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Thursday, 4 Dec 2008

Leitzinssenkungen heute für Eurozone und Großbritannien erwartet

Angesichts der anhaltenden enttäuschenden Wirtschaftszahlen weltweit, suchen die Gesetzgeber nach finanzpolitischen Möglichkeiten, dem derzeitigen Abwärtstrend den Wind aus den Segeln zu nehmen. Für heute haben sich die Notenbanker wie folgt entschieden: Die Bank of England und die Europäische Zentralbank sollen ihren Leitzins voraussichtlich gegen 12:00 Uhr bzw. 12:45 Uhr MGZ senken. Werden diese Maßnahmen das Verbrauchervertrauen ausreichend stärken und die ums Überleben kämpfenden Wirtschaftssysteme wiederbeleben?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodownnodownno
Wochentendenznodowndowndowndownup
Resistance1.27551.480093.651.21930.65000.8680
1.27301.477593.351.21630.64750.8655
1.27001.475093.051.21330.64500.8630
Support1.26501.470092.451.20730.64000.8580
1.26251.467592.151.20430.63750.8555
1.26001.465091.851.20130.63500.8530

Wirtschafts News

USD - Anhaltende Verschlechterung der US-Arbeitsmarktlage

Trotz einer Reihe negativer Wirtschaftszahlen, hält der Dollar seinen verhältnismäßig hohen Kurs gegenüber den Hauptwährungen. Das Kurspaar EUR/USD wird aktuell um 1,2700 gehandelt. USD/JPY testet derzeit die 92,00-Marke.

Überraschenderweise nehmen auch die äußerst besorgniserregenden US-Arbeitsmarktzahlen keinen Einfluss auf den USD. Der Arbeitsmarktdienstleister ADP (Automatic Data Processing) veröffentlichte gestern den Arbeitsmarktbericht für November, Beschäftigung privater Sektor. Die Beschäftigung im privaten Wirtschaftssektor der USA ist nach dem Arbeitsmarktbericht um 250.000 Stellen gesunken. Unter normalen Umständen hätte ein solches Ergebnis verheerende Folgen für die US-amerikanische Währung. Anleger scheinen die Indikatoren derzeit nicht wahrzunehmen. Nicht zu vergessen ist, dass bereits im Monat Oktober rund 240.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren haben. Die Fortsetzung dieser Tendenz ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die US-Wirtschaft noch weit entfernt von jeglicher Erholung befindet. Aktuell werden fast täglich negative Zahlen veröffentlicht.
Darüber hinaus gab das ISM (Institute for Supply Management) gestern an, dass der nationale Einkaufsmanagerindex, verarbeitendes Gewerbe, auf 37,3 Punkte gefallen war. Dies sei der vierte Rückgang in Folge seit dem Monat August.

Wichtigsten Daten aus den USA heute sind die Arbeitslosenerstanträge. Die Prognose lautet: 540.000 Erstanträge sollen in der vergangenen Woche eingegangen sein. Auch dieses Ergebnis geht mit dem aktuellen Abwärtstrend der US-Wirtschaft einher und droht den USD zu schaden. USD-Anleger sollten am heutigen Handelstag ebenso die Entwicklungen in der Eurozone beobachten. Deutliche Leitzinssenkungen werden hier erwartet, die wiederum großen Einfluss auf die Währungskurse nehmen werden.

EUR - Europäische Märkte: Die Ruhe vor dem Sturm

Der EUR-Kurs bewegte sich während des gestrigen Börsengangs nicht viel. Nach wie vor wird der EUR aktuell bei seinem niedrigsten Stand zum Dollar der letzten zwei Jahren gehandelt. Die für heute erwartete Zinssatzsenkung könnte diesen Trend entweder umkehren oder weiter stützen.

Die gestern veröffentlichten Daten aus der Eurozone umfassten unter anderem Europas Einzelhandelsumsätze des Monats Oktober, die im Vergleich zum Vormonat September um 0,8% zurückgegangen waren. Des Weiteren wurden die finalen Zahlen zum Einkaufsmanagerindex, nicht verarbeitendes Gewerbe, bei 45,8 Punkten ausgegeben, was die Prognose von 46,9 enttäuschte. Die momentanen Konjunkturaussichten für die Eurozone bleiben düster. Die Zahlen verdeutlichen wiederholt eine rückläufige Wirtschaftsaktivität und der Ruf nach finanzpolitischen Maßnahmen wird zunehmend deutlicher.

Am heutigen Handelstag bleibt es unter allen Umständen spannend - die Marktteilnehmer bereiten sich auf deutliche Leitzinssenkungen vor. Nachdem es bereits Australien und Neuseeland gerade vorgemacht haben, sollen auch die Bank of England (EoB) sowie die Europäische Zentralbank (EZB) heute erneut nachziehen und die Höhe ihrer geplanten Senkungen bekanntgeben. Allem Anschein nach ist die Wirtschaft der Eurozone an einem Punkt angelangt, an dem nicht die Frage gestellt wird, ob, sondern in welchem Umfang eine Zinssenkung erfolgen wird. Erwartungsgemäß soll die EZB ihren Leitzins von 3,25% auf 2,75% herabsetzen, die die Ankurbelung ihrer Wirtschaftsaktivität mit allen Mitteln anstrebt. Die sofortige Reaktion einer solchen Reduzierung ist in der Regel ein deutlicher Kursfall der entsprechenden Währung. Auf Lange Sicht könnte die Maßnahme den EUR jedoch stärken. EUR-Anleger sollten um 12:45 Uhr MGZ äußerst aufmerksam sein. Die Senkung des Leitzinssatzes für die Eurozone ist heute das wichtigste Ereignis aus dieser Region

JPY - Zinsbullischer Durchbruch für JPY erwartet

Der JPY setzte gestern seinen leicht volatilen Kurs gegenüber den Hauptwährungen fort. Ein Durchbruch der derzeit gültigen Handelsspanne hat bislang jedoch nicht stattgefunden. Die aktuellen Leitzinssenkungen einiger bedeutender Industriestaaten könnten dem derzeitigen JPY-Trend allerdings ein Ende setzen.

Die Bank of Japan ist bekanntermaßen die einzige Bank, die es bislang im Dezember vermieden hat, ihren Leitzins herabzusetzen. Japans Wirtschaft scheint momentan weniger unter der globalen Wirtschaftskrise zu leiden und die japanischen Gesetzgeber halten eine Leitzinssenkung, insbesondere angesichts des ohnehin niedrigen Zinssatzes, nicht für notwendig.

Dementsprechend wird der JPY voraussichtlich auch heute erneut einen zinsbullischen Börsengang verzeichnen können. JPY-Anleger sollten sowohl die globalen Entwicklungen beobachten als auch auf zinsbullische JPY-Signale achten, um ihre Gewinne zu maximieren.

Rohöl - Ölpreis unter $46 pro Barrel

Seit Wochenstart rutscht der Ölpreis und erreicht mittlerweile die $46-Marke pro Barrel. Aktuellen Lagerbeständen zufolge, ließ die Nachfrage um 7,9% im Vergleich zum Vorjahr nach. Die erst vor kurzem von Forexyard prognostizierte Marke von $40 pro Barrel liegt näher denn je.

In der vergangenen Woche waren die US-Rohöllagerbestände um 0,4 Millionen Barrel gesunken. Dennoch stellte sich der Abwärtstrend der Ölpreise nicht ein. In Anbetracht der Tatsache, dass der USD in Folge der Leitzinssenkungen für die Eurozone an Boden gewinnen soll, könnte sich der Preis pro Barrel für Rohöl zum Ende der Woche deutlich der $40-Marke nähern.

Technische News

EUR/USD

Nach ein paar Tagen gemischter Ergebnisse, hat sich dieses Paar allem Anschein nach um die 1,2650-Marke konsolidiert. Trotzdem gibt die Stunden-Chart aktuell ausschließlich rückläufige Signale aus. Der Slow Stochastic ist bereits abwärts gerichtet. Innerhalb des nächsten Zeitrahmens, könnte es sich für Anleger lohnen, sich diesem Abwärtstrend anzuschließen.

GBP/USD

Die Abwärtstendenzen dieses Kurspaares setzen sich in vollem Umfang fort. GBP/USD wird derzeit um 1,4700 gehandelt. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart ist auch hier negativ geneigt und bestätigt die Annahme, dass diese Tendenz noch nicht beendet ist. Der nächste Richtpreis könnte demnach bei 1,4650 liegen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Kurspaar die richtige Entscheidung für heute sein.

USD/JPY

Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst deutlichen Abwärtstrends, der seit drei Tagen anhält und nach wie vor ein starkes Momentum ausweist. Dieses trägt auf lange Sicht weiteres Potenzial. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens ergibt sich eventuell eine minimal zinsbullische Korrigierung, bevor sich der Abwärtstrend fortsetzt. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.

USD/CHF

Dieses Paar befindet sich inmitten eines starken Aufwärtstrends, der langsam beendet zu sein scheint. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Eine bevorstehende Abwärtskorrigierung ist auf der 4-Stunden-Chart zu erkennen, während die Tages-Chart andeutet, dass der Aufwärtstrend noch Potenzial in sich trägt. Anleger sollten auch deutlichere Signale auf der Stunden-Chart abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

Die Wild-Card

Rohöl

Auf der Tages-Chart ist nach wie vor eine rückläufige Anordnung zu erkennen. Das Momentum ist demnach nach unten gerichtet ist. Der Slow Stochastic bewegt sich auf hohem Niveau und weist deutlich darauf hin, dass der Trend noch nicht beendet ist. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens lässt sich ein zinsbullisches Cross auf der Stunden-Chart erkennen, das auf eine leichte zinsbullische Korrigierung hindeutet, die vor der Wiederaufnahme des Abwärtstrends stattfinden könnte. Auch heute könnten Forex -Anleger ihre Gewinne erneut maximieren, indem sie bei Höchstständen verkaufen und sich den starken Abwärtstrend zu Nutze machen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:17 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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