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Wednesday, 10 Sep 2008
Kehrtwendung für den Dollar, während Euro-Stärke Frankreichs Daten zuvorkommt
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4212 | 1.7705 | 108.16 | 1.1373 | 0.8158 | 0.8103 |
| 1.4189 | 1.7681 | 107.92 | 1.1349 | 0.8132 | 0.8079 | |
| 1.4164 | 0.7656 | 107.69 | 1.1324 | 0.8097 | 0.8054 | |
| Support | 1.4098 | 1.7577 | 106.98 | 1.1252 | 0.8024 | 0.7981 |
| 1.4073 | 1.7553 | 106.73 | 1.1226 | 0.8001 | 0.7958 | |
| 1.4051 | 1.7529 | 106.50 | 1.1201 | 0.7975 | 0.7933 |
Wirtschafts News
USD - US-amerikanische Investmentbank hat negative Wirkung auf den USD
Der USD fiel gestern zum ersten Mal in zwei Wochen gegen den EUR, was das Paar bis auf 1,4131 brachte. Im vorabendlichen Handel erreichte der USD ein Elfmonatstief von $1,4043. Darüber hinaus gab der Dollar am Dienstag auch gegen die meisten der übrigen Hauptwährungsgegner nach. Diese Entwicklung stellte sich infolge der Sorgen um die Liquidität der Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. ein, die die Investoren verunsicherten und einen Abwärtstrend des Dollars auslösten. Gegen den CDN jedoch konnte der USD leichte Aufwärtstendenzen verzeichnen, legt an über 50 Punkte zu und schloss bei 1,0722.
Der Aktienkurs der Lehman Brothers wurde nach unten gedrückt, insbesondere nachdem die Gespräche über eine Beteiligung der Korea Development Bank an der in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckenden US-Investmentbank gescheitert sind. Nachdem am Dienstag die Lehman-Brothers-Aktie wegen wachsender Liquiditätssorgen um über 40 % in den Keller gerutscht war, was den größten Tagesverlust in der Geschichte der Investmentbank darstellte, schwand jeglicher Anleger-Optimismus, der sich angesichts der Geschäftsübernahme der US-Hypothekengiganten Freddie Mac und Fannie Mae durch die US-amerikanische Regierung eingestellt hatte. Anleger sind nach dem Aktiensturz besorgt und unsicher darüber, in wie weit Lehman Brothers in der Lage sei, überhaupt Kapital zu beschaffen. Der Dow Jones Industrie-Durschschnitt tendierte ebenfalls nach unten, verzeichnete ein Minus von 220 Punkte, 2%, und schloss im späten Handel bei 11.280. Dies ist wiederum auf einen leichten Rutsch des USD gegenüber anderen Hauptwährungen zurückzuführen.
Der einzige Indikator, der heute aus den Vereinigten Staaten erwartet wird, sind die Rohöllagerbestände. Dieser Index misst in Millionen Barrel die Veränderungen der Lagerbestände der zurückliegenden Woche. Experten sagen einen Rückgang von -4,8 Mio. Barrel voraus. Anleger sollten diesen Indikator sowie die Rohölpreise gut beobachten, da beide, wie bereits in der Vergangenheit erlebt, bedeutenden Einfluss auf den USD und seine Kurspaare nehmen können.
EUR - Gemischte EUR-Erwartungen im Vorfeld zu den heutigen Veröffentlichungen
Am gestrigen Handelstag verbuchte der EUR gemischte Ergebnisse gegenüber den meisten seiner Währungsgegner. Gegenüber dem JPY unterlief der EUR einen Abwärtstrend. Er verlor über 100 Punkte und schloss bei 151,04. Gegen GBP und USD bewegte sich der EUR überwiegend innerhalb einer engen Handelsspanne.
Die deutsche Handelsbilanz war gestern die einzige Veröffentlichung aus der Eurozone. Der Überschuss verringerte sich im Juli stärker als erwartet, trotz des stärksten Importanstiegs in über sechs Jahren auf ein Rekordhoch von 72,6 Mrd. Auch der Export ging um 1,7 % zurück und lag saisonbezogen bei 84,4 Mrd. Insgesamt schmälerte sich der Handelsbilanzüberschuss von 18,2 Mrd. EUR im Monat Juni auf 11,8 Mrd. EUR. Der Außenhandel galt bislang als bestimmender Wachstumsfaktor für die Europäische Wirtschaft der vergangenen Jahre. Die gestrigen Zahlen verdeutlichten jedoch, dass das Wirtschaftswachstum auch im dritten Monat schleppend sein könnte, bei nachfolgendem Konjunkturabschwung mit Wertverlusten für die 15-Nationen-Währung.
Für heute stehen einige Veröffentlichungen und Ereignisse auf dem Wirtschaftskalender der Eurozone. Zunächst steht die Anhörung von EZB-Präsident Trichet vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel an. Des weiteren wird Frankreich seine Ergebnisse zu Industrieproduktion und Handelsbilanz ausgegeben. Aktuell lässt der EUR nach wie vor Anzeichen von Stabilität erkennen, da die europäische Währung gestern, trotz erkennbarer Volatilität auf der gesamten Chart, innerhalb einer verhältnismäßig engen Spanne gehandelt wurde. Die Augen aller EUR-Anleger sind heute auf die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone gerichtet.
JPY - Leistungsbilanz übertrifft alle Erwartungen und kurbelt JPY an
Der JPY erzielte im gestrigen Handel einen leichten Wertzuwachs, nachdem Japans Währung gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern an Boden gewinnen konnte. Dabei gewann JPY 1,2% gegen den USD und schloss bei 107,22. Ein deutlicher Zuwachs war ebenfalls gegenüber GBP sowie CHF zu erkennen.
Der japanische Leistungsbilanzüberschuss übertraf alle Voraussagen und fiel gegenüber dem Vorjahresmonat anstelle der erwarteten 1,34 Bill JPY überraschend auf 1,532 Bill JPY. Dies brachte dem Yen einen weiteren Tag voller Aufwärtstendenzen für die japanische Wirtschaft. . Dieser Indikator ist von großer Bedeutung, da er in Wechselwirkung mit der Wechselkursentwicklung steht. Ein steigender Überschuss verdeutlicht, dass ausländische Investoren vermehrt in Yen anlegen, um Transaktionen innerhalb des Landes auszuführen. Die aktuellen Entwicklungen werden den zinsbullischen Trend für den japanischen Yen an den Devisenmärkten stützen.
Heute wird aus Japan der Index der Machine Tool Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen) erwartet. Der Indikator misst den Gesamtwert neu eingegangener Auftragseingänge von Werkzeugmaschinenherstellern, ausgenommen Waren volatiler Verkaufszyklen. Ein Aufwärtstrend dieses Indexes wirkt sich stets positiv auf die japanische Währung aus. Eine gesteigerte Beschaffung von Werkzeugmaschinen bedeutet gleichzeitig eine Wachstumsphase für das produzierende Gewerbe. Darüber hinaus werden heute sowohl die Kurspaare des JPY sowie die US-Rohöllagerbestände ihren Einfluss auf den Yen nehmen. Dabei könnte ein Fortdauern der Abwärtstendenzen des "schwarzen Goldes" den zinsbullischen Trend des JPY anhalten lassen.
Rohöl - Fallende Preise trotz Produktionseinschränkungen
OPEC sich zum Thema eventuelle Drosselung der Erdölförderung besprochen hatte, rutschen die Erdölpreise in Richtung $100 pro Barrel. Zu später Stunde gestern lagen die Preise bereits bei $103,42. Präsident des Erdölkartells und Algeriens Energieminister, Chakib Khelil, sprach sich beim OPEC-Treffen für eine Kürzung der Produktion als Reaktion auf die gesunkenen Preise aus. Der saudische Ölminister Ali Al-Naimi hält jedoch weiterhin an der gegenwärtigen Überschussproduktion seines Landes fest. Darüber hinaus will Russland seine Ölpolitik stärker mit der Organisation Erdöl exportierender Länder abstimmen. Experten warnen jedoch, dass eine neue Allianz zwischen Russland und der OPEC die Abhängigkeit der Ölimporteure steigern könnte. Im November soll das nächste Treffen abgehalten werden, bei dem das Thema Produktion und Kontingente weiter diskutiert wird.
Mittlerweile bestätigte OPEC-Präsident Chakib Khelil, dass die OPEC, angesichts der stark gesunkenen Rohölpreise, eine Kürzung der Förderung um rund 520.000 Fass pro Tag beschlossen hat. Russlands Präsents schien insgesamt keinen bedeutenden Einfluss auf die kurzfristigen Entwicklungen der Rohölpreise zu haben. Das Ergebnis des OPEC-Treffens, die sich um die $100-Marke pro Barrel bewegenden Rohölpreise sowie die anstehenden US-Rohöllagerbestände könnten heute hohe Kursschwankungen auf den Märkten auslösen. Anleger sollten aufmerksam bleiben.
Technische News
EUR/USD
Während der letzten Tage hat sich dieses Paar mittlerweile um die 1,4150-Marke konsolidiert. Dennoch zeichnet sich auf der 4-Stunden-Chart ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic ab, was bedeuten könnte, dass ein Aufwärtstrend eventuell wieder aufgenommen wird. Eine gute Entscheidung für heute könnte lautet: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass das Abwärtsmomentum dieses Paares zu einem Stopp gekommen ist. Dennoch sind alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet. Verkaufen könnte die richtige Entscheidung heute sein.
USD/JPY
Bereits einige Wochen durchlebt dieses Paar einen äußerst schwankenden Handel ohne deutliche Ausrichtung. Das zinsbullische Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart könnte allerdings bedeuten, dass ein Aufwärtstrend bevorsteht. Hier könnte Kaufen die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Dieses Paar bewegt sich innerhalb einer verhältnismäßig engen Handelsspanne, während sich auf der 4-Stunden-Chart keine eindeutigen Tendenzen erkennen lässt. Bis deutlichere Anzeichen ausgegeben werden, wird sich das Paar vermutlich weiterhin in neutralen Bereichen bewegen. Anleger sollten diesem Markt erst beitreten, wenn die Signale transparenter werden.
Die Wild-Card
EUR/AUD
Nachdem das Paar kürzlich die 1,7660-Marke erreicht hatte, schlug es einen konstanten Abwärtstrend ein. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart geben rückläufige Signale aus. Voraussichtlich wird dieses Paar seinen Abwärtstrend fortsetzen. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine exzellente Gelegenheit bieten, bei einem viel versprechenden Trend einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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