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Thursday, 9 Jun 2011

Leitzinsentscheidung für die Eurozone steht heute an

Heute Morgen verzeichnete der Euro einen Anstieg zum US Dollar und die Paarung erreichte nahe 1,4700 den höchsten Stand seit einem Monat um kurz darauf in einen moderaten Abschwung zu verfallen. Die schwachen amerikanischen Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche zwangen viele Investoren, die nach den nebulösen Statements der Europäischen Zentralbank (EZB) im letzten Monat den USD kauften, zu einer Neubewertung der Lage. Folglich wird der heutigen Leitzinsentscheidung entsprechend mehr Bedeutung beigemessen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnodowndownnono
Wochentendenzupupdowndowndownup
Resistance1.48731.660681.110.84291.09160.9099
1.47431.650280.530.83951.07790.9007
1.46621.645180.200.83771.06980.8948
Support1.45321.634879.620.83431.05610.8856
1.44821.629679.360.83271.05060.8824
1.43521.619378.780.82931.03700.8732

Wirtschafts News

USD - In Erwartung der heutigen Leitzinsentscheidung für die Eurozone verhalten sich Händler unterschiedlich zum USD

Der US Dollar verzeichnete gestern unterschiedliche Ergebnisse als Händler, nach den schwachen Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche und der relativ positiven Stimmungslage dieser Woche, anfingen den Dollar zu verkaufen und zu kaufen. Bislang führte das zu einem Kursrückgang beim Dollar und dann zu einem Stillstand zu seinen Währungsgegnern.

Von dieser Verlagerung hat zunächst der Euro profitiert, allerdings konnte er nicht die wichtige Kursbarriere von 1,47 zum Dollar durchbrechen. Das Thema der unterschiedlichen Leitzinssätze hat in den letzten zwei Wochen für Spannungen an den Märkten gesorgt, und so haben in der Tat die Kursänderungen bei den Safe-Hafen-Währungen und dem EUR es sehr schwierig gemacht verlässliche Prognosen zu erstellen. Folglich dürfte die heutige Leitzinsentscheidung für die Eurozone für die meisten Händler von ganz besonderem Interesse sein.

Heute werden die Händler, wie schon erwähnt, ihre Aufmerksamkeit angesichts des jüngsten Hype bei den Leitzinssatzunterschieden auf Europa richten. Allerdings stehen auch aus der US Wirtschaft einige bedeutsame Wirtschaftspublikationen an, die den Handel heute recht interessant gestalten dürften. Der Bericht über die Arbeitslosenansprüche und die Daten der Handelsbilanz dürften beim späteren heutigen Handel für heftige Volatilität sorgen.

EUR - Vor der Leitzinssatzentscheidung verhält sich der EUR abwartend

Heute Morgen verzeichnete der Euro einen Anstieg zum US Dollar und die Paarung erreichte nahe 1,4700 den höchsten Stand seit einem Monat um kurz darauf in einen moderaten Abschwung zu verfallen. Die schwachen amerikanischen Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche zwangen viele Investoren, die nach den nebulösen Statements der Europäischen Zentralbank (EZB) im letzten Monat den USD kauften, zu einer Neubewertung der Lage. Folglich wird der heutigen Leitzinsentscheidung entsprechend mehr Bedeutung beigemessen.

Da Publikationen aus der US Wirtschaft nicht ganz so bedeutsam sein werden, könnte die Eurozone einen gewaltigen Schritt im Vergleich zu seinem atlantischen Rivalen machen, sollte die Leitzinsentscheidung in kämpferischer Weise vorgetragen werden. Sollte das Statement allerdings zahm ausfallen, könnte das sowohl auf fortgesetzte wirtschaftliche Schwäche der Region hindeuten wie auch auf eine weniger bedeutsame Divergenz zwischen den beiden Leitzinssätzen.

Heute wird die Eurozone ihre monatliche Leitzinsentscheidung bekannt geben. Nach der doch recht schwammigen Richtungsgebung des vergangenen Monats werden viele Investoren diese Bekanntgabe mit großem Interesse verfolgen. Es besteht auch die Chance, dass Dollarverkäufe den EUR-Kurs weiter ansteigen lassen, doch nur wenn aus Europa die Grundsatzerklärung wie erwartet mit kämpferischen Untertönen versehen ist.

JPY - Yen mit unterschiedlichen Ergebnissen während Investoren die globale Risikostimmungslage prüfen

Der japanische Yen (JPY) handelt seit Freitag mit größtenteils mit unterschiedlichen Ergebnissen, da Investoren ihren Fokus auf die Nachrichten aus der Eurozone richten. Nach einer bewegten Woche sieht es so aus, als würde der japanische Yen heute wieder Kursverluste hinnehmen müssen, da Investoren im Vorfeld der heutigen Leitzinsbekanntgaben in Europa und Großbritannien das Risiko suchen.

Die USD/JPY-Paarung handelte heute Morgen etwas im Minus, hielt sich stabil nahe 80,20 und bewegte sich bei der heutigen Öffnung der asiatischen Märkte aufwärts Richtung 80,60. Heute dürften die Wirtschaftsnachrichten aus Europa sehr wahrscheinlich die Triebfeder für die Devisenmarkt-Kurse sein, und Händler sind gut beraten die für 13:30 MGZ vorgesehene Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu beachten, da sie großen Einfluss auf das globale Wirtschaftswachstum und die Geldwerte hat.

Rohöl - Abbruch der OPEC Gespräche ließ Rohölpreis auf über $ 100 ansteigen

Der Rohölpreis schloss gestern im Plus, da Händler wieder begannen in physische Anlagewerte zu investieren, während der US Dollar schwächelte. Der Abbruch der OPEC Gespräche in Wien führte zu Spannungen bei Ölspekulanten, die eine verzögerte Reaktion auf die steigenden Ölpreise annahmen. So stieg dann der Rohölpreis seit Dienstag bis heute Morgen bis auf $ 100,50 pro Barrel.

Die jüngsten Ereignisse erschwerten Spekulationen hinsichtlich der Preisentwicklung beim Rohöl erheblich. Der Kursrückgang des US Dollar seit Freitag hätte eigentlich den Rohölpreis ansteigen lassen müssen, doch die schwachen Bewegungen bei diesem Rohstoff in dieser Woche ließ viele Händler ihre Investitionen zurückhalten bis sich ein deutlicheres Bild abzeichnet. Allerdings führte der Zank bei der OPEC dazu, dass das Bild eher noch undeutlicher wurde. Ohne eine Einigung der OPEC über die Förderquoten dürften Spekulationen den Rohölpreis sehr wahrscheinlich in eine stabile Handelsspanne oberhalb von $ 100 pro Barrel treiben.

Technische News

EUR/USD

Der derzeitige Aufschwung trug dazu bei, dass diese Paarung über den 61,8% Fibonacci Rückführungswert des Abwärtstrends vom Mai bei 1,4570 anstieg. Während der Slow Stochastic auf dem Monats-Chart anfängt sich zu bewegen, steigt er auf dem Wochen- und dem Tages-Chart kräftig an. Die Paarung könnte noch weiter ansteigen und auf Widerstand bei der vorherigen Trendlinie des Januar-Mai-Aufschwungs stoßen, der bei 1,4750 liegt. Dieser Wert ist insofern von Wichtigkeit, da er mit den Tiefs von Ende April bis Anfang Mai übereinstimmt. Ein weiterer Aufschwung könnte sich am Mai-Hoch von 1,4940 versuchen. Erste Unterstützung findet sich bei 1,4450, während sich bei einem Abschwung Unterstützung bei 1,4420 findet, dem 38% Rückführungswert der Mai-Juni-Aufwärtsbewegung. Der 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt bewegt sich ebenfalls in diesem Bereich. Eine Bewegung darunter könnte sich bis 1,4330-00 ausweiten.

GBP/USD

Das Pfund Sterling zeigt zum Dollar leichte Anzeichen von Schwäche da der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart rückläufig ist und die Paarung die Woche nicht oberhalb des Widerstandswerts von 1,6515 schließen konnte. Die Paarung handelt innerhalb eines Dreiecks-Konsolidierungsmusters mit Widerstand bei 1,644. Eine Bewegung darüber hinaus würde sich dann am April-Hoch von 1,6745 versuchen, Andererseits findet sich Unterstützung vom Konsolidierungsmuster bei 1,6360. Der 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt könnte sich bei 1,6320 als stützend erweisen, sowie bei der steigenden Trendlinie vom Mai-Tief von 2010 bei 1,6170. Ein Durchbruch hier könnte das Mai-Tief von 2011 bei 1,6055 offen legen.

USD/JPY

Der Yen zeigt sich wieder von der starken Seite, und es sieht aus, als würde sich die Paarung am Post-Interventions-Tief von Anfang Mai bei 79,56 versuchen. Ein Durchbruch dieses Werts zeigt das Pre-Interventions-Tief von 76,11, da sich auf den Charts keine bedeutsamen Unterstützungswerte finden. Andererseits findet sich Widerstand bei 81,75, gefolgt vom Mai-Hoch von 82,15.

USD/CHF

In einer neuen Woche und mit einem neuen Hoch für den Schweizer Franken handelt die USD/CHF-Paarung bei 0,8326. Rückläufigkeit beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart deutet auf einen möglichen weiteren Abschwung bei dieser Paarung hin. Händlern bietet sich die Gelegenheit bei einem solchen Abschwung einzusteigen. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 0,8550, gefolgt von der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8750.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Nach einem Anstieg wobei allerdings der Widerstandswert von 1,3190 nicht überschritten wurde, kam diese Paarung unter neuerlichen Verkaufsdruck und erzielte beim Übernachthandel ein neues monatliches Tief. Auf dem Weg nach unten zeigen sich ein paar der Hauptwerte; der Januar-Drehpunkt bei 1,2775 und der 61,8% Rückführungswert vom Tief von 2010 zum Mai-Hoch in 2011 bei 1,2740. Forex -Händler sollten das November-Tief von 1,2640 als Ziel setzen, welches der letzte Widerstandswert für den australischen Dollar sein dürfte.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:17 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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