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Wednesday, 9 Nov 2011

Konsolidierung ist das vorherrschende Thema an den Devisenmärkten

Seit dem letztwöchigen Anflug von Stärke beim USD handeln die Haupt-Währungen innerhalb einer begrenzten Spanne, während die Marktteilnehmer dem nächsten großen Ereignis entgegensehen, das wahrscheinlich in Europa eintreten dürfte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodownnodownno
Wochentendenzdownnodownupupup
Resistance1.45501.661580.200.97751.10100.8880
1.42501.653579.500.91601.07600.8830
1.38701.616578.250.90801.04500.8670
Support1.37151.607077.500.88401.02000.8550
1.36001.585075.560.8760 1.01150.8350
1.31451.56300.85650.99250.8285

Wirtschafts News

EUR - Berlusconi wird voraussichtlich zurücktreten müssen

Nach Griechenland, Portugal, Irland und Spanien ist Italien nun der jüngste EU-Staat der ein politischer Führungswechsel bevorsteht. Könnte Italien auch das nächste EU-Mitglied sein, welches unter den finanziellen Rettungsschirm schlüpfen muss?

Dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gelang es zwar einen Haushaltsvorschlag im italienischen Parlament durchzubringen, das jedoch ohne die absolute Mehrheit der Stimmen. Nach dieser Niederlage im Parlament kündigte Berlusconi seinen Rücktritt an, wenn der Haushalt für 2012 verabschiedet ist.

Diese Ankündigung Berlusconis stützte den EUR-Kurs, und die EUR/USD-Paarung stieg über den Wert von1,3800, wenn auch das Paar sich weiterhin in einer Spanne von etwa 160 Pips bewegt. Widerstand findet sich bei 1,3860, dem Hoch der vergangenen Woche, und Unterstützung bei 1,3705, der steigenden Trendlinie auf dem Stunden-Chart. Bei einem erheblichen Durchbruch unterhalb dieses Werts könnte wieder das Oktober-Tief von 1,3160 getestet werden.

Konsolidierung bleibt das vorherrschende Thema an den Devisenmärkten, während die Marktteilnehmer dem nächsten großen die Märkte bewegenden Ereignis entgegensehen. Könnte das vielleicht sogar sein, dass Italien wie auch immer geartete Hilfe seitens der EU akzeptieren muss? Schon den zweiten Tag in Folge stiegen italienische Staatsanleihen auf ein neues EWU Hoch, wobei die 10-Jahres-Bonds einen Rekordsatz von 6,77% verzeichnen.

GBP - Großbritanniens Wirtschaftsdaten enttäuschen

Die heutigen Produktionsdaten für den Monat September weisen zum ersten Mal seit 4 Monaten einen Anstieg auf, wenngleich man sich damit nicht sonderlich brüsten sollte. Die Einzelhandelsumsätze fielen auf Jahr gerechnet um kräftige -0,6%. Die schwachen Daten dieser Woche in Verbindung mit der Inflationsquote, die schon bis auf 5,2% angestiegen war, sind ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft unter Stagflation leidet, einer Kombination aus schwachem Wachstum und steigender Inflation.

Trotz der schwachen Vorstellung der britischen Wirtschaft bewegt sich das Pfund Sterling zu EUR und USD aufwärts. Die GBP/USD-Paarung nähert sich dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6150 und dem Oktober-Hoch von 1,6165. Unterstützung findet sich wieder bei 1,6060, der seit Beginn des Monats auf dem Stunden-Chart ansteigenden Unterstützungslinie.

JPY - Nach der Intervention zeigen sich erste Lebenszeichen bei der USD/JPY-Paarung

Beim gestrigen New Yorker Börsengang gab es erste Bewegungen bei der USD/JPY-Paarung nach der Intervention vom Montag. Die USD/JPY-Paarung sank auf ein Tief von 77,60. Dieser Wert entspricht auch dem Post-Interventions-Tief. Bis zum Nachmittag handelte die USD/JPY-Paarung innerhalb einer scharf begrenzten 20-Pips-Spanne.

Dieser Rückgang bei dem Paar ist ein Zeichen dafür, dass der jüngste Versuch des japanischen Finanzministeriums (MOF) den JPY zu schwächen fehlgeschlagen ist. Dieses langsame Absinken der Paarung kann sich bis ins nächste Quartal fortsetzen, wenn japanische Exporteure und Unternehmen ihre Dollar als Gewinne umtauschen werden und Japan an den Märkten erneut interveniert. Vielleicht sollte sich das MOF ein Beispiel an der SNB nehmen, die sich für die Schwächung des CHF für die Forward Swaps Märkte entschieden hat statt für die Spotmärkte.

Gold - Der Goldpreis erholt sich weiter

Während die Ereignisse in Europa die Nachfrage nach dem Rohstoff Gold ankurbeln verzeichnet der Goldpreis weiterhin Anstieg nach seinen Tiefs im September. Innerhalb des umwölkten gesamtwirtschaftlichen Umfelds stieg die Safe-Hafen-Anlage gestern auf über $ 1.800 pro Feinunze.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone fängt an nachzulassen, und der europäische Einkaufsmanagerindex der letzten Woche deutet auf ein unterdurchschnittliches Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal hin. EZB Präsident Mario Draghi äußerte sich Reportern gegenüber dahingehend, dass die Wirtschaft der Eurozone in eine leichte Rezession abzurutschen drohe. Die Ereignisse in Griechenland und Italien führten zu Nervosität an den Finanzmärkten, was möglicherweise die Nachfrage nach Safe-Hafen-Anlagen erhöht. Während sich die Ereignisse in Europa auf die Stimmung an den Märkten niederschlagen, steigen die Nachfrage nach Gold und somit auch der Goldpreis weiter an.

Technische News

EUR/USD

Nachdem das Paar wieder zu seiner langfristigen Trendlinie vom Juni-Tief zurückfand war die EUR/USD-Paarung nicht in der Lage über die alte Trendlinie anzusteigen, die sich in einen Widerstandswert gewandelt hat. Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart weist abwärts und deutet auf einen weiteren Rückgang bei der Paarung hin. Erste Unterstützung findet sich bei 1,3600, dem Tief der vergangenen Woche, und bei einem Durchbruch hier könnte sich die Paarung am Oktober-Tief von 1,3145 versuchen. Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3980, gefolgt vom Oktober-Hoch von 1,4250.

GBP/USD

Die GBP/USD-Paarung zeigt sich weiterhin lebhaft und bildet eine Basis beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,5860, obwohl sich beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich ein rückläufiger Cross bildet. Ein Durchbruch unterhalb des Wochen-Tiefs der vergangenen Woche bei 1,5875 könnte sich bis zum Tief vom 18. Oktober von 1,5630 ausdehnen, einem Wert, der nahe der 61% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung vom Oktober liegt. Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140, gefolgt von 1,6530, der von den April- und August-Hochs abfallenden Trendlinie.

USD/JPY

Die Intervention seitens des MOF, als die USD/JPY-Paarung auf einem neuen Rekordtief stand, stellte sicher, dass die Wochen- und Monats-Kerzenformation eine Aufwärtsrichtung einnahm. Allerdings zeigte die Unfähigkeit der Paarung die von den Hochs in 2007 und 2010 abfallende Trendlinie zu durchbrechen, dass der langfristige Abwärtstrend immer noch intakt ist. Erste Unterstützung findet sich bei 77,80 vom September-Hoch, gefolgt von 77,50. Widerstand findet sich bei 79,50.

USD/CHF

Innerhalb der nächsten Tage wird sich wahrscheinlich ein zinsbullischer Cross beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt oberhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bilden. Erster Widerstand findet sich bei 0,9080, dem Hoch vom 20. Oktober, gefolgt vom Oktober-Hoch von 0,9310. Unterstützung findet sich bei 0,8760, dem Tief vom Donnerstag/Freitag, gefolgt vom Oktober-Tief von 0,8565.

Die Wild-Card

NZD/USD

Während sich der neuseeländische Dollar konsolidiert zeigt der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart dass sich die NZD/USD-Paarung aufwärts bewegt. Widerstand für das Paar findet sich bei 0,8000, einem sehr wichtigen technischen Wert. Nicht nur dass er eine schöne runde Zahl ist, bei diesem Wert setzen viele Händler auch gerne ihre Stopps oder limitierten Aufträge, hier finden sich auch die 20-Tage- und 200-Tage-Bewegungsdurchschnitte. Bei einem Durchbruch dieses Werts könnten Forex-Händler einen Anstieg der Paarung bis auf 0,8170 beobachten, der von dem August- und Oktober-Hoch abfallenden Trendlinie. Unterstützung findet sich wieder beim November-Tief von 0,7800. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:10 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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