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Tuesday, 6 Jul 2010

Marktvolatilität für ersten Handelstag nach Feiertagswochenende erwartet

Während die Märkte in den USA aufgrund des Feiertages 4. Juli am Sonntag auch gestern geschlossen blieben, gab der Euro im Laufe eines eher dünnen Handels am Montag einen Teil seiner zuvor verbuchten Kursgewinne gegen USD und JPY ab. Ein Mangel an Konjunkturdaten war die Hauptursache für ein trendloses Handelsumfeld, so Anleger. Für heute stehen wiederum wichtige Konjunkturindizes auf dem Wirtschaftskalender der USA und der Eurozone.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupup
Wochentendenzdowndowndowndowndowndown
Resistance1.26501.530089.751.07900.85600.8375
1.26101.523088.251.07500.85100.8326
1.25701.520088.001.07000.84700.8300
Support1.24801.508087.401.05800.83150.8250
1.24351.502587.251.05000.82600.8220
1.24001.498086.951.04350.82300.8200

Wirtschafts News

USD - Solide Konjunkturdaten gegen Double-Dip-Rezession benötigt

Am Montag blieben die US-Märkte noch aufgrund des Feiertages 4. Juli am Sonntag geschlossen. Die Marktliquidität war niedrig und die Trading Desks liefen unter Minimalbesetzung. Entsprechend bewegte sich der US-Dollar wenig, während eine deutliche Ausrichtung nicht zu erkennen war.

Das Währungspaar EUR/USD sackte auf 1,2521 ab, nachdem das Tageshoch zwischenzeitlich bei 1,2565 ausgegeben wurde. Das Cross USD/JPY notierte unverändert mit 87,88. Auch GBP/JPY fiel im Handelsverlauf bis auf 1,5180, bevor es am Montag bei 1,5163 schloss.

Leichte Kursgewinne konnte die US-Währung trotz stark enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten am Freitag behaupten. Zum Abschluss der vergangenen Woche verdeutlichte der wichtige Arbeitsmarktbericht NFP, dass im Juni in den USA die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft erstmals in diesem Jahr gesunken ist. Demnach ging die Zahl der Beschäftigten um 125.000 zurück. Experten hatten einen durchschnittlichen Abbau von lediglich 110.000 Jobs erwartet.

Momentan verlagern Anleger ihr Augenmerk von der Kreditkrise im Euroraum auf die schleppende Wirtschaftserholung in den USA. Marktbeobachter fürchten um eine so genannte Double-Dip-Rezession in den Vereinigten Staaten, bei der auf eine Erholungsphase wieder ein Konjunktureinbruch folgt. Mit einem US-Haushalts-Minus das wiederholt steigt, übertrifft der Fehlbetrag alle Schätzungen. Erster Indikator der heute nach dem Feiertagswochenende in den USA zur Veröffentlichung aussteht, ist der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe (Juni), der um 16:00 Uhr ausgegeben wird. Die Prognosen belaufen sich auf 54,9 Punkte nach einem Ergebnis von 55,4 Zählern im Mai.

Möglicherweise kann das Resultat den Märkten neue positive Impulse verleihen. Die nächste Unterstützung für EUR/USD befindet sich bei 1,2470. Der nächste Widerstand liegt wiederum bei 1,2650. Die Unterstützung stimmt in diesem Fall mit dem 23,6%-Retracement-Level des langfristigen Abwärtstrends, der im Dezember 2009 begann, überein.

EUR - Händler richten den Blick auf EZB-Leitzinsentscheid

Auch der europäische Handel verlief am gestrigen Montag verhältnismäßig ruhig. Durch die feiertagsbedingt geschlossenen US-Börsen blieb die Handelsspanne des Tages auch im Euroraum gering. Für heute erwarten die Marktteilnehmer jedoch eine Rückkehr zum gewohnten Handelsvolumen.

Mit Spannung blicken Händler jedoch den für Donnerstag geplanten Leitzinsentscheid der Europäischen Zentralbank EZB entgegen. Analysten gehen davon aus, dass die EZB ihren Mindestbietungssatz, der hier die Leitzinsfunktion übernommen hat, unverändert bei 1,00% belassen wird. Sollte die Notenbank jedoch mit einer Zinsanhebung überraschen, kann dies großen Einfluss auf die Märkte nehmen. Die den Entscheid begleitende Pressekonferenz der EZB gibt möglicherweise Hinweise auf zukünftige Maßnahmen der Notenbank im Rahmen der Geld- und Währungspolitik innerhalb der Eurozone.

Umstritten sind gegenwärtig nach wie vor die Käufe von Staatsanleihen durch die EZB. Insbesondere die jüngst erworbenen griechischen Staatsanleihen sorgten für erhebliche Irritationen an den Märkten. Der Kauf von Bonds hoch verschuldeter Euro-Staaten durch die EZB stellt sicher, dass die Preise für diese Staatsanleihen künstlich hochgehalten werden.

JPY - Australien hält Leitzins voraussichtlich unverändert

Im asiatischen Handel richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler heute unter anderem auf den Leitzinsentscheid der Australischen Notenbank RBA. Anfang Mai hatte der Geldpolitische Rat der Reserve Bank of Australia die als Leitzins dienende Cash Rate um 25 Basispunkte auf 4,50% erhöht. Experten erwarten, dass die RBA das Leitzinsniveau in Australien heute bestätigen wird. Der Entscheid, einschließlich des Begleittexts von RBA-Gouverneur Glenn Stevens, wird heute Nacht um 06:30 Uhr bekannt gegeben.

Weitere konjunkturelle Indikatoren aus Australien werden in Form von aktuellen Arbeitsmarktdaten für Donnerstag erwartet. Laut Prognose soll sich die Arbeitsmarktlage im letzten Monat verschlechtert haben.

Verkaufsdruck für den Australien-Dollar brachte jüngst der Rückgang der Rohstoffpreise wie Gold, der die Bergbaukonjunktur des wichtigen Rohstoffexporteurs belastete. Diese Entwicklung beobachteten Händler trotz gegenwärtiger Dollar-Schwäche. Für das Cross AUD/USD könnten die Abwärtstendenzen entsprechend anhalten. Die nächste Unterstützung liegt hier bei 0,8260 und 0,8070. Sollte Australiens Zentralbank RBA mit einer weiteren Anhebung ihres Leitzinses überraschen, könnte das Währungspaar bis zum nächsten Widerstand bei 0,8570 klettern.

Rohöl - Rezessionssorgen in den USA belasten Ölhandel

Die Ölpreise notierten zu Wochenbeginn angesichts eines eher dünnen Handels am Ölmarkt bei der Marke von $72. In den USA, dem weltgrößten Energieverbraucher, blieben die Märkte gestern wegen des Feiertags 4. Juli am Wochenende noch zu Wochenstart geschlossen.

Unter den Marktteilnehmern nimmt die Furcht vor einem Rückfall in die Rezession, aufgrund der zuletzt wiederholt enttäuschenden US-Konjunkturdaten zu.

Am gestrigen Montag gingen die internationalen Ölpreise zeitweise auf den tiefsten Stand seit 4 Wochen zurück. Im asiatischen Handel am Dienstagmorgen kostete ein Barrel der US-Sorte WTI $71,88 und damit $0,26 weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sackte um $0,08 auf $71,39. Innerhalb der letzten Handelswoche waren die Ölpreise um nahezu 10% gefallen.

Solide Konjunkturdaten wären nötig, um die Sorge vor einer Double-Dip-Rezession zu mindern, so Händler. Anleger blicken mit Spannung auf den für 16:00 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe (Juni) in den USA.



Technische News

EUR/USD

In den letzten Handelstagen ergaben sich für EUR/USD äußerst zinsbullische Tendenzen. Die technischen Indikatoren signalisieren jedoch mittlerweile, dass sich möglicherweise bereits in naher Zukunft eine Trendwende einstellt. Beispielsweise deutet der Slow Stochastic der Tages-Chart auf einen sich ankündigenden rückläufigen Umschwung. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Wahl sein.

GBP/USD

Der Slow Stochastic kreuzt auf der Tages-Chart abwärts und kündigt damit eine rückläufige Kurskorrektur bereits in unmittelbarer Zukunft an. Die Abwärtstendenzen des Stunden-Chart-Momentums bestätigen diese Neigung. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.

USD/JPY

Für USD/JPY konnte im vergangenen Monat ein deutlicher Abwärtstrend beobachtet werden. Diese Ausrichtung des Währungspaares ändert sich jedoch möglicherweise bereits mittelfristig. Der RSI der Tages-Chart zeigt an, dass der Preis für USD/JPY inzwischen in den überverkauften Bereich gedreht hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Hier könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF

In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren signalisieren jedoch, dass sich möglicherweise schon bald eine Trendwende ergibt. Entsprechend der Hinweise, die der Slow Stochastic auf der Tages-Chart liefert, steht ein zinsbullischer Umschwung unmittelbar bevor. Ein sich ankündigender Aufwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar jetzt auszahlen.

Die Wild-Card

Rohöl

Die Ölpreise sind wieder einmal am Fallen. Das Barrel Rohöl kostet derzeit $71,85. Inzwischen gibt der Slow Stochastic der Tages-Chart deutlich zinsbullische Signale aus, was ein Zeichen dafür ist, dass die Preise wieder steigen könnten. Hier bietet sich Forex -Anlegern möglicherweise eine gute Gelegenheit, bei einem äußerst beliebten Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 18:28 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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