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Tuesday, 30 Aug 2011

Kursverluste beim Dollar begrenzt, Märkte erwarten gesteigerte Volatilität

Beim heutigen frühen Handel ist mit gesteigerter Volatilität zu rechnen da in rascher Abfolge etliche Wirtschaftsberichte aus Großbritannien, Kanada und den USA veröffentlicht werden. Die amerikanische Liquidität wird voraussichtlich erhöht sein, und Kanada wird zu den heutigen Marktbewegungen mit der Bekanntgabe seiner Inflationsdaten und seiner Handelsbilanz beitragen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndowndownno
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.49401.675081.500.85501.10800.9080
1.4700 1.661580.200.83401.08000.8915
1.45401.643078.500.82701.06500.8890
Support1.4325 1.620075.940.80901.03150.8830
1.4260 1.61100.78000.99250.8690
1.39401.60000.70650.97000.8640

Wirtschafts News

USD - US Dollar verliert an Boden, doch hält sich der Abschwung in Grenzen

Der US Dollar (USD) handelte am frühen Montag leicht rückläufig, da Händler Bemerkungen seitens der US Notenbank als ein Zeichen für bevorstehende kämpferische politische Maßnahmen auslegten. Der plötzliche Ruck bei der Risikofreudigkeit, der dadurch hervorgerufen wurde, drückte zwar den Kurs des Dollar, schien diese jedoch nach der Intervention seitens der japanischen Zentralbank noch verstärkt zu haben. Diverse Wirtschaftsberichte aus der Eurozone könnten heute einen Großteil der jüngst erworbenen kurzfristigen Stabilität an den Märkten umkehren.

Die gestrigen Daten des amerikanischen Immobilienmarkts zeigten einen Rückgang der Eigenheimverkäufe gegenüber dem Vormonat und offenbarten so einen Einbruch bei der Wohnungsnachfrage, was möglicherweise im September eine Reihe von Zwangsversteigerungen zur Folge haben könnte. Diese Nachrichten haben zwar kaum Einfluss auf die Devisenmärkte, könnten sich jedoch auf die Langzeit-Analysen des US Kapitalmarkts auswirken.

Heute werden sich die US Wirtschaftspublikationen vorrangig auf den Immobilienmarkt und das Verbrauchervertrauen fokussieren. Allerdings dürften die Veröffentlichungen aus Großbritannien stärker im Vordergrund stehen. Beim heutigen frühen Handel ist mit gesteigerter Volatilität zu rechnen da in rascher Abfolge etliche Wirtschaftsberichte aus Großbritannien, Kanada und den USA veröffentlicht werden. Die amerikanische Liquidität wird voraussichtlich erhöht sein, und Kanada wird zu den heutigen Marktbewegungen mit der Bekanntgabe seiner Inflationsdaten und seiner Handelsbilanz beitragen.

EUR - EUR im Aufschwung nach jähem Anstieg der Risikofreudigkeit

Der Euro (EUR) wird sich heute Vormittag im Vorfeld der Veröffentlichung einer Reihe von Wirtschaftsberichten aus Großbritannien, Kanada und den USA voraussichtlich mit Aufwärtstendenz zeigen. Zum US Dollar (USD) handelt der Euro allerdings leicht rückläufig, da der Dollar zu seinen Währungsrivalen ganz allgemein Aufwärtstendenz verzeichnet.

Händler suchen nach Wegen, wie sie die erneute Risikovermeidung gegen die fortgesetzte Unsicherheit an den Weltmärkten abwägen können. Eine momentan leicht pessimistische Grundstimmung gegen Investitionen in den US Dollar lässt viele Investoren höchst umsichtig reagieren. Die umkämpfte Eurozone, die sich inmitten der Spannungen in seinen Randstaaten gegen Rückläufigkeit an den Märkten erwehren muss, scheint an den Finanzmärkten an Boden zu verlieren, während Safe-Hafen-Anlagen wie der Schweizer Franken (CHF) und der japanische Yen (JPY) Gewinne verzeichnen. Allerdings dürfte die Intervention seitens der japanischen Zentralbank die Kursgewinne des JPY etwas aufheben.

Die Stimmung in der Eurozone ist ins Negative umgeschlagen, weshalb viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler in dieser Woche Richtung Sicherheit orientieren werden. Weitere negative Nachrichten aus den Haupt-Weltwirtschaften dürften den EUR Kurs weiter nach unten drücken, während Investoren das Risiko meiden. Bei der heutigen Vielfalt von Wirtschaftspublikationen erwarten Händler erhebliche Marktbewegungen. Falls die Daten heute eine negative Marktentwicklung bewirken, wird sich der EUR voraussichtlich weiterhin rückläufig entwickeln.

JPY - Während eine neuerliche Intervention erwartet wird gerät der JPY vermehrt unter Druck

Der japanische Yen (JPY) handelte heute Morgen zu den meisten anderen Währungen leicht im Minus, da sein Status als internationaler Safe-Hafen von einer vermutlich bevorstehenden neuerlichen Intervention seitens der Bank of Japan (BOJ) infrage gestellt wird. Da er an die internationale Risikostimmungslage gebunden ist verzeichnete der Yen einen länger anhaltenden Aufwärtsknick, als Umschichtungen weg von höhere Erträge erzielenden Anlagen in den Vordergrund rückten. Der JPY profitierte in jüngster Zeit von mehreren längeren Zeiträumen unterschiedlicher Umschichtungen von riskanteren Anlagewerten.

Jedoch führten die jüngsten Bewegungen beim JPY zu Besorgnis, da viele Spekulanten eine neuerliche Intervention seitens der Bank of Japan (BOJ) erwarten. Ein stärker werdender Yen bringt Vorteile für die Kaufkraft der Insel-Wirtschaft mit sich, obwohl deren Abhängigkeit von Exporten einen starken Yen für langfristiges Wachstum innerhalb Japans derzeitigem Finanz-Modell unvorteilhaft scheinen lässt. Da der japanische Yen weiterhin Aufwärtstendenz aufweist, baut sich mehr und mehr Druck auf die japanische Zentralbank auf, die Stärke der japanischen Währung zu schwächen.

Rohöl - Inmitten Marktunruhen bleibt der Rohölpreis stabil

Der Rohölpreis blieb am Montag stabil als es an den weltweiten Aktienmärkten zu einem leichten Aufwärtsknick kam, nachdem berichtet worden war, dass mehrere Zentralbanken vorhätten geldmarktpolitische Maßnahmen einzuleiten. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA führen zu höherer Risikobereitschaft, da durch die Statements der US Notenbank Investoren sich veranlasst sahen sich nach höhere Erträge erzielenden Anlagen umzusehen.

Ein erwarteter Abschwung der Dollarkurse in dieser Woche aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage führte dazu, dass viele Investoren ihre Long-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber nicht zu größeren Kursverlusten beim USD kam, schien es als könne sich der Rohölpreis halten. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zur Wochenmitte hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.

Technische News

EUR/USD

Die Kerze des vergangenen Freitag zeigte eine Aufwärtstendenz. Die EUR/USD-Paarung war dieser Kursbewegung gefolgt, durchbrach die vom Mai-Hoch abfallende Widerstandslinie und löste Stopps aus, die sich im Bereich von 1,4520 bewegten. Erster Widerstand für die Paarung findet sich bei 1,4540. Ein Handelsschluss über 1,4700 würde auf das Ende der seitlichen Kurs-Aktion hindeuten und die Tür zum nächsten Widerstandswert vom Mai-Hoch bei 1,4940 öffnen. Andererseits dürfte der Euro bei 1,4325, dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt, bereitwillige Käufer finden. Weitere Unterstützung findet sich bei 1,4260, der vom Juli-Tief ansteigenden Unterstützungslinie, sowie bei der langfristigen Trendlinie von 1,3940.

GBP/USD

Nachdem es der Paarung nicht gelungen war oberhalb des Widerstandswerts von 1,6550 zum Abschluss zu kommen, kam es zu Sterling-Verkäufen, die Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt nahe 1,6210 fanden. Der steigende Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet darauf hin, dass ein weiterer Test in der Spanne zwischen 1,6550 und 1,6615 erfolgen wird. Ein Durchbruch hier bietet noch Spielraum bis zum April-Hoch von 1,6745. Sollte der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt die Paarung nicht eingrenzen können, findet sich Unterstützung bei 1,6110, wo sich der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bewegt. 1,6000 könnte sich ebenfalls als unterstützend erweisen.

USD/JPY

Die Umkehr der Doji-Kerze brachte dem Yen vorübergehenden Aufschub vom Verkaufsdruck beim Wert von 76 Yen, da es der Paarung nicht gelungen war sich am Rekord-Tief der vergangenen Woche zu versuchen. Allerdings deuten sinkende Slow Stochastics auf dem Wochen- und dem Monats-Chart auf weiteren Abschwung bei der USD/JPY-Paarung hin. Mangelnde Unterstützung auf den Charts gestaltet es schwierig eine anderweitige Zielsetzung zu finden. Bei einer Aufwärtsbewegung könnte sich Widerstand bei 77,70, dem Hoch der vergangenen Woche finden, gefolgt von 78,50 und dem Post-Interventions-Hoch von 80,20.

USD/CHF

Die Umkehr bei der USD/CHF-Paarung setzt sich fort, und das Paar zeigt weitere Anzeichen für einen Aufwärtsumschwung. Händler sollten den Abschluss der monatlichen Kerze im Auge behalten. So wie es momentan aussieht dürfte die Kerze in einer Hammer-Formation schließen, einem möglichen Umkehr-Muster, dass auf zusätzliche Kursgewinne hindeutet. Die Paarung versucht sich an der vom Februar-Hoch von 0,8090 abfallenden Trendlinie, und falls diese durchbrochen wird, könnte sich das in Unterstützung wenden, wie es oftmals bei durchbrochenen Trendlinien der Fall ist. Zusätzlicher Widerstand findet sich bei 0,8270, gefolgt vom 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8340.

Die Wild-Card

NZD/USD

Der neuseeländische Dollar zeigte sich in den letzten drei Handelstagen recht erfolgreich, traf allerdings bei seiner zuvor durchbrochenen Trendlinie vom Mitte-März-Tief auf Widerstand, dessen Wert heute bei 0,8520 liegt. Forex-Händler sollten hier auf einen Durchbruch achten, da sich auf dem Tages-Chart begrenzender Widerstand findet, der verhindert, dass die Paarung das Hoch vom 1. August das bei 0,8840 liegt erreichen wird. Unterstützung findet sich bei 0,8160 und 0,7960. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:11 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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