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Tuesday, 6 Apr 2010
Märkte reagieren auf US-Arbeitsmarktergebnis
Im Anschluss an die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten, die das beste Ergebnis in drei Jahren markierten, kehre die Risikobereitschaft zurück an den Markt. Des Weiteren wurden mit den gestern ausgegebenen Indikatoren ISM-Einkaufsmangerindex und US-Verkäufe bestehender Häuser weitere Hinweise auf eine Konjunkturerholung in den USA deutlich. Während der neue Risikoappetit den EUR am Montag bis über die Marke von 1,3500 brachte, ist die Einheitswährung mittlerweile wieder um 100 Punkte auf 1,3430 zurückgefallen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3495 | 1.5300 | 94.80 | 1.0750 | 0.9300 | 0.8895 |
| 1.3475 | 1.5280 | 94.60 | 1.0730 | 0.9280 | 0.8875 | |
| 1.3445 | 1.5250 | 94.30 | 1.0700 | 0.9250 | 0.8845 | |
| Support | 1.3385 | 1.5190 | 93.70 | 1.0640 | 0.9190 | 0.8785 |
| 1.3355 | 1.5160 | 93.40 | 1.0610 | 0.9160 | 0.8755 | |
| 1.3335 | 1.5140 | 93.20 | 1.0590 | 0.9140 | 0.8735 |
Wirtschafts News
USD - Überraschender Anstieg der schwebenden Hausverkäufe führt zu Dollar-Gewinnen
Der USD schloss gestern als Reaktion auf die jüngst veröffentlichten Konjunkturindikatoren aus den USA, einschließlich der Arbeitsmarktdaten vom Freitag, uneinheitlich. Die so genannten schwebenden Hausverkäufe stiegen im Monat Februar um 8,2% an und lagen damit weit über den Erwartungen der Experten. Zusätzlich hat die Stimmung der Einkaufsmanager im US-Dienstleistungssektor stärker als erwartet aufgehellt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex kletterte im März von 53 Punkten im Vormonat auf 55,4 Punkte.
Der USD profitierte in der Folge von den positiven Ergebnissen und verzeichnete erhebliche Kursgewinne gegen EUR und Pfund Sterling. EUR/USD handelt aktuell um 1,3415, 60 Punkte unter gestrigem Niveau zu Handelsschluss. Ähnlich fiel GBP/USD seit gestern um 80 Punkte auf aktuell 1,5214. Im Gegenzug hat der USD mittlerweile, nach zuvor erreichten Höchstständen, einen Abwärtstrend gegen Japans Yen eingeschlagen. Obwohl sich USD/JPY nach wie vor um die Marke von 94,00 bewegt, handelt das Währungspaar bei 50 Punkten weniger im Vergleich zu gestern Nachmittag. Darüber gab der Dollar etwas an Boden gegen Rohstoff gebundene Währungen wie den CAD ab. Das entsprechende Cross handelt bei 1,0019, und gab ebenfalls seit gestern um 50 Punkte nach.
Abgesehen vom Protokoll der Sitzung des US-Offenmarktausschusses der Notenbank (FOMC) vom 16. März, das heute um 20:00 Uhr veröffentlicht wird, bleiben die USA der heutigen Agenda fern. USD-Anleger sollten im weiteren Wochenverlauf wichtig US-Indikatoren, wie den aktuellen Bericht zu den Verbraucherkrediten am Mittwoch sowie die Lagerbestände und Umsätze im Großhandel am Freitag, gut im Auge behalten.
EUR - EUR/USD kehrt Aufwärtstrend um
Die europäischen Märkte blieben am Freitag und Montag geschlossen, was die Volatilität auf niedrigem Niveau hielt. Mit der Wiedereröffnung der Märkte am heutigen Dienstag, erwarten die Marktteilnehmer für die europäische Gemeinschaftswährung Kursverluste, da Investoren noch auf die zuletzt äußerst positiv ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA reagieren. Während das Paar EUR/USD sich gestern zunächst über der Marke von 1,3500 halten konnte, ergaben sich bereits im bisherigen heutigen Handelsverlauf Kurskorrekturen. EUR/USD handelt mittlerweile bei 1,3420.
Europäische Währungen bleiben nach wie vor aufgrund der hohen Staatsschulden einiger Mitgliedsländern sowie der Sorge um weitere Herabstufungen der Kreditwürdigkeit im Euroraum unter Druck. Medienberichten zufolge plant Griechenland Ende April eine neue Art der Kapitalbeschaffung: Athen will in den USA eine milliardenschwere Anleihe auflegen. Die Mitgliedsländer der EU hatten sich Ende März auf einen Nothilfeplan für Griechenland geeinigt. In dieser Woche sollten Händler ihre Aufmerksamkeit auf die Ergebnisse der Ratssitzung der EZB sowie der Sitzung des geldpolitischen Rats der BoE am Donnerstag richten. Eine Zinsanhebung seitens der Zentralbanken wird in beiden Fällen zwar nicht erwartet, jedoch könnten sich Hinweise bezüglich der jeweiligen zukünftigen Währungspolitik ergeben. Da sowohl EUR als auch Pfund Sterling nach wie vor gegen den USD verlieren, könnten positive Nachrichten aus der Eurozone den beiden europäischen Währungen etwas Auftrieb bringen.
JPY - JPY fester gegenüber den meisten Hauptwährungen
Japans Yen verzeichnete gestern gemäßigte Kursgewinne gegen Gegenwährungen wie EUR und USD. Experten verwiesen auf den steigenden japanischen Exporthandel als Beweggrund für die JPY-Aufwertung. Noch in der vergangenen Woche markierte der japanische Yen ein 7-Monatstief gegen den Dollar. Seit diesem erreichten Rekordtief erholt sich der JPY wieder und handelt aktuell um 94,00. In den letzten 24 Stunden wertete der Yen darüber hinaus deutlich gegen den EUR auf. EUR/JPY handelt inzwischen um 126,22 und gab seit gestern Morgen um mehr als 100 Punkte nach.
In dieser Woche sind die Augen der JPY-Händler auf das Grundsatztreffen der Bank of Japan (BoJ) am Dienstag gerichtet. Auch hier wird keine Veränderung der Zinssätze erwartet, dennoch könnte es wertvolle Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in Japan geben.
Rohöl - Rohölpreise steigen
Rohöl wird aktuell um 86,50 pro Barrel gehandelt und gab in den frühen Handelsstunden heute im Vergleich zum Overnight-Geschäft leicht nach. Das überraschend positive Ergebnis zum US-Indikators „Verkäufe bestehender Häuser“ stützte den Ölpreis merklich und ließ den freitägigen Aufwärtstrend, der nach Veröffentlichung der Optimismus versprechenden US-Arbeitsmarktdaten einsetzte, anhalten. Mittlerweile hat der Rohstoff ein neues 18-monatiges Rekordhoch erreicht. Sollte sich der Preis heute über der Marke von $85 pro Barrel halten, prognostizieren Analysten eine umso deutlichere Preissteigerung. Ein starker USD signalisiert wiederum bevorstehende Abwärtstendenzen für Rohöl. Anleger könnten die nächsten USD-Kursbewegungen zunächst abwarten, um die Preisentwicklung für Rohöl besser einschätzen zu können.
Technische News
EUR/USD
Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Der Aufwärtsbewegungen des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bestätigen diese Neigung. Wir empfehlen, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
GBP/USD
Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der RSI der Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Warten Sie hier deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.
USD/JPY
Die 4-Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Dennoch befindet sich der RSI auf der Tages-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass auch hier eine Abwärtskorrektur unmittelbar bevorsteht. Heute bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei USD/JPY eine gute Wahl sein.
USD/CHF
Für USD/CHF ergaben sich gestern zinsbullische Tendenzen. Dieser Trend könnte sich jedoch bereits heute ändern. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich USD/CHF inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine Kurskorrektur nach unten jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Entscheidung sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Ölpreis ist im Laufe der letzten Woche deutlich gestiegen und erreicht mittlerweile $86,35 pro Barrel. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart im „überkauften“ Bereich, was bedeutet, dass der Aufwärtstrend bereits nachlässt und eine mögliche abwärts gerichtete Preiskorrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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