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Monday, 12 Sep 2011

Leitzins-Statements begünstigen Kursgewinne des USD

Die vergangene Woche von führenden Zentralbanken veröffentlichten Leitzins-Statements zeigten auf, wie sehr die Weltwirtschaft in der Krise steckt. Jede Zentralbank schien bei geldmarktpolitischen Maßnahmen eine abwartende Haltung einzunehmen, beließ den Leitzinssatz unverändert und verkündete pessimistische Aussichten. Die Wirkung schien sich mit jedem Statement zu verstärken und führte zu einer starken Wiederbelebung des Safe-Hafen-Anreizes, was dem US Dollar (USD) zu erheblichen Kursgewinnen verhalf.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenznonodowndownnoup
Resistance1.42801.645081.000.92001.10800.8880
1.39901.6375 80.200.8945 1.07600.8840
1.3835 1.6080 77.850.88901.06600.8610
Support1.34251.5780 75.94 0.8545 1.03150.8530
1.3040 1.5650 0.82500.99250.8460
1.28751.53500.80000.97000.8400

Wirtschafts News

USD - US Dollar verzeichnet Anstiege zu seinen Währungsrivalen

Nach den Wirtschaftsberichten und den Leitzins-Statements der vergangenen Woche verzeichnete der US Dollar (USD) am Montagmorgen kräftige Kursanstiege. Die EUR/USD-Paarung fiel vom Wochen-Hoch von 1,4281 auf ein Tief von 1,3581, einen Wert den die Paarung zuletzt im Februar notierte. Die USD/JPY-Paarung verzeichnete einen etwas geringeren Kursgewinn, und der Dollar stieg auf knapp über 77,80 bevor er sich wieder stabilisierte.

Die Leitzins-Statements der vergangenen Woche zeigten auf, wie sehr die Weltwirtschaft in der Krise steckt. Jede Zentralbank schien bei geldmarktpolitischen Maßnahmen eine abwartende Haltung einzunehmen, beließ den Leitzinssatz unverändert und verkündete pessimistische Aussichten. Die Wirkung schien sich mit jedem Statement zu verstärken und führte zu einer starken Wiederbelebung des Safe-Hafen-Anreizes, was dem Dollar zu erheblichen Kursgewinnen verhalf, insbesondere nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) durch die Festsetzung eines Mindestkurses den Status des Schweizer Franken (CHF) verringert hatte.

In dieser Woche werden sich die US Wirtschaftspublikationen vorrangig auf die Einzelhandelsumsätze, das Verbrauchervertrauen und die Inflationsdaten konzentrieren. Da heute aus den USA keine bedeutsamen Veröffentlichungen erwartet werden liegt die Aufmerksamkeit mehr auf Publikationen die den JPY betreffen. Um die Liquidität dürfte es heute Nachmittag schwach bestellt sein, da nur geringfügige Marktaktivität prognostiziert wird.

EUR - EUR rückläufig während Händler nach Sicherheit streben

Nach den ernüchternden Einschätzungen der weltweiten Zentralbanken in der vergangenen Woche handelte der Euro (EUR) heute Morgen mit größtenteils rückläufigen Ergebnissen. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro mit 1,3581 auf dem tiefsten Stand seit nahezu 7 Monaten, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass dieser rückläufigen Bewegung Einhalt geboten wird. Zum britischen Pfund Sterling (GBP) verzeichnete der EUR einen ähnlichen Einbruch und fiel bis auf das März-Tief von 2011 bei 0,8575.

Inmitten von Erwartungen auf eine Double-Dip-Rezession scheinen sich Händler im Austausch für Safe-Hafen-Anlagen von der 17-Nationen-Währung abzuwenden. Die momentane pessimistische Grundstimmung gegen Investitionen in den EUR führt bei vielen Investoren zu Nervosität. Eine umkämpfte Eurozone, die sich inmitten Unruhen in seinen Randstaaten der Rückläufigkeit an den Märkten zu erwehren versucht, scheint sich auf unsicherem Boden zu bewegen, da traditionelle Safe-Hafen wie der Schweizer Franken (CHF) und der japanische Yen (JPY) diesen Status durch Zentralbank-Maßnahmen verloren haben, was den USD zum einzigen stabilen Wertedepot an den Devisenmärkten macht.

Die wirtschaftliche Grundstimmung in der Eurozone bleibt weiterhin negativ, und viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler in dieser Woche, nach dem plötzlichen Anstieg der Risikovermeidung in der vergangenen Woche, in Richtung Sicherheit orientieren werden. Da heute nur relativ wenige Wirtschaftspublikationen veröffentlicht werden, warten viele Händler lieber darauf, dass später in der Woche mehr Daten bekannt gegeben werden, bevor sie sich wieder dem EUR zuwenden. Falls die heutigen Daten negativ ausfallen könnte das weiteren Abwärtsdruck auf den EUR ausüben.

JPY - Japanischer Yen mit unterschiedlichen Ergebnissen während Händler seinen Safe-Hafen-Reiz abwägen

Der japanische Yen handelte heute Morgen zu den meisten Währungen leicht im Plus, während sein Status als internationaler Safe-Hafen von den vorherrschenden wirtschaftlichen Bedingungen mehr und mehr in Frage gestellt wird. An die internationale Risikostimmungslage gebunden, hat der Yen, zu einem Zeitpunkt als Abwendungen von höhere Erträge erzielenden Anlagen angesagt waren, einen erwarteten Aufschwung zu verzeichnen gehabt. Nach mehreren Interventionen seitens der japanischen Zentralbank und der offensichtlichen Suche von Investoren nach stabileren Wertedepots, scheint sich der Yen auf unsicherem Terrain zu bewegen.

Die jüngsten Bewegungen des Yen gaben jedoch zu Bedenken Anlass, da viele Spekulanten nach dem Leitzins-Statement der Bank of Japan (BOJ) einen Abschwung des Yen-Kurs voraussehen. Ein starker Yen bringt Vorteile für die Kaufkraft der Inselwirtschaft mit sich, doch deren Abhängigkeit von Exporten lässt einen starken Yen für langfristiges Wachstum in Japans derzeitigem Finanz-Model unvorteilhaft erscheinen. Die anhaltende Stärke des Yen sorgt für Stirnrunzeln in japanischen Wirtschaftskreisen, da dieses mit ein Grund für die unterschiedlichen Handelsergebnisse sein dürfte.

Gold - Der Goldpreis konsolidiert sich nahe $ 1.855 pro Feinunze

Inmitten der zunehmenden Stärke des US Dollar, der Währung in der solche Anlagewerte bewertet werden, fand der Goldpreis über das Wochenende leichte Unterstützung. Gold handelte seit Anfang August mit immer kräftiger steigenden Preisen, jedoch erwarteten Händler eine Preiskorrektur nach dem ungezügelten Anstieg der Risikovermeidung aufgrund der zunehmenden Spannungen in den Randbereichen der Eurozone und dem plötzlichen Aufschwung der Dollarkurse.

Während Investoren nach Sicherheit suchen, wird das Gold, das zu unterschiedlichen Preisen gehandelt wurde, nach seinem derzeitigen Konsolidierungsmuster nahe $ 1.855 pro Feinunze voraussichtlich einen weiteren Preisanstieg erfahren. Allerdings drückten Verkäufe von Warentermingeschäften in der vergangenen Woche den Preis von Edelmetallen. Der plötzliche Anstieg des Dollarkurses wegen der unsicheren Stimmungslage könnte sich auch positiv auf den Goldhandel auswirken. Sollte sich die Risikostimmungslage in dieser Woche in unterschiedliche Richtungen entwickeln, dürfte das den Preis für Edelmetalle in ähnliche Schwankungen versetzen.

Technische News

EUR/USD

Ein kräftiger Kursrückgang hat der EUR/USD-Paarung schweren technischen Schaden beigefügt, als sie unterhalb des langzeitigen Aufwärtstrends vom Mai 2010 den Handel schloss. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart ist rückläufig während die Paarung einer kräftigen Korrektur unterliegt. Unterstützung findet sich in der Spanne von 1,3400-25 vom Februar-Tief und der 50% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung, die die Paarung vom Tief im Mai 2010 zum Hoch im Mai 2011 führte. Die 61% Rückführung bei 1,3040 ist ein wichtiger Meilenstein, wohingegen Langzeit-Händler ihr Augenmerk eher auf den Januar-Wert von 1,2875 legen. Gegenteilig findet sich beim Juli-Tief von 1,3835 ein erster Widerstand, gefolgt von der vorherigen Trendlinie, die sich als widerständig erweisen könnte, was oftmals bei durchbrochenen Trendlinien der Fall ist und deren Wert bei 1,3990 liegt.

GBP/USD

Nach drei Wochen des Rückgangs ist die Paarung unter die langzeitig ansteigende Trendlinie des Tiefs vom Mai in 2010 gesunken. Der Drehpunkt von 1,5780 ist ein wichtiger Unterstützungswert, der mit der 38% Fibonacci Rückführung der Bewegung vom Mai 2010 bis April 2011 übereinstimmt. Darunter findet die GBP/USD-Paarung Unterstützung bei den Oktober-Tiefs und Anfang-Januar-Hochs von 1,5650, gefolgt vom Dezember-Wert von 1,5350. Erster Widerstand findet sich bei 1,6080, gefolgt von 1,6375 und dem Hoch von Ende August bei 1,6450.

USD/JPY

Der Yen bewegte sich in einer Spanne zwischen seinem Rekord-Tief von 75,94 und dem gegenteiligen Wert von 78,85. Die Kursschwankungen bei der Paarung verliefen ziemlich volatil. Der Slow Stochastic auf dem Tages-, Wochen- und Monats-Chart zeigt sich unterschiedlich und der nächste Haupt-Widerstandswert findet sich beim Post-Interventions-Hoch von 80,20, gefolgt von der langzeitigen Trendlinie vom Juni-Hoch in 2007, das bei 81,00 liegt. Mangelnde Unterstützung auf dem Tages-Chart macht es schwierig einen Unterstützungswert vorherzusagen, allerdings springt einem der runde Wert von 75 ins Auge.

USD/CHF

Vergangene Woche stieg die Paarung um mehr als 13% an, nachdem die SNB den Mindestkurs auf 1,20 EUR pro CHF festgelegt hatte. Die USD/CHF-Paarung steigt weiterhin an und versucht sich nun an der fallenden Trendlinie vom November 2010, deren Wert bei 0,8890 liegt. Diesem Wert kommt zusätzliche Bedeutung bei, da er mit der 68% Fibonacci Rückführung vom November-Hoch in 2010 zum Tief im August übereinstimmt. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart zeigt Aufwärtstendenz, und bei einem Durchbruch hier könnte die Paarung ihren Kursgewinn bis zum Widerstandswert vom Hoch vom 1. April bei 0,8945 ausweiten. Unterstützung findet sich bei 0,8545 und 0,8250.

Die Wild-Card

AUD/USD

Die AUD/USD-Paarung sank heute Morgen zwar ab, fiel jedoch nicht unter den Schlüssel-Unterstützungswert des Tiefs vom 19. August bei 1,0315. Der Paarung mangelt es unterhalb dieses Werts an Unterstützung, und ein Durchbruch hier könnte einen Abschwung zum August-Tief von 0,9925 auslösen. Forex-Händler sollten darauf achten, dass sich zusätzliche Widerstandswerte bei 1,0480, 1,0660 und bei 1,0765 finden. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 18:12 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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