| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Monday, 5 Jul 2010
Kann der Dollar die Kursverluste der vergangenen Woche ausgleichen?
In dieser Handelswoche stellt sich vielen Anlegern die Frage, ob der US-Dollar weiter abwertet oder die Kursverluste der vergangenen Woche ausgleichen kann. In der letzten Woche hatte die US-Währung wiederholt an Boden verloren, nachdem eine Reihe negativer Konjunkturdaten, einschließlich des bedeutenden Arbeitsmarktberichts NFP, aus den USA veröffentlicht wurden. Der Dollar benötigt nun dringend neue Indikatoren, die auf eine positive Entwicklung der US-Wirtschaft weisen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2620 | 1.5252 | 88.72 | 1.0728 | 0.8511 | 0.8347 |
| 1.2599 | 1.5230 | 88.50 | 1.0706 | 0.8492 | 0.8325 | |
| 1.2571 | 1.5199 | 88.21 | 1.0675 | 0.8460 | 0.8294 | |
| Support | 1.2510 | 1.5141 | 87.61 | 1.0631 | 0.8401 | 0.8231 |
| 1.2482 | 1.5112 | 87.30 | 1.0599 | 0.8370 | 0.8200 | |
| 1.2461 | 1.5080 | 87.08 | 1.0578 | 0.8351 | 0.8181 |
Wirtschafts News
USD - US-Arbeitsmarktbericht enttäuscht - Dollar verliert
In der letzten Woche verzeichnete der USD gegen einen Großteil der Hauptwährungen Kursverluste. Dabei gab die Währung der Vereinigten Staaten um 200 Punkte gegen den Euro und 250 Punkte gegen den japanischen Yen nach.
Negative Impulse lieferten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Händler fürchteten um einen Konjunkturrückschlag. Der am Dienstag vom Forschungsinstitut Conference Board veröffentlichte Index für das Verbrauchervertrauen brach auf 52,9 Punkte ein. Im Vormonat Mai lag dieser noch bei 62,7 Zählern. Die Abwärtstendenzen des Dollar setzten sich am Dienstag mit dem Ergebnis zum Bericht der Ausstehenden US-Hausverkäufe fort. Laut National Association of Realtors (NAR) fiel der entsprechende Index im Vormonatsvergleich um 30,0%. Experten hatten einen Rückgang von durchschnittlich 7,4% erwartet. Zum Abschluss der Woche verdeutlichte der bedeutende Arbeitsmarktbericht NFP am Freitag, dass im Juni in den USA die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft erstmals in diesem Jahr gesunken ist. Demnach ging die Zahl der Beschäftigten um 125.000 zurück. Die negativen Wirtschaftsdaten aus dem Arbeits- und Immobiliensektor der USA schwächten den Dollar in der Woche zum 2. Juli spürbar. Am Markt spekulieren die Teilnehmer darüber, dass sich die Erholung der Wirtschaftlage in den USA doch langsamer einstelle als zuvor gedacht.
In der kommenden Handelswoche stehen einige wichtige Veröffentlichungen aus den USA auf der Agenda. USD-Händler sollten dabei unbedingt den Index der Einkaufsmanager (PMI), die nicht dem verarbeitenden Gewerbe angehören (Purchasing Managers Non-Manufacturing Index), am Dienstag sowie die US-Arbeitslosenerstanträge zum Ende der Woche im Auge behalten. Enttäuschen die Daten ebenfalls, wird der Dollar seine Talfahrt voraussichtlich fortsetzen. Händler sollten die Indizes gut im Auge behalten, die bereits in der Vergangenheit dem US-Dollar mit positiven Ergebnissen Trendwenden beschert haben.
EUR - Leitzinsentscheid Eurozone für Donnerstag erwartet
In der letzten Woche konnten für den EUR unterschiedliche Handelstendenzen beobachtet werden. Während das Cross EUR/USD um nahezu 200 Punkte aufwertete und die Marke von 1,2600 erreichte, musste die europäische Gemeinschaftswährung wiederholt Verluste gegen den japanischen Yen und das britische Pfund Sterling hinnehmen.
Ein neuer US-Konjunkturpessimismus schwächte den Dollar im Wochenverlauf, wovon die Einheitswährung EUR profitierte und sich erholte. Doch auch der Euro wird sich nach Meinung der Marktteilnehmer wohl kaum ohne solide Konjunkturdaten stabilisieren könnten. Dies ist jedoch gegenwärtig nicht der Fall: In der vergangenen Woche berichtete die EZB zunächst, dass die Geldmenge M3 im Mai um 0,2% und damit das vierte Mal in Folge gesunken ist. Darüber hinaus signalisierten vorläufige Zahlen zum Europäischen Verbraucherpreisindex, dass die Inflation im Juni um 1,4% gestiegen ist. Experten hatten einen Anstieg um 1,5% erwartet. Angesichts der hohen Unsicherheit an den europäischen Märkten und den anhaltenden Zweifel an einer Konjunkturerholung im Euroraum, warten Anleger auf deutliche Signale für eine nachhaltige konjunkturelle Belebung der Eurozonen-Wirtschaft.
In den kommenden Handelstagen sollten EUR-Händler ihr Augenmerk auf den Mindestbietungssatz der EZB, der hier die Leitzinsfunktion übernommen hat, richten. Analysten gehen davon aus, dass die EZB ihren Leitzins unverändert bei 1,00% belassen wird. Sollte die Notenbank jedoch mit einer Zinsänderung überraschen, würde dies großen Einfluss auf die Märkte nehmen. Darüber hinaus ist für Händler die den Entscheid begleitende Pressekonferenz der EZB von Bedeutung. Möglicherweise werden Hinweise auf zukünftige Maßnahmen im Rahmen der Geld- und Währungspolitik innerhalb der Eurozone wahrzunehmen sein.
JPY - Yen gestärkte durch gedämpften Risikoappetit
In der letzten Handelswoche ergaben sich für den japanischen Yen überwiegend Aufwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. Deutliche Kursgewinne von über 250 Punkten verzeichnete die Inselstaatwährung gegenüber dem US-Dollar. Das Währungspaar USD/JPY fiel bis unter 87,00. Auch GBP/JPY sackte um nahezu 200 Punkte ab.
Insgesamt blieb die ohnehin bereits geringe Risikobereitschaft an den Märkten aufgrund enttäuschender US-Konjunkturdaten niedrig, so dass sich Anleger wiederholt am Safe-Haven-Yen orientierten. Die negativen Wirtschaftsdaten aus dem Arbeits- und Immobiliensektor der USA lösten eine Art Konjunkturpessimismus am Markt aus. Händler fürchteten um einen Konjunkturrückschlag. Des Weiteren wurden gleich mehrere Konjunkturindikatoren aus Japan mit positiven Ergebnissen ausgegeben. Wichtigster dabei war der Tankan Manufacturing Index, der das Vertrauen japanischer Unternehmen in die wirtschaftliche Entwicklung in Japan misst. Der Konjunkturbericht der Bank von Japan fiel besser als erwartet aus. Der Index lag erstmals seit zwei Jahren im positiven Bereich.
In dieser Woche sollten JPY-Händler ihre Aufmerksamkeit den Auftragseingängen „Core Machinery Orders“ sowie der Leistungsbilanz am Mittwoch schenken. Interessant bleibt es für Anleger darüber hinaus, die Bewegungen auf den Aktienmärkten, die jüngst mit den Kursentwicklungen des JPY interagieren, zu beobachten.
Rohöl - Rohöl sackt bis unter $72,00 pro Barrel ab
Zum ersten Mal in 4 Wochen fielen die Ölpreise am Freitag bis unter die Marke von $72,00 pro Barrel. In die Handelswoche startete der Rohstoff noch um $78, beendete diese schließlich mit $71,60 pro Barrel.
Die negative Konjunkturstimmung in den USA hatte in den letzten Handelstagen auch die Rohstoffmärkte belastet. Zu Wochenbeginn notieren die internationalen Ölpreise am Montagmorgen nun bei $72. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August kostet $72,48 und damit $0,34 mehr als zu Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steigt um $0,48 auf $72,13. Für heute erwarten die Marktteilnehmer einen eher dünnen Handel, da die Märkte in den USA zu Wochenbeginn wegen des gestrigen Unabhängigkeitsfeiertags 4. Juli geschlossen bleiben. Die enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA der letzten Woche werden von den Händlern als Anzeichen für eine Abschwächung der Konjunkturerholung in den USA gedeutet. Angesichts der Hurrikan-Saison im Golf von Mexiko kann die Ölproduktion derzeit immer wieder stark eingeschränkt werden.
In der kommenden Woche sollten Händler Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen. Diese scheinen gegenwärtig den größten Einfluss auf die internationalen Ölpreise zu nehmen. Darüber hinaus ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, der sich unmittelbar auf den Rohölhandel auswirkt.
Technische News
EUR/USD
Der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart hat bereits abwärts gekreuzt und gibt damit einen Hinweis auf eine sich ankündigende Kurskorrektur nach unten. Der RSI der 4-Stunden-Chart bekräftigt diese Annahme. Kaufen könnte auch bei EUR/USD heute von Vorteil sein.
GBP/USD
Sowohl Relative Strength Index (RSI) als auch Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart geben dieses Paar im überkauften Bereich aus. Hier könnte sich bereits in naher Zukunft eine Kurskorrektur nach unten ergeben. Gleichzeitig geben die übrigen technischen Indikatoren das Paar im neutralen Bereich aus. Anleger könnten hier weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
USD/JPY
Der Slow Stochastic der 2-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich für das Währungspaar USD/JPY in Kürze eine Kurskorrektur nach oben einstellt. Der Relative Strength Index (RSI) der Tages-Chart bestätigt diese Theorie. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich heute als richtig erweisen.
USD/CHF
Während der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart das Paar im überkauften Bereich ausgibt, signalisiert der Relative Strength Index (RSI) der Tages-Chart das genaue Gegenteil. Die Mehrheit der Indikatoren gibt derzeit keine eindeutigen Signale aus. Anleger könnten diesen Markt ebenfalls zuerst beobachten, bevor sie weitere Handelsstrategien bestimmen.
Die Wild-Card
EUR/DKK
Der Relative Strength Index (RSI) der 4-Stunden-Chart gibt das Paar im überkauften Bereich aus und weist auf eine Kurskorrektur nach unten im weiteren Tagesverlauf. Der RSI der 8-Stunden-Chart stützt diese Interpretation. Für Forex -Händlern könnte es heute entsprechend von Vorteil sein, bei EUR/DKK bei gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







