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Friday, 17 Oct 2008

Konjunkturschwäche mindert Wachstumsprognosen

Ein Großteil der gestern veröffentlichten Wirtschaftsdaten deutet auf einen Konjunkturabschwung sowohl in den USA als auch innerhalb der Eurozone. Die Verbraucherpreise stagnieren, Deutschland sagt eine Flaute für die eigene Wirtschaft voraus und der Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia gab die schlechtesten Zahlen in den letzten 18 Jahren aus. Anleger werden sich den schweren konjunkturellen Zeiten anpassen müssen, denn die gegebene Krise wird sich wohl kaum in naher Zukunft legen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupnoupdown
Wochentendenznoupupnonono
Resistance1.35521.74361.14231.14231.67180.7859
1.35281.74121.13991.13980.68910.7834
1.35051.73871.13781.13750.68690.7811
Support1.34381.7304100.811.13020.67970.7742
1.34121.7279100.571.12790.67730.7716
1.33891.7251100.321.12510.67460.7788

Wirtschafts News

USD - Dollar kann Wertzuwachs nicht halten

Gestern konnte der USD während eines leicht volatilen Börsengangs gegenüber dem EUR zu früher Stunde Boden gutmachen, gab jedoch zu Handelsschluss infolge Veröffentlichungen negativ ausgefallener US-Wirtschaftsdaten nach. Die US-Aktienmärkte erholten sich zu späterer Stunde wieder, nachdem sie die schlimmste Talfahrt seit dem Börsencrash in 1987 erlebten. Die Risikobereitschaft auf den Märkten stieg, als Anleger ihre "sicheren" Dollar verkauften und damit den zuvor erreichten Wertzuwachs ausradierten.

Die gestern veröffentlichen US-Wirtschaftsdaten weisen eindeutig auf einen Konjunkturabschwung hin. Die US-Verbraucherpreise blieben unverändert. Allerdings stellt sich dieser Index für Anleger des Öfteren als irreführend heraus. Der CPI gibt Verbrauchern die Möglichkeit, die Preise des Warenkorbes zu verschiedenen Zeitpunkten zu vergleichen. Der Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia gab die schlechtesten Zahlen in den der letzten 18 Jahre aus. Ein Zeichen dafür, dass die Schwierigkeiten des Finanzsektors sich mittlerweile auch auf weitere Bereiche ausbreiten. Anleger werden sich den schweren konjunkturellen Zeiten anpassen müssen, denn die gegebene Krise wird sich wohl kaum in naher Zukunft legen. USD-Anleger sollten heute auf ein Ansteigen der US-Aktienmärkte, bzw. auf einen Rückgang der Rohölpreise achten, da diese Indikatoren, wie bereits in der Vergangenheit zu beobachten, in starker Korrelation mit den Kurswerten des USD stehen.

Für heute werden der vorläufige Bericht des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan sowie die Zahlen der US-Baugenehmigungen erwartet. Angesichts der jüngsten Verluste an den Aktienmärkten, könnte der Bericht zum Verbrauchervertrauen schlechtere Ergebnisse bringen, als von Experten erwartet. Insgesamt hat sich der USD jedoch trotz negativer Daten als stabil erwiesen. Es besteht die Möglichkeit, dass der Dollar seinen zinsbullischen Trend fortsetzt und bei 1,3200 gegen den EUR schließen wird.

EUR - EUR bricht weiter ein, nachdem Deutschlands Wachstumsprognosen sich verschlechtern

Der EUR verlor gestern 22 Punkte gegen den USD, konnte zu späterer Stunde etwas Boden gutmachen und notierte schlussendlich bei 1,3473. Gegen den GBP verlor der EUR 19 Punkte. Der jüngste Abwärtstrend der europäischen Währung scheint noch nicht überwunden.

Deutschland, größte Wirtschaftsnation in der Eurozone, senkte gestern seine Wachstumsprognose von 1,2% auf magere 0,2%. Dies wurde deutlich, nachdem die Nachfrage nach deutschen Exportgütern Einschätzungen zufolge nachgelassen hat. Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück erklärte in seiner gestrigen Ansprache, dass Stagnation eine der möglichen Folgeerscheinungen der globalen Finanzkrise für Deutschlands Wirtschaft sein könnte. Darüber hinaus beteuerte die deutsche Regierung nochmals ihr Vertrauen in das deutsche Bankensystem, nachdem deutsche Banken eine Finanzspritze in Höhe von 500 Mrd. EUR erhalten hatten.

Bei der gestrigen Abschlusserklärung des in Brüssel zu Ende gegangenen EU-Gipfels erklärten sich die EU-Regierungen, angesichts der drohenden Rezession dazu bereit, neben den Banken auch dem produzierenden Gewerbe unter die Arme zu greifen. Trotz aller Bemühungen seitens der EZB, die wirtschaftliche Situation der Eurozone zu verbessern, nimmt der EUR gegenüber den Hauptwährungen in seinem Wert weiter ab. Eine verstärkte Wahrnehmung der aktuellen Konjunkturschwäche in der Eurozone, ließ den EUR in den vergangenen zwei Wochen heftiger als seine Währungsgegner stürzen. Dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen, bis positivere Wirtschaftsdaten für die 15-Nationen-Währung veröffentlicht werden.

JPY - Japanischer Yen weiterhin auf dem steigenden Ast

Gestern verbesserte sich der JPY gegenüber seinen Kurspaaren. Er legte 142 Punkte zu und schloss bei 101,57. Aufgrund der verstärkten Risikobereitschaft, die sich aufgrund eines verbesserten USD-Kurses einstellte, wendeten sich die Anleger von ihren weniger Gewinn bringenden JPY-Positionen ab, um sich auf risikoreichere und gleichzeitig Ertrag bringende Abschlüsse zu konzentrieren.

Japans Regierung veröffentlichte innerhalb von drei Monaten ihr zweites "Impulspaket" für die japanische Wirtschaft. Ziel dieses Wirtschaftsprogramms ist eine Hilfestellung für japanische Staatsbürger, die jüngst Investitionsverluste erlitten. Im Allgemeinen verzeichnet die antizyklische JPY-Währung einen Wertzuwachs, wenn sich globale Wirtschaftskrisen verschärfen. Heute wird der JPY seinen Aufwärtstrend gegenüber den Hauptwährungen eventuell fortsetzen. Dabei sei besonders auf das Kurspaar USD/JPY zu achten, was die 100,00-Marke erreichen könnte.

Rohöl - OPEC hat Sondertreffen zur Produktionsdrosselung anberaumt

Infolge der zunehmenden Rezessionssorgen und einer sinkenden Rohölnachfrage, fielen die Rohölpreise um 6%. Auch die gestern veröffentlichten US-Wirtschaftsindikatoren übten zusätzlich Druck auf die diese aus. Sie rutschten auf einen neuen Tiefstand von unter $70 pro Barrel. Die negativen Daten aus der US-Wirtschaft haben die Nachfrage nach Rohöl stark geschmälert. Gesenkte Benzinkosten sind möglicherweise die einzig positiven Nachrichten, die zur aktuellen Wirtschaftskrise veröffentlicht werden.

Dem Sondertreffen vorausgegangen war ein erneuter Preissturz des Öls. Am 24. Oktober soll es um die Auswirkungen der weltweiten Konjunkturkrise auf den Rohölmarkt gehen. Für den Augenblick bleibt die beste Anlegerstrategie, den Wertverlust des Rohöls nicht aus den Augen zu verlieren. Der Preis pro Barrel könnte sich noch vor Handelschluss bis auf $60-$65 verschlechtern.

Technische News

EUR/USD

Kursschwankungen und konnte keinen bedeutenden Durchbruch erzielen. Mittlerweile wird EUR/USD um die 1,3480-Marke gehandelt. Derzeit deutet eine Double-Doji-Formation auf der Stunden-Chart auf eine bevorstehende stärkere Entwicklung hin, da sowohl RSI als auch Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart sich um die 50-Marke bewegen. Das Momentum ist nach wie vor zinsbullisch.

GBP/USD

Allem Anschein nach, hat dieses Paar seine zinsbullische Korrigierung begrenzt, seitdem es die 1,7350-Marke erreicht hat. Das rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der Tages-Chart könnte bedeuten, dass sich der generelle Abwärtstrend fortsetzen wird. Verkaufen könnte heute eine gute Strategie sein.

USD/JPY

Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine sehr deutliche zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren unteren Bereich das Paar mittlerweile schwankt. Darüber hinaus sind alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart aufwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Kaufen ist eventuell die richtige Entscheidung für heute.

USD/CHF

Die Tages-Chart zeigt, dass das Paar derzeit innerhalb einer begrenzten Preisspanne gehandelt wird. Dennoch ist der RSI der Tages-Chart bis unter die 70-Marke gefallen, was wiederum darauf hindeutet, dass ein rückläufiges Momentum bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

Die Wild-Card

Gold

Die Goldpreise befinden sich aktuell inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends. Die Unze Gold wird derzeit bei $809,80 gehandelt. Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass der momentane Preis bis unter den unteren Bereich der Bollinger Bands gefallen ist. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass sich eine erneute Abwärtstendenz einstellt. Hier bietet sich Forex -Anlegern eventuell eine gute Gelegenheit, bei einem äußerst gefragten Trend einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:09 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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