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Monday, 9 Feb 2009

Märkte in Erwartung des US-Konjunkturpakets

Der US-Senat wird Anfang dieser Woche über ein Konjunkturpaket in Höhe von mindestens $780 Mrd. abstimmen, von dem Präsident Barack Obama sagt, es sei zwingend erforderlich um ein weiteres Absinken der Wirtschaft in die Rezession zu verhindern. Laut dem National Bureau of Economic Research in Cambridge, Massachusetts (Bundesamt für Wirtschaftsforschung), begann die weltgrößte Volkswirtschaft im Dezember 2007 in die Rezession abzugleiten. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vierten Quartal um 3,8%, aufs Jahr gerechnet, dem größten Rückgang seit 1982.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndowndownup
Wochentendenznonodownnodownup
Resistance1.30101.480891.871.16620.67150.8815
1.29831.478291.601.16440.66980.8800
1.29661.476591.411.16210.66850.8781
Support1.29231.474491.181.16000.66640.8758
1.29111.472791.001.15800.66460.8743
1.28951.470990.841.15620.66290.8722

Wirtschafts News

USD - Wird das Konjunkturpaket dem USD auf die Beine helfen?

Die vergangene Woche endete mit einem düsteren Bericht des US-Arbeitsministeriums. Der Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung zeigte einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit um 598.000, dem größten Beschäftigungsrückgang seit 34 Jahren! Folglich sahen Händler einen Rückgang des USD im Vergleich zu allen Haupt-Währungspaarungen, mit Ausnahme des JPY. Nachdem er am Donnerstag, verglichen zum EUR noch bei 1,2835 geschlossen hatte, wendete sich das Blatt am Freitag, der USD verlor einen Großteil seines Momentum und schloss die Woche bei 1,2966. Verglichen zum britischen Pfund Sterling verlor der Dollar weiterhin und handelt derzeit bei 1,4843.

Was zu Beginn dieser Woche etwas Zuversicht verleiht, ist die Tatsache, dass der US-Aktienmarkt, in Erwartung einer zügigen Verabschiedung des Konjunkturpakets durch den US-Senat, angefangen hat sich zu erholen. Eine solch zügige Verabschiedung wird von Analysten aufgrund der schlechten Daten vom Freitag vorausgesagt. Bei solch negativen Nachrichten vom Arbeitsmarkt wird sich die US-Regierung zweifelsohne gezwungen sehen schnelle Schritte zu unternehmen, um den Ereignissen entgegen zu wirken, die anfangen außer Kontrolle zu geraten. Aber wird der Konjunkturplan ausreichend genug sein, um weitere Verluste bei Kurs des US-Dollar abzuwenden?

In dieser Woche werden für die USA nicht sonderlich viele wirtschaftliche Veröffentlichungen erwartet. Da aber die Verabschiedung von Präsident Barack Obamas Konjunkturpaket bevorsteht, können sich Devisenhändler auf eine große Anzahl Reden und Pressekonferenzen seitens hochrangiger Regierungsmitglieder einstellen, in denen unter anderem zur Zukunft der Wirtschaft Stellung bezogen wird. Auf solche Weise vermittelte Informationen können manchmal dezente Hinweise auf zukünftige mögliche Konjunkturfördernde sowie Währungs- und Finanzpolitische Maßnahmen enthalten. Falls die Vorlage tatsächlich am Dienstag, wie allseits erwartet, verabschiedet wird, könnte dieses die Nachfrage nach US-Waren und -Dienstleistungen ankurbeln, welches wiederum auch die Nachfrage nach dem USD verstärken wird. Händler könnten diese Woche also eine Wertsteigerung des Dollar im Vergleich zu den meisten seiner Währungspartner erleben.

EUR - Trotz jüngster Stärke des EUR, irgendetwas fehlt noch

Dem EUR scheint in letzter Zeit viel Unterstützung zuteil geworden zu sein, da andere Safe-Hafen-Währungen aufgrund trüber Wirtschaftsdaten ins Taumeln geraten sind. Dem US-Arbeitsmarkt wurde im vergangenen Monat so übel mitgespielt, dass der Dollar die Auswirkungen zu spüren bekommt und jetzt, im Vergleich zum EUR, wieder dem Wert von 1,3000 zustrebt. Die einzige Währung, die sich derzeit noch schneller als der EUR zu erholen scheint, ist das britische Pfund Sterling. Die EUR/GBP-Paarung entfernt sich immer mehr von der noch vor kurzem möglich erschienenen Parität und handelt momentan um die 0,8750.

Nachdem am vergangenen Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss den Leitzinssatz bei 2,00% zu belassen, hat sich der Kurs des EUR im Vergleich zu den meisten anderen Währungspartnern relativ unverändert verhalten und zuvor aufgenommene Trends mit gemäßigtem Tempo fortgesetzt. Doch als am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht wurden erfuhr der EUR/USD-Kurs in den letzten Stunden des New Yorker Handels eine drastische Zunahme von über 100 Pips. Der EUR profitierte zum einen von der Zunahme der Risikobereitschaft aufgrund der Annahme, dass der US-Senat am Dienstag dieser Woche Obamas Konjunkturpaket endlich verabschieden werde, und zum anderen von der Schwäche seiner Haupt-Währungsrivalen, die durch negative Wirtschaftsdaten ausgelöst wurde.

Der Kurs des EUR verhielt sich in den vergangenen Wochen relativ unbeständig, da Händler nicht so recht zu wissen schienen, was von dieser Währung zu halten sei. Der USD war schon immer die erste Wahl bei Safe-Hafen-Währungen, und die Gesamteuropäische Wirtschaft ließ es sich auf dem Rücken der französischen und deutschen Wirtschaft wohl ergehen. Doch in jüngster Zeit scheint hier etwas nicht so recht zu stimmen. Die veröffentlichten Wirtschaftsdaten scheinen den EUR nicht zu unterstützen, und selbst positive Nachrichten, von denen angenommen wurde, dass sie auch einen solchen Einfluss haben würden, schlugen sich schwächend auf den Euro nieder. Bis die Eurozone wieder Vertrauen in die Märkte gewinnt dürften Devisenhändler wohl nicht mit einer wesentlichen Kurssteigerung des EUR rechnen.

JPY - Japanischer Yen könnte schwächeln da US-Märkte sich aufgrund Konjunkturplan erholen

Der japanische Yen zeigt Zeichen einer kleinen Umkehr des letztwöchigen Abwärtstrends verglichen zum USD. Nachdem er am Freitag im Vergleich zum Dollar bei 91,81 schloss, handelt der JPY derzeit um den Wert von 91,60. Aufgrund der schlechten Wirtschaftsdaten vom Freitag mutmaßten die meisten Investoren, dass die US-Regierung zügige Schritte zur Verabschiedung des Konjunkturplans von Präsident Obama einleiten würde. Es wird jetzt erwartet, dass am Dienstag über die Vorlage entschieden wird.

Es wird außerdem erwartet, dass Finanzminister Timothy Geithner einen Banken-Konsolidierungsplan bekannt geben wird, der darauf abzielt faule Kredite in den Bilanzen vieler Banken zu kontrollieren. Diese Maßnahmen werden sehr wahrscheinlich das Vertrauen in die US-Märkte ankurbeln und auch den Kurs des USD im Vergleich zur japanischen Währung steigen lassen. Der Yen war der Haupt-Nutznießer der jüngsten Finanzkrise und Rezession, da diese Währung sich antizyklisch zu der wirtschaftlichen Entwicklung verhält. Da sich die US-Märkte erholen, dürften Devisenhändler wohl mit einem Kursrückgang des Yen im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern rechnen.

Rohöl - Ölproduzenten hegen große Hoffnung, dass Ölpreis Talsohle erreicht hat. Aber hat er?

Nach einem kurzfristigen Hoch beim Rohölpreis am vergangenen Freitag hat dieser Rohstoff zu seinem vorherigen Verhaltensmuster zurückgefunden und handelt derzeit um die $40. Händler könnten tatsächlich erleben, dass sich der Rohölpreis auf einem bestimmten Level stabilisiert. Zum ersten Mal seit Monaten verhielt sich der Preis für Rohöl relativ stabil ohne erkennbare Ausrichtung. Es gibt jetzt sogar Analysten, die annehmen, $40 pro Barrel sei der niedrigste Preis für Rohöl den wir in 2009 erleben werden.

Wenn man nicht geneigt ist dem Trugschluss solcher Vorhersagen zu erliegen, erscheint es doch mehr wahrscheinlich, dass hinter dem stabilen Ölpreis eher die jüngsten Produktionsdrosselungen seitens OPEC und die Schwäche des USD, aufgrund schlechter Arbeitsmarktdaten, stehen. Der weltweite Energiebedarf verbleibt auf einem niedrigen Stand, und für die Rezession scheint kein Ende in Sicht. Folglich dürfte sich der Rohölpreis auch unter Abwärtsdruck befinden. Die jüngsten, oben erwähnten Ereignisse helfen aber den Preis dieses Rohstoffs zu stützen. Falls der Kurs des USD sich nach der Verabschiedung von Obamas Konjunkturpaket im US-Senat jedoch kräftig erholt und weiteres Öl aus den irakischen Häfen seine Ziele erreicht, sollten Händler sich besser auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends beim Rohölpreis bis mindestens ins 2. Quartal 2009 einrichten.

Technische News

EUR/USD

Der zinsbullische Trend verliert an Kraft, und das Paar scheint sich um den Wert von 1,29 zu konsolidieren. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich bereits im überkauften Bereich, was zur Annahme verleitet, dass der jüngste Aufwärtstrend an Impetus verliert und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen erscheint für heute eine bevorzugte Strategie zu sein.

GBP/USD

Da sich diese Paarung ohne maßgebliche Ausrichtung verhält setzt sich das enge Range-Trading fort, und das Paar handelt derzeit um den Wert von 1,47. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich bereits im überkauften Bereich. Es scheint als wäre die nächste mögliche Bewegung eine rückläufige. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen

USD/JPY

Das Tages-Chart zeigt für diese Paarung noch eine zinsbullische Konfiguration, jedoch bewegt sich der RSI bereits im überkauften Bereich. Andererseits zeigt der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart ein neues zinsbullisches Cross, was besagt, dass in naher Zukunft eine zinsbullische Korrektur bevorsteht. In diesem Fall sollten Händler erst einsteigen nachdem der Durchbruch erfolgt ist.

USD/CHF

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic des Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

Die Wild-Card

Silber

In den letzten zwei Wochen stieg der Silberpreis erheblich und erreichte mit $13,07 pro Feinunze seinen Höchstwert. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was die Annahme zulässt, dass der Aufwärtstrend an Kraft verliert und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Händlern eine gute Gelegenheit bieten sich diesem Trend zu einem frühen Zeitpunkt anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:25 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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