close
| |

Wednesday, 10 Feb 2010

Märkte erwarten Bernanke-Anhörung zu zukünftiger Geldpolitik

Der USD wertete am gestrigen Dienstag weiter gegen den EUR ab, während am Markt über einen möglichen Rettungsplan für das verschuldete Griechenland spekuliert wurde. Im weiteren Handelsverlauf verzeichneten sowohl Rohöl als auch Edelmetalle Kursgewinne. Um 16:00 Uhr erwarten die Anleger heute die Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses für Finanzdienstleistungen in Washington zum bevorstehenden Auslaufen der Notfallhilfen für die Finanzwirtschaft. Marktteilnehmer gehen von entsprechend hoher Volatilität zum Zeitpunkt der Anhörung aus. Händler sollten aufmerksam bleiben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownnodownup
Wochentendenzupupdownnoupdown
Resistance1.38331.575489.471.07650.89360.8864
1.38031.572489.171.07350.89060.8834
1.37731.569489.871.07050.87760.8804
Support1.37101.563089.241.06390.87110.8740
1.36801.560088.941.06090.86810.8710
1.36501.557088.641.05790.86510.8680

Wirtschafts News

USD - Dollar fällt aufgrund steigender Risikobereitschaft

Am gestrigen Handelstag gab der USD gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Deutliche Kursverluste ergaben sich zum EUR und Pfund Sterling. EUR/USD kletterte auf ein Wochenhoch um 1,3838.

Ursache dafür waren zum einen anhaltende Spekulationen um ein mögliches Eingreifen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Rettung Griechenlands im Falle einer eintretenden Zahlungsunfähigkeit. In der Hoffnung auf die Abwendung einer drohenden Staatspleite Griechenlands erholte sich die Marktstimmung im Euroraum gestern leicht. Dieser Marktoptimismus fördert wiederum die Risikobereitschaft der Investoren, die nach gewinnträchtigen Anlagen wie EUR und Pfund Sterling Ausschau hielten. Des Weiteren belastete am Dienstag ein geschwächter US-Konjunkturoptimismus den Dollar. Laut einem Bericht schätzen US-Bürger ihre persönliche Finanzsituation aktuell pessimistischer ein als bislang und haben weniger Vertrauen in die Wirtschaftspolitik der USA.

Heute stehen gleich mehrere bedeutende Konjunkturdaten auf der US-Agenda. Um 14:30 Uhr wird zunächst die US-Handelsbilanzdaten für Dezember veröffentlicht. Diese gibt die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen aus. Analysten prognostizieren einen leichten Rückgang des US-Defizits von $36,40 Mrd. auf $35,8 Mrd. Ein solches Ergebnis könnte dem USD etwas Unterstützung verleihen. Darüber hinaus erwarten die Anleger um 16:00 Uhr die Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Ausschuss des Repräsentantenhauses für Finanzdienstleistungen in Washington zum bevorstehenden Auslaufen der Notfallhilfen für die Finanzwirtschaft. Bernanke wird über Wirtschaftsaussichten und Finanzmärkte sprechen und damit Einfluss auf den heutigen Handel nehmen.

EUR - Mögliche Griechenland-Rettung stützt EUR

Der EUR wertete am Dienstag deutlich gegen die Mehrheit der Hauptwährungen auf. Dabei kletterte die Gemeinschaftswährung um 150 Punkte zum USD sowie um 200 Punkte zum japanischen Yen in die Höhe. Leicht zinsbullische Tendenzen ergaben sich auch gegenüber dem Pfund Sterling.

An den Märkten im Euroraum hofft man auf eine baldige Kontrolle über die Schuldenkrise in Griechenland. Spekulationen um einen möglichen Hilfsplan für das in die Notlage geratene Mitgliedsland steigerten gestern die Nachfrage nach Währungen, die höhere Erträge abwerfen, was den EUR insbesondere gegen Safe-Havens wie USD und Yen stützte. Deutschland gerät dabei Medienberichten zufolge bei wichtigen EU-Partnern unter Druck, sich an einer Rettungsaktion für Griechenland zu beteiligen. Abzuwarten bleibt, ob der griechische Regierungschef Papandreou seine Sparankündigungen umsetzen kann. Zu den möglichen Rettungshilfen für die Griechen gehören bilaterale Darlehen einiger Euro-Staaten.

Anleger sollten weitere Entwicklung rund um Rettungsaktionen für das hoch verschuldete EU-Land aufmerksam beobachten. Dieses Thema scheint aktuell den größten Einfluss auf die Bewegungen des EUR am Markt zu haben. Darüber hinaus veröffentlicht Frankreich heute um 8:45 Uhr die aktuellen Zahlen zur Industrieproduktion im Dezember. Der entsprechende Bericht misst den inflationsbereinigten Gesamtwert der Industrieproduktion in Frankreich. Dieser soll laut Prognose im vergangenen Monat um 0,6% gestiegen sein. Sollte das Ergebnis den Vorhersagen entsprechen, könnte der EUR weitere Unterstützung finden.

JPY - Yen fällt gegen Hauptwährungen

Der letzte Yen-Aufwärtstrend wurde gestern unterbrochen. Japans Yen verbuchte Kursverluste gegenüber den Hauptwährungen. Entsprechend rutschte der JPY um 80 Punkte gegen den USD, um 200 Punkte gegen den EUR und um über 250 Punkte gegen das Pfund Sterling ab.

Jüngste Spekulationen um einen möglichen Hilfsplan für das in die Notlage geratene Griechenland minderte am Dienstag die Nachfrage nach Safe-Havens wie dem Yen. Die Hoffnung auf die Abwendung eines Bankrotts des Mitgliedsstaats hingegen belebte das Interesse an gewinnträchtigen Anlagen wieder und drückte somit den Yen-Kurs. Darüber hinaus verhalf ein Anstieg an den chinesischen Aktienmärkten einer Senkung der Risikoaversion unter den Anlegern. Der Marktoptimismus fördert wiederum die Risikobereitschaft der Investoren, die nach höher verzinsten Währungen wie EUR und Pfund Sterling Ausschau halten. Dieser Yen-Abwärtstrend wird voraussichtlich anhalten, solange der EUR aufwertet.

Heute bleiben die Banken in Japan aufgrund des nationalen Feiertages zur Staatsgründung geschlossen. Hier könnte sich ein Handelstag geprägt von einer geringen Liquidität ergeben. Händler sollten Fundamentaldaten aus den USA aufmerksam verfolgen, insbesondere Bernankes Anhörung, da diese voraussichtlich den größten Einfluss auf den Yen-Handel nehmen wird.

Rohöl - Spot-Ölpreis erreicht $74 pro Barrel

Am gestrigen Handelstag stieg der Ölpreis deutlich an. Zu Tagesbeginn handelte das Barrel Rohöl bei $71,50 und notierte zu Handelsschluss um die $74,05-Marke.

Dieser Kursanstieg ließ sich auf zwei Hauptursachen zurückführen. Einerseits stützte eine erhöhte Risikobereitschaft unter den Händlern den Ölpreis. Marktoptimismus veranlasste die Investoren dazu, sich an gewinnträchtigen Anlagen zu orientieren. Als weitere Ursache für die Aufwertung galten die Kursverluste des US-Dollar. Da Rohöl in USD bepreist wird, steigt der Preis des Rohstoffs in der Regel angesichts eines schwächelnden Dollar-Kurses.

Wichtige Veröffentlichung heute: Der Bericht der US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche, der um 16:30 Uhr ausgegeben wird. Im diesem Bericht werden unter anderem die aktuellen Lagerbestände für Rohöl und Benzin sowie die Veränderungen der Lagerbestände im Verhältnis zu den Markterwartungen dargestellt. Sollte das Ergebnis der Prognose von +1,4 Mio. Barrel entsprechen, könnte der Ölpreis weiter steigen.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar handelt aktuell nach gestriger Aufwertung nahe der Unterstützungsmarke von 1,3777. Die Tages-Chart gibt jedoch erste Anzeichen einer Kurskorrektur zum bisherigen Abwärtstrend aus. Darüber hinaus hat das MACD-Histogramm die 0-Linie durchbrochen, was einen möglichen Kursanstieg bestätigt. Dies wiederum wird vom RSI der Wochen-Chart gestützt, der mittlerweile in den „überkauften“ Bereich gedreht und dabei die 30-Linie überschritten hat. Händler könnten bei EUR/USD heute auf steigende Kurse setzen und sich die mögliche Kurskorrektur zu Nutze machen.

GBP/USD

Die jüngste Kurskorrektur nach oben hat den Preis in den „überkauften“ Bereich auf der 4-Stunden-Chart gedrückt.
Der Slow Stochastic-Oszillators hat inzwischen ein rückläufiges Cross gebildet, was auf eine mögliche rückläufige Preisbewegung in naher Zukunft deutet. Außerdem bewegt sich der Wochen-RSI im „überkauften“ Bereich und scheint aktuell eine Doppel-Top Chartformation zu bilden. Händler könnten den Durchbruch der 70-Linie abwarten, um anschließend auf fallende Kurse zu setzen. Hier könnte sich Händlern eine großartige Gelegenheit bieten, diesem Markt angesichts eines bevorstehenden Langzeit-Abwärtstrends erneut beizutreten.

USD/JPY

Auf der Tages-Chart scheint dieses Paar die abwärts geneigte Trendlinie, die am 7. Januar einsetzte, überwunden zu haben. Die Korrektur wird bei 2,7% des vorausgegangenen Trends angesetzt. Des Weiteren gibt der MACD Anzeichen einer Kurskorrektur nach oben aus. Das Histogramm steht kurz davor, die 0-Linie zu durchbrechen, während sich auf derselben Chart ein zinsbullisches Cross bildet, was ebenfalls auf einen potentiellen Preisanstieg hinweist. Händler könnten eine Korrektur über 3% abwarten, um anschließend bei einem Gewinnmitnahme-Niveau bei 90,70 auf steigende Kurse zu setzen.

USD/CHF

Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung. Die fallende Tendenz des Momentums auf der Wochen-Chart bestätigt diesen Trend. Sobald sich die Überwindung des unteren Bereichs vollzieht, könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

Die Wild-Card

AUD/USD

Gestern ergaben sich für dieses Paar äußerst zinsbullische Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch mittlerweile darauf schließen, dass sich für AUD/USD schon bald eine Trendwende einstellen kann. Beispielsweise verdeutlicht der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart einen sich ankündigenden rückläufigen Umschwung. Forex -Anlegern bietet sich hier möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch der unteren Handelsspanne auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um aus dem bevorstehenden Trend Profit zu schlagen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:18 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen