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Thursday, 7 May 2009

Leitzinsentscheid in Europa bestimmt heutige Märkte

Wichtigstes Ereignis auf der Agenda heute ist zweifelsohne die Bekanntgabe des Zinsbeschlusses der Europäischen Zentralbank (EZB) um 13:45 Uhr sowie der Bank of England (BoE) um 13:00 Uhr. Da die Zinssatzrate zu einer der primären Instrumente zählt, den Wert einer Währung zu valutieren, wird die Veröffentlichung der Beschlüsse voraussichtlich sowohl auf GBP als auch auf EUR drastisch Einfluss nehmen. Der heutige Handelstag ist für alle Marktteilnehmer von größter Bedeutung.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznoupnodownupdown
Wochentendenznoupdownnoupdown
Resistance1.33751.520099.251.14250.76150.8875
1.33501.517599.001.14000.75850.8850
1.33251.515098.751.13750.75600.8825
Support1.32751.510098.251.13250.75000.8750
1.32501.507598.001.13000.74700.8725
1.32251.505097.751.12500.74450.8700

Wirtschafts News

USD - Dollar gerät gegenüber EUR und GBP ins Schleudern

Der US-Dollar musste gestern gegenüber den Hauptwährungen Verluste hinnehmen, nachdem ein Anstieg der Aktienmärkte und überraschend positive US-Arbeitsmarktdaten die Attraktivität des USD als "sichere" Anlage minderten. Nach dem gestrigen Börsengang rutschte der USD zum EUR ab. Das beliebte Kurspaar wurde bei 1,3320 gehandelt. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum Britischen Pfund und schloss hier zu Handelsende bei 1,5123.

Unternehmen hatten im Monat April weniger Arbeitsplätze in den USA abgebaut als zuvor und machten deutlich, dass die größten Verluste an Beschäftigung möglicherweise überwunden sind. Die Beschäftigung im Privatsektor sei im April nach Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing auf 491.000 Stellen zurückgegangen, was deutlich unter den Erwartungen lag und den niedrigsten Stand seit vergangenem Oktober darstellte. Auch eine Stabilisierung im Bereich der Verbraucherausgaben, nach dem größten Einbruch der letzten 30 Jahre, schürt die Hoffnung, dass die Rezession in den USA zur zweiten Jahreshälfte ein Ende nehmen könnte.

Heute sollten Forex-Händler ihr Augenmerk auf eine Reihe wichtiger Fundamentaldaten aus den USA sowie der Eurozone richten. Erwartungsgemäß werden die entsprechenden Währungspaare im Vorfeld des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag und der Leitzinsbeschlüsse von EZB und BoE hohe Volatilität erfahren.

EUR - Europäische Zinssätze auf der Agenda

Der EUR verbuchte während des gestrigen Handels zwar Kursgewinne gegen den US-Dollar, die sich jedoch in Erwartung des bevorstehenden Leitzinsentscheids der EZB wieder aufhoben. Europas Zentralbank wird ihre Leitzinsrate heute voraussichtlich um 0,25% auf 1,0% herabsetzen. Darüber hinaus soll sich die EZB zu weiteren währungspolitische Maßnahmen entscheiden, um das Wirtschaftswachstum und Kreditvergaben zu fördern. Der EUR schloss zum USD letztendlich bei 1,3320.

Erst im vergangenen Monat hatte die EZB ihre Zinsrate zur Stabilisierung der Wirtschaft auf 1,25% herabgesetzt. Die Eurozone kämpft derzeit in erster Linie gegen infolge des massiven Wirtschaftsabschwungs sich entwickelnde Deflation und Deleveraging sowie darum, ihre Schulden abzubauen. Als Ergebnis dessen wird sich die EZB heute wieder für eine erneute Leitzinssenkung entscheiden, was im Gegensatz zu anderen Regierung steht, die in derselben Situation auf staatlich gestützte Investitionsprogramme bauen. Die Marktteilnehmer sehen die Zinssenkung der EZB als erneuten Versuch, das Anlegervertrauen zu stärken und den aktuellen Konjunkturabschwung durch die Finanzkrise abzuschwächen.

Anleger können heute von außergewöhnlich hohen Kursschwankungen für das Kurspaar EUR/USD ausgehen, das sich jedoch in absehbarer Zeit stabilisieren müsste. Die derzeitigen Preissprünge finden in der Regel nicht statt. Hier könnten sich Anleger die extremen Kursbewegungen zu Nutze machen und hohe Profite erzielen. Sobald die Leitzinssenkung beschlossen ist, könnte das Kurspaar seinen Richtpreis für die nächste Woche bei 1,3000 finden.

JPY - JPY verliert gegenüber den Hauptwährungen

Gestern verlor der JPY gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen an Boden. Dabei war der JPY vorwiegend von den Kursen der übrigen Hauptwährungen beeinflusst, da gestern lediglich ein Indikator aus Japans Wirtschaft veröffentlicht wurde. Die japanische Währung scheint jüngst von äußeren Faktoren bestimmt.

Japans monatliche Geldmenge stieg, verglichen mit dem Vorjahresstand, im Monat April um 8,2%. Die Kontokorrenteinlagen der japanischen Zentralbank schnellten 81,2% in die Höhe, nachdem sie im Monat März bei 69% sprunghaft anstiegen. Diese Entwicklung ist vorwiegend auf die großen Dollar-Summen zurückzuführen, die die Bank of Japan (BoJ) als Reaktion auf die globale Finanzkrise in ihren Geldmarkt gepumpt hatte. Hier wird es interessant zu beobachten sein, wie landeseigene Daten in Japan bis zum Ende der Woche mit den Bewegungen auf den Aktienmärkten in Bezug auf die jüngste Kursentwicklung des JPY interagieren.

Rohöl - Ölpreis auf 6-Monatshoch

Die Rohölpreise bewegten sich kaum, nachdem sie bis gestern zum ersten Mal seit vergangenem November über die $56-Marke pro Barrel geklettert sind. Zuvor waren die Rohöllagerbestände überraschend zurückgegangen und eine Abnahme des Stellenabbaus im privaten Sektor im Monat April trieb die Hoffnung der Marktteilnehmer auf einen Umschwung der aktuellen Wirtschaftslage in die Höhe. Noch im Januar lag der Ölpreis bei nur $34 pro Barrel.

Die jüngste Stabilisierung der Rohölpreise wird vorrangig von einem schwachen US-Dollar sowie derzeit erfreulichen Wirtschaftsdaten gestützt. Allein in der vergangenen Woche stieg das US-Verbrauchervertrauen maßgeblich und Bausausgaben sowie Pending Homesales (noch nicht abgeschlossene, aber bereits vertraglich fixierte Immobilienverkäufe) überraschten mit positiven Zahlen. Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, ist eine Preisspanne über $60 pro Barrel nicht unwahrscheinlich.

Technische News

EUR/USD

Nach einer Phase ungewöhnlich hoher Preisschwankungen, scheint sich dieses Kurspaar mittlerweile etwas beruhigt zu haben. Alle Oszillatoren sind neutral. Dennoch ist die Bildung eines Konsolidierungstrends auf der Stunden- sowie 4-Stunden-Chart zu erkennen. Sollten sich die Bollinger Bands in den nächsten Stunden ebenfalls verengen, könnte sich im weiteren Tagesverlauf erneut eine stark volatile Bewegung ergeben. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten, um anschließend bei diesem Trend möglichst früh einzusteigen.

GBP/USD

Die anhaltende Aufwärtsbewegung dieses Paares scheint zuletzt kaum Widerstand zu finden. Die Kurzzeit-Oszillatoren geben den Preis nach wie vor im neutralen Bereich aus. Dennoch deutet der RSI der Tages-Chart darauf hin, dass das Paar im "überkauften" Bereich schwankt. Ihr Slow Stochastic zeigt ein deutlich rückläufiges Cross. Zum Ende der Woche könnte hier eine Abwärtskorrektur zu beobachten sein. Eine gute Entscheidung könnte lauten: Den abwärtsgerichteten Durchbruch abwarten, um im Anschluss einzusteigen.

USD/JPY

Dieses Paar lässt keine eindeutigen Zeichen einer Ausrichtung erkennen. Letztlich wurde USD/JPY in konsolidierenden Handelsmustern nahe der 98,50-Marke gehandelt. Sobald sich die Bollinger Bands der Stunden-Chart verdichten, könnte der Höhepunkt dieser Konsolidierung unmittelbar bevorstehen. Anleger sollten auf deutlich erkennbare Tendenz warten und dann zum frühesten Zeitpunkt einsteigen.

USD/CHF

Dieses Paar unterliegt aktuell hohen Kursschwankungen zwischen 1,1400 und 1,1250, ohne deutliche Ausrichtung. Sollte sich der RSI der Tages-Chart nahe des "überkauften" Bereichs bewegen, könnte sich ein leichter Aufwärtsdruck einstellen. Händler können von diesem profitieren, wenn sie bei Niedrigständen kaufen und bei Höchstständen verkaufen.

Die Wild-Card

GBP/CHF

Die jüngste volatile Aufwärtsbewegung hat USD/CHF in den "überkauften" Preisbereich des RSI auf der 4-Stunden sowie auf der Stunden-Chart getrieben. Eine Abwärtskorrektur ist lange überfällig. Das rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart und das bevorstehende rückläufige Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigen diese Tendenz. Forex -Anleger könnten von diesem sich ankündigendem Abwärtstrend profitieren, indem sie bei einem hervorragenden Einstiegspreis auf fallende Kurse setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:16 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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