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Tuesday, 13 Jul 2010
Kann US-Handelsbilanz den USD heute stützen?
Für das Währungspaar EUR/USD konnten bereits am gestrigen Montag im Tagesverlauf neue Abwärtstendenzen beobachtet werden. Dabei stand das Cross unter dem Einfluss globaler Konjunkturdaten, die weniger Optimismus versprechend waren. Der Euro pendelte tagsüber um die Marke von $1,26, während die US-Währung leicht aufwertete. Entsprechend der für heute anstehenden Meldungen, könnte es durchaus ein interessanter Handelstag werden. Wichtigster Indikator aus den USA ist die Handelsbilanz um 14:30 Uhr. Wird sich der gestrige USD-Trend auch heute fortsetzen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2700 | 1.5140 | 89.20 | 1.0750 | 0.8930 | 0.8450 |
| 1.2650 | 1.5100 | 89.00 | 1.0700 | 0.8850 | 0.8420 | |
| 1.2620 | 1.5075 | 88.85 | 1.0665 | 0.8800 | 0.8400 | |
| Support | 1.2550 | 1.4995 | 88.25 | 1.0590 | 0.8690 | 0.8350 |
| 1.2525 | 1.4935 | 87.95 | 1.0525 | 0.8620 | 0.8330 | |
| 1.2475 | 1.4880 | 87.65 | 1.0480 | 0.8560 | 0.8300 |
Wirtschafts News
USD - USD gestärkt vor Quartalszahlen 2/2010
Am gestrigen Handelstag wertete der USD gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Dabei verzeichnete der Dollar insbesondere Kursgewinne gegen Euro und Pfund Sterling. GBP/USD rutschte bis auf die Marke von 1,4950 ab.
Wiederkehrende Unsicherheiten im Euroraum veranlassten Anleger dazu, sich wieder an Safe-Havens wie US-Dollar und JPY zu orientieren. 1 Euro notierte zum Wochenstart bei $1,2609 Dollar. 1 US-Dollar wurde mit 88,84 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken schloss zum Dollar bei 1,0604. In den USA bleibt die Marktstimmung pessimistisch. Händler glauben gegenwärtig nicht an solide Konjunkturdaten und Unternehmensgewinne. Die Kombination aus ungewissen Marktaussichten in der Eurozone und enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA setzen der Risikobereitschaft unter den Investoren zu. Frische Impulse könnte die am Nachmittag zur Veröffentlichung ausstehende US-Handelsbilanz für den Monat Mai liefern. Volkswirte erwarten im Schnitt einen leichten Rückgang des Handelsdefizits auf $39 Mrd.
Die US-Handelsbilanz gilt als äußerst kursbewegend und nimmt stets Einfluss auf die Märkte. Sie ist eine Gegenüberstellung von Export und Import von Waren der US-Volkswirtschaft. Im Monat April wurde die Handelsbilanz mit einem Defizit von $40,3 Mrd. ausgegeben. Sollte das Ergebnis über den Erwartungen liegen, könnte dies dem USD zusätzliche Stärke verleihen. Darüber hinaus sollten Händler das Ergebnis zum US-Haushaltssaldo für Juni um 20:00 Uhr gut im Auge behalten. Hier beläuft sich die Prognose auf rund -$70 Mrd. von zuvor -$135,9 Mrd. im April. Sollte sich dies bewahrheiten, könnte der USD weitere Unterstützung erfahren.
EUR - Sorgen um Stresstest-Ergebnisse belasten Euro
Der EUR wertete am Montag wieder leicht gegen die Hauptwährungen ab. Insbesondere gab es Einbußen gegenüber US-Dollar und Pfund Sterling. Zum japanischen Yen rutschte die Gemeinschaftswährung um rund 100 Punkte ab. Das Cross EUR/JPY fiel bis auf die Marke von 111,20.
Die Anlegerstimmung im Euroraum ist im Vorfeld der Ergebnisse zum Bankenstresstest angespannt. Experten rechnen mit einer Durchfallquote der Institute von 10%-15 %. Experten erklären: Stresstests seien ein wichtiges Instrument, um die Verunsicherung an den Finanzmärkten in Europa zu beseitigen und Transparenz zu schaffen. Nach wie vor ist die Glaubwürdigkeit der Branche stark angeschlagen. Die Unsicherheit der Anleger dämpft die Risikobereitschaft am Markt. Händler halten, wie bereits in der Vergangenheit, nach Safe-Havens wie USD und JPY Ausschau. Solange die Sorgen rund um die Kreditkrise innerhalb Eurozone anhalten, wird auch das Sentiment insgesamt nicht aufhellen, so Händler. Krisen-Staaten wie Griechenland und Spanien sorgen weiterhin für Verunsicherung am Markt. Insbesondere kleineren spanischen Banken würden Geldinstitute in Europa kein Geld mehr leihen, heißt es in Bankenkreisen.
Für heute werden einige bedeutende Wirtschaftsdaten aus der Eurozone erwartet. Wichtigster Konjunkturindikator dabei sind Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen, die um 11:00 Uhr veröffentlicht werden. Die Einschätzungen stützt das ZEW auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Analysten prognostizieren einen Rückgang auf 25,2 Punkte im Juni von zuvor 28,7 Zählern im Mai. Sollte das Endresultat die Prognosen bestätigen, würde sich das Berichtsergebnis das dritte Mal infolge verschlechtern.
JPY - Yen profitiert von steigender Risikobereitschaft
Am gestrigen Handelstag wertete der Yen gegen einen Großteil der Hauptwährungen erneut auf. Dabei verbuchte der JPY einen Kursgewinn von 70 Punkten gegen den USD sowie rund 120 Punkte gegenüber EUR und GBP und konnte hier einen Teil der Kursverluste aus der letzten Woche ausgleichen.
Die japanische Safe-Haven-Währung profitierte zum wiederholten Male von der anhaltend angespannten Finanzlage im Euroraum. Die Eurozone steht vor der Veröffentlichung der Ergebnisse der an europäischen Großbanken durchgeführten Stresstests durch den Ausschuss der europäischen Bankaufsichtsbehörden (CEBS) am 23. Juli. Entsprechend ist die Risikobereitschaft am Markt leicht gedämpft. Händler orientieren sich wieder an „sicheren“ Währungen wie USD und JPY. Solange die Marktteilnehmer verunsichert bleiben, ist es wahrscheinlich, dass sich die Aufwärtstendenzen des japanischen Yen zunächst fortsetzen.
Heute bleibt der JPY abwesend vom Wirtschaftskalender. Interessant bleibt es für Anleger jedoch, die Bewegungen an den japanischen Aktienmärkten, die jüngst mit der Kursentwicklung des JPY interagieren, zu beobachten. Darüber hinaus sollten Händler heutige Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da auch diese ihren Einfluss auf Yen-Kurs nehmen.
Rohöl - Ölpreis rutscht auf $75,50 pro Barrel ab
Die internationalen Ölpreise rutschten am Dienstag weiter ab. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August kostete im frühen Handel heute Morgen $74,64 und damit $0,31 weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um $0,40 auf $73,97. Somit gaben die Ölpreis den zweiten Handelstag in Folge nach. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen als Ursache für die jüngsten Kursentwicklungen, nachdem der Ölpreis in den USA in der zweiten Wochenhälfte vor dem letzten Wochenende um über $4 gestiegen war.
Darüber hinaus wertete der US-Dollar seit Wochenstart wieder etwas auf. Rohöl wird in USD bepreist, entsprechend fällt der Preis des Rohstoffs in der Regel angesichts eines starken Dollar-Kurses. Nach wie vor drücken Sorgen um eine weltweite Abschwächung des Wirtschaftswachstums auch die Stimmung an den Ölmärkten.
Händler sollten die heute zur Veröffentlichung ausstehenden Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese stets ihren Einfluss auch auf die Ölpreise nehmen. Als besonders kursbewegend gelten dabei die US-Handelsbilanz sowie Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen, deren Ergebnisse in der Regel eine große Wirkung auf die Märkte im Allgemeinen zu haben scheinen.
Technische News
EUR/USD
Aktuell bewegt sich der Preis dieses Paar im überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart, was auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung deutet. Die rückläufige Preiskorrektur des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigt diese Neigung. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne unterschritten ist, könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Die 4-Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic auf der Stunden-Chart scheint jedoch abwärts zu kreuzen, was ein Zeichen für eine Kurskorrektur nach unten ist. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
USD/JPY
Diese Paar bewegt sich aktuell um die Schlüsselmarke 88,55, die eine starke Unterstützung auf der 4-Stunden-Chart darstellt. Sollte USD/JPY unter diese Marke fallen, könnte eine noch deutlichere Abwärtsbewegung eintreten, die das Währungspaar bis in den Bereich von 87,95 drücken kann. Heute ist es womöglich von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/CHF
Auf der 4-Stunden-Chart ist eine eindeutig rückläufige Handelsspanne zu erkennen, in deren Mitte dieses Paar mittlerweile schwankt. Dennoch deutet die Double-Doji-Formation auf der Tages-Chart auf eine bevorstehende kräftige Kursbewegung. Anleger sollten zunächst auf einen Durchbruch warten, bevor sie sich dem Trend anschließen.
Die Wild-Card
Rohöl
Auf der 4-Stunden-Chart werden eindeutig rückläufig Signale deutlich. Auch der RSI und das Momentum sind negativ ausgerichtet und bestätigen diesen Trend. Der Slow Stochastic gibt ebenfalls deutliche Hinweise auf eine nächste abwärts gerichtete Kursbewegung. Hier bietet sich Forex -Anlegern eine ausgezeichnete Gelegenheit, diese Preiskorrektur nach unten rechtzeitig abzupassen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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