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Friday, 2 Jul 2010

Märkte erwarten US-Arbeitsmarktdaten NFP

Der heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehende US-Arbeitsmarktbericht NFP wird zum Abschluss einer Handelswoche ausgegeben, die überwiegend enttäuschende US-Konjunkturdaten lieferte und auf ein gedrosseltes Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten deutet. Laut Prognosen soll das Berichtsergebnis für Mai mit einem Rückgang von -110.000 Zählern im Vergleich zum Vormonat ausfallen. Entsprechend kann der USD weiter unter Druck geraten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenzupupdowndowndownup
Resistance1.25901.525588.751.06950.85550.8325
1.25701.523588.551.06750.85350.8305
1.25401.520588.251.06450.85050.8275
Support1.24801.514587.651.05850.84450.8215
1.24501.511587.351.05550.84150.8195
1.24301.509587.151.05350.83850.9175

Wirtschafts News

USD - Negativ-Konjunkturdaten bringen USD unter Druck

Am Donnerstag wertete der USD nach Veröffentlichung negativer US-Konjunkturdaten wieder gegen die Hauptwährungen ab. Händler befürchten ein gedrosseltes Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe fiel im Monat Mai von 59,7 auf den aktuellen Stand von 56,2 im Juni. Des Weiteren brach der Index der ausstehenden Hausverkäufe in den USA im Mai überraschend stark um 30% ein. Weitere Enttäuschung lieferten die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die in der letzten Woche um 13.000 neue Anträge gestiegen sind. Dieses Ergebnis wurde von den Marktteilnehmern insbesondere im Vorfeld des für heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Arbeitsmarktbericht NFP aufmerksam verfolgt.
Gegenwärtig verliert der USD angesichts der verunsichernden Konjunktursignale aus den USA seine Attraktivität als Safe-Haven-Anlage, so Händler. Die jüngsten Kursverluste des Dollar werden insbesondere gegenüber dem japanischen Yen deutlich. Im Laufe des gestrigen Handelstages sackte die US-Währung um insgesamt 0,9% zum JPY bis auf die Marke von 87,60 ab. Zwischenzeitlich markierte das entsprechende Währungspaar ein Tief bei 86,97, niedrigstes Niveau seit dem 2. Dezember 2009.

EUR - EUR oberhalb $1,25 erholt

Am gestrigen Donnerstag wertete die europäische Gemeinschaftswährung EUR nach erfolgreicher Platzierung 5-jähriger spanischer Staatspapiere kräftig auf. Der EUR notierte über dem Niveau von $1.25 und kletterte um 2,25% auf ein 5-Wochen-Hoch zum Dollar.
Das Cross EUR/JPY handelt aktuell um die Marke von 110,15. Hier konnte im asiatischen Handel in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag eine Aufwertung um mehr als 200 Punkte beobachtet werden. Das britische Pfund Sterling notierte zu Markteröffnung heute Morgen mit $1,5183, von zuvor $1,4939. Den GBP stützte das Ergebnis zum CIPS-Einkaufsmanagerindex in Großbritannien. Dieser wurde für Juni bei 57,5 Punkten ausgegeben. Im Vormonat lag das Ergebnis bei 58, Experten hatten jedoch mit einem Rückgang auf einen Indexstand von 57 gerechnet. Auch die Schwedische Krone wertete am gestrigen Donnerstag deutlich auf. Zuvor hatte die Zentralbank Schwedens ihren Leitzins von 0,25% auf 0,5% erhöht.
Wie die Märkte auf das Ergebnis des um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Arbeitsmarktberichts Non-Farm Payrolls reagieren, bleibt abzuwarten. Für EUR-Anleger sind außerdem Arbeitsmarktdaten (Mai) der Eurozone, einschließlich Arbeitslosenquote um 11:00 Uhr von Bedeutung.

JPY - JPY-Höhenflug gegenüber USD hält an

Zu früher Stunde im asiatischen Handel wurden zwar zunächst leicht rückläufige JPY-Tendenzen gegen den USD deutlich, der Yen nahm seinen Aufwärtstrend jedoch im weiteren Handelsverlauf rasch wieder auf. Die US-Währung wertete um 0,5% zum japanischen Yen auf und drückte das Cross wieder über die 88,00-Marke. USD/JPY hatte am Donnerstag ein 7-monatiges Tief unterhalb des Niveaus von 87,00 markiert. Auch zum EUR verbuchte die japanische Inselstaatwährung gestern Kursverluste. Nach einem anfänglichen Abwärtstrend im asiatischen Handel am Freitag erreichte EUR/JPY heute Morgen ein Hoch bei 110,40.
Der nächste Widerstand für USD/JPY liegt bei 88,74, die nächste Unterstützung bei 87,29.
Im Mittelpunkt des heutigen Handels steht der US-Konjunkturindikator Non-Farm Payrolls, der Arbeitsmarktbericht dem an den Märkten womöglich die größte Aufmerksamkeit zuteil wird. Angesichts der Tatsache, dass die aktuelle Yen-Stärke auf die gegenwärtig hohe Risikoaversion der internationalen Anleger zurückzuführen ist, dürfte es bei einem anhaltenden Aufwertungsdruck auf den japanischen Yen bleiben.

Rohöl - Rohöl notiert unter $73 pro Barrel

Um drastische 3,5% fielen die internationalen Ölpreise gestern auf ein neues 3-Wochen-Tief. Im asiatischen Handel am Freitagmorgen kostete US-Rohöl der Referenzsorte WTI zur Lieferung im August $72,91 pro Barrel und damit $0,04 weniger als zu Handelsschluss am Donnerstag. Der Brent-Ölpreis stieg dagegen am Freitagvormittag um $0,04 auf $72,38 pro Barrel.
Neu auflebende Sorgen um ein gedämpftes Erholungstempo der US-Konjunktur aufgrund der jüngst enttäuschenden US-Konjunkturdaten brachten die Ölpreise in dieser Woche unter Druck, so Händler. Nach den deutlichen Verlusten seit Beginn der aktuellen Handelswoche konsolidieren die Ölmärkte am Freitag auf dem Niveau des Vortages. Unterstützend wirkten dabei die gestrige Kursaufwertung des Euros sowie freundliche Aktienmärkte in Asien.
Mit Spannung wird heute die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts NFP erwartet. Sollte das Ergebnis enttäuschen, befürchten Händler ein weiteres Absacken der Ölpreise in Richtung $70-Marke.

Technische News

EUR/USD

Der Relative Strength Index (RSI) der 4-Stunden-Chart gibt das Paar im überkauften Bereich aus. Hier könnte sich möglicherweise noch heute eine Kurskorrektur nach unten vollziehen. Die Bollinger Bands der 2-Stunden-Chart bestätigen diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei EUR/USD eine gute Strategie sein.

GBP/USD

Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart kreuzt abwärts und gibt damit einen Hinweis auf eine sich ankündigende Kurskorrektur nach unten im weiteren Tagesverlauf. Auch bei GBP/USD bestätigt der RSI der 2-Stunden-Chart diese Theorie und gibt das Paar im deutlich überkauften Bereich aus. Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.

USD/JPY

Der RSI der Tages-Chart hat mittlerweile in den überverkauften Bereich gedreht, was bedeuteten könnte, dass in den kommenden Handelsstunden ein Aufwärtstrend einsetzt. Dem widerspricht jedoch der Slow Stochastic der 2-Stunden-Chart, der beginnt, abwärts zu kreuzen. Bei diesem Paar könnten Händler zunächst abwarten und die nächsten Tendenzen aufmerksam beobachten.

USD/CHF

Der Relative Strength Index (RSI) der 4-Stunden-Chart schwankt seit geraumer Zeit im überverkauften Bereich. Mit dem Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart wird eine Kurskorrektur nach oben wahrscheinlich. Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen.

Die Wild-Card

Gold

Nach einem drastischen Kursabfall um 3000 Punkte gestern, lassen die technischen Indikatoren für Gold eine mögliche Kurskorrektur nach oben im Laufe des heutigen Handelstages erkennen. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart kreuzt abwärts und bestätigt eine mögliche Kurskorrektur nach oben. Der Relative Strength Index (RSI) der 8-Stunden-Chart zeigt den Gold aktuell im überverkauften Bereich an. Forex -Anleger könnten bei diesem Rohstoff heute auf steigende Kurse setzen, um sich den aktuellen Trend zu Nutze zu machen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:19 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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