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Friday, 3 Dec 2010

Märkte warten auf US-Arbeitsmarktdaten NFP

Mit ersten Anzeichen einer Stabilisierung der Krisenlage in der Eurozone, richten sich die Augen der Marktteilnehmer zumindest kurzfristig auf die US-Wirtschaft. Die heute zur Veröffentlichung ausstehenden Daten könnten Aufschluss über den Konjunkturaufschwung und die Arbeitslage in den USA geben. Mit Spannung erwarten Händler um 14:30 Uhr die Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung exklusive des Agrarbereichs für den Monat November. Dieser Indikator wird voraussichtlich vor dem Wochenende den Ton für EUR/USD angeben. Anleger sollten aufmerksam bleiben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzdownnodowndownupdown
Resistance1.32901.568584.451.00200.98300.8545
1.32701.566584.251.00000.98100.8525
1.32401.563583.950.99700.97800.8495
Support1.31801.557583.350.99100.97200.8435
1.31501.554583.050.98800.96900.8405
1.31301.552582.750.98600.96700.8385

Wirtschafts News

USD - USD fällt nach besseren Daten aus US-Wohnungswesen

Am Donnerstag wertete der US-Dollar gegen risikoreiche Gegenwährungen ab. Zuvor überraschten die schwebenden Hausverkäufe in den USA mit einem kräftigen Anstieg um gut 10% die Marktteilnehmer. Im September war der Index der ausstehenden Hausverkäufe noch um 1,8% zurückgegangen.

Der US-Dollar gab zu Handelsschluss in New York um 0,5% auf $1,3209 zum Euro nach. Am Mittwoch hatte die US-Währung bei $1,3139 notiert. Im Overnight-Handel verlief der Handel für EUR/USD recht flach. Aktuell handelt das Paar um die Marke von $1,3200. Am 30. November hatte EUR/USD $1,2969, den höchsten Stand seit dem 15. September, markiert. Zum Japanischen Yen wertete der Dollar um nahezu 0,4% auf 83,70 Yen, von zuvor 84,19 Yen ab.

Mit Spannung erwarten Händler heute um 14:30 Uhr die Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung exklusive des Agrarbereichs für den Monat November. Experten erwarten ein Plus von 144.000 Beschäftigten, nachdem das Vormonatsergebnis mit +151.000 ausgegeben wurde. Darüber hinaus steht um 16:00 Uhr der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe im November auf der US-Agenda. Ergebnisse, die den Prognosen entsprechen oder über den Erwartungen der Analysten liegen, können den Marktoptimismus und damit die Risikobereitschaft der Investoren weiter fördern und damit den USD gegenüber gewinnträchtigen Währungen unter Druck bringen.

EUR - EUR klettert aufgrund optionaler Ausweitung der Ankäufe von Staatsanleihen

Der Euro wertete am gestrigen Donnerstag gegen USD und JPY auf. Im Laufe des Handelstages ergaben sich deutliche Kursschwankungen für den EUR. Die Europäische Zentralbank (EZB) beließ ihren Leitzins gestern erwartungsgemäß unverändert und damit weiterhin bei 1,0%. Während der anschließenden Pressekonferenz der Zentralbank zum Leitzinsentscheid sackte der Euro auf $1,306 ab. Zu Handelsschluss kletterte die Einheitswährung bis auf $1,324. Die Spekulationen am Markt um eine mögliche Ausweitung der Ankäufe von Staatsanleihen durch die EZB setzten sich auch am Donnerstag fort. EZB-Chef Jean-Claude Trichet äußerte sich bislang nicht zu diesem Thema und sorgt somit für Verunsicherung an den Märkten.

Der deutliche Anstieg der schwebenden Hausverkäufe in den USA sorgte zum Ende des Tages für steigende Aktienkurse an der Wall Street, womit sich auch der EUR sowie die Frankfurter Börse schnell wieder erholen konnten.

Zum Yen handelte die europäische Gemeinschaftswährung bei 110,95 Yen von zuvor 110,57 Yen. Das Britische Pfund Sterling notierte wiederum bei $1,5597 nach zuvor $1,5620.

Als wichtiger, zur Veröffentlichung ausstehender Konjunkturindikator aus der Eurozone gilt heute der Einzelhandelsumsatz der Eurozone im Oktober um 11:00 Uhr. Darüber hinaus sollten EUR-Händler die Arbeitsmarktdaten NFP sowie die Arbeitslosenquote aus den USA, die beide um 14:30 Uhr ausgegeben werden, nicht aus den Augen verlieren. Die Daten nehmen in der Regel direkten Einfluss auf das Währungspaar EUR/USD.

JPY - Yen verliert mit nachlassender Risikoaversion

Der Japanische Yen setzte seinen Abwärtstrend gegenüber dem Euro in den frühen asiatischen Handelsstunden heute Morgen fort. Anzeichen einer fortschreitenden globalen Konjunkturerholung brachten die asiatische Währung unter Druck, während die Risikobereitschaft unter den Anlegern steigt. Zum Dollar verbuchte der Yen Kursgewinne trotz US-Konjunkturdaten, die deutlich über den Erwartungen der Experten lagen. USD/JPY markiert aktuell bei 84,10 und EUR/JPY entsprechend bei 110,15.

JPY-Händler sollten ihr Augenmerk heute auf Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone richten. Insbesondere der Einzelhandelsumsatz in der Eurozone um 11:00 Uhr sowie die Arbeitsmarktdaten NFP und die Arbeitslosenquote aus den USA um 14:30 Uhr gelten als kursbewegende Indikatoren.

Rohöl - Rohöl steigt sprungartig in Richtung $88-Barrel-Marke an

Die Ölpreise notierten am gestrigen Donnerstag nahe eines neuen 2-Jahreshoch um die Marke von $88 pro Barrel. Händler nannten Optimismus versprechende US-Konjunkturdaten als Auslöser für die Höhernotierungen am Ölmarkt. Am Nachmittag kostete ein Fass US-WTI zur Auslieferung im Dezember $86,76 und somit $1 mehr als am Mittwoch. Ein Fass Nordseesorte-Brent kostete $89,23. Darüber hinaus lassen die Sorgen um die europäische Schuldenkrise langsam nach, so dass die Ölpreise seit Tagen gen Norden tendieren. Nahezu $4 machten die Ölpreise allein in der aktuellen Handelswoche gut.
Nach den starken Gewinnen am Donnerstag gaben die Ölpreise schließlich heute Morgen leicht nach. Am Freitagmorgen kostete ein Fass US-WTI zur Lieferung im Januar $87,75 und damit $0,25 Cent weniger als am Vortag. Ein Fass Nordsee-Brent verbilligte sich um $0,07 auf $90,62.

Auch Rohstoff-Händler sollten die Arbeitsmarktdaten NFP sowie die Arbeitslosenquote aus den USA heute um 14:30 Uhr gut beobachten, da diese Daten sich auch auf die Rohstoffpreise auswirken.

Technische News

EUR/USD

Für dieses Paar werden unterschiedliche Signale deutlich: Auf der Stunden-Chart kreuzt der Slow Stochastic aufwärts, während der RSI auf der Tages-Chart im überverkauften Bereich schwankt. Auf der 4-Stunden-Chart wiederum kreuzt der Slow Stochastic abwärts. Auf derselben Chart hat sich der RSI im überkauften Bereich eingefunden. Bei diesem Handelspaar deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Strategie sein.

GBP/USD

GBP/USD handelt aktuell zwischen 1,5560 und 1,5610. Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich im neutralen Bereich. Auch bei GBP/USD klare Signale abzuwarten, könnte heute von Vorteil sein.

USD/JPY

USD/JPY schwankt derzeit zwischen 83,95 und 83,60. Auch hier bewegen sich die meisten Indikatoren im neutralen Bereich. Bei USD/JPY könnten sich im weiteren Handelsverlauf deutlichere Zeichen ergeben.

USD/CHF

Allem Anschein nach werden sich die Kurskorrekturen aufwärts heute fortsetzen. Ein Brechen der unteren Bollinger Bands wird auf der 8-Stunden-Chart deutlich, während der RSI der 2-Stunden-Chart im überverkauften Bereich schwankt. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

Die Wild-Card

EUR/NOK

Der Preis dieses Paares hat auf der Tages-Chart, der 2-Stunden-Chart und der 8-Stunden-Chart in den überverkauften Bereich des RSI gedreht, während der Slow Stochastic auf der Tages-Chart aufwärts kreuzt. Ein Brechen der unteren Bollinger Bands ist deutlich auf der Tages-Chart zu erkennen, was als Zeichen für eine bevorstehende Kurskorrektur gen Norden gedeutet werden kann. Die Doji-Candlestick-Formation auf der 8-Stunden-Chart signalisiert eine mögliche Trendwende. Forex -Anleger könnten hier auf steigende Kurse setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:26 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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