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Friday, 28 May 2010

Kann der EUR seine Kursgewinne behaupten?

Am gestrigen Donnerstag ergab sich für den Euro eine leichte Erholung gegenüber dem USD, nachdem die Kurse an den Aktienmärkten wieder anzogen und die Volksrepublik China einem Zeitungsbericht zufolge die Streuung ihrer Devisenreserven nicht beabsichtigt, zu ändern. Viele Anleger stellen sich die Frage, ob die europäische Gemeinschaftswährung ihre frisch verzeichneten Kursgewinne nun bis in die kommende Woche halten kann?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdownupdowndownup
Wochentendenzdownupupupupdown
Resistance1.23811.461091.871.16410.85690.8547
1.23621.459191.651.16200.85480.8525
1.23311.456391.371.15880.85190.8496
Support1.22701.450190.751.15270.84570.8435
1.22421.447090.441.14980.84250.8403
1.22211.445390.231.14790.84020.8382

Wirtschafts News

USD -

Der USD verbuchte am Donnerstag Kursverluste gegen den EUR. Insgesamt sei die Stimmung an den Märkten aufgehellt, so Händler. Eine klare Kurserholung von 2,5% war gestern an der Wall Street zu beobachten. Chinas geäußertes Vertrauen in den Euro hatte am gestrigen Handelstag die Stimmung an den Börsenplätzen weltweit deutlich verbessert. Die bislang verunsicherten Händler kehrten Safe-Havens wie USD und JPY den Rücken, während wachstumsorientierte Währungen wie Australischer Dollar um 3,5% und der Kanadische Dollar um nahezu 2% gegen den Dollar aufwerteten.
Darüber hinaus wurden am Donnerstag Optimismus versprechende US-Konjunkturdaten veröffentlicht. Wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte, ist in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche erneut gesunken. Der Rückgang lag jedoch unter den Erwartungen am Markt. Darüber hinaus hat sich die US-Wirtschaft im 1. Quartal 2010 nicht so stark erholt wie erwartet. Die Marktteilnehmer glauben dennoch fest an das Erholungsvermögen der US-Konjunktur, das sich in einem schnelleren Tempo vollziehen, als beispielsweise in Japan, Großbritannien und der Eurozone - insbesondere angesichts der jüngsten Kreditkrise im Euroraum.

EUR -

Der EUR erholte sich am Donnerstag von seinem zuvor nahezu erreichten 4-Jahres-Tief zum USD. Als Vertrauensbeweis wurden die gestrigen Aussagen der chinesischen Zentralbank gewertet, die einen Pressebericht zurückwies, nach dem China angesichts der Euro-Schwäche ihre Anlagestrategie auf den Prüfstand stelle. Entsprechend atmeten die Börsen und der Euro auf. Die Einheitswährung kletterte um 1,6% auf $1,2367 zu Handelsschluss in New York, von noch zuvor $1,2178 am Mittwoch. Zum japanischen Yen wurde der Euro bei 112,62 gehandelt, nachdem die Gemeinschaftswährung noch am 25. Mai mit 108,84 ein 9-Jahres-Tief markierte.
Die Marktstimmung steigt und auch Europas Kreditkrise scheint sich inzwischen nicht über die Grenzen der Eurozone auszubreiten, so dass die globale Sorge an den Märkten um eine nachhaltige Konjunkturerholung langsam nachlässt. Des Weiteren trug die Verabschiedung von Sparmaßnahmen im spanischen Parlament zur optimistischeren Stimmung der Anleger bei. Insgesamt bleiben die Märkte momentan hypersensibel und reagieren, wie an den letzten Nachrichten aus China zu erkennen, auf jede noch so kleine Meldung.

JPY -

Japans Yen verzeichnete gestern gegen einen Großteil der Hauptwährungen Kursverluste. Händler verwiesen auf das nachlassende Interesse an Safe-Havens wie USD und JPY am Markt als Beweggrund für die Kursentwicklung sowie auf den gestrigen Kursanstieg bei Aktien, Rohstoffen und wachstumsstarken Anlagen.
Wachstumsabhängige Währungen wie AUD und NZD profitierten vom den Zugewinnen. Insbesondere der Australische Dollar wertete zum ersten Mal innerhalb eines Monats wieder auf. Dabei verzeichnete der Aussie Kursgewinne von 3,5%, die einer Stärke bei den asiatischen Aktienmärkten folgten und Anleger dazu veranlassten, sich ertragreicheren Währungen zuzuwenden.

Rohöl -

Angesichts der EUR-Erholung zog auch der Ölpreis mit an und markierte einen neuen Höchststand der letzten zwei Wochen. Somit lag US-Rohöl im Juli-Kontrakt am Donnerstag im New Yorker Börsenhandel mit +$3,04, bzw. +4,3% bei $74,55. Aktuell handelt das Barrel Rohöl bei $75,30.
Das Bekenntnis der Zentralbank Chinas zu ihren europäischen Staatsanleihen hatte die US-Börsen beflügelt. Der Ölpreis tendierte am Donnerstagnachmittag somit deutlich fester gegenüber dem Vortag. Dabei verwiesen Händler auf die steigende Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft sowie auf die freundlichen Aktienmärkte als Auslöser für die Aufwertung. Zu früher Handelsstunde heute Morgen ist der Ölpreise nach dem kräftigen Schub am Vortag nun wieder leicht gesunken.

Technische News

EUR/USD

Ein Großteil der technischen Indikatoren zeigt das Paar im neutralen Bereich an. Kurzfristig sind keine größeren Preisbewegungen zu erwarten. Entsprechend des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart nähert sich das Paar dem „überverkauften“ Bereich. Anleger sollten jedoch weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

GBP/USD

Der RSI der 4-Stunden-Chart lässt erkennen, dass GBP/USD inzwischen weit in den „überkauften“ Bereich gedreht hat. Demnach ist hier eine Preiskorrektur nach unten jederzeit möglich. Die Bollinger Bands der 8-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Händler sollten bei diesem Währungspaar heute vorzugsweise auf fallende Kurse setzen.

USD/JPY

Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart kreuzt aufwärts und gibt damit einen Hinweis auf eine sich ankündigende Kurskorrektur nach unten. Der RSI der 2-Stunden-Chart gibt ähnliche Signale aus. Hier ist deutlich zu erkennen, dass sich das Paar im „überkauften“ Bereich bewegt. Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.

USD/CHF

Die meisten technischen Indikatoren zeigen das Paar im neutralen Bereich an. Kurzfristig ist auch hier von keiner größeren Preisbewegung auszugehen. Gleichzeitig gibt der RSI der Tages-Chart an, dass sich das Paar bereits im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Auch bei diesem Paar könnten Händler zunächst abwarten und die nächsten Tendenzen, insbesondere Abwärtsbewegungen, aufmerksam verfolgen.

Die Wild-Card

S&P 500

Der Stochastic Slow der 4-Stunden-Chart gibt deutlich zu erkennen, dass dieser CFD weit im „überkauften“ Bereich schwankt. In der Regel ist dies ein Anzeichen dafür, dass hier eine Kurskorrektur nach unten unmittelbar bevorsteht. Der RSI der 2-Stunden-Chart bekräftigt diese Annahme. CFD- Forex -Händlern empfiehlt es sich also, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:02 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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