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Monday, 24 Jan 2011

Kämpferische Bemerkungen von Trichet stärken den Euro

In einem Interview am Wochenende mit Jean-Claude Trichet, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), bestätigte sich was Händler schon lange vermuteten, dass nämlich die EZB keinen Moment zögern werde die Inflation in der Eurozone zu bekämpfen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupupdowndownup
Wochentendenzupdownupdowndownup
Resistance1.36791.604683.520.96690.99680.8604
1.36611.602583.300.96450.99460.8580
1.36301.599682.990.96140.99150.8549
Support1.35681.593482.420.95550.98540.8490
1.35361.590382.100.95240.98250.8461
1.35151.588181.910.95010.98010.8442

Wirtschafts News

USD - Dollar zum Wochenbeginn geschwächt

Zum Ende der vergangenen Handelswoche lag der Dollarkurs im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen im Minus. Unterschiedliche Erwartungen hinsichtlich der Höhe des Leitzinssatzes zwischen den USA und Europa brachten einen weit gefächerten Verkauf des Dollar mit sich. Um dem steigenden Inflationsdruck in der EU und Großbritannien zu begegnen, könnten sich die entsprechenden Zentralbanken gezwungen sehen ihre jeweiligen Leitzinssätze zu erhöhen.

Der Inflationsdruck in den USA ist wesentlich geringer, da die US Notenbank mit der Lockerung ihrer Geldpolitik fortfährt. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Notenbank ihr quantitatives Lockerungsprogramm aufgeben werde oder dass sie nicht den Kauf von Schatzanweisungen im Wert von $ 600 Mrd. zum Abschluss bringt.

Der Kursrückgang des Dollar könnte sich zu Beginn der Woche bei weiteren Dollar-Verkäufen fortsetzen. Die wichtigsten Wirtschaftspublikationen für den Dollar dürften diese Woche der Bericht über das Verbrauchervertrauen am Dienstag, das Treffen des Offenmarktausschusses am Mittwoch und das Bruttoinlandsprodukt für das 4. Quartal 2010 sein.

EUR - Kämpferische Bemerkungen von Trichet stärken den Euro

In einem Interview mit dem Wall Street Journal bestätigte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, die Absicht der EZB die Inflation trotz der Ungleichheiten bei den Wachstumsraten zwischen Zentraleuropa und den umliegenden Staaten, zu bekämpfen

Trichet hielt hartnäckig an seiner kämpferischen Sicht auf Inflation fest und gelobte inflationären Druck zu bekämpfen. Die Inflationsrate in der EU stieg im vergangenen Monat überraschenderweise auf 2,2%. Das war das erste Mal seit zwei Jahren, dass die Inflationsrate größer war als die Zielvorgabe der EZB von 2,0%.

Der EZB-Präsident betonte, die EZB sei entschlossen insbesondere die Inflation bekämpfen zu wollen, die auf steigende Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise zurückzuführen ist. Trichet unterstütze außerdem Haushalts-Beschränkungen und
-Disziplin in den EU-Staaten, was nahe legt, dass die EU-Staaten bei der Einhaltung ihrer Sparmaßnahmen stark unter Kontrolle stehen. Er sehe auch nicht die Gefahr eines wirtschaftlichen Abschwungs aufgrund eigenstaatlicher Haushaltskürzungen.

Der Euro verzeichnete vergangene Woche kräftigen Kursaufschwung sowohl zum Dollar als auch zum Schweizer Franken, als sich die Erwartungen hinsichtlich Leitzinssatzerhöhungen für Europa und den Rest der Welt verstärkten. Weitere kämpferische Kommentare seitens der EZB könnten dem Euro in der vor uns liegenden Handelswoche den Rücken stärken.

Obwohl es schon über zwei Jahre zurückliegt, sollten Händler nicht vergessen, dass die EZB im Juli 2008 eine Leitzinssatzerhöhung in die Wege leitete, nur wenige Monate vor dem Untergang von Lehman Brothers. Das sollte Trichets Bekenntnis zur Eliminierung der Inflation in der EU untermauern. Folglich ist es ratsam für Händler darauf zu achten, wenn sich der EZB-Präsident an die Öffentlichkeit wendet.

JPY - Erneuter Abwärtstrend für USD/JPY

Die jüngste Kursentwicklung dieser Paarung deutet darauf hin, dass der seit längerem bestehende Abwärtstrend sich fortsetzen wird. Nach dem Aufschwung zu Anfang des Jahres, bei der USD/JPY-Kurs bis auf 83,70 angestiegen war ist die Paarung nun in einem erneuten Abschwung verfangen, wobei der Tiefstand der vergangenen Woche bei 81.80 lag.

Erneute Stärke beim Yen könnte ein Einmischen in das Marktgeschehen seitens des japanischen Finanzministeriums (MOF) auslösen. Mitte September hatte das MOF bereits schon einmal in den Devisenmarkt eingegriffen um den japanischen Yen zu schwächen.

Sollte eine Stärkung des JPY-Kurses erfolgen müssen Händler, falls ein neuer Höchststand erreicht wird, eine neuerliche Einmischung des MOF in Erwägung ziehen. Händler sind gut beraten darauf zu achten sollte sich der USD/JPY-Kurs dauerhaft unter dem Wert von 82 festigen.

Das Meeting bei der Bank of Japan am Dienstag und das begleitende geldpolitische Statement könnte harte Worte für jene Devisenhändler mit sich bringen, die vorhaben die Bereitschaft japanischer politischer Entscheidungsträger zu testen, sollten diese wieder ins Geschehen am Devisenmarkt eingreifen wollen.

Rohöl - Rohölpreis erholt sich nach dem Rückgang vom Dienstag

In der vergangenen Woche erreichte der Rohölpreis den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren, hielt den Wert aber nicht bis zum Wochenschluss. Eine Verbesserung der Weltwirtschaftslage in Verbindung mit positiver konjunktureller Grundstimmung lässt die Rohstoffpreise steigen.

Jedoch lassen bessere Bruttoinlandsproduktzahlen aus China die Erwartungen auf geldpolitische Maßnahmen zur Eindämmung der chinesischen Inflation ansteigen. Eine jegliche Verschärfung der chinesischen Geldpolitik könnte die Wachstumsraten wie auch die Nachfrage nach Rohstoffen zurückgehen lassen.

Der Rohölpreis festigte sich am Freitag nach einem heftigen Rückgang um 2,75% am Donnerstag. Hier könnte sich eine gute Kaufgelegenheit für Rohöl bieten, falls sich der Preis dem Unterstützungswert von $ 87,20 sowie der steigenden Trendlinie des August-Tiefs nähert, wenn diese heute denselben Wert erreicht.

Technische News

EUR/USD

Der Candlestick vom Freitag endete ohne Docht, was darauf hindeutet, dass das Momentum weiterhin aufwärts weist. Folglich können Händler bei dieser Paarung weitere Kursgewinne erwarten mit einer Zielsetzung nahe dem 61,8% Fibonacci Zurückführungswerts der November bis Januar Bewegung. Dieser Wert stimmt mit dem Widerstandswert von 1,3740 vom Oktober überein.

GBP/USD

Seit Jahresbeginn verzeichnet diese Paarung eindrucksvolle Kursgewinne und stieg von 1,5340 bis zum Höchststand von 1,6060 in der vergangenen Woche. Diese Paarung scheint Unterstützung vom exponentiellen 10-Tage-Bewegungsdurchschnitt, der heute bei 1,5885 liegt, zu erhalten. Das scheint ein angemessener Wert zu sein um einen begrenzten Kaufauftrag zu platzieren.

USD/JPY

Am Dienstag fand diese Paarung Widerstand beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt, einem Indikator der in der Vergangenheit seine Befähigung zum Unterstützungs- bzw. Widerstandswert gezeigt hat. Dieser Wert liegt heute bei 83,10. Unterstützung findet die Paarung beim letztwöchigen Tief von 81,80.

USD/CHF

Der Abwärtstrend dieser Paarung setzt sich fort mit einer Kurszurückführung zu 61,8% der Dezember-Bewegung, die dann abrupt abfiel. Händler sollten einen Verkauf bei dieser Paarung in Erwägung ziehen, wobei der erste Unterstützungswert bei 0,9520 liegt. Widerstand findet sich bei 0,9685 und 0,9780.

Die Wild-Card

Gold

Nachdem dieser Rohstoff vergangene Woche ein Head and shoulders Pattern abgeschlossen hat, mit einem Durchbruch unterhalb der steigenden Nackenlinie der unterhalb den Oktober-Januar-Tiefs liegt, scheint sich dieser Rohstoff wieder oberhalb der Nackenlinie zu orientieren. Hier bietet sich Forex -Händlern eine neuerliche Gelegenheit eine Short-Position einzugehen, falls der Preis heute den Wert von $ 1.360 pro Feinunze erreicht.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:01 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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