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Monday, 5 Dec 2011

Jede Menge Meetings von Zentralbanken stehen bevor

In der vergangenen Woche waren Zentralbanker und Politiker die treibende Kraft für die Devisenmärkte, was sich voraussichtlich in dieser Woche fortsetzen wird. Es stehen 9 Treffen von Zentralbanken auf dem Wirtschaftskalender, wobei das wichtigste wohl das der EZB sein dürfte, von der angenommen wird, dass sie den Leitzinssatz um mindestens 25 Basispunkte senken wird.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.38601.600080.200.97751.07500.8830
1.36101.589079.500.94601.04500.8760
1.35301.578078.700.93301.03400.8660
Support1.32601.552576.550.90651.00500.8515
1.31451.542075.560.89200.96600.8485
1.28701.52700.87600.93850.8355

Wirtschafts News

USD - Jede Menge Meetings von Zentralbanken stehen bevor

Die Zentralbanken sind eingesprungen, um die Lücken zu Füllen, die von Politikern beiderseits des Atlantiks hinterlassen worden sind. Der US Kongress zeigte sich außerstande hinsichtlich einer Senkung des Haushaltsdefizits eine Einigung herbeizuführen. Gleichfalls waren europäische Politiker nicht in der Lage die seit zwei Jahren andauernde europäische Schuldenkrise in den Griff zu kriegen. Demzufolge haben es die Zentralbanker auf sich genommen die Finanzmärkte zu unterstützen. Die Maßnahme führender Zentralbanker die Liquidität durch diskontierte Währungsswaps zu erhöhen half die Finanzmärkte zu unterstützen, wo andere Maßnahmen fehlgeschlagen hatten. In dieser Woche wird es neun Meetings von Zentralbanken geben. Die US Notenbank trifft dann kommende Woche am 13. Dezember zusammen. Die Stimmung an den Märkten war in der vergangenen Woche sehr viel positiver, als das den größten Teil des Novembers der Fall gewesen ist, und das dürfte sich auch in der neuen Woche so fortsetzen. Wahrscheinlich wird das zu weiteren Rückgängen bei USD führen.

Mit Ausnahme der Handelsbilanz am Freitag und dem Bericht über das Verbrauchervertrauen werden in dieser Woche keine bedeutsamen Wirtschaftspublikationen aus den USA erwartet. So kann es sein, dass die Märkte von Gerüchten hin und her gerissen werden, was für ein schwierig zu beurteilendes Handelsumfeld sorgt. Davon mal abgesehen gibt es keinen Ersatz für ein striktes Risikomanagement.

EUR - EZB bildet den Höhepunkt einer Woche voller Meetings der Zentralbanken

In der vergangenen Woche waren Zentralbanker und Politiker die treibende Kraft für die Devisenmärkte, was sich voraussichtlich in dieser Woche fortsetzen wird. Es stehen 9 Treffen von Zentralbanken auf dem Wirtschaftskalender, wobei das wichtigste wohl das der EZB sein dürfte, von der angenommen wird, dass sie den Leitzinssatz um mindestens 25 Basispunkte senken wird. Angesichts der jüngsten Äußerungen Mario Draghis scheint es zu Veränderungen bei der EZB Politik zu kommen, da die Bank anerkennt, dass sich das Risiko einer Deflation in die Wirtschaft der Eurozone zu schleichen scheint. Dem liegen Erwartungen für Wachstumsverlangsamung zugrunde, wie sie durch den Abwärtstrend beim europäischen Einkaufsmanagerindex signalisiert werden. Die Antwort der EZB könnte eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte den zweiten Monat in Folge sein. Es wird zwar auch über möglicherweise 50 Basispunkte spekuliert, aber das dürfte wohl etwas übertrieben sein. Zusätzliche Liquiditätsmaßnahmen könnten durch die EZB eingeleitet werden, um die Bereitstellung von Geldern für die europäischen Banken zu verbessern. Diesen Schritt unternahmen die führenden globalen Zentralbanken vergangenen Mittwoch mit diskontierten Währungsswaps.

Draghi schlug ebenfalls vor, dass die EZB sich aufgeschlossener gegenüber europäischen Staaten zeigen solle, die in Finanzierungsnöte geraten sind. In seiner Rede in der vergangenen Woche sagte Draghi, dass für EU Politiker zu gelten habe: „Striktere Haushaltsdisziplin und das engere Einbinden ihrer Wirtschaften ist definitiv das wichtigste Element für die Wiederherstellung von Glaubwürdigkeit. Andere Elemente mögen folgen, aber worauf es ankommt ist die Ablaufplanung.“ Sollte die EZB das Gefühl haben, dass die EU Regierungen tatsächlich konkrete Schritte unternehmen, könnte sie ihre „Panzerfaust“ auspacken, um zu helfen die Schuldenkrise zu bewältigen.

AUD - Es wird erwartet, dass die RBA ihren Leitzinssatz senken wird

Übereinstimmend wird erwartet, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) am Dienstag den Leitzinssatz den zweiten Monat in Folge um 25 Basispunkte senken wird. Diese Maßnahme folgt einer 10,7%-igen Schrumpfung bei den Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsätzen, die weit unter den Erwartungen lagen. Die australische Wirtschaft schwächt sich ab, was am Mittwoch mit der Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts für das 3. Quartal voraussichtlich bestätigt werden dürfte. Wirtschaftsdaten aus China sind ebenfalls besorgniserregend, da der HSBC Einkaufsmanagerindex mit 47,7 im November gegenüber 51 im Oktober auf den niedrigsten Stand seit 32 Monaten gesunken ist.

Aufgrund der verbesserten Stimmung an den Märkten ist der AUD von seinen Oktober-Tiefs beständig gestiegen, wobei dieser Anstieg möglicherweise zu weit gegangen ist, da beispielsweise die AUD/USD-Paarung allein in der vergangenen Woche um über 6,5% kletterte. Das Paar findet Widerstand bei 1,4050, dem Hoch vom 3. November, gefolgt von 1,0610, der von den Juli- und Oktober-Hochs abfallenden Trendlinie.

Mais - Ernteberichte der Regierung sind unzuverlässig

Ein Artikel im Wall Street Journal vom Montag zeigt auf, wie unzuverlässig die die Ernteberichte der Regierung in jüngster Zeit waren. Laut WSJ waren die Prognosen des US Landwirtschaftsministeriums in den letzten zwei Jahren alles andere als genau, respektive die ungenauesten in den vergangenen 15 Jahren. Folglich ist der Lagerbestandsbericht der Regierung in die Kritik geraten. Der Bericht weist aus welche Menge Getreide in Lagerräumen und Silos gespeichert ist. Da dieser Bericht als Nachricht mit großer Auswirkung betrachtet wird, kann seine Veröffentlichung zu großen Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten führen. Sowohl Absicherer als auch Spekulanten haben angefangen die Genauigkeit der Regierungsberichte in Frage zu stellen, da laut WSJ die Berichte in den letzten 3 Jahren Wellenbrecher bei Getreidepreisen an den Märkten ausgelöst haben. Der Preis für Mais liegt derzeit nahe seinem jüngsten Tief von 584,58. Unterstützung findet der Rohstoff bei 581,60 und 571,60 und Widerstand bei 631,00.

Technische News

EUR/USD

Das Wochen-Chart zeigt, dass die Paarung in einer symmetrischen Dreiecksformation handelt, wobei die Widerstandslinie vom Mai-Hoch abfällt und die Unterstützungslinie vom Jahres-Tief. Erste Unterstützung dieses Chart-Musters findet sich diese Woche bei 1,3200. Ein Durchbruch hier dürfte wahrscheinlich nicht nur die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen, sondern ebenfalls zu 1,3050, der 61,8% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung von 2010 zu 2011. Das Januar-Tief von 1,2875 könnte eine zeitnahe Kurs-Aktion enthalten. Andererseits bildet das Hoch vom 18. November bei 1,3610 ersten Widerstand, gefolgt von der Mitte-November-Konsolidierung von 1,3860, bei der auch der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt. Der Spitzenwert der Dreiecksformation dürfte wahrscheinlich Aufwärtsbewegungen in Richtung 1,4230-1,2350 enthalten.

GBP/USD

Vergangene Woche fand die Paarung Widerstand bei 1,5780, einem Wert, der sich schon in der Vergangenheit als Widerstandswert erwiesen hat. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Oktober-Hoch von 1,6165. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart ist weiterhin rückläufig und so bildet das November-Tief von 1,5435 ersten Widerstand, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,5270. Die letzte Bastion der Unterstützung für die GBP/USD-Paarung findet sich bei der von den Tiefs in 2009 und 2010 ansteigenden Trendlinie deren Wert bei 1,0590 liegt.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung dehnt sich über die langfristige Trendlinie des Hochs in 2007 aus, deren Wert bei 78,70 liegt. Es bedarf eines Durchbruchs dieses Werts um den jüngsten Kursanstieg zu bestätigen. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart zeigt Aufwärtstendenz, so dass Händler weiteren Widerstand bei 79,50 vom Post-Interventions-Hoch finden dürften. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt ebenfalls knapp unter diesem Wert. Sollte die Paarung die langfristige Trendlinie nicht erreichen, dürfte sich der Stau zwischen 77,50-77,60 als unterstützend erweisen, während das Allzeit-Tief nahe 75,60 sich als letzte Unterstützung zeigt.

USD/CHF

Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zeigt sich bereits rückläufig und auch der Slow Stochastic auf dem Monats-Chart beginnt sich zu wenden. Das geschieht nachdem es der Paarung nicht gelungen ist einen Durchbruch oberhalb des Widerstandswerts von 0,9330 zu vollziehen. Folglich findet das Paar Unterstützungen bei 0,9065, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt vom November-Tief von 0,8760 und dem Oktober-Tief von 0,8565. Ein Durchbruch oberhalb des 0,9330 Widerstandswerts könnte Kursgewinne in Richtung des Jahres-Hochs von 0,9780 auslösen.

Die Wild-Card

AUD/USD

Der AUD traf bei 1,0330 auf Widerstand. Bei diesem Wert findet sich eine Menge Widerstand, da der Kurs mit dem früheren Widerstandswert vom Hoch des 14. Novembers, sowie dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,0300 übereinstimmt. Forex-Händler sollten beachten, dass der Slow Stochastic sich zu wenden beginnt. Unterstützung findet sich beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,0050. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 17:56 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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