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Friday, 19 Dec 2008
Marktteilnehmer erwarten Dollar-Volatilität als Anlegerreaktion auf Leitzinssenkung
Während Investoren die dramatische Leitzinssenkung der US-Notenbank zum Wochenbeginn nach wie vor verarbeiten, setzt der USD seinen Abwärtstrend überwiegend fort. Einigen Anlegern kam die Maßnahme der US-Notenbanker gelegen, Kredite für Darlehensnehmer, die knapp bei Kasse sind zu eröffnen. Für andere Marktteilnehmer wiederum, scheinen die Auswirkungen der Leitzinssenkung weniger positiv zu sein, als erhofft.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4300 | 1.5190 | 90.00 | 1.2150 | 0.6930 | 0.9500 |
| 1.4275 | 1.5165 | 89.65 | 1.2125 | 0.6900 | 0.9475 | |
| 1.4250 | 1.5140 | 89.40 | 1.2100 | 0.6880 | 0.9440 | |
| Support | 1.4200 | 1.5085 | 88.75 | 1.2050 | 0.6830 | 0.9385 |
| 1.4175 | 1.5050 | 88.50 | 1.2025 | 0.6800 | 0.9350 | |
| 1.4150 | 1.5025 | 88.25 | 1.2000 | 0.6775 | 0.9325 |
Wirtschafts News
USD - Dollar erholt sich gegenüber Pfund und Euro
Die US-amerikanische Währung verzeichnete am gestrigen Handelstag hohe Kursschwankungen und konnte schlussendlich wieder etwas Boden gegenüber dem EUR gutmachen. Seit Beginn der Woche war der Dollar in seinem Wert stark zurückgegangen und erreichte gestern ein Tief bei 1,4716. Auch gegenüber dem JPY erholte sich der Dollar, nachdem Japans Währung am Mittwoch ein neues Rekordhoch innerhalb der letzten 13 Jahren zum USD erreicht hatte. Des Weiteren konnte ein Wertzuwachs zum GBP beobachtete werden. Dabei legte der Dollar nahezu 500 Punkte zu und schloss bei 1,5120.
Die US-Börsen mussten am Ende des gestrigen Börsengangs kräftige Abschläge hinnehmen. Der Dow Jones verlor über 200 Punkte. Die Marktteilnehmer sind nach wie vor damit beschäftigt, die dramatische Leitzinssenkung der US-Notenbank zu Wochenbeginn zu verarbeiten. Einigen Anlegern kam die Maßnahme der US-Notenbank, ihren Leitzins auf eine fluktuierenden Rate im Bereich zwischen null Prozent und 0,25% zu senken, gelegen, Kredite für Darlehensnehmer, die knapp bei Kasse sind zu eröffnen. Für andere Marktteilnehmer wiederum, scheinen die Auswirkungen der Leitzinssenkung weniger positiv zu sein, als erhofft.
Wichtige Wirtschaftsdaten zeigten gestern, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der vergangenen Woche verbessert hat. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank um 21.000 auf bereinigt 575.000. In der Vorwoche hatten die Daten ein Rekordhoch der letzten 26 Jahre verdeutlicht. Dennoch ist zu erkennen, dass die US-Wirtschaft sich derzeit durch eine der schwersten konjunkturellen Krisen seit der Weltwirtschaftkrise kämpft. Der Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia, der an den US-Finanzmärkten als viel beachteter Geschäftsklimaindex gilt, hat sich im Monat Dezember unerwartet verbessert. Demnach ist der Philly-Fed-Index von -39,3 Punkten im November auf -32,9 Punkte gestiegen.
Heute sollten Anleger nicht nur die US-Aktienmärkte gut im Auge behalten, sondern ebenfalls Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten aus den übrigen Industriestaaten verfolgen, um ihre USD-Positionen sinnvoll zu bestimmen.
EUR - EUR bei leichten Verlusten gegenüber Dollar und mit Gewinnzuwachs gegenüber GBP
Nachdem sich der EUR in dieser Woche überwiegend zinsbullisch zum USD zeigte, gab er gestern erstmals wieder gegenüber der US-amerikanischen Währung nach. Einige Experten gehen davon aus, dass dies auf den finanztechnischen Druck der Eurozone zurückzuführen ist, die dem Beispiel der jüngsten Leitzinssenkung der US-Notenbank folgen könnte. Der EUR/JPY-Handel war gestern erneut flach, bei wenig Bewegung über der $127,00-Marke. Gegenüber dem GBP verzeichnete der EUR jedoch einen deutlich Wertzuwachs und schloss mit einem eintägigen Gewinn von 140 Punkten bei 0,9426.
Wichtigste Veröffentlichung aus der Eurozone war gestern der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex, der stärker als erwartet gesunken war. Dieser verschlechterte sich zum siebten Monat in Folge und notiert für Dezember bei 82,6. Im Vormonat hatte er noch bei 85,8 gestanden. Der Abwärtstrend des Ifo-Gescäftsklimaindexes der einen derartigen Tiefstand seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 nicht erreicht hatte, bestätigt, dass sich der Konjunkturabschwung der Eurozone fortsetzt und die EZB eine erneute Leitzinssenkung in Betracht ziehen könnte.
Auch heute stehen wieder wichtige Wirtschaftsdaten auf der Agenda der Eurozone, die den EUR-Kurs voraussichtlich mitbestimmen werden. Deutschlands Erzeugerpreisindex, der die durchschnittliche Veränderungen der Verkaufspreise heimischer Hersteller für ihre Produktion misst, wird um 7:00 Uhr MGZ erwartet. Dieser Indikator soll sich laut Prognose im Vergleich zum Vormonat verschlechtern. EUR-Anleger sollten die Tendenzen anderer Hauptwährungen, vorwiegend GBP und JPY, heute nicht aus den Augen verlieren, da diese ebenfalls ihren Einfluss auf den Kurswert des EUR nehmen werden.
JPY - Bank of Japan senkt Zinsrate auf 0,10%
Am gestrigen Handelstag verlor der JPY erstmals sein Momentum, nach einer langen Woche kontinuierlichem Wertzuwachs. Angesichts der Ankündigung des japanischen Finanzministers, dass ein Eingreifen in den Währungsmarkt in Form einer Senkung der Zinsrate durch die Bank of Japan dazu genutzt werden könnte, den Yen in seinem ausgeprägten Aufwärtstrend zu stoppen, beobachteten die Marktteilnehmer erstmalig wieder einen Wertverlust der japanischen Währung gegenüber dem US-Dollar.
Die Leitzinssenkung fand in der Tat in den frühen Morgenstunden heute statt. Mit der niedrigsten Rate weltweit, liegt Japans Zinsrate nun bei 0,10%. Laut Regierungssprechern war dieser Schritt angesichts der vorherrschenden Wirtschaftskrise, die die globalen Zinsraten derzeit auf neue Tiefstände bringt, notwendig, um die Lage am Kreditmarkt zu entspannen. Niedrige internationale Zinsraten brachten den Yen in der Vergangenheit auf ein Level, dass die Exportrate Japans beeinträchtigte. Die Marktteilnehmer erwarten einen konsequenten Abwärtstrend des Yen innerhalb der nächsten Handelsstunden.
Rohöl - Preise rutschen wieder trotz OPEC-Produktionsdrosselung
Die Ölpreise sind angeschlagener denn je. Nach der angekündigten Produktionseinschränkung des Kartells OPEC fiel der Ölpreis zunächst unerwartet, kam jedoch anschließend, in den frühen Handelsstunden des nächsten Tages, wieder auf die Beine. Nach neuesten Entwicklungen hat der Ölpreis seinen Abwärtstrend wieder aufgenommen und bewegt sich mittlerweile auf die $40-Marke pro Barrel zu. Gestern notierte das Barrel Rohöl bei $41,54. Möglicherweise bleiben die Marktteilnehmer der OPEC-Entscheidung gegenüber skeptisch.
Sollten sich die Ölpreise nicht stabilisieren, hat sich die OPEC bereits alle Möglichkeiten für weitere Produktionseinschränkungen offen gelassen. Ihr Ziel ist es, ein Preislevel von $70-80 pro Barrel herzustellen. Das nächste Treffen der Organisation erdölexprtierender Länder ist für den 15. März in Wien anberaumt. Sollte der Ölpreis bis dahin unter $30 pro Barrel fallen, würde man, laut OPEC, bereits früher zu einem Dringlichkeitstreffen zusammen finden.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken zinsbullischen Trends und wird mittlerweile um die 1,4250-Marke gehandelt. Der Slow Stochastic der Tages-Chart verdeutlicht, dass der Aufwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt, jedoch gilt 1,4670 aktuell als starkes Widerstandslevel. Sollte EUR/USD diese Marke dennoch überwinden, könnte eine noch deutlichere zinsbullische Bewegung beobachtet werden, die das Kurspaar bis in den Bereich von 1,4900 bringen könnte. Erfolgt der Durchbruch nicht, stellt sich möglicherweise eine gemäßigte Korrigierung ein.
GBP/USD
Dieses Paar schwankt nach wie vor bei 1,5120 und zeigt ein mittelmäßiges zinsbullisches Momentum. Auf der Tages-Chart scheint sich eine leichte Abwärtskorrigierung zu ergeben, während die Oszillatoren RSI und Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart erste Anzeichen eines gemäßigten Aufwärtsmomentums erkennen lassen. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.
USD/JPY
Nachdem USD/JPY seinen Tiefpunkt bei 87,70 erreicht hat, werden nun stellenweise Anzeichen einer Korrigierung deutlich. Die sich ankündigende Aufwärtstendenz auf der 4-Stunden-Chart könnte zu wenig Potenzial in sich tragen, sodass sich der Abwärtstrend voraussichtlich noch vor dem Wochenende erneut einstellt. Hier könnte die richtige Strategie lauten: bei Höchständen zu verkaufen.
USD/CHF
Bereits seit zwei Tagen erfährt dieses Paar einen äußerst volatilen Handel ohne eindeutige Ausrichtung. Die Tages-Chart gibt zinsbullische Signale aus, während die 4-Stunden-Chart weiterhin rückläufig ist.
Anleger sollten deutlichere Signale auf der Stunden-Chart abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.
Die Wild-Card
EUR/GBP
Dieses Paar befindet sich inmitten einer äußerst starken zinsbullischen Bewegung, die weiteres Potenzial in sich zu tragen scheint. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart gibt ebenfalls zinsbullische Signale aus. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, bei einer vielversprechenden zinsbullischen Korrigierung einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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