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Friday, 5 Feb 2010
Marktvolatilität vor heutigen US-Arbeitsmarktdaten hält an
Nach einem hochgradig intensiven Donnerstag, an dem der Goldpreis unter $1,060 pro Feinunze und Rohöl bis auf $72,40 pro Barrel abrutschte und das Währungspaar EUR/USD auf die Marke von 1,3670 fiel, erwartet die Marktteilnehmer ein weiterer spannender Handelstag vor dem Wochenende. Wie an jedem ersten Freitag im Monat, werden auch heute wie gewohnt um 14:30 Uhr die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten „Non-Farm Payrolls“ veröffentlicht.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.370 | 1.5822 | 90.56 | 1.0846 | 0.8764 | 0.8813 |
| 1.3740 | 1.5792 | 90.26 | 1.0816 | 0.8734 | 0.8783 | |
| 1.3710 | 1.5762 | 89.96 | 1.0786 | 0.8704 | 0.8753 | |
| Support | 1.3677 | 1.5698 | 89.33 | 1.0717 | 0.8640 | 0.8688 |
| 1.3647 | 1.5668 | 89.03 | 1.0687 | 0.8610 | 0.8658 | |
| 1.3617 | 1.5638 | 88.73 | 1.0657 | 0.8580 | 0.8628 |
Wirtschafts News
USD - USD auf 9-Monatshoch gegen EUR
Der USD wertete im gestrigen Handel um über 200 Punkte gegen den EUR auf. Dabei rutschte das Währungspaar EUR/USD auf ein neues Rekordtief der letzten 9 Monate und notierte bei 1,3670. Auch zum Pfund Sterling ergaben sich für die US-Währung Kursgewinne von insgesamt 200 Punkten.
Am gestrigen Donnerstag konnte der USD seinen jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. Allem Anschein nach beherrscht Marktaversion derzeit die Märkte und der USD wertet ohne Bezug auf Datenveröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf. In den vergangenen zwei Wochen stützten den Dollar jedoch eine verbesserte Lage am US-Immobilienmarkt, stabile US-Arbeitslosenzahlen und eine steigende Inflationsrate. Am Donnerstag wiederum kletterte der USD in die Höhe, nachdem negative Konjunkturdaten aus den Staaten, inklusive eines enttäuschenden Rückgangs der Beschäftigungszahlen, ausgegeben wurden. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der letzten Woche um 8.000 auf 480.000 Anträge. Aktuell scheint sich der Aufwärtstrend des USD dennoch dauerhaft durchzusetzen und die US-Währung gefeit vor negativen Konjunkturdaten.
Der heutige Handelstag kann diesen Aufwärtsbewegungen ein Ende setzen oder aber den zinsbullischen Trend deutlich ausbauen. Wie an jedem ersten Freitag im Monat, werden auch heute wie gewohnt die aktuellen Arbeitsmarktdaten „Non-Farm Payrolls“ veröffentlicht. Experten prognostizieren, dass wir heute ein erstes positives Ergebnis seit Januar 2008 sehen werden. Ein weiteres Signal dafür, dass sich die Erholung der US-Wirtschaft in einem schnelleren Tempo vollzieht, als bislang erwartet? Entsprechend könnte der USD erneut Unterstützung erfahren und seinen Aufwärtstrend gegen die Hauptwährungen, insbesondere gegen EUR und Pfund Sterling, fortsetzen. Umgekehrt könnte ein Ergebnis unter den Erwartungen eine Trendwende am Markt auslösen. Forex-Händler sollten sich auf heftige Kursschwankungen einstellen.
EUR - EUR wertet bei unveränderter Zinsrate von 1,00% ab
Am gestrigen Handelstag verzeichnete der EUR gegen alle Hauptwährungen Kursverluste. Die Gemeinschaftswährung handelt aktuell um ein 9-Monatstief zum USD, nachdem EUR/USD um über 200 Punkte auf 1,3670 abrutschte.
Diese Kursverluste setzten ein, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei 1,00% belassen hatte. Die Märkte reagierten mit einem deutlichen Preisrutsch für den EUR. Im Anschluss an die Ratssitzung zum Leitzinsentschluss erklärte EZB-Chef Jean-Claude Trichet in einer Pressekonferenz, dass es keine Zweifel an der Gültigkeit des Stabilitätspakts für den Euroraum gebe und dass sich auch hoch verschuldete Mitgliedsstaaten wie Griechenland daran halten müssen. Gleichzeitig begrüßte Trichet die Sparanstrengungen Athens. Angesichts der Unsicherheiten in Bezug auf Konjunkturaussichten und Wachstum in der Eurozone orientieren sich Anleger derzeit an „sicheren“ Investitionen wie USD und Yen.
Am heutigen Handelstag scheint der wichtigste Indikator aus der Eurozone Deutschlands Produktionszahlen im produzierenden Gewerbe für den Monat Dezember zu sein. Experten zufolge soll sich der inflationsbereinigte Gesamtwert der Industrieproduktion im Dezember um 0,6% gesteigert haben. Sollte das Ergebnis den Vorhersagen entsprechen, könnte der EUR neue Unterstützung finden.
JPY - EUR/JPY fällt auf 11-Monatstief
Am gestrigen Handelstag wertete der japanische Yen gegen die Hautgegenwährungen erneut auf. Zum USD machte der JPY 200 Punkte gut, während die japanische Währung um über 400 Punkte zum EUR in die Höhe schnellte und das Währungspaar EUR/JPY auf ein neues 11-Monatstief drückte.
Der starke Aufwärtstrend des Yen gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung war überwiegend das Ergebnis wachsender finanzieller Sorgen um einige Mitgliedsländer im Euroraum. Angesichts der Unsicherheiten in Bezug auf Konjunkturaussichten und Wachstum in der Eurozone orientieren sich Anleger derzeit an „sicheren“ Investitionen. Ursache für den Yen-Aufwärtstrend zum USD waren wiederholt enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Solange sich die Vormachtstellung der Risikoaversion am Markt behauptet, wird Japans Yen die Aufwärtstendenzen voraussichtlich fortsetzen.
Heute bleibt Japan dem Wirtschaftskalender so gut wie fern. Demnach sollten Anleger die zur Veröffentlichung ausstehenden US-Konjunkturdaten gut im Auge behalten. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei dem US-Arbeitsmarktbericht entgegen zu bringen, der den größten Einfluss auf die Bewegungen am heutigen Handelstag nehmen wird.
Rohöl - Ölpreis fällt auf $72,40 pro Barrel
Am gestrigen Donnerstag fiel der Ölkurs in seinem Wert um nahezu 5%. Somit schloss Rohöl bei $77 von zuvor $72,40 pro Barrel und markierte den größten Preisrückgang der vergangenen sechs Monate.
Nach wie vor halten die Anlegersorgen um eine stockende Erholung des Energiebedarfs in den USA, der größten Energie verbrauchenden Nation weltweit, an. Zu Beginn der Woche zeichneten sich zuvor leichte Aufwärtstendenzen ab, die von einem neu entstandenen Marktoptimismus gestützt wurden. Doch ein gestärkter Dollar lässt die Rohölpreise für gewöhnlich sinken. Da USD und Ölpreise eng miteinander verzahnt sind, wirkt sich die Dollar-Aufwertung direkt auf den Ölhandel aus. Das in Dollar bepreiste Rohöl ist für Anleger von Fremdwährungen günstiger.
Anleger sollten heute wichtige Konjunkturdaten aus den USA gut im Auge behalten, da diese die Preisbewegungen für Rohöl bestimmen werden. Die an jedem ersten Freitag im Monat veröffentlichten „Non-Farm Payrolls“, die US-Arbeitsmarktdaten für die Beschäftigung exklusive des Agrarbereichs, werden voraussichtlich großen Einfluss auf den Rohstoff nehmen.
Technische News
EUR/USD
Auf der Wochen-Chart ist ein deutlicher rückläufiger Trend ohne Anzeichen einer Erholung zu erkennen. Der RSI sowohl auf der Wochen- als auch auf der 2-Wochen-Chart bewegt sich knapp unter dem 30-Level und scheint dieses vorerst nicht zu überschreiten. Der Preis hat hier die 50%-Retracement-Linie bei 1,3746 im Laufe des vorausgegangenen Aufwärtstrends bereits überwunden und könnte sich nun zurück auf die 68%-Linie um 1,3296 bewegen.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart wird ein abwärts gerichteter MACD deutlich. Das Momentum befindet sich bereits auf niedrigem Niveau. Der heftige Abwärtstrend hat den Preis bis zur bedeutenden Unterstützungsmarke bei 1,5715 gedrückt. Der vorausgegangene Abwärtstrend endete auf diesem Niveau. Sollte die Unterstützungsmarke diesmal durchbrochen werden, könnte das Währungspaar weiter abfallen, bis zur nächsten Unterstützung bei 1,5350.
USD/JPY
Auf der Wochen-Chart ist ein deutlich rückläufiger Trend zu erkennen, der noch Potential in sich trägt. Der MACD könnte ein rückläufiges Cross bilden. Das abwärts gerichtete Histogramm signalisiert weitere Abwärtsbewegungen. Dieser Trend setzte an den oberen Bollinger Bands ein und hat mittlerweile die 20-Tages Moving Average unterschritten. Hier ergibt sich die Möglichkeit für einen weiteren Kursabfall, eventuell bis zur unteren Grenze der Bollinger Bands bei 87,30.
USD/CHF
Aktuell verdeutlicht ein stark zinsbullisches Cross auf der 4-Stunden-Chart, dass sich der Preis im „überkauften“ Bereich bewegt. Möglicherweise ist das Währungspaar fällig für eine Kurkorrektur. Die 4-Stunden-Chart gibt ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic-Oszillators aus und bestätigt eine mögliche Preisbewegung nach unten. Der Momentum-Oszillator hat die obere Grenze erreicht und beginnt sich nun langsam wieder abwärts zu bewegen. Der Relative Strength Index (RSI) hat in den „überkauften“ Bereich gedreht, konnte die steigende Trendlinie und den oberen Bereich jedoch bislang nicht durchbrechen. Händler könnten einen Durchbruch der 70-Linie abwarten, um ihre Longe-Positionen zu schließen und anschließend auf fallende Kurse zu setzen.
Die Wild-Card
Silber
Für Silber hat sich jüngst eine deutliche Abwärtsbewegung ergeben, die die Langzeit-Trendlinie vom November 2008 durchbrechen konnte. Diese Überwindung des Preisniveaus setzte sich über die Unterstützungsmarke um 16,22 fort. Forex - und Rohstoff-Anleger, die bei Silber auf fallende Kurse setzen, könnten den nächsten Richtpreis bei der Unterstützungsmarke um 16,40 festlegen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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