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Tuesday, 4 Nov 2008
Märkte erwarten den nächsten Präsidenten der USA und Australien überrascht mit Leitzinssenkung
Während sich alle Augen auf die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl richten, stabilisiert sich der USD. Überraschend senkte die australische Zentralbank gestern ihren Leitzins. Dabei fiel die Senkung deutlicher aus als erwartet und ließ den AUD an Wert verlieren.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2755 | 1.5875 | 99.66 | 1.1862 | 0.6760 | 0.8099 |
| 1.2730 | 1.5840 | 99.47 | 1.1827 | 0.6727 | 0.8085 | |
| 1.2699 | 1.5805 | 99.10 | 1.1798 | 0.6689 | 0.8059 | |
| Support | 1.2542 | 1.5639 | 98.50 | 1.1747 | 0.6636 | 0.8012 |
| 1.2515 | 1.5609 | 98.34 | 1.1720 | 0.6606 | 0.7982 | |
| 1.2492 | 1.5585 | 98.14 | 1.1707 | 0.6585 | 0.7960 |
Wirtschafts News
USD - USD steigt in Erwartung des Wahlendspurts
Am Abend vor den US-Präsidentschaftswahlen erzielte der Dollar einen Wertzuwachs von 150 Punkten und schloss zum EUR bei 1.2580. Dabei konnten die Verluste der vergangenen Woche teilweise ausgeglichen werden.
Jedoch beeinflussten die schlechten Wirtschaftsdaten aus den USA den Dollarkurs erneut reichlich wenig: Das Institute for Supply Management (ISM) hatte zuvor die jüngsten Daten zum Einkaufsmanager-Index veröffentlicht. Der Bericht fiel schlechter aus als erwartet und verdeutlichte einen insgesamt pessimistischen Ausblick auf den Zustand des verarbeitenden Gewerbes in den Vereinigten Staaten. Dies war eines der schlechtesten Ergebnisse in der Geschichte dieses Berichts, das die bestehende Konjunkturverlangsamung der US-Wirtschaft deutlich herausstellte.
An den US-Aktienmärkten blieb es trotz Unsicherheit der Anleger und vor Bekanntgabe des Wahlergebnisses ruhig. Einige Experten gehen von einem starken Anstieg der Aktienmärkte aus, der sich direkt nach Wahlausgang einstellen könnte. Bereits in der Vergangenheit konnte beobachtet werden, wie sich das Marktvertrauen nach den Wahlergebnissen aufbaute und sich eine Erleichterung bei den verunsicherten Investoren einstellte.
Im frühen Morgenhandel fiel das Kurspaar AUD/USD äußerst stark. Die australische Zentralbank überraschte die Märkte heute mit ihrer Leitzinssenkung um 75 Basispunkte auf 5,25%. Die meisten Analysten hatten lediglich mit 0,5 Prozentpunkten gerechnet. Viele Anleger zeigten sich erschüttert, über das Ausmaß der Konjunkturverlangsamung innerhalb der australischen Wirtschaft, das der Wirtschaftsabschwung in den USA gleicht.
EUR - Eurozone erwartet EUR-Rückgang angesichts anstehender Leitzinssenkung
Die Herbstprognose der EU-Kommission fiel enttäuschend aus. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt der EU wird das Defizit in der Leistungsbilanz bei rund 1% vorausgesagt. Dabei könnte dieses deutlich höher in den kleineren Osteuropäischen Ländern ausfallen.
Ein Leistungsbilanzdefizit bedeutet, dass wertmäßig mehr Waren und Dienstleistungen nach Europa eingeführt als exportiert werden. Anleger gehen von einem Wertverlust des EUR zum Dollar aus. Effektivste Korrektur eines Leistungsbilanzdefizits erfolgt durch eine Senkung der Exportpreise bei einer Abwertung der Inlandswährung. Jedoch kann bei dieser Vorgehensweise nicht immer mit einer die Leistungsbilanz verbessernden Wirkung gerechnet werden. Hier könnte sich langfristig ein Nebeneffekt für den EUR ergeben, der die europäische Währung bei einem niedrigen Level von 1.2600 zum USD halten könnte.
Derzeit erwarten Anleger gespannt die für Donnerstag angesetzten Entscheidungen zu den Leitzinssätzen Europas und Englands durch die Zentralbanken EZB und BoE. Allem Anschein nach bestimmen diese erwarteten Zinssenkungen bereits die Währungskurse, könnten sich jedoch verstärkt auswirken, sollten die Senkungen höher als erwartet ausfallen. In Bezug auf die EZB könnte dies angesichts der drohenden langfristigen Rezession für die Eurozone tatsächlich eintreten. Vor diesem Hintergrund ist in den kommenden Handelstagen mit einem rückläufigen EUR zu rechnen.
JPY - Japans Leitzinssenkung reicht nicht aus, um Konjunkturabschwung abzuwenden
Gestern blieb der Aktienmarkt in Japan wegen eines Feiertages geschlossen. Zum Dollar notierte der JPY bei 98.76, nachdem er 33 Punkte gewonnnen hatte.
Mittlerweile zweifeln viele am Hilfsprogramm der japanischen Regierung, die Finanzkrise zu bekämpfen und stellen die Effektivität ihrer Maßnahmen in Frage.
Während die Märkte eine Senkung der Zinsraten in Europa und England erwarten, setzte Japan seinen Leitzins bereit in der vergangenen Woche herab, mit der Absicht, die Wirtschaftsaktivität anzukurbeln. Eine Senkung von 0,2% wurde dabei vollzogen, um die Kreditvergabe zu fördern. Inzwischen gehen Anleger von einem eher symbolischen Zug aus, der angesichts des ohnehin niedrigen japanischen Leitzinses wenig Einfluss auf die Wirtschaft des Landes nehmen wird.
Abzuwarten bleibt die Wirkung des in der vergangenen Woche angekündigten Hilfspakets. Da der japanische Verbraucher in der Regel spart, könnte das Ergebnis eines gesteigerten Bruttoinlandsproduktes ausbleiben. Vorgenannte Faktoren bescheren dem JPY möglicherweise bereits frühzeitig einen Abwärtstrend gegenüber dem Dollar.
Rohöl - Rohölpreise fallen angesichts negativem Konjunkturausblick
Die Rohölpreise sind auch heute wieder rückläufig. Am gestrigen Handelstag rutschten diese um $5 pro Barrel und schlossen bei $63,24. Während des Monats Oktober verzeichneten die Preise deutliche Verluste. In diesem Zusammenhang war der Preis für das schwarze Gold um rund die Hälfte seines erreichten Rekordhochs im Juli gefallen.
Die derzeit vorherrschende Konjunkturverlangsamung löste diesen unaufhaltsamen Abwärtstrend der Ölpreise aus. Jegliche negative Wirtschaftsmeldung verschlechtert das Preisniveau unmittelbar. Die Veröffentlichung des enttäuschenden ISM-Berichts zum Einkaufsmanager-Index gestern, versetzte dem Ölpreis einen weiteren Schlag. Die Preise fielen im weiteren Tagesverlauf unentwegt.
Darüber hinaus wartet der Ölmarkt auf die Reaktion Saudi Arabiens hinsichtlich der geforderten Produktionsdrosselung seitens der OPEC-Staaten. Die Organisation Erdöl exportierender Länder hatte zuvor eine Preisfestlegung bei $70-$90 pro Barrel empfohlen. In Folge des schlechten Konjunkturausblicks, könnte Rohöl zukünftig vielmehr bei $40-$60 gehandelt werden.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines konsequenten Abwärtstrends. Dennoch hat der RSI der 4-Stunden- sowie der Tages-Chart seinen Höhepunkt im "überkauften" Bereich mittlerweile erreicht, was bedeutet, dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorstehen könnte. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der Stunden-Chart hat eine deutliche zinsbullische Bewegung bereits stattgefunden, die weiteres Potenzial in sich zu tragen scheint. Die richtige Strategie für heute könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Nach dem jüngsten, äußerst ausgeprägten Abwärtstrend, scheint sich dieses Paar um die 1,5650-Marke zu konsolidieren. Innerhalb des kurzen Zeitrahmens der 4-Stunden-Chart deutet ein zinsbullisches Kreuz darauf hin, dass sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor ein umso verstärkter Abwärtstrend anknüpft. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Tendenzen. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Ausrichtung nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.
USD/CHF
Die Kursschwankungen dieses Paares setzen sich fort - ohne merkliche Ausrichtung. Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus und schwankt überwiegend im neutralen Bereich. Die Tages-Chart wiederum, deutet auf ein leicht zinsbullischen Momentum hin. Der Slow Stochastic der Tages-Chart ist positiv geneigt, während der RSI bestätigt, dass es tatsächlich aufwärts gehen könnte.
Die Wild-Card
Gold
Dieser Rohstoff wird nach einer Korrigierung seines intensiven Abwärtstrends mittlerweile bei 10 gehandelt. Diese zinsbullische Handelsspanne, gepaart mit einer stark positiven Neigung des Slow Stochastic auf de Tages-Chart, könnte Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit für Long-Positionen bieten.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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