close
| |

Thursday, 17 Nov 2011

Laut BoE wird die Inflation sinken, was die Tür zu quantitativem Lockerungsprogramm (QE) öffnet

Nach der Veröffentlichung des Inflationsberichts der Bank of England ist die BoE einen Schritt näher an der Umsetzung eines neuerlichen quantitativen Lockerungsprogramm (QE). Es wird kaum mit Wirtschaftswachstum gerechnet, da die Sparmaßnahmen sich negativ auf die Wirtschaft Großbritanniens auswirken. Auch die Verschlechterung der weltweiten Konjunkturaussicht dämpft das Wirtschaftswachstum Großbritanniens. Aufgrund solcher Berichte wird an den Märkten mit neuerlichen von Staatsanleihen durch die BoE gerechnet, was zu Kursrückgängen beim Pfund Sterling führen könnte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownnodowndown
Wochentendenzdowndowndownupupup
Resistance1.38601.645079.300.94501.07500.8830
1.36501.610077.85 0.93301.04500.8655
1.35601.585077.500.93101.03400.8600
Support1.34201.570076.80 0.9080 1.00500.8485
1.32501.563076.10 0.87600.99250.8360
1.31451.527075.630.85700.98600.8285

Wirtschafts News

USD - US Inflation weiterhin im Abschwung, QE3 könnte folgen

Der inflationäre Druck in der US Wirtschaft lässt nach, was die US Notenbank (Fed) veranlassen könnte ein neuerliches quantitatives Lockerungsprogramm (QE) einzuleiten. Die Kerninflationsrate sank den vierten Monat in Folge und zeigte im Oktober einen Rückgang um -0,1%. Aufs Jahr gerechnet verzeichnet der Verbraucherpreisindex einen Anstieg um 3,5%. Die Kerninflationsrate entsprach den allgemeinen Erwartungen mit 0,1% im Oktober und aufs Jahr gerechnet 2,1%. Der Rückgang bei den Preisen wurde von den Rohmaterialkosten angeführt, während die Nahrungsmittelkosten mit einem Anstieg um 0,1% den geringsten Anstieg seit Anfang des Jahres verzeichneten.

Der Rückgang der Inflation entspricht den jüngsten Prognosen der US Notenbank, was von Notenbankchef Bernanke immer wieder betont wurde. Händler sollten genau darauf achten wie die US Notenbank mit dem Rückgang der US Preise umzugehen gedenkt. Wie Bernanke in seiner Rede in Cleveland sagte, verfügt die Notenbank über ausreichende Gegenmittel sollte das Risiko fallender Preise immer offensichtlicher werden. Das würde auf neuerliche Aufkäufe von Staatsanleihen (QE3) zur Unterstützung der US Wirtschaft hindeuten. Da sich das aber wahrscheinlich negativ auf den Kurs des USD auswirken wird, sollten Händler am Rohölmarkt nach Anzeichen dafür achten, was in Zukunft zu erwarten ist.

Gestern durchbrach der Rohölpreis zum ersten Mal seit Juli die $ 100 Marke und erhöhte seinen Wert seit dem Oktober-Tief um mehr als 1/3. Während QE2 zeigten sich Rohstoffe und Währungen wie der AUD und der CAD von ihrer stärksten Seite zum USD. Händler die auf einen steigenden Dollar setzen sollten das beachten.

GBP - BoE bereitet sich auf neuerliches quantitatives Lockerungsprogramm vor

Nach der gestrigen Veröffentlichung des Inflationsberichts der Bank of England ist die BoE einen Schritt näher an der Umsetzung eines neuerlichen quantitativen Lockerungsprogramms. Der Bericht legt nahe, dass zeitnahes Wachstum, sowohl von den Sparmaßnahmen in Großbritannien wie auch vom Gegenwind dem die Weltwirtschaft ausgesetzt ist, betroffen sein wird. Die Zentralbank prognostiziert, dass der Kurs des GBP in 2012 um nur 1% ansteigen wird. Dort erwartet man auch, dass sich der inflationäre Druck umkehren wird. Der Verbraucherpreisindex steht derzeit aufs Jahr gerechnet bei 5,1%, wohingegen die BoE vorhersagt, dass er unter die 3% Zielvorgabe der Zentralbank fallen wird, die für 2013 bei 1,3% liegt.

Aufgrund der deprimierenden Aussichten für die Wirtschaft Großbritanniens scheint es sehr wahrscheinlich, dass die BoE die Markterwartungen für ein neuerliches geldmarktpolitisches Lockerungsprogramm durch Anleihenaufkäufe erhöhen wird. Das könnte sich kurzfristig auf den Kurs des Pfund Sterling auswirken. Die GBP/USD-Paarung findet Unterstützung bei 1,5630, dem Tief vom 18. Oktober und Widerstand beim unteren Grenzwert der Konsolidierung dieser Woche bei 1,5860.

JPY - BoJ hinsichtlich der weltweiten Wirtschaft immer pessimistischer

In ihrem geldmarktpolitischen Statement reduzierte die Bank of Japan nicht nur ihre konjunkturelle Einschätzung der japanischen Wirtschaft, sie legte auch große Aufmerksamkeit auf die globale Konjunkturlage. Wie allgemein erwartet worden war blieb der Leitzinssatz bei 0-0,1% unverändert.

Die USD/JPY-Paarung hielt sich gestern stabil und handelte innerhalb einer engen 30 Pips Spanne. Allerdings fährt das Paar fort sich langsam rückwärts in Richtung seines Allzeit-Tiefs von 75,55 zu bewegen. Dazu muss die Paarung jedoch zunächst unter ihr 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 76,95 absinken. Erster Widerstand verbleibt beim Montags-Tief von 76,80 und dem Widerstandswert von 77,50 der Mitte Oktober Konsolidierung, gefolgt von der Trendlinie des Hochs in 2007 bei 79,25.

Rohöl - Rohölmarkt signalisiert dass QE3 bevorsteht

Der Rohölpreis erzielte einen Spitzenwert oberhalb des psychologisch wichtigen Grenzwerts von $ 100 pro Barrel, nachdem besser als erwartete Industrieproduktionsdaten veröffentlicht wurden und die Inflationsdaten aufzeigten, dass die Verbraucherpreise in den USA stärker zurückgegangen sind vorhergesagt. Seit Ende Oktober befindet sich der Rohölpreis im Aufwind und ist bereits um über 33% angestiegen.

Der schnelle Aufschwung beim Rohölpreis dürfte auf zwei Voraussetzungen zurückzuführen sein: eine Belebung der US Konjunktur und Erwartungen für QE3 seitens der US Notenbank. Die gestrigen Daten zeigten, dass die US Industrieproduktion im Oktober um 0,7% angestiegen ist, gegenüber der allgemeinen Wachstumsprognose von 0,4%. Diese Bekanntgabe folgte den ebenfalls positiven Einzelhandelsumsatzzahlen vom Dienstag.

Abnehmender inflationärer Druck in den USA könnte die US Notenbank zwingen einer möglichen Bedrohung durch Deflation entgegenzutreten. Die Daten vom Mittwoch zeigten, dass die Verbraucherpreise laut Verbraucherpreisindex im Oktober um -0,1% zurückgegangen sind, gegenüber Erwartungen von 0,0%. Bereits am Dienstag zeigte der Erzeugerpreisindex, dass die Herstellerpreise im Oktober um -0,3% gesunken waren.

Wie Bernanke in seiner Rede in Cleveland sagte, verfügt die Notenbank über ausreichende Gegenmittel sollte das Risiko fallender Preise immer offensichtlicher werden. Das würde auf neuerliche Aufkäufe von Staatsanleihen (QE3) zur Unterstützung der US Wirtschaft hindeuten. Da sich das aber wahrscheinlich negativ auf den Kurs des USD auswirken wird, könnte der Preisanstieg beim Rohöl darauf hindeuten, dass die Märkte sich bereits auf QE3 einstellen.

Technische News

EUR/USD

Die Belastbarkeit des EUR ließ viele Händler die Strategie verfolgen die EUR/USD-Paarung immer dann zu verkaufen wenn eine Markterholung vorlag. Der Haupt-Widerstandswert liegt bei 1,3860, dem Konsolidierungswert von Anfang November. Dieser Wert entspricht auch der 50% Rückführung des Abwärtstrends von Ende Oktober bis Anfang November (1,4246 - 1,3483). Bei einer Annäherung an diesen Schlüsselwert könnte die Paarung unter Verkaufsdruck geraten. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und Wochen-Chart deutet weiterhin abwärts, und erste Unterstützung dürfte sich bei 1,3650 finden, gefolgt vom Tief der vergangenen Woche bei 1,3480. Ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4105.

GBP/USD

Das Pfund Sterling ist unter Verkaufsdruck geraten und nähert sich dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140. Dieser Bewegungsdurchschnitt liegt knapp über einer ansteigenden Flaggen-Formation auf dem Tages-Chart. Die Unterstützungslinie auf den Charts sinkt unter das Tief vom 26. Oktober und weist eine potentielle maßvolle Bewegung um 480 Pips auf, die das August-Hoch von 1,6615 als vorteilhaftes Ziel erscheinen lässt. Sollte es der Paarung nicht gelingen aus diesem Konsolidierungsmuster auszubrechen, dürfte sich Unterstützung bei 1,5850 und bei 1,5680 finden.

USD/JPY

Nach einem Zeitraum relativer Unbeweglichkeit hat der Yen wieder an Stärke zugelegt. Die USD/JPY-Paarung dürfte Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 76,96 finden, gleichwohl diese Einbahnstraßenbewegung auf weitere Kursrückgänge bei dem Paar hindeutet. Zusätzliche Unterstützung dürfte sich bei 76,10 finden, dem unteren Grenzwert der Konsolidierung vom September, mit einer finalen Zielsetzung von zumindest dem Rekordtief von 75,63. Widerstand dürfte sich beim September-Hoch von 77,85 finden, während der langfristige Abwärtstrend vom Hoch in 2007 bei 79,30 liegt.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung konnte zwar einen Durchbruch verzeichnen, war jedoch nicht in der Lage erheblich über den Widerstandswert vom 20. Oktober von 0,9080 anzusteigen. Ein neuerlicher Anstieg dürfte wahrscheinlich das Oktober-Hoch von 0,9310 zum Ziel haben. Händler sollten auch ein Auge auf den 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt halten, der bei 0,9450 liegt. Erste Unterstützung findet sich nahe 0,8950, gefolgt vom November-Tief von 0,8760.

Die Wild-Card

AUD/USD

In Zeiten der Risikovermeidung müht sich der australische Dollar Kaufgebote zu erhalten. Gestern hielt sich die Paarung beim Unterstützungswert von 1,0050, dem Tief vom Dienstag. Der Slow Stochastic auf dem Tages- und Wochen-Chart weist auf zusätzliche Rückläufigkeit hin, und bei einem Durchbruch hier könnten Verlustverkäufe ausgelöst werden. Forex-Händler dürften einen Durchbruch des ursprünglichen Unterstützungswerts beobachten, der sich am August-Tief von 0,9925 versucht. Widerstand findet sich an der Spitze des Konsolidierungsmusters des November-Hochs, welches bei 1,0350 liegt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:12 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen