, die schon vor zwei Wochen mit dem ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) veröffentlicht wurden. Diese negativen Daten ließen Investoren hinsichtlich ihrer Portfolios Vorsicht walten, und folglich nahm die Risikovermeidung an den Märkten zu.

Die angespannte Lage in Japan, hinsichtlich einer potenziellen atomaren Kernschmelze nach dem jüngsten Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami, hat die weltweiten wirtschaftlichen Befürchtungen nicht gerade verringert, was die Investoren in die sicheren Arme des US Dollar trieb.

Für den Rest der Woche stehen noch viele interessante Wirtschaftspublikationen aus den USA an. Dabei sollten Händler besonders auf die folgenden Berichte achten: die Inflationszahlen der Erzeuger- und Verbraucherpreisindexe, die Daten des Berichts über Baugenehmigungen und den regionalen Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia. Diese Indikatoren haben gemeinhin große Auswirkung auf die Märkte, wobei schon jede einzelne Publikation den Dollar-Handel erheblich beeinflussen kann.

EUR - EUR verzeichnet gemischte Ergebnisse während die Märkte die weltweite Risiko-Grundstimmung bewerten

Der Euro verzeichnete während der letzten Börsensitzungen Kursgewinne im Vergleich zu den meisten anderen Haupt-Währungen. Der Euro fiel um rund 300 Pips zum US Dollar, jedoch handelt die EUR/USD-Paarung bereits wieder um den Wert von 1,3980 nachdem sie die Kursverluste wettmachen konnte.

Während der Euro gestern zum US Dollar moderate Kursgewinne verzeichnen konnte blieb die europäische Währung praktisch unverändert zum japanischen Yen und zum britischen Pfund Sterling. Zum Schweizer Franken jedoch verzeichnete der Euro den ganzen Tag über einen kräftigen Rückgang.

Experten schreiben das irrationale Verhalten des Euro einer Kombination weltweiter Ereignisse zu, die Investoren davon abhalten sich riskanteren Anlagewerten zuzuwenden. Nach wie vor macht man sich Sorgen darüber, ob die Eurozone tatsächlich in der Lage sein wird ihre Schuldenkrise nachhaltig in den Griff zu kriegen. Auch hat die durch die japanische Katastrophe herbeigeführte Risikovermeidung viele Investoren wachgerüttelt, was zu einer ganzen Reihe von Portfolio-Neubewertungen großer Investment-Banken und zu allgemeiner Flucht in Safe-Hafen-Anlagen führte.

Heute sollten Händler die Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien und die Inflationszahlen aus der Eurozone ganz besonders beachten. Auch aus den USA werden Inflationsdaten erwartet, die einen mäßigen Einfluss auf den heutigen Handel haben dürften. Jegliche zusätzliche negative Daten dürften sehr wahrscheinlich zum weiteren Ansteigen der Risikovermeidung führen.

JPY - Yen profitiert von Risikovermeidung, scheint jedoch instabil

Aufgrund gestiegener Risikovermeidung konnte der japanische Yen während der vergangenen Börsensitzungen Kursgewinne zu den meisten Haupt-Währungen verzeichnen. Der Yen legte zum Euro um rund 300 Pips zu und um etwa 600 Pips zum britischen Pfund Sterling. Zum US Dollar verzeichnete der Yen einen recht volatilen Handel ohne klare Ausrichtung, scheint sich jedoch zum amerikanischen Rivalen in Abwärtsrichtung zu bewegen.

Es sieht so aus, als hätten die Berichte aus Japan, hinsichtlich Erdbeben, Tsunami und der Katastrophe einer möglichen atomaren Kernschmelze, Investoren dazu veranlasst ihre Portfolios unter Risikoaspekten neu zu bewerten. Ohne positive Daten aus verschiedenen weltweiten Wirtschaften scheint es höchst unwahrscheinlich, dass sich der japanische Markt sehr schnell erholen werde. Dem Yen stehen offenbar kräftige Kursgewinne bevor, während japanische Aktien und Indexe aufgrund von Kapitalverschiebungen abstürzten.

In dieser Woche sollten Händler noch den wichtigsten Wirtschaftspublikationen aus den USA und der Eurozone Aufmerksamkeit schenken und dabei bedenken, dass positive Nachrichten die Risikofreudigkeit verstärken und wiederum die Kursgewinne des Yen der vergangenen Woche auslöschen könnte.

Rohöl - Rohölpreis sinkt auf $ 98 pro Barrel

Der Preis für ein Barrel Rohöl sank gestern, da der kräftige Anstieg bei der Risikovermeidung Investoren veranlasste sich von höhere Erträge erzielenden Anlagewerten und Rohstoffen abzuwenden und stattdessen in Safe-Hafen-Investments, wie den US Dollar und den japanischen Yen zu investieren. Die anhaltenden Unruhen in Libyen lassen viele Investoren vermuten, dass der Rohölpreis mehr als gewöhnlich den Marktstimmungen unterworfen und im Wandel begriffen ist.

Da heute der Fokus auf den europäischen und amerikanischen Inflationsdaten liegt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Händler heute große Preisbewegungen sehen werden, die durch fundamentale Daten ausgelöst werden. Die heutige Bekanntgabe der US Rohöllagerbestände könnte jedoch den Rohölpreis beeinflussen, insbesondere da ein leichter Anstieg der Bestände um 1,8 Mio. Barrel erwartet wird. Da wenig vorliegt, was den Ölpreis unterstützen könnte ist es eher wahrscheinlich, dass sich Händler auf eine Fortsetzung der gestrigen Abwärtsbewegung einrichten müssen.

Technische News

EUR/USD

Die meisten technischen Indikatoren zeigen, dass sich diese Paarung im überkauften Bereich bewegt und dass in naher Zukunft eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart ist in den überkauften Bereich übergetreten, während sich beim MACD auf dem Tages-Chart ein rückläufiger Cross gebildet hat. Zu verkaufen könnte heute eine kluge Wahl sein.

GBP/USD

Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart hat sich ein rückläufiger Cross gebildet, was darauf hindeutet, dass eine Abwärtsbewegung bevorstehen könnte. Diese Annahme wird vom Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt, der sich derzeit tief im überkauften Bereich bewegt. Händler dürften sich heute sehr wahrscheinlich zu einer Verkaufsentscheidung durchringen.

USD/JPY

Die technischen Indikatoren vermitteln für diese Paarung unterschiedliche Signale. Während sich der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart im überkauften Bereich bewegt hat sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross gebildet. Händler sollten heute eine abwartende Haltung einnehmen, bis sich später eine deutlichere Ausrichtung abzeichnet.

USD/CHF

Praktisch alle technischen Indikatoren zeigen diese Paarung im überverkauften Bereich, was besagt, dass in nächster Zukunft eine Aufwärtskorrektur stattfinden dürfte. Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart liegt bei -90, während sich beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart ein zinsbullischer Cross gebildet hat. Zu kaufen könnte heute die bevorzugte Vorgehensweise sein.

Die Wild-Card

GBP/CHF

Der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden-Chart zeigt diese Paarung derzeit im überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass eine Aufwärtskorrektur stattfinden wird. Diese Annahme wird sowohl vom Slow Stochastic auf dem gleichen Chart als auch vom RSI auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt. Jetzt könnte für Forex-Händler eine gute Zeit sein Kaufpositionen zu beziehen, bevor der Aufwärtsumschwung eintritt. Forex

Aktuelle Zeit: 05/25 16:58 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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